• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Versicherung lässt Patientin bespitzeln!

Siegfried21

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
10 Sep. 2006
Beiträge
2,366
Ort
BW
#2
Hallo,

Info:

OLG Franfurt, vom 18.09.2007, AZ 8 U 127/03:p

Arzthaftungsprozess: Materieller und immaterieller Schadensersatz wegen eines Behandlungsfehlers; Verwertung eines heimlich aufgenommenen Videobandes zum Beweis des Gesundheitszustandes des Geschädigten

Ermittlungen einer Detektei hätten beispielsweise ergeben, dass der Kläger in der Lage sei, einen PKW mit und ohne Schaltgetriebe, ein Motorrad und ein Motorboot zu führen sowie einfache Reparaturarbeiten auszuführen. Die vorliegenden Lichtbilder (Blatt 796-799 d. A.) sowie ein von einem Detektiv erstelltes Videoband belegten, dass der Kläger in der Lage sei, längere Wegstrecken ohne Gehhilfe zurückzulegen, sein Hüftgelenk in erheblichem Maß zu beugen und zu belasten, so dass man davon ausgehen müsse, dass er sein Leiden aggraviere.

usw.

:p
Quelle:
http://www.lareda.hessenrecht.hesse...E580922008:juris-r01&showdoccase=1&doc.part=L

Grüße

Siegfried21
 

jangun

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
26 Okt. 2007
Beiträge
664
#4
Kann man mal sehen wohin Ärztepfusch so führt.
Die Versicherung hätte mal lieber den Arzt bespitzeln sollen, wer weiß was der noch so für Leichen im Keller hat.
Wo Versicherungen doch immer so auf Kausalzusammenhänge erpicht sind.
Für sowas ist genug Knete vorhanden, aber wenn wirklich Verkrüppelte zu ihren Rechten kommen wollen-ne dann wird erstmal prozessiert, auch wegen den kleinsten Entschädigungen..:eek:
Die sollen mal schön die 700.000 Euro abdrücken müssen, würde ich gut finden.

mfG Jan
 

Micha

Administrator
Mitarbeiter
Registriert seit
6 Juni 2006
Beiträge
1,793
#5
Offensichtlich sind solche verdeckten Einsätze für die eine Seite ein probates Mittel.
Ich wundere mich das es das nicht das auch für die Betroffene Seite ist. Schade das es es dort so wenig Solidarität gibt. Ich denke das intensive Nachforschungen dazu führen würden zig Richter/innen und Gutachter/innen dauerhaft aus dem Verkehr zu ziehen.
Viele Grüße!

Micha
 

Sekundant

Aktiver Sponsor
Registriert seit
24 März 2009
Beiträge
4,655
Ort
hier, links von dir
Website
fallakte.12hp.de
#6
Aber Micha,

Ich wundere mich das es das nicht das auch für die Betroffene Seite ist. Schade das es es dort so wenig Solidarität gibt. Ich denke das intensive Nachforschungen dazu führen würden ...
das haben wir doch schon im Blickfeld ;)

Aber Unterstützung: klar, immer! Bist Du dabei? Einweisung erfolgt dann für jeden persönlich.


Gruss

Sekundant
 

xgreek69x

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
2 Juli 2011
Beiträge
1,121
Ort
Mitten in Deutschland - Dreiländereck Hessen, NRW,
#7
Hallo Micha,

ja, ich muss schon gestehen, dass ich da ein bisschen enttäuscht bin.
Aber was soll´s: dann koch ich mein Süppchen halt alleine und freue mich falls doch noch jemand mitzieht - meine Nachforschungen waren auf jeden Fall schon sehr fruchtbar und das nicht zuletzt dank dieses Forums und einiger seiner Mitglieder! :)
Vielen Dank dafür!


Gruß

greek69
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
#8
Bespitzelung durch die Vers-SI-MA (Versicherungs-Sicherheits-Mitarbeiter

Berufserfahrene ehemalige STASI - Mitarbeitern in Brot- und Lohn-Sicherheit.)

Hallo Thimonreiten,

Auch das gibt`s,

Also seid alle vorsichtig....man weiss ja nie :mad:
Das ist schon ein altbekanntes Schauspiel, festgehalten in:

"Alleine gegen die Versicherung"
Die älteren "Hasen" werden sich noch erinnern an:
http://www.jackystiefelweb.de/content/kampf_gg_vers.htm


@ xgreek69x,

"ja, ich muss schon gestehen, dass ich da ein bisschen enttäuscht bin."

Ich auch, aber aus einem anderen Grund!

Das meintest Du auf die Feststellung von Micha:

"Ich wundere mich das es das nicht das auch für die Betroffene Seite ist. Schade das es es dort so wenig Solidarität gibt."

Solidarität gibts schon, fraglich ist für mich nur die Seite, der die Solidarität überwiegend erbracht wird.

Es gibt konkret Aufdeckung der "Betroffenen Seite" durch "Bespitzelung" mit Hilfe von Betroffenen, siehe eine davon, jüngst in:
http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?t=24623


Micha könnte Recht behalten, mit seiner Vermutung: "Ich denke das intensive Nachforschungen dazu führen würden zig Richter/innen und Gutachter/innen dauerhaft aus dem Verkehr zu ziehen."

Doch wie man anhand des Threads: "Die Taktik der Pseudowissenschaft mit der Glaubwürdigkeit und mit dem Krankheitswert in ihren Gutachten“ vorbildlich nachvollziehen kann, gibt es einen Betroffenen, der (das Thema erstellt hat) seine aufdeckenden "Bespitzelungserkenntnisse" (nicht nur in diesem Thread)einbringt, die alle samt nachvollziehbar und belegbar sind, und was machen diejenigen daraus, die nicht Betroffen sind, Solidarität aber immer groß anmahnen? Sie versuchen den aufdeckenden Schreiber mit Diffamierungen schlecht darzustellen, immer wieder gleiche Masche, um vom Inhalt der Aufdeckungen abzulenken.

Und was machen die angeblich so "Solidarischen"? Sie pflichten bei: kriech, schleim, trief.

Jacki Stiefel hatte sich seinerzeit schon gewundert, dass die BG Informationen hatte, nicht von ihr selbst, .... !

Und so, leider, könnte Micha nur Recht behalten.

Gruß Ariel
 

Waldflower

Neues Mitglied
Registriert seit
15 Feb. 2012
Beiträge
15
Ort
Eichstetten
#9
ich bin auch bespitzelt worden

Mein Unfall ist 19 Jahre her.Es war ein Frontalzusammenstoß in einer Kurve,SHT 3.Grades und schweres Schleudertrauma mit Spätfolgen.Ich war also total unschuldig,da ich ja in der Kurve nicht ersehen konnte,daß dahinter auf meiner Spur ein Fahrzeug auf mich zukommt.Durch diesen Unfall hatte ich diverse Prozesse.Die gegnerisches Versicherung trieb es sogar so weit,einen Detektiv auf mich an zusetzen.Dieser war erst in meinem alten Wohnort tätig,ging zu Personen,zu denen ich z.T zig Jahre keinen Kontakt mehr hatte,zu ehemaligen Arbeitskollegen und Freunden.Es wurde u.a in meiner Scheidung gewühlt,die 20 Jahre vor meinem Unfall war!Es ging dabei nur um eines:Mich als Simulantin hinzustellen,als Lügnerin,die aus aus dem Unfall materiell und finanziell gewinnen will und auch,daß ich ja wieder Auto fahren würde.Das alles flog auf als der Detektiv hier an meinen neuen Wohnort bei den Nachbarn auftrat,mich dort auch als unglaubwürdige Person hinstellte,die doch wieder Auto fahren würde.Ich wurde darüber von meinen Nachbarn informiert und ich gab das damals telefonisch an meinen Anwalt weiter.Ich konnte mich ja nicht groß wehren und es wäre so einfach gewesen,daß das alles nicht stimmen konnte.Ich lag nämlich nach meinen Unfall mit kleinen Unterbrechungen über ein Jahr in der Klinik,bin halbseitenblind durch eine Sehnervenverletzung geworden und fahre bis heute kein Auto mehr,da das ja nicht mehr geht,weil ich nicht mehr alles erkenne.
Ich weiß noch wie schlecht es mir damals ging.War alleine mit 2 Kindern,schwerkrank und einer ungewissen Zukunft und dann das!Vorallem diese Wut,die ich hatte.Für mich war das Schmerzengeld nicht da,ich mußte 8 Jahre prozessieren bis ich es bekam und für diesen verlogenen Detektiv war das Geld da.Das war sicher nicht billig,durch ganz Deutschland zu reisen,um Leute aufzusuchen,dazu Reisekosten,Übernachtung,Verflegung usw.
Ich habe damals keine Anzeige erstattet,da ich schon genug Prozesse am Hals hatte.Bei der Gerichtsverhandlung kam das mit dem Detektiv zur Sprache und letzendlich hat sich mein Schmerzensgeld dadurch erhöhend ausgewirkt.
liebe Grüße
Waldflower
 

kbi1989

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
12 Okt. 2006
Beiträge
949
#11
Hallo,


es gibt durchaus die Möglichkeit sich so zu verhalten, dass auch die Gegenseite glaubt, sich beobachtet zu fühlen:

wer sich im Ablauf eines Geschäftsganges einer Behörde oder einer grösseren Versicherungsgesellschaft auskennt, kann trotzdem Aktzente setzen, ohne, dass er seine Indendität preisgibt. Man muss nur wissen, Wie (?).

D. h., man muss auch mal seine Phantasie beflügeln. Denn immer nur Polemisieren, und Betroffene gegen nicht Betroffene ausspielen zu wollen, ist auf Dauer langweilig. Wer im Kopf frei ist, und sich souverän zu verhalten weis, kommt dem Ziel schneller näher, als manch einer glaubt. Nur, man muss die Spielregeln des Gegners verstehen und diese dann auch lernen zu beherrschen.

Souveränität bedeutet, frei in seinen Entscheidungen zu sein. Was hält mich als Unfallopfer davon ab, meinen beauftragten mandantierten Anwalt zu lenken und zu leiten. Nichts!

Was soll eine Versicherung davon abhalten, Unfallopfer zu bespitzeln? Ja, ... jetzt kommt wieder der Aufschrei(!)..... Schweinerei...., moralisch verwerflich,..... Unterstellung eines Versicherungsbetruges, .... etc.. Nur, die Schadensabwehr im Fall eines Versicherungsbetruges - ob es hier jemand passt oder nicht -ist auch Pflicht einer Versicherung, insbesondere dann, wenn sich subjektiv der Eindruck einstellen würde, dass der Tatbestand des Versicherungsbetruges zutreffend sein könnte.

Aber darum geht es letztendlich nicht.

Hier wird die Bespitzelung durch die Versicherung übertrieben thematisiert, weil im Einzelfall davon berichtet wurde. Und sofort wird dieses Thema heissgeredet (-geschrieben), bis es den Regelfall darstellt. Kinders, bleibt doch mal cool. Mitnichten bespitzelt jede Versicherung einen Versicherungsnehmer, wenn er einen Schadensfall meldet. Um das klarzustellen: ich halte eine solche Vorgehensweise einer Versicherung auch nicht für gut. Aber, in begründeten Fällen ist ihr Verhalten legal, wenn auch vielleicht moralisch verwerflich!

Und nicht in jedem Fall ist es so - sich manche Dinge - so zurecht zu rücken, dass man immer mit seiner einseitigen Sichtweise Recht behält. Manchen Typ hier - wie der von Micha - sollte man beherzigen, und nicht immer versuchen hieraus einen unbegründeten Umkehrsschluss daraus zu machen.

Gruss
kbi1989
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
#12
Unterschied: berechtigte Nachforschung und menschenentrechtender Bespitzelung

Hallo kbi1989,

wer sich im Ablauf eines Geschäftsganges einer Behörde oder einer grösseren Versicherungsgesellschaft auskennt, kann trotzdem Aktzente setzen, ohne, dass er seine Indendität preisgibt. Man muss nur wissen, Wie (?).
Und das "WIE" behältst Du, wie immer, für Dich. Wir kennen uns nun mal nicht so aus im Ablauf der Geschäftsgänge einer Behörde oder Versicherung, wie Du.


D. h., man muss auch mal seine Phantasie beflügeln. Denn immer nur Polemisieren, und Betroffene gegen nicht Betroffene ausspielen zu wollen, ist auf Dauer langweilig. Wer im Kopf frei ist, und sich souverän zu verhalten weis, kommt dem Ziel schneller näher, als manch einer glaubt. Nur, man muss die Spielregeln des Gegners verstehen und diese dann auch lernen zu beherrschen.
Dummerweise sind Unfallgeschädigte nicht so versiert im phantasievollen Tricksen und erziehender Lenkung des Anwaltes und der Behörden. Wozu ein solches UO-Forum, wenn die UO so schlau (oder noch schlauer, trickserfähig) sind wie Versicherungs- und Behördenmitarbeiter?

Gerade nach Verkehrsunfällen, Stürzen oder Vergiftungen vom Arbeitsplatz sind die Köpfe eben nicht mehr frei und genau das ist den Unfallopfern nicht ständig verhöhnend aufs Brot zu schmieren. UO werden schon genug diskriminiert und gedemütigt von den immer überlegenen Behörden-Mitarbeitern.


Souveränität bedeutet, frei in seinen Entscheidungen zu sein. Was hält mich als Unfallopfer davon ab, meinen beauftragten mandantierten Anwalt zu lenken und zu leiten. Nichts!
Na super! Wenn ich solche Souveränität hätte, dann wäre ich heute nicht im OU-Forum, sondern auf meiner gut dotierten Karriereleiter höher wärts und viel aktiver in der Politik.

Der Begriff "Vertrauen können" -, "sich verlassen können" auf akademische Schwarz- oder Weißkittelige, solch Denken ist in den Köpfen der Geschädigten gespeichert in ihrer Not. Und warum soll dann ein Programm ablaufen in den Köpfen der Probanden, wie lenke und leite ich meinen Anwalt, Arzt, Gutachter? Dazu muss man schon ein gerissenes Denkvermögen haben, das bei ernsthaft Geschädigten sicherlich nicht vorherrscht, nicht einmal bei allen Gesunden.

Gerade im blauäugig vertrauensseeligen Umgang mit Anwälten und BG-Medizinern zeigt sich der - ante Unfallschädigung - vorhandene gewissenhafte Charakter des Geschädigten. Und nach dem Unfall kann solch raffiniertes psycholenkendes Verhalten dann erst recht nicht auftauchen. So ein Verhalten, das dieses UO-Forum überflüssig machen würde, müsste schon vor dem Unfallschaden im UO imprägniert gewesen sein.


Was soll eine Versicherung davon abhalten, Unfallopfer zu bespitzeln? Ja, ... jetzt kommt wieder der Aufschrei(!)..... Schweinerei...., moralisch verwerflich,..... Unterstellung eines Versicherungsbetruges, .... etc.. Nur, die Schadensabwehr im Fall eines Versicherungsbetruges - ob es hier jemand passt oder nicht -ist auch Pflicht einer Versicherung, insbesondere dann, wenn sich subjektiv der Eindruck einstellen würde, dass der Tatbestand des Versicherungsbetruges zutreffend sein könnte.
Zwischen berechtigten Nachforschungen und Grundrecht verletzender Bespitzelung ist ein wesentlicher Unterschied, nämlich der der Verletzung des Persönlichkeitsrechts.

Nachforschung beinhaltet ja schon genug Misstrauen gegen den Versicherten und Beitragszahler. Bespitzelung ist eine auf Misstrauen basierte Menschenjagd. Paparazzi- und Stasi-Orgien, die die observierte Person demütigend und hetzend verfolgen und durchleuchten.



Kinders, bleibt doch mal cool. Mitnichten bespitzelt jede Versicherung einen Versicherungsnehmer, wenn er einen Schadensfall meldet. .... Aber, in begründeten Fällen ist ihr Verhalten legal, wenn auch vielleicht moralisch verwerflich! .
Es geht nicht darum, ob eine Versicherung in 20 von Hundert Fällen nicht bespitzelt, immerhin müssen die Spitzel ja beschäftigt werden. Und legal bedeutet gesetzlich. Das Gesetz möchte ich doch gern mal kennen.

Wir sind hier dazu freiwillig zusammen, um über Missstände zu diskutieren, die die Unfallopfer in ihrer desolaten Situation betreffen. Auch gegen den Willen und Engagement von Behörden-Mitarbeitern.


Hier wird die Bespitzelung durch die Versicherung übertrieben thematisiert, weil im Einzelfall davon berichtet wurde. Und sofort wird dieses Thema heissgeredet (-geschrieben),
Ob ein Foulspiel "heiß geredet wird", das hängt von der Art der Beteiligung ab. Betroffene vom Foulspiel und deren Angehörige werden immer eine andere Sicht der Dinge haben, als die, die Foul spielen und damit einen Vorteil für sich zu erreichen versuchten.

Das sieht man in jedem Fußballmatch (italienischer Fußballstil). Da steht plötzlich ein Gefoulter nicht allein seinem Kontrahenten gegenüber, sondern steht flux dessen gesamter Meute gegenüber, die dem allein da stehenden Geschädigten einreden wollen, "was er denn habe ist doch nix passiert und er selbst sie doch der Täter".

So sind die Verhältnisse bei uns Geschädigten und Schadensersatzantragstellern, die immer allein mit dem Rücken zur Wand gegen eine "verharmlosende" Übermacht stehen.

Gruß Ariel
 
Zuletzt bearbeitet:
Top