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Verkehrsunfall und Bandscheibenschädigung

anaconda

Mitgliedschaft beendet
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6 Sep. 2006
Beiträge
346
Verkehrsunfall und Bandscheibenschädigung

Hallo,
ganz allgemein wäre dazu zu sagen, dass ohne die detaillierte Kenntnis des Unfallablaufes und der vorliegenden Kollisionssituation Fragen zu einer z.B. Bandscheibenschädigung nicht so ohne weiteres beantwortet werden können.
Eine Bandscheibenschädigung bedarf einer hohen Kompressionsbelastung, die bei axialer oder auch Biegebelastung der Wirbelsäule möglich ist. Insofern kann auch eine unfallbedingte Bandscheibenschädigung daraus entstehen. Aber:
Um dies feststellen zu können, ist es notwendig, alle Röntgenbilder und medizinischen Befundberichte vor und nach dem Verkehrsunfall in die Beurteilung mit einzubeziehen.

Wenn Unklarheiten bestehen, sollte man wegen der recht hohen Kosten die gerichtliche Beauftragung eines umfassenden technisch-biomechanischen und unfallanalytischen Gutachtens in Erwägung ziehen.
Sollte die Versicherung nicht gewillt sein, eine Bandscheibenschädigung anzuerkennen, sollte jeder von Euch prüfen, evtl. ein Privatgutachten erstellen zu lassen!

Fazit: Egal, wie alt Ihr seid – lasst Euch jede Röntgenaufnahme aushändigen, fertigt Kopien an und archiviert diese. Wer weiß, wann Ihr diese Bilder als „Gegenbeweis“ benötigt! Röntgenaufnahmen unterliegen einer bestimmten Aufbewahrungsfrist und es ist ohne weiteres möglich, auch lange zurückliegende Aufnahmen zu erhalten. Es ist jedoch nicht so, dass man hingehen und darauf warten kann – gerade ältere Bilder müssen aus dem Archiv besorgt werden und das geht meist nur mit Vorbestellung.

Folgende Institute:
Verkehrsunfallforschung Hannover:

http://www.mhh-unfallforschung.de/

Verkehrsunfallforschung Dresden:

http://www.verkehrsunfallforschung.de/


anaconda
 

ntkr@arcor.de

Nutzer
Registriert seit
21 Mai 2007
Beiträge
1
Verkersunfall und Bandscheibenschädigung

Ich hatte am 3.07.06 einen Autounfall (Wegeunfall ) wobei meine Bandscheibe verletzt wurde. Bei der erstversorgung wurde es noch nicht erkannt,mein behandelter Arzt machte ich dann auf meine Rückenschmerzen aufmerksam.Ich hatte auch HWS und wurde zur Kernspinto geschickt.Was ich nicht wusste ,das nur von der HWS aufnahmen gemacht wurden.Da meine Rückenschmerzen immer schlimmer wurden,bis zu Lähmungen in den Beinen wurde wieder zur Kernspinto geschickt,wegen eines komikationsfehler wurde wieder eine Aufnahme von der HWS gemacht und der Gutachter von der BG unterstellte mir das ich erst im November mit Rückenschmerzen angefangen habe. Ich konnte das alles wiederlegen mit Bescheinigung. Auch habe Ich von den Krankenkassen Unterlagen das ich noch nie was am Rücken hatte.Ich war bis zum Unfall sehr Sportlich, Marathon ,Skaten,Biken,fuhr eine schwere Maschine und habe 8 Stunden geputzt hatte nie ein Problem mit dem Rücken.Keiner will zahlen,arbeiten kann ich auch nicht mehr, Rente wurde abgelehntund Finanzell bin ich auf meine Kinder angewiesen.War vor 2mon. von Sozialgericht bestellten Gutachter bescheid liegt noch nicht vor.Was kann ich noch unternehmen
 

siggi61

Nutzer
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Beiträge
21
Hallo Anaconda,

ich habe auch eine HWS- Distorsion 3 Grades (Bandscheibenvorfall)- aber ausgelöst durch den Unfall- bei sehr geringer Geschwindigkeit

Es kann doch nicht sein, das die Versicherungen davon ausgehen können, das ihre Versicherungsnehmer nur absolut "gesunde" Menschen anfahren...


Mein RA hat vor 3 Wochen ein Schreiben der Versicherung erhalten, indem sie jede Kostenübernahme auf Grund eines technischen sachverständigen- Gutachten ablehnen, da die Aufprallgeschwindigkeit zu gering gewesen wäre um eine HWS 3 (Bandscheibenvorfall) auszulösen.

Laut Gutachten des behandelnden Neurologen (das die Versicherung von diesem eingeholt hat) sagt dieser zu ihren Fragen:

1. An welchen Krankheiten hat die Patientin vor dem Unfall gelitten:
Gelitten hat der Patient bis zum Zeitpunkt des Unfalles nicht an irgendwelchen Gesundheitsstörungen welche mit den aktuellen Beschwerden in Verbindung stehen. Die weiterführende Diagnostik hier zeigt einen partiell verkalkten rechts mediolateralen Bandscheibenvorfall bei C5/6 mit möglicher Irritation der Wurzel C6 rechts. Der Bandscheibenvorfall ist teilweise verkalkt, wurde allerdings durch den Unfall aktiviert und ist für die Beschwerden der Patientin mitverantwortlich.

2. Bei besondere Bemerkungen hat er noch folgendes hinzugesetzt:
Im vorliegenden Fall handelt es sich um ein ausgeprägtes anhaltendes und bis heute beinahe therapieresistentes Zervikalsyndrom infolge einer HWS- Distorsion nach Angaben der primär dehandelnden Ärzte (Unfallärzte) von Grad 3.
Durch Folgen des Unfalles vom 17. Januar ist eine bereits vorhandene Bandscheibenschädigung bei C5/6 aktiviert und für die aktuellen Beschwerden mitverantwortlich. Er geht hier von einer vorübergehenden Verschlimmerung aus...

So und jetzt hat dieser Gutachter doch klar geschrieben, das mein HWS- Bandscheibenvorfall auf Grund des Unfall aktiviert wurde.

Auch wenn ich schon eine "Vorschaden" hatte- der allerdings klinisch "stumm" war...

Was soll ich denn jetzt als "Gegenbeweis" darlegen?


Viele Grüße


Siggi
 

yogi

Mitglied
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16 Jan. 2007
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45
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bremen
hallo siggi,
ich kann Dir leider keinen rat zu Deinem verfahren geben.
ich habe meine mutter jedoch angewiesen, trotz vorschädigung, den prozess bzgl. unverschuldeten bandscheibenvorfalls weiterzuverfolgen.
es kann nämlich nicht angehen, daß diese verbrecherorganisationen auf dem rücken geschädigter zu noch mehr reichtum kommen, den sie dann verzocken!
lg y
 
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