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Vergleich Gericht mit DRV = weniger Punkte für Berechnung trotz mehr Anerkenntnung

bln_ib

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Hallo allerseits,

ich habe mal eine Frage zu unserem Rechtssystem besser ich bin grade mal wieder am verzweifeln an ihm!

Anfang dieses Jahres habe ich mit der DRV einen Vergleich geschlossen, daß sie meine nach dem Unfall gearbeiteten Zeiten bis zur erstmaligen Krankschrift direkt vor OP anerkennen. Das Verfahren lief über mehrere Jahre vor Gericht hin und her bis entgültig alle Unterlagen der KK und BG vorlagen und des alten AG. Daraus ergab sich dann das ich wirklich und tatsächlich gearbeitet habe (auch wenn im Rolli aber damals gings).

Nun erhalte ich die Neuberechnung und würde wenn sie nicht die alte Rente weiterzahlen müßten weniger bekommen Da habe ich doch sehr gestaunt :confused:!

Sie schreiben nach der jetztigen Gesetztgebung müssen sie ein Jahr bei mir abziehen und außerdem noch das ich keine Kinder habe. Na schön aber ich habe länger gearbeitet und der Vergleich wurde für die 2005 gestellte Rente beantragt und eingegangen.

Nach meinem Verständnis müssen sie doch dann auch nach dem damals bestehenden Recht berechnen und nicht nach dem aus September 2008. Damit müßte ich dann also eigentlich mehr und nicht weniger bekommen, oder?

Ich muß ehrlich sagen ich blicke da nicht durch sehe nur das ich auf einmal fast 2 Prozentpunkte niedriger liege als vorher, wie kann das gehen wenn man längere Anerkennung zugestanden bekommen hat.

Ich habe noch das Recht gegen diesen Bescheid Widerspruch einzulegen, falls mit der Berechnung etwas nicht stimmt. Deswegen wollte ich doch mal vorher hier fragen ob das überhaupt sinnvoll wäre. Aus dem Bauch heraus würde ich sofort Widerspruch einlegen eben weil sie ja nicht berechnet haben was ich gearbeitet habe sondern nur bis zum Unfall. Ich habe aber noch ein weiteres Jahr gearbeitet und eben darüber läuft der rechtskräftige Vergleich und das Anerkenntnis der DRV.

Könnt ihr mir dazu helfen?
viele Grüße und gerade :confused:
 

JoachimD.

Nutzer
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Hallo bln_ib,

Du musst Dir die Frage stellen was kann passieren wenn Du einen Widerspruch schreibst? Ja und da würde ich schon einmal nach meinen Bauchgefühl gehen!
(länger gearbeitet, Kinder ? Recht 2005..).
Es gibt was das Thema Renten angeht einen gewissen Bestandschutz.
Das heisst wenn kürzlich vor Gericht ein Vergleich geschlossen wurde, kann die DRV nicht jetzt was anderes berechnen! Genau so gilt dies für Renten die bisher ausgezahlt worden sind!
Wie ist das mit den Kindern? Bei der Berechnung der Abgaben wird doch normalerweise eine Steuerklasse herangezogen Ledige Steuerklasse 1 usw..
Danach werden die Abzüge zur Rente berechnet. Die gezahlten Rentenbeiträge ergeben dann X Punkte
Wenn man jetzt von Kindern spricht hätte man ja die ganze Zeit Deinen Lohn falsch berechnet nach einer anderen Steuerklasse ?
Ich möchte damit sagen dies sind nur vorgeschobene Gründe, ich würde das Ganze einmal einen Rentenberater (evtl. Gewerkschaft) zeigen! Falls einer in Deiner Nähe ..!

mfg Joachim
 

Joker

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Hallo bln_ib,

ich bleibe bei deinem Beitrag an der Frage hängen zu welchem Zeitpunkt bei dir überhaupt der Leistungsfall (= Datum, zu dem die Anspruchsvoraussetzungen für eine Rente vorlagen, s. http://www.deutsche-rentenversicher...lmedizin/glossar__sozmed/L/leistungsfall.html ) eingetreten ist. Anmerkung: Solltest du deinen Rentenantrag erst nach dem Leistungsfall gestellt haben, kann es sein dass die Rentenzahlung auch erst nach dem Leistungsfall begann, s. z.B. http://www.ihre-vorsorge.de/Experte...de=1&session=5f338da10908ef93af8576ce944de39a )

Einerseits schreibst du
daß sie meine nach dem Unfall gearbeiteten Zeiten bis zur erstmaligen Krankschrift direkt vor OP anerkennen.
, Leistungsfall wäre also der OP-Termin, andererseits
weil sie ja nicht berechnet haben was ich gearbeitet habe sondern nur bis zum Unfall. Ich habe aber noch ein weiteres Jahr gearbeitet und eben darüber läuft der rechtskräftige Vergleich und das Anerkenntnis der DRV.
, Leistungsfall wäre also das Unfalldatum

Wie in o.g. Link beschrieben, wird die Rentenhöhe anhand deiner Einzahlungen bis zum Leistungsfalldatum ermittelt. Solltest du danach noch tätig gewesen sein, hat dies keine Auswirkungen auf die Rentenhöhe.
Ist jetzt bei dir der Leistungsfall mit dem Unfalldatum oder erst durch OP-Datum eingetreten? Die Antwort müsstest du im Rentenbescheid finden.

Zu deinen übrigen Fragen bin ich definitiv überfordert, evtl. klären sie sich durch o.g. Problematik des Leistungsfalls, ggf. aber auch über den gültigen Rechtsstand bzgl. des Datums der Rentenantragstellung. An einer kompetenten Beratung wie von JoachimD. beschrieben wirst du wohl kaum vorbeikommen.

Aber beachte bitte: Rentenberater sind kostenpflichtig (Kosten entsprechen ca. einer rechtsanwaltlichen Beratung). Kostenfrei könntest du durch die Beratungsstellen der DRV oder die Versichertenälteste der DRV beraten werden. Ob dort aber alles neutral, objektiv und individuell an deine Bedürfnisse angepasst geklärt wird, kann ich nicht beurteilen. Zur Sondierung der Rechtslage wäre es aber sicherlich einen Versuch wert.

Gruß
Joker
 
Zuletzt bearbeitet:

JoachimD.

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Hallo bln_ib,

ich habe bei der Rentenberatung von Gewerkschaften gesprochen.
da ist die Beratung kostenlos. Soviel ich weis müssten die auch öffentliche Sprechstunden halten! (Anruf bei der Gewerkschaft..).
Die Berater nennen sich Versichertenälteste und werden von den Gewerkschaften gestellt. Sprich ehemalige Arbeitnehmer die dies nebenbei machen! Ein Link in die Richtung allerdings nur von Norddeutschland

http://www.lva-hannover.de/internet...tml/Unsere-Versichertenaeltesten?OpenDocument

Gruss Joachim
 

bln_ib

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Hallo JoachimD,

ja da werde ich wohl nochmal nachfragen müssen, den ich ging das Rechtsverfahren ein damit eben der von Joker aufgestellten Frage Antwort gegeben wird!

Laut DRV sollte der Leistungsfall beim Unfall eingetreten sein. Da ich aber wie bereits geschrieben bis zur OP gearbeitet hatte und die erst ca. ein Jahr später stattfand habe ich diese Leistungen nun, da erst da erstmalig Krankschrift, zuerkannt bekommen. Weitere Monate mit Arbeitsversuchen (ohne Verletztengeld) also mit voller Einzahlung und auch die Arbeitslosigkeit wurden trotz der erfolgten Einzahlungen nicht möglich Anzuerkennen.

Deswegen weiß ich auch nicht warum nun meine Rente, die ich erst 2005 beantragte und wo dann im Nachhinein festgestellt wurde das ich sie schon viel eher hätte beantragen können - lt. DRV, nun auf einmal weniger wäre
Mit der DRV hab ich bereits gesprochen sie meinten nur ich sollte noch den nächsten Bescheid abwarten, wenn ich das aber tue - läuft meine Widerspruchsfrist auf diesen ersten mitgeteilten Rentenbescheid mit neuen und niedrigeren Punkten ab.

Joker und JoachimD ich danke euch erstmal für eure Hinweise und werde mal hier in der Nähe suchen, habe zwar eine Beraterin der DRV die auch ins Haus kommt, sie kann ich evtl. auch zusätzlich noch fragen, aber werde auch mal nach anderen Beratern schauen!

viele Grüße und noch ein schönes WE
 

bln_ib

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hallo,

es ist weitergegangen mit der drv:

auf einmal erhalte ich die rente verlängert und noch weiter rückwirkend :confused: versteh ich zwar nciht ganz aber nun bekommt das arbeitsamt die nachzahlung und ich habe dann mal wieder anrecht falls ich mal nicht mehr eu-rente beziehe.

die rente ist auch etwas höher geworden aber unwesentlich es läuft noch eine nachfrage auf welchen grundlagen genau die rentenberechnung erfolgte.

falls da noch etwas bei rauskommt schreibe ich es nochmal auf.

ich wollt gerade den verlängerungsantrag stellen und hab nochmal bei der drv nachgefragt was sie den für gutachten noch nicht haben damit ich nicht ordnerweise hinschicken muß und da sagte mir der bearbeiter es sei was unterwegs und soviel er sieht fragt er sich warum ich die verlängerung beantrage, ich solle doch erstmal abwarten :D nun ist der bescheid da und ich kann den antrag erstmal wieder zur seite packen!

viele grüße
 
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