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Urkundenfälschung/Aktenfälschung in Uniklinik Göttingen

Hollis

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Wieder ein Skandal. Die Uni-Klinik Göttingen hat Krankenakten gefälscht. Schlecht für die Patienten die sich sonst noch behandeln ließen!

Organspendeskandal in Göttingen "Dafür ist kriminelle Energie nötig"Es ist einer der größten Organspendeskandale in der deutschen Geschichte: Am Uni-Klinikum Göttingen sollen in mindestens 25 Fällen Akten manipuliert worden sein, damit Patienten schneller operiert wurden. Im Zentrum steht der frühere Leiter der Transplantationschirurgie...
http://www.spiegel.de/panorama/gese...rzt-soll-akten-gefaelscht-haben-a-845496.html

gruß

Hollis
 

Kai-Uwe

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Hallo Hollis,

in jedem Kindergarten, in jeder Firma, in jedem Laden, in jeder Behörde, jedem Amt, in der Politik und in Königshäuser....gibt es Kriminelle.

Leider wird der "Organ-Handel-Fall" (ausgelöst durch wenige geldgeile Verbrecher) wieder viele Menschen, die nach Ausreden suchen keinen Organspendeausweis bei sich zu tragen....."Öl ins Feuer" sein.

Ich habe schon viele Jahre einen Organspedeausweis;)...macht mit!

Gruß
Kai-Uwin
 

Hollis

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Hallo Kai-Uwe,

leider bin auch ich ein Organspende Gegner. Ich kann leider nicht mitwirken, wer meine Organe bekommen kann, wer operiert mögl. einer meiner Pfuscher.

Ärzte und Krankenhäuser fühlen sich genötigt noch fahrlässiger umzugehen, wir haben ja genug Organe auf die wir zugreifen können - Das stört mich am Meisten. Der Säufer sieht sich möglicherweise genötigt weiterzusaufen, er kann ja eine Ersatzleber bekommen. Gerne schaue ich mir den Science-Fiction Film "Die Insel" an. Hier werden für reiche Menschen Klone eingesetzt, damit sie sich an ihnen bedienen können.

Und es wäre für mich einfach zu sagen, meine Organe können nicht gespendet werden da ich chronische Hepatis B habe. Und meine Leber sehr stark angeschwollen ist!

Bei der Leukämie-Datenbank wollte ich mitmachen, allerdings ich nehme das Psychopharmaka Amisulprid und darf deswegen nicht spenden. Also hier würde ich dennoch mitmachen, aber bei Organen nicht!

Bezüglich der Aktenmanipulation meine ich natürlich die Bedenklichkeit sich dort behandeln zu lassen - hauptsächlich diejenigen Patienten, die keine Organspende benötigen!

Die Verstückelung nach dem Tode, besonders bei Hinrichtungen im 19 Jahrhundert eingeführt als schlimmere Strafe, verhindert nach der Anschauung der damaligen Menschen die Wiedergeburt.

Scientologisch betrachtet, so wie ich die Erde betrat, so will ich sie wieder verlassen - wenn mögl. mit meinen Organen! Nicht das da gleich der Verfassungschutz am ********** kleben soll für diese Aussage!

gruß

Hollis
 
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Kai-Uwe

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Hallo Hollis,

ich habe da eine ganz andere Einstellung als Du.
Wir haben uns vor Jahren auch typisieren passen, als Kai-Uwe dann als Spender in Frage kam....war es leider nach seinem Unfall und er voller Medikamente.

Hast Du noch Deinen Blinddarm? Deine Mandeln? Alle Deine Zähne?
Manchen fehlt eine Niere oder die Milz....schon bist Du nicht mehr komplett;).

2 oder 3 (da bin ich mir nicht ganz sicher) Ärzte stellen unabhängig von einander den Hirntod fest, erst dann...und liegt ein Organspendeausweis vor...werden Organe entnommen. Nur bei Hirntod.

Wenn ich selber einen geliebten Menschen verlieren würde, nur weil kein Spenderorgan vorhanden ist.....ich möchte das nicht erleben.

Die Menschen, die ein Spendeorgan brauchen sind ja nicht alle Säufer.
Hast Du mal Menschen an der Dialyse gesehen? Tage und Stunden wird dort ihr Blut "gewaschen" Oder Menschen die Jahre im Krankenhaus verbringen müssen weil sie auf ein Herz warten.
Oft sind es Kinder.

Jeder muß das für sich ganz alleine entscheiden.

Lieben Gruß
Kai-Uwin
 

Hollis

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Hallo Kai-Uwe,

Blinddarm seit 43 Jahren noch da, Mandeln sind klein und fein und ebenfalls noch da:). Zähne wird mir vermutlich keiner Spenden;).

Typisierung kann nicht erfolgen, laut Rotenkreuz. Wegen Amisulprid, weil das Rote Kreuz müßte Blutentnehmen, laut Gesetzgeber darf er es nicht. Halbwertzeit von Amisulprid 8 h, wird über die NIEREN Verstoffwechselt. Also wenn es so weiter geht, hänge ich dann selbst bald an der Dialyse.

Besonders erhalt ich noch Metformin wegen der Diabetes, dann ab zur Radiologie und schon haben die vergessen mich daran zu erinnern, daß Metformin mind. 2 Tage und 2 Tage nach der Verabreichung von Kontrastmittel abgesetzt werden muß. Dadurch wären die Nieren überfordert und es könnte zu akuten Nierenversagen führen. Mein ich doch Hauptsache Fahrlässig damit umgehen. Übrigens sind meine komplett gesund. Eine Fahrlässig und beide Nieren wären am **********.
Versteht man doch irgendwie meine Bedenken. Wie gesagt, habe halt schlimme Erfahrungen machen müssen, hab es halt schon erlebt.

Also ich bin auch der Meinung, daß muß jeder für sich selbst entscheiden. Meine Bereitschaft wäre ja da, für die Lebendspende aber nicht für die Spende nach dem Tod. Ist ja immerhin schon etwas.

gruß

Hollis
 

magenta

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Hallo Zusammen,
Organspende ist und bleibt ein sensibles Thema.

Schlimm ist, dass durch Skandale die Organspendegegner immer wieder "Wasser auf ihre Mühlen" bekommen.

Ich finde es schlimm, dass viele Menschen sterben müssen, weil es nicht genügend Spender gibt.

Übrigens ist es nicht richtig, das chronisch kranke Menschen keine Organ- oder Gewebespender sein können. Je nach Vorerkrankung ist die Spende nur entsprechend eingeschränkt.

Augenhornhaut kann übrigens jeder spenden unabhängig von Alter oder Vorerkrankungen.

Unter folgenden Link kann man sich gut und seriös informieren:

http://www.organspende-info.de/information/spende-und-transplantation/gewebespende/

Lieben Gruß
magenta
 
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Sekundant

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Es wird Kritik geben!

Da bin ich bei meinem Lieblingsthema, über das ich so gut wie NIE spreche/schreibe:

Der Grund ist recht simpel: durch die Erfahrungen mit Medizinern und dem Gesundheitssystem allgemein nach meinem Unfall (natürlich auch den hier gesammelten) musste ich meine Meinung dazu grundsätzlich und ich sage ausdrücklich zum Negativen ändern.

in jedem Kindergarten, in jeder Firma, in jedem Laden, in jeder Behörde, jedem Amt, in der Politik und in Königshäuser....gibt es Kriminelle.
Dies ist ein Grund.

Man war doch nie und nimmer so naiv zu glauben, dass es das einzige System wäre, das nicht ausgenutzt wird! Bestenfalls ingnorant, aber sicher nicht naiv! Das gezeigte Entsetzen halte ich für pure Heuchelei!

Was ist denn eine Spende? Ich gebe freiwillig etwas ab - ohne Gegenleistung. Genau das macht sich das Gesundheitssystem zu Nutze und verdient sich DIE goldene Nase.
Es ist einfach nicht mit einem ökonomisch basierten Gesundheitssystem vereinbar.

Warum rotiert denn der Bahr gerade hier so wahnsinnig und NUR hier? Gäbe es nicht auch andere Bereiche, die hier so deutlich und zahlreich nachzulesen sind? Aber da ist für die Sparte nichts zu verdienen, es wäre nur zu LEISTEN.

Das führt mich dann zu Grund zwei


2 oder 3 (da bin ich mir nicht ganz sicher) Ärzte stellen unabhängig von einander den Hirntod fest, erst dann...und liegt ein Organspendeausweis vor...werden Organe entnommen. Nur bei Hirntod.
Jetzt müsste ich erstens den Ärzten vertrauen, in denen ich das Vertrauen grundsätzlich verloren habe. Und das geht einfach nicht.

Was aber für mich noch schwerwiegender ist und meine Meinung grundsätzlich auf den Kopf stellte ist eine einfache Tatsache:

Tausende gierige, einfältige und korrupte Ärzte (ob GA oder Behandler, die sich nicht zur Wahrheit berufen fühlen) stellen sogar die offensichtlichsten Tatsachen auf den Kopf - im Interesse der Finanzwirtschaft. Sie geben vor, medizinisch alles zu wissen, wenn es um Verweigerung geht; sie winken andererseits bei notwendigen Behandlungen und Therapien ab, wenn wie gesundheitlich oder gar lebensnotwendig sind, ohne mit der Wimper zu zucken, weil sie gerade beim Thema Nerven-, Hirn- und ähnlichen Schädigungen nicht weiter wissen.

Aber beim Hirntot sollen sie wieder Allwissend sein?

Das glaubt kein Mensch!

Es wurde ja schon mal hier kurz darüber diskutiert. Und ich wiederhole mich auch gerne: ich hoffe, nie in die Situation zu kommen, auf eine solche Spende angewiesen zu sein und ich hoffe im anderen Fall, entsprechende Stärke zu bewahren.
Ich kann, darf und will aber auch niemanden von meiner Sichtweise überzeugen, denn wie gesagt: im Grund hielte ich es für richtig und wichtig. Nur eben die Voraussetzungen müssten gegeben sein.


Gruss

Sekundant
 

eltoro

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Hallo zusammen ,

also ich sehe diesen "skandal" ein bischen anders .
ich kenne diesen Arzt persöhnlich und würde mich auch heute noch als BG-Patient genauso wie als AOK-Patient bei ihm unters Messer legen ohne Angst zu haben
Die Transplantationszentren kämpfen um jeden Patienten und möglichst wenig Sterbefälle auf "Ihrer" Warteliste , also müssen Sie Ihre eigenen Patienten so schlecht wie möglich darstellen , damit sie möglichst weit vorne auf der Warteliste sind .
Das ist eine Gradwanderung
Und ob z.B. die Mailandkriterien oder andere sinnvoll sind oder nicht ist zum Teil auch ansichtsache .
Transplantiert ein Zentrum zu wenig , wird ihnen die Genehmigung dazu entzogen .
Sterben auf der Warteliste zu viele , gehen die Wartepatienten zu anderen Zentren
er hat laut anschuldigung die Daten von seinen Patienten schlechter dargestellt , also hat er seinen Patienten geholfen .
Ich selber bin in Hannover transplantiert worden , bin aber durch Bekannte in der Selbsthilfegruppe und auch wegen Vorträgen in der Uni Göttingen sehr oft dort .
Man darf auch nicht vergessen , was dieser Arzt für die Uni Göttingen gemacht hat (vor ihm kannter keiner Göttingen als Transplantationszentrum )
und ob er irgendwelche Geldleistungen bekommen hat ist noch nicht bewiesen .
Zumindest ist er auf dem Gebiet der Lebertransplantation ein supper Arzt und weit über die Grenzen Göttingen hinaus bekannt .

mfg
eltoro
 

Sekundant

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Hallo eltoro,

und genau aus den von Dir genannten Gründen halte ich es auch nicht für einen Einzelfall als Ausreisser! Auch nicht als Argument gegen meine Bedenken und ich denke, das sollte es auch aus Deiner Sicht nicht sein.

Es bestätigt doch wohl nur meine Kritik an der monetären Ausrichtung des gesamten Systems.


Gruss

Sekundant
 

Hollis

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...
er hat laut anschuldigung die Daten von seinen Patienten schlechter dargestellt , also hat er seinen Patienten geholfen ...
Hallo eltoro,

wenn er dies macht, dann scheut er auch nicht davor die Daten von möglichen Sterbenden zu fälschen (Hirntod feststellen obwohl noch keiner vorliegt etc.), um den wartenden; also seinen Patienten zu helfen. Praktisch Gott zu spielen ist da nicht drin.

Allein auf die monetäre Ausrichtung ist, daß das Zentrum eine gewisse Anzahl von Transplatantionen vorweisen muß, die Transplantationen werden sicherlich nicht kostenlos durchgeführt ohne Geldleistung. Also praktisch als Ehrenamt (Arzt).

gruß

Hollis
 

Ariel

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Hallo Hollis,

wenn er dies macht, dann scheut er auch nicht davor die Daten von möglichen Sterbenden zu fälschen (Hirntod feststellen obwohl noch keiner vorliegt etc.), um den wartenden; also seinen Patienten zu helfen. Praktisch Gott zu spielen ist da nicht drin.
Man kann alle Argumente verstehen, die bisher angebracht wurden, weil jeder einen anderen Aspekt betrachtet.

Dein Argument jedoch lässt auch mich bisher schon immer zögern mit einem Organspendeausweis und das auf Grund meiner Erfahrung in der Klinikarbeit.
Es reichen wenige Ärzte, die eine lasche ehtische Einstellung haben und einen Hirntod schon mal früher feststellen, wenn die geforderten Spenderdaten mit den wartenden Empfängerdaten übereinstimmen.

Ich habe erlebt, wie ein von den Notärzten im Sanka für tot Erklärter in der Klinik-Notfallambulanz doch noch nicht ganz tot war. Hätte er einen Organspendeausweis gehabt, wäre er wohl eher tot geblieben.
Das "Gott-Spiel", aus welchem Grund auch immer, das schreckt mich ab.

Man muss sich auch als Empfänger immer vor Augen halten, war der Spender wirklich natürlich tot oder künstlich forciert tot?

Gruß Ariel
 

eltoro

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Hallo zusammen , hallo Ariel,

du schreibst
" Man muss sich auch als Empfänger immer vor Augen halten, war der Spender wirklich natürlich tot oder künstlich forciert tot? "
also ich gestehe dir ein dass die Gedanken an den Spender sehr oft aktiv sind und nicht immer angenehm , obwohl ich so weit noch nie gedacht habe .
ich ringe seit dem Empfang "meiner" neuen Leber mit den Gedanken , einen Brief an die Hinterbliebenen zu schreiben und wen ich den Brief halb fertig habe zerreisse ich den wieder .
Es ist ein neues geschenktes Leben aber es ist nicht einfach damit umzugehen ,
und ich weis nicht ob ich mich nochmals auf die Warteliste setzten lassen würde , obwohl ich mein neues Leben jetzt soweit geniesen kann

mfg
ein sehr nachdenklicher
eltoro
 
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