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Unwirtschaftliche Schadensregulierung

Joker

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Registriert seit
2 Sep. 2006
Beiträge
1,286
Ort
am Rhein
Hallo zusammen,

so jetzt haben wir es schriftlich, warum Versicherungen aus wirtschaftlichen Gründen absolut Null Interesse an einer Schadensregulierung haben: Die bei einem noch unregulierten Schaden gebildeten Rückstellungen bieten ein dermaßen hohes Ertragspotential, so dass der Versicherer überhaupt erst Gewinne einfahren kann.
Die Recherchen der map-reporter zeigen in der Zusammenfassung, dass die Beitragseinnahmen der Versicherer nicht das wichtigste sind und schon gar nicht den Erfolg anheizen. Vielmehr, so gibt Manfred Poweleit zu bedenken, dauere die Regulierung von Versicherungsschäden ihre Zeit. Deshalb "dürfen die Versicherer dafür Rückstellungen bilden - auch für Schwankungen im Geschäftsverlauf". Diese Rückstellungen betragen laut map-report 122 Prozent der Beitragseinnahmen. Diesen Rückstellungen auf der Passivseite der Bilanz stehen auf der Aktivseite entsprechende Kapitalanlagen gegenüber, die Zinsen, Dividenden und Kursgewinne bringen. Poweleit: "Die Erträge daraus sind so üppig, dass aus fünf Milliarden Euro versicherungstechnischem Verlust nach Kapitalanlagen ein Profit von 57,2 Milliarden Euro wird."

Hervorhebungen von mir, Quelle: http://www.all4finance.de/index.php...914e4518c05f/site=vm/lng=de/id=7095/alloc=195
Was heißt das ganze jetzt also? Die Versicherung verdient ihr Geld nicht mit den Beitragseinnahmen, sondern mit den Rückstellungen für nicht regulierte Schadensfälle. Wirtschaftlich gesehen wären die also schön blöd auch nur einen einzigen Fall abzuschließen und gäbe es uns nicht, hätten die Versicherer schon lange Insolvenz angemeldet.

Was würde eigentlich passieren, wenn es keine Schadensfälle mehr gäbe? Müssten dann etwa die Versicherungsbeiträge nach oben angepasst werden?:mad:

Gruß
Joker
 

j_e_n_s

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Feb. 2007
Beiträge
1,329
Ort
Sachsen
Hallo Joker,

aus was werden Rückstellungen erschaffen? Dann hast du die Antwort schon :)

Gruß Jens
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo Joker,

so hat mir das Die Versicherung auch erklärt, als ich anmahnte, dass es zu lange dauert mit der Erstattung meiner Unkosten und mein Anwalt meinte, dass daraus (aus den Rückstellungen) noch erhebliche Steuereinsparungen erstehen, und wenn dann nicht reguliert wird, dann hat man für den zurückgestellten Betrag, für die zurückgestellte Zeit jede Menge Steuern gespart.

Die Beiträge sind für Versicherungen vielleicht nicht das wesentliche,
aber sie fehlen der Krankenkasse auf jeden Fall!

Denn es sind ja diese, die die abgelehnten Schäden übernehmen müssen, oder ist jemand wundersam geheilt gewesen, nur weil die Schandeshaftpflicht nicht ihren Verpflichtungen nachkam?

Es sind die Beitragszahler der öffentlichen Krankenkassen, also wir alle und unsere Arbeitgeber, die anstelle der Unfallversicherungen die meisten Kosten tragen bei Unfällen.
Das ist auch die Ursache, weshalb sich das auch nie ändern wird, mit den Beitragserhöhungen, solange dieses Spiel gespielt wird.

Für den Fall, dass jemand denkt, dass das doch nicht so viel sein kann, dann überlegt mal, wie oft tagtäglich Unfälle passieren, nicht nur Autounfälle, dann noch dazu die Berufskrankheiten usw.

Für diese Ausnahmesituationen neben den möglichen Krankheiten bezahlen wir oder die Arbeitnehmer Versicherungen an irgendwelche V-Unternehmen, aber wenn Kosten entstehen, dann geht der Großteil zu Lasten der Krankenkassen.

Wir haben öfter im Leben einen Unfall als z.B. Krebs oder Herzinfarkt oder Nierenversagen.
Wir brechen uns eher das Bein oder die Hand, oder kippen von der Treppe oder Leiter oder rutschen auf Glatteis aus, als dass wir Malaria bekommen oder Masern, Mumps oder andere Infektionen.

Das Verhältnis ist zu betrachten, und dann erkennt man .... !

Gruß Ariel
 

carlina

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
22 Okt. 2007
Beiträge
107
...ohne Worte... wenn ich das lese, fällt mir nur eins ein:
ich kann gar nicht so viel essen, wie ich k***** könnte :mad:
 
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