• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Unfassbare "Geschichte" eines kleinen Jungen

Petra

Sponsor
Registriert seit
11 Sep. 2006
Beiträge
491
Hallo zusammen,

auch wenn dies nicht unser Thema ist hat mich diese "Lebensgeschichte" eines kleinen Jungen sehr berührt. Ich bin fassungslos:

http://www.dans-leben.de/index.htm

http://www.dans-leben.de/aktuelles.htm


Das ist der Gipfel von Behördenwillkür mit der auch Unfallopfer tagtäglich zu kämpfen haben.


Auf die Bitte der Mutter habe ich die EU-Petition unterstützt:


Systematische Menschenrechtsverletzungen durch deutsche Jugendämter - auf der Tagesordnung des Petitionsausschusses des Europäischen Parlaments
"Es handelt sich hier nicht um gehäuftes Auftreten von Einzelfällen, sondern um systematisches Unrecht."

http://presseblog.blogger.de/stories/978102


Viele Grüsse

Petra
 

Speetwomen

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
7 Sep. 2006
Beiträge
470
Alter
55
Ort
Hessen
Website
www.jackystiefelweb.de
Hallo

Ich bin absolut geschockt:eek:. Da bekommt man echt Angst. Beim letzten Elternabend meiner kleinen Tochter, war auch ein Vater der in so ein Schema wie das Jugendamt ein wenig reinpasst.

In meiner Tochter ( Realschule) gibt es sehr viele Kinder die oft keine Hausaufgaben machen und es gibt viele Eltern die nur wenig ( wir leider auch) oder gar nicht auf den Elternabend kommen. Bei uns ist es so das es mir oft schlecht geht und mein Mann mich dann nicht allein lassen will, denn er hatte mich in der Vergangenheit schon 3 mal in der Wohnung liegen sehen. Außerdem sind bei den Elternabenden immer sinnlose Diskusionen und die Leherin stellt oft dann auch immer Kinder vor den gesamten Eltern bloß:mad:.
Von einer Mutter weiß ich das die 3 Kinder und sie selbst Krankenschwester ist. Also hat auch sie wenig Zeit auf die Elternabende zu gehen.
Aber dies hat den Vater von dem ich oben gesprochen habe nicht interessiert. Er meinte das würde von wenig Interesse der Eltern an ihre Kinder zeugen und es sollte das Jugendamt eingeschalten werden. Da ist mir der Kragen geplatzt. Ich habe ihm gesagt das das Jugendamt sich lieber um die Kids kümmern sollte die mißbraucht werden. Durch so jemanden wie dieser Vater kommt dann sowas Menschenunwürdiges wie bei dem Dan zustande.

Ich bin einfach nur fassungslos. Die Eltern von dem Dan sind mit Sicherheit genauso Machtlos wie viele von uns. Bestehen berechtigte Verdächtigung das es einem Kind zu Hause nicht gut geht und man zeigt das beim Jugendamt an machen die nichts.
Ich hoffe für den kleinen Dan und seiner Familie das sich recht bald alles zum guten wendet, sonst sehe ich keine Chance für den Jungen das er sein Leben später meistern kann.

Danke Petra für Deinen Beitrag.

LG
 

Paro

Sponsor
Registriert seit
3 Nov. 2006
Beiträge
1,294
Es ist leider wie überall, in unserer Individualgesellschaft werden die Schwächsten, Kinder, Alte und Kranke ihrer Individualität beraubt.
Als Lafontaine sagte, mit den "deutschen Tugenden" könne man ein KZ führen, wurde er verurteilt.
Ich kenne die Umstände nicht genau, warum das Jugendamt den kleinen Dan aus seiner Familie gerissen hat, aber bei der Liebe und Fürsorge, die er trotzdem von seiner Familie erfährt, scheint es mir unerträglich, wie sich das Jugendamt verhält.
Die Wut gegen kafkaeske Verhältnisse bei Behörden und Versicherungen, Entscheidungen ohne Begründung, ja nur Erklärung einigen uns im Kampf gegen die Willkür der scheinbar Recht habenden Paragraphenreiter.
Ich erinnere hier an das "Salomonische Urteil", die Mutter die ihr Kind liebte liess es los, bevor es zerrissen wurde, Salomon erkannte die Wahrheit.
Wenn es eine Möglichkeit gibt, Protestschreiben, Petitionen etc. beteilige ich mich gerne.
Nur wo kann man erfahren, warum Dan aus seiner Familie geholt wurde?
 

Petra

Sponsor
Registriert seit
11 Sep. 2006
Beiträge
491
Die Mutter wollte das Kind vor dem Vater schützen und suchte daher in Absprache mit dem Schulamt eine geeignete Schule, in der das Kind vor dem Zugriff des Vaters sicher ist. Von einer willkürlichen Schulpflichtverletzung kann keine Rede sein.

Die Mutter hatte isch mehrfach hilfesuchend an das Jugendamt gewandt. Da vom Jugendamt aber keine Reaktion erfolgte hatte die Mutter mehrere Diesntaufsichtsbeschwerden geschrieben. Nun folgt die Rache des Jugendamt durch Sorgerechtsentzug.


In dem Fernsehbeitrag wird dies deutlich:

http://www.youtube.com/watch?v=laQeRdXLPZo


Liebe Grüsse

Petra


Ich bin erstaunt, dass dieser Thread so wenig Beachtung findet. Eigentlich müsste jede Mutter hier aufschreien.
 

Berichter

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
128
Das Jugendamt kann keinen Sorgerechtsentzug veranlassen, dafür ist das Vormundschaftgericht zuständig. Der Beschluss wird vom Richter veranlasst auf betreiben des Jugendamtes. Das Jugendamt ist in sofern nur Erfüllungsgehilfe.
Der Entzug des Sorgerechts, wird nur nach sorfältiger Prüfung vom Richter veranlasst, es muss also schon ein trifftiger Grund vorliegen.
Die Mutter soll zum Rechtsanwalt gehen und Wiederspruch einlegen.
Grüße
Berichter
 

Petra

Sponsor
Registriert seit
11 Sep. 2006
Beiträge
491
Hallo Berichter,


Der Beschluss wird vom Richter veranlasst auf betreiben des Jugendamtes. Das Jugendamt ist in sofern nur Erfüllungsgehilfe
.

Und wem glaubt das Gericht? Eher der Mutter oder wohl eher dem Jugendamt?

In diesem besagten Fall jedenfalls hatte das Gericht eine Entscheidung zum Nachteil des Jungen und der Mutter gefällt OHNE das ein Gutachten erstellt wurde. Es wurde dem Jugendamt ohne Überprüfung geglaubt.

Dies ist auch kein Einzelfall! Gibt man in Google "Kinderklau" als Suchbegriff ein erhält mann über Tausende Seiten auf welchen von ähnlichen Vorgehensweisen berichtet wird.


Und wie "unbahänig" manche Gerichte sind können wir fast täglich in unserem Forum lesen.

Im Übrigen hat die Mutter bereits einen Rechtsanwalt eingeschaltet:

Zitat von der Homepage "Dans Leben"

15.07.2008

das Landgericht Berlin hebt die Vormundschaft des Jugendamtes über Dan auf, verweist zurück an das Familiengericht mit der Maßgabe, dass die Mutter bei der Entscheidung hätte beteiligt werden müssen, dass eine Einzelvormundschaft (sprich z.B. Dans erwachsene Schwester - die von der Mutter sehr gut erzogen wurde) einer Amtsvormundschaft (Jugendamt) stets den Vorrang zu erteilen ist




Viele Grüsse

Petra
 

Berichter

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
128
Hallo Petra,
ich muß Dir zwar zustimmen, dass Gerichte oft nicht objektiv sind z.B weltfremd urteilen oder mit anderen Ämtern mauscheln, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass vom Richter die Sache nicht geprüft wurde. Sicher wird dem Jugendamt mehr Glauben geschenkt, das will ich alles nicht bestreiten, allerdings muß es einen trifftigen Grund geben, um einen Sorgerechtsentzug zu veranlassen, die angegeben Gründe denke ich, reichen mit Sicherheit nicht aus. Könnte es evtl. sein, dass noch andere Gründe eine Rolle spielen?
Das Kindeswohl müßte also erheblich gefährdet gewesen sein, damit solch eine Entscheidung getroffen wird.
Wir kennen nur eine Seite,----die der Mutter!
Das Landgericht hat doch jetzt die Entscheidung des Amtsgericht aufgehoben, das würde doch bedeuten, dass die Mutter das Sorgerecht für Ihren Sohn wieder hat oder?
Wenn es so ist, kann Sie jeder Zeit Ihren Sohn wieder aus der Einrichtung nehmen.
Viele Grüße
Berichter
 

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
8,316
Ort
Berlin
Hallo Berichter,

hast Du Dir den Bericht angesehen? Wenn ich die Aussagen der Stadträtin Dr. Manuela Schmidt (DIE LINKE.) höre und mir Ihren Lebenslauf anschaue, dann passt alles sehr gut zusammen. Nur keine Kritik. So einfach wie Du es Dir machst, ist es leider nicht. Das Landgericht hat an das Amtsgericht zurückverwiesen, aber gegen die Verwaltung ist es schwierig die Beteiligungsrechte durchzusetzen. Da sind Fronten aufgebaut, die sehr hoch sind. Ich weiß nicht, wie sehr Du Dich mit Verwaltungen und Umsetzungen von Entscheidungen usw. auskennst.
Natürlich geschieht alles nur zum Kindeswohl und nur im Rahmen der Gesetze.
Und ich höre gerade die Erziehungsleitlinien von Frau Honnecker aus der ach so guten DDR.
Mano ist mir wieder übel.

Gruß von der Seenixe
 

Berichter

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
128
Ich kenne mich zwar nicht mit Gerichtsverfahren aus, aber kenne sehr gut das Jugendhilfegesetz.
Viele Grüße
Berichter
 

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
8,316
Ort
Berlin
Hallo Berichter,

und was soll uns dies jetzt sagen?
Ob JHG oder SGB VII, ob Grundgesetz oder Menschenrechte....bei Bedarf wird auf alles getreten, wenn man es braucht. Magst Du Beispiele dafür? Schau Dich einfach um und Du erblickst sie überall.

Es geht um die Einhaltung und die Überprüfbarkeit; und dann immer im Interesse des Betroffenen.

Wäre dies Super......


Gruß von der Seenixe
 

Berichter

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
128
Hallo Seenixe,
genau,Du hast es erkannt es geht um die Überprüfbarkeit!
Grüße
Berichter

Hallo Seenixe,
ich habe noch etwas vergessen!
Welchen Grund würdest Du denn hinter dem Sorgerechtsentzug sehen, wenn nicht das Kindeswohl im Vordergrund stehen sollte, denkst Du da an einen Willkürakt? Die Fremdunterbringung eines Kindes kostet das Land mehrere tausend Euro, die Jugendämter sehen oft viel, viel zu lange zu, bevor Sie tätig werden, um ein paar Euros zu sparen(siehe hierzu auch verschiedene Medienberichte zur Kindstötung) und auch weil Sie überlastet sind.
Oft werden Jugendliche, weil Sie 18 Jahre sind, aus der Jugendhilfe entlassen, obwohl Sie noch dringend Hilfe benötigen, damit der Staatssäckel etwas entlastet wird.
Viele Grüße
Berichter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
8,316
Ort
Berlin
Tja, da ist dann die Frage vom Anfang wieder.....Hast Du Dir den Bericht angeschaut?
Da war von mehrfachen Dienstaufsichtsbeschwerden wegen unterlassener Hilfe die Rede und die Herren und Damen des Jugenamtes dieses Stadtbezirkes in Berlin scheinen sich da auf den Schlips getreten gefühlt zu haben und wenn man sie auf den Schlips tritt, dann hat man "nur" noch das Kindeswohl im Auge und und und und.

Die Stadträtin hat nicht den geringsten Zweifel an der Professionalität Ihrer Mitarbeiter gelassen. Allerdings haben sie ja auch einen "Psychosozialer Fachdiagnostischer Dienst" - ich glaube, es ist der einzige Dienst der sich in Deutschland so nennt. Da darf man dann schon mit einem Handeln zum Kindeswohl rechnen. Auch wenn man dies dann schon mal in Frage stellen darf, bei dem berichteten.

Gruß von der Seenixe
 
Top