• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Unfalltod: Wie lange dauert Einigung mit Versicherung?

slash83

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Aug. 2008
Beiträge
2
Hallo Zusammen,

mein Anliegen ganz kurz:

Mein Vater ist bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt worden. Im Strafprozess wurden die Unfallverursacher freigesprochen.
Derzeit läuft noch die Abwicklung über die Hinterbliebenenrente / bzw. eine Ausgleichszahlung seitens der Versicherung des Unfallverursachers. Die Sache haben meine Mutter und ich natürlich einem Anwalt übergeben.

Jedoch ist der Unfall bereits 2004 passiert. Bis heute haben wir noch nichts erreicht. Mich würde interessieren, ob das lange Verfahren normal ist, oder ob da unser Anwalt evtl. schlechte Arbeit leistet? Ich habe das Gefühl, dass sich der Anwalt nicht besonders für die Sache engagiert.

Seit dem Tod fehlt uns natürlich das Einkommen meines Vaters. Meine Mutter und ich bezeihen nur die Wittwenrente/Waisenrente. Daher wären wir darauf angewiesen, dass bald eine Einigung mit der Versicherung erzielt werden könnte.

Dankeschön für Eure Mühe und einen schönen Abend!
 

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
7,866
Ort
Berlin
Hallo slash83,

Herzlich willkommen hier im Forum. Du solltest sehr deutlich Deinen Anwalt hinterfragen. Diese Dauer eines Verfahrens ist nicht normal. Was werden denn von der Versicherung für Vorbehalte vorgebracht?
Hat Euer Anwalt schon Klage eingereicht und Eure Ansprüche konkret beziffert?
Informiere Dich bevor Ihr einen Vergleich schließt. Die Versicherung spielt natürlich auf Zeit und wenn es geht auf Verjahrung und Vergessen.

Gruß von der Seenixe
 

slash83

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Aug. 2008
Beiträge
2
hallo seenixe, hallo liebe forumteilnehmer,

erstmal vielen Dank für deine Antwort. Ich muss sagen, ich bin etwas geschockt.

Unser Anwalt hat erst dieses Jahr Klage eingereicht. Hauptsächlich spricht meine Mutter mit ihm, ich bin deshalb nicht so sehr informiert, nur besorgt über die lange Dauer des Verfahrens.

Soweit ich weiß hat er auch erst dieses Jahr versucht die Summe zu beziffern und soweit ich weiß gibt es bisher überhaupt gar keine Einwände der Versicherung. Der Anwalt hat anscheinend die Sache bis zu diesem Jahr liegen lassen. Wie kann ich dabei nun vorgehen? Kann man einen Fall notfalls komplett an einen anderen Anwalt abgeben? Meine Mutter und ich haben leider gar keine Ahnung von solchen Sachverhalten und wir hatten sonst noch nie etwas mit Anwälten zu tun, fühlen uns aber deutlich auf den Schlipps getreten.

Dankeschön, und Grüße!
 

pussi

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
30 Apr. 2007
Beiträge
1,930
hallo, slash83

du schreibst oben
"Im Strafprozess wurden die Unfallverursacher freigesprochen"

ich weiss nicht, wie es bei einem freispruch rechtlich mit der gegnerischen
haftpflicht aussieht, zu welchen zahlungen sie dennoch verpflichtet ist.

ist dein anwalt mit verkehrsrecht vertraut?

mfg
pussi
 

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
7,866
Ort
Berlin
Hallo Pussi, Hallo Slash,
die strafrechtliche Bewertung hat überhaupt nichts mit der zivilrechtlichen Auseinandersetzung zu tun. Wenn ein Unfall passiert, wird dies in den wenigsten Fällen strafrechtlich relevant sein. Selbst beim Tod, da der Unfallgegner es in der Regel nicht darauf anlegt, den Tod fahrlässig zu verursachen. Meist sind dies ja eine Verkettung unglücklicher Zufälle.
Trotzdem hat die Versicherung des Unfallverursachers für die Schäden gerade zu stehen.
Die strafrechtliche Verfolgung ist etwas für die Seele, aber nutzt nur der Versicherung, weil die meist sagt, warten wir doch das Verfahren ab, obwohl beide Sachen sehr wenig miteinander zu tun haben.

@ Slash
vielleicht solltest Du mit Deiner Mutter zusammen einmal zur dem Anwalt gehen und konkrete Ausskunft fragen. Bereitet euch gut auf dieses Gespräch vor. Notfalls würde ich mich im Rahmen eines Beratungsgespräches auch von einem weiteren Anwalt beraten lassen um zu erfahren, wie dieser den Sachverhalt sieht. Solch ein Beratungsgespräch kostet zwar auch, aber sind eventuell klug investiert, wenn der andere Anwalt die Regulierung, die wirklich sehr lange dauert, intensiv betreibt. Zumal, wenn die Versicherung nicht bockt, was ja auch immer noch passieren kann. Wenn die Versicherung allem zustimmt, dann ist in der Regel auch etwas falsch, meist die Summe viel zu niedrig.

Gruß von der Seenixe
 
Top