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Unfallshow auf Rennbahn

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo,

heute morgen sagt der Rennfahrer Kubicek, der sich am Wochenende mit seinem Formel1-Rennwagen mehrfach überschlagen und seitlich an der Bande anschlug:
"Mir geht es total gut, und ich hoffe, dass ich am nächsten Wochenende wieder auf die Piste kann."
Was das mit seinem Hinkebein werden soll auf der Piste? Er hinkte mit dem rechten Bein, was tut ein Rennfahrer mit dem echten Bein beim Rennen fahren?

M.M.:
mag sein, dass die neuartigen Helme wirklich vor größeren HWS-Schaden schützen. Sonst hätte sein Kopfgelenk das nur schwer überstanden.
War recht gut zu sehen, das Schleudern des Kopfes beim seitlichen Anprall.

Dieser eckige Bewegungsablauf ist bei den normalen Autofahrern, mit untrainierten HS-Muskeln meist eine Schwerverletzung bis Exitus. Geschwindigkeit war nicht mehr auf dem Fahrzeug, denn es fuhr ja nicht vor dem seitl. Anprall sondern schleuderte nach dem Überschlag.

Jedoch weiß jeder von uns Unfallopfern, dass es nicht allein die Schäden sind, die die HWS treffen, sondern es ist das Hirn, das bei diesen seitlichen Anschlägen im Schädel an die Knochenwand anschlagen. Und dafür gibt es noch keinen Schutz.
Bei Kubicek war es ein frontaler Beschleunigungsstop, ca zwei Saltos und ein seitlicher Schleuderbeschleunigungsstop.

Allerdings, denke ich, dass Rennfahrer ihr Hirn sowieso zuhause lassen, wenn überhaupt vorhanden, denn wenn etwas nicht vorhanden, dann kann es auch nicht geschädigt werden.(Juristenhauptsatz:rolleyes: )

Es war gut zu merken, im Inteview, das seine linke Augenbraue beim Sprechen zuckte, wenn sich da mal nicht demnächst noch mehr zeigt oder anhört.

Auch sein Kopf sitzt nicht symmetrisch über der HWS. Aber das kann ja auch schon vorher der Fall gewesen sein!

Gruß Ariel;)
 

Cateye

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Hallo Ariel,

ein Formel1-Fahrer, Alexander Wurz, hat in einem Interview gemeint, dass er hoffe, dass die Sicherheitsvorschriften der Formel 1 sich hoffentlich bald auch im normalen Straßenverkehr umsetzen lassen. Daraufhin hat ein Bekannter von mir gemeint, dass wir alle bald wie Lord-Helmchen mit Nackenprotektor im Auto mit 280 Sachen durch die Gegend furzen werden :)
Oder die Kleinen müssen bereits im Kiga sich einen Stiernacken antrainieren.


Cateye
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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Hallo Cateye,

das war auch mein erster Gedanke.

Die HWS-Stütze, die ist ja schon vielen bekannt, aber es wäre auch eine Idee, den Rennfahrern gleich beim ersten Pistentraining das KG und die HWS zu versteifen mit Platten und Schrauben, wie das viele Unfallopfer auch haben, die nicht freiwillig zu schaden kamen.

Würden Rennen mit Elektroautos durch geführt, dann gäbe es weniger CO2 Ausstoß, weniger Unfälle und mehr Spaß, denn dann könnten die Rennen mit den Pferderennen kombiniert werden, die Geschwindigkeit ist in etwa gleich.

Dabei könnten auch gleich Solaranlagen auf den Autodächern getestet werden, mit Windrädern an den Spoilern usw.;)

Gruß Ariel
 

Cateye

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Nee nee Ariel,

bei uns geht es allerhöchstens darum, irgendwann ein Rennen im Elektrorolli zu machen. Es dauert so lange bis zu einer angemessene Entschädigung, bis wir kaputt sind....

Sorry, der ist böse - ich weiss ;-)



Cateye
 

Speetwomen

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Hi

Also ich habe Rennunfall am Wochenende von Robert Kubicek gesehen und ich war so geschockt das es mir schlecht wurde. Er ist frontal mit 280 Sachen gegen die Mauer und hat sich dann 3 mal überschlagen. Danach lag der Rest vom Auto mit Kubicek auf der Seite. Kubicek hat sich nicht bewegt und das für sehr lange Zeit. Ich habe gleich gesagt der ist tot. Es kamen 2 Ärzte an die Unfallstelle und die Reporter meinten das dies der schlimmste Unfall seit der Formel 1 wäre.
Nachdem es bekannt wurde das er sich den Fuß verstaucht hat und eine kleine Gehirnerschütterung hatte, meinte ich zu meinem Mann: ich habe es schon immer gewußt wir sind alle Simulanten:p . Mein Mann erklärte mir dann auch wie sicher die Fahrer sind. Darufhin meinte ich das ich auch sollte ich jemals wieder Auto fahren können so einen Helm mit Nackenstütze haben will:rolleyes: .
Ich kann mir effektiv nicht vorstellen das es alles ist was Kubi hat. Aber man weiß ja nie, vielleicht waren unsere Gutachter dabei, bei denen egal was für eine Geschwindigkeit die Wirbelsäule nach 6 Wochen folgenlos ausgeheilt ist.
Vielleicht finden wir Kubicek auch irgendwann hier im Forum wieder:D .

LG
 

Ariel

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Hallo Cateye,

danke für den Lacher, hat mal wieder richtig gut getan.

Es ist eine Marktlücke, die Behindertenspiele bieten das noch nicht, oder täusche ich mich da.? Ich kenne nur die, die mit den Sportrollies sprinten.
Einer meiner Freunde spielt mit seinem Rolli Tennis, da staune ich manchmal, wie behände die Spieler sich über den Platz bewegen.

Gruß Ariel

Hallo speetwomen,

er (Kubica) war bewußtlos und das hinterlässt immer Folgen, er wird sich anfangs übernehmen, so wie das viele nach dem Unfall machen, in der Latenzzeit! Allerdings hatte er sofortige Erstversorgung, das ist Folgen entscheidend.

Wenn du Pudding kochst und den Pudding (zum Abkühlen) in eine stabile Keramik Schüssel oder festen (Eisen-)Eimer füllst mit hohem Rand, ringsum etwas Himbersaft, damit der Pudding richtig eingebettet ist im Saft. Dann tritt mal kräftig mit dem Fuß dagegen. So wie der Pudding reagiert, so reagiert das Hirn bei einem Anstoß mit soviel Beschleunigungsstop, und anschließendem seitlichem BS. (Versuch lieber im Freien machen!)

Leichte Gehirnerschütterung!, man wird es ja verfolgen können, wie konzentriert er demnächst die Rennen fährt.

Der Reporter muss noch sehr jung sein, denn er hat wohl nicht den Crash vor zig Jahren im Gedächtnis, als ein Rennfahrer in die Zuschauertribüne raste. Und bei anderen Unfällen, zwar nicht so spektakulär, Rennfahrer am Pistenrand verstarben, (Rennwagen fast nicht beschädigt).
Das beweist wieder mal, dass nicht der Unfall mit viel Blechschaden und hoher Geschwindigkeit einher gehen muss, sondern die individuelle Biomechanik der Körperverletzung die Größere Rolle bei Verletzungen spielt.

Gruß Ariel

Hallo,

Zitat aus einem Interview (ZDF):

""Wir wünschen uns alle, dass er zum Einsatz kommt", erklärte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen am Mittwoch. "Am liebsten wäre mir, das Unfallerlebnis verblasst für uns alle ganz schnell hinter einem guten Rennen."



Allerdings muss Kubica erst noch den Medizin-Check des Weltverbandes FIA bestehen. Die Ärzte können den 22-Jährigen noch aus dem Verkehr ziehen. "Falls Robert nicht fahren kann, sind wir gerüstet", sagte Theissen. Sebastian Vettel oder Timo Glock würden dann den zweiten BMW neben Nick Heidfeld fahren. "

Wenn wir Engländer wären, dann würden jetzt Wetten erfolgen:
Stehen die Ärzte unter dem Druck der Autokonzernlobby oder können sie unabhängig gutachten

Ich tippe auf das erstere, sie werden sich dem Druck von BMW und dem Hersteller der neuen Halsstütze beugen.

Gruß Ariel
 
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