• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Unfall in Las Vegas

Registriert seit
15 Nov. 2015
Beiträge
31
Ort
Mitte von Hessen
#61
Vegas, welche Versicherung hast du als Rechtsschutz Meine ARAG, hat meinen Fall nicht übernommen trotz jahrzehntelangem Einzahlen.Zum Schluss habe ich jährlich 356€ gazahlt...

Ich drücke dir weiterhin die Daumen!
 
Registriert seit
5 Jan. 2016
Beiträge
30
#62
Hallo Motte, meine Rechtsschutz läuft bei der R+V Allgemeine Versicherung AG.

Hier kommt es aber unwahrscheinlich auf den Anwalt an der anfrägt...
Bzw. wie er argumentiert!

Ein Fachanwalt mit Erfahrung ist unumgänglich, selber angefragt hätte ich zu 100% eine Absage erhalten.

Habe nun nächste Woche eine Telefonkonferenz mit meiner Anwältin um die Art des Gerichtsverfahrens zu besprechen...

Wirklich unglaublich unverschämt von der Cosmos noch nicht mal auf ein Anwaltschreiben mit Frist zu reagieren.

Als Unternehmer hätte man mich bei solchen Vorgängen längst wegen Betrug verknackt!
Leistung versprechen, Vertraglich festhalten und dann einfach mal 4 Jahre nach Anspruch überhaupt nicht an den Vertrag halten/reagieren.

Für mich (und wahrscheinlich jeden logisch Denkenden) ist etwas verkaufen, Jahrelang Beiträge zu kassieren und dann nicht liefern, Betrug! Aber Versicherungen haben dafür wohl einen Freischein...

Wäre ein Monatsbeitrag nicht oder zu spät von mir gezahlt worden, wäre sicher nicht so schlampig gearbeitet und am nächsten Tag ein Mahnschrieben im Briefkasten.
 

Rehaschreck

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
8 Juli 2012
Beiträge
1,037
#63
Hallo Vegas,
bin entsetzt, wie sich die C. in Deinem Falle verhält. Bei mir hat sie während der ersten drei Jahre lediglich Vorschüsse entrichtet, danach aber, nach der Begutachtung, ohne jede Verzögerung die volle Invaliditätsleistung als auch die laufende Unfallrente ausgereicht. So unterschiedlich sind die Erfahrungen. Da bleibt Dir wohl tatsächlich nur das Klageverfahren, bei dem ich Dir viel Glück wünsche. Gruß Rehaschreck
 
Registriert seit
5 Jan. 2016
Beiträge
30
#64
Juli 2013 hatte ich den Unfall, danach Reha usw.

Juni 2014 wurde mir dann die 50%GDB attestiert.

Dezember 2014 verlangte die Cosmos dann ein weiteres Gutachten, welches ich natürlich sofort bei dem von der Versicherung genannten Gutachter/Klinik erstellen lies.

Ergebniss exakt die selben Werte wie beim ersten Gutachten, 50% GDB.
Wieder keinerlei Reaktion seitens der Versicherung!

Oktober 2015! löcherten Sie den Gutachter solange schriftlich, bis er dann Dezember 2015 sich überlegt hatte das ein teil der Schädigung doch 7% weniger betragen würde...
Ein Jahr nach Begutachtung und ohne dass er mich nochmal gesehen/gesprochen hätte...

Natürlich würde ich damit aus der Unfallrente fallen.

Januar 2016 (Unfall war Juli2013!) zahlte die Cosmos dann als "Vorschussleistung" von 23% der versicherten Leistung.

Obwohl innerhalb von 3Monaten eine Erstbemessung erfolgen müsste, haben die Cosmos trotz zwei identischer Gutachten bis heute noch keine Erstbemessung vorgenommen!

Keinerlei Erklärung abgegeben zur Leistungspflicht.

Jetzt wollten Sie ein drittes Gutachten , ohne zuvor auch nur eines der vorigen anzuerkennen...
Anwältin hat natürlich widersprochen.

Wie geschrieben, für mich ist das BETRUG. Werde die Werbetrommel gegen die Cosmos definitiv weiter rühren und alle und jeden vor dem Unternehmen warnen.
 

ptpspmb

Aktiver Sponsor
Registriert seit
2 Sep. 2012
Beiträge
2,065
Ort
BW
#65
Hallo Vegas2013,

wie ist es weiter gegangen?
Bist du schon einen Schritt weiter?
 
Registriert seit
5 Jan. 2016
Beiträge
30
#66
Wir werden nun ein freiwilliges Beweisverfahren einleiten und danach gehts vor Gericht.
Die Übernahme der Kosten durch die Rechtsschutz kam vor ein paar Tagen.
Anwältin hat mich aber bereits darauf eingeschworen dass durch die Begutachtung, Einspruchsmöglichkeit,Fristen usw. es schon bis Ende Jahr gehen kann bevor es weiter geht...
Nach dem Beweissverfahren besteht die Möglichkeit das meine Anwältin ein Vergleich anstrebt ABER sobald das Gutachten durch ist, bestehe ich auf jeden Cent! Warum sollte ich mich auf ein Vergleich einlassen?
Nachdem ich jahrelang von meiner Unfallversicherung im Stich gelassen werde, werde ich 100% meiner nach Vertrag zustehenden Leistungen einklagen! Vergleich am Arsch!
Jetzt warte ich auf die vom Gericht vorgeschlagenen Gutachter und dann sehen wir weiter.
Was bei dem letzten Gutachten überhaupt nicht eingeflossen ist (und meine Anwältin nun mit drin haben möchte) ist die psychischen Auswirkungen durch den Unfall.
Die anfangs leichten "Verstimmungen" sind inzwischen zu handfesten Depressionen umgeschlagen.
Kein Film mehr anschauen zu können ohne 10x zurück zu spulen bzw. nachzufragen macht weder mir noch meiner Frau Spass.
Gehe mir ja selber schon auf die Nerfen mit den ständigen Fragen...
Die Belastung im Job wächst mir auch über den Kopf, 40% Umsatzverlust letztes Jahr und dieses Jahr ist noch schlimmer gestartet.
2-3 Stunden im Bett liegen bevor man einschläft und Sorgen-Panik zu haben was man alles wichtiges vden Tag über vergessen hat, sind die Regel.
 
Registriert seit
5 Jan. 2016
Beiträge
30
#67
Hallo liebe Forengemeinde,

mal wieder eine Statusmeldung zum aktuellen Stand der Dinge:

Letzte Woche kam dann tatsächlich schon das Gutachten der Uni Heidelberg.
Wurde dort ja im Dezember 2017 eingängig "Begutachtet".

Es wurde ein neuropsychologisches Gutachten sowie ein Neurologisches Gutachten erstellt.

In den beiden Gutachten wurden nun verschiedene GDB festgestellt, leider habe ich noch keine Rückmeldung von meinem Anwalt ob die beiden GDB zusammen gerechnet werden bzw. wie diese "verrechnet" werden!?

Denke doch mal die Prozente werden addiert!?

Sollte dies der Fall sein, erhöht sich mein festgestellter GDB von 50% auf 60% (40% Neuropsychologisch +20% Neurologisch)
Ausserdem wurde festgestellt dass die Schädigung dauerhaft und keine Verbesserung mehr zu erwarten ist.

O-Ton: Die neurokognitiven Defizite bestehen nun seit über 4 Jahren nach Unfallereignis, daher sind diese Defizite zum jetzigen Zeitpunkt als dauerhaft einzuschätzen.
Eine deutliche Besserung ist nicht mehr zu erwarten. Therapeutische Maßnahmen können v.a. zu einer besseren Akzeptanz der Defizite führen, an der Schädigung selbst jedoch nichts wesentlich ändern.
Bezüglich einer Prognoseeinschätzung zum Zeitpunkt von 2014 war bereits zu diesem Zeitpunkt von bleibenden Defiziten im Bereich der Kognition auszugehen.

Muss nun zu den Gutachten für mein Anwalt eine Stellungnahme schreiben (ob soweit alles passt) und dann abwarten welchen weiteren Weg er vorschlägt.

Werde inzwischen vom Kanzleichef direkt betreut, hoffe die Gutachten ersparen mir nun ein Gerichtsmarathon und weitere 5 Jahre des untätigen Abwartens.....
 

Teddy

Aktiver Sponsor
Registriert seit
27 Juni 2007
Beiträge
774
Ort
Raum Stuttgart
#68
Hallo Vegas,

vielleicht meinst du mit den "Gelenkspritzen" die Hyalorontherapie mit der Zweikammerspritze - im SWR3 Fernsehen wurde am 2.5.2018 eine Sendung darüber gezeigt unter dem Thema Arthrose, du kannst dir das mal anschauen - ich glaube das ist noch bis Mitte Mai abrufbar. Da wird erst ein zähflüssiger Teil gespritzt, der sich in die unebenen Knorpellandschaft einfließt und eine Schutzschicht anlegt, dann ein flüssigerer Teil der als Gelenkschmiere fungieren soll. Manche haben mehrer Jahre Beschwerdefreiheit, manche nur Monate, es ist wohl eine sehr individuelle Sache.

Kampf dem Gelenkschmerz: Was tun bei Arthrose?
Kampf dem Gelenkschmerz: Was tun bei Arthrose? | Startseite | betrifft: ...

Zum Thema Addierung von GdB - das findet nicht statt - leider - da fließt oft die eine Diagnose in die andere mit herein und wird nur abgeschwächt eingerechnet. Hast du z.B. einen Knochenbruch, der gäbe Prozente, die chronifizierten Schmerzen daraus auch, aber das wird nicht addiert sondern, weil das in einem schon zum Teil mit berücksichtigt worden ist, zählt das zweite nicht voll mit.

Jeder Gutachter testiert auf seinem kleinen Gebiet einen GdB, das Amt verrechnet dann deren "Vorschläge". Meist liegt da der Wurm drinn und man kann, soll, mit Widerspruch bzw. Klageeinreichung eine Überprüfung der Entscheidung verlangen. Oftmals scheuen die dann ein kostenintensives Klageverfahren und machen einen Vergleichsvorschlag, der aus meiner Erfahrung jedesmal höher lag, als der anfangs ermittelten Grad der Behinderung.

LG Teddy
 
Registriert seit
5 Jan. 2016
Beiträge
30
#69
Hallo Teddy,

bzgl. den Gelenkspritzen musst du mich verwechseln!?
Habe diesbezüglich nichts geschrieben...
Aber dennoch Dankeschön, meine Mutter leidet seit Jahren unter Arthrose, werde den Bericht mal sichten.

Warte noch auf die Antwort meines Anwalts, mal sehen was er zu den zwei versch. GdB zu sagen hat.

Bei den ersten Gutachten war es allerdings auch so dass die verschiedenen Einschränkungen zusammen addiert wurden.
Eben dies war u.a. auch ein Streitpunkt da der letzte Gutachter nach über einem Jahr dann gegenüber der Versicherung eingeknickt ist und um 5% reduziert hat (unter die magische Grenze die für die Unfallrente zählt)
Die 5% hatte er "nur" für die Narbenbildung auf dem Kopf reduziert die er anfänglich mit 10% eingeschätzt hatte.

Letztlich bleibt mir, wie schon die vergangenen Jahre, nur das warten... :-/

Bin gespannt wie die Versicherung auf das Beweissgutachten reagiert...
 

Pogorello

Neues Mitglied
Registriert seit
5 Okt. 2017
Beiträge
7
#70
Keiner zahlt gerne. Und wenn, dann soll natürlich auch gemäß Bedingungen geprüft und geleistet werden. Norm ist, nach spätestens einem Jahr (bei nicht abgeschlossener Heilbehandlung) wird festgestellt und geleistet. Sollte Besserung zu erwarten oder zumindest durchaus möglich sein, mit dem Hinweis, dass bis drei Jahre nach Unfallereignis neubemessen werden kann. Aber eine solche Verzögerungstaktik (in der Hoffnung, dass der Geschädigte aufgibt oder sich mit Brosamen abfinden lässt, unterstelle ich hier mal) ist eine Sauerei. Und das sage ich als Versicherungskaufmann.
 
Registriert seit
5 Jan. 2016
Beiträge
30
#71
Was soll ich sagen... Nicht umsonst haben die Versicherer so einen schlechten Ruf.
Könnte Blut spucken wenn ich die Werbung meiner "Versicherung " sehe wo Sie sich als Testsieger und bestes Unternehmen ever hinstellen.
Wie eine Klatsche ins Gesicht fühlt es sich an wenn du weiter brav monatlich deine Beiträge wie vertraglich vereinbart bezahlst aber die Cosmos seit JAHREN einfach mal überhaupt nichts macht.
Wie wenn du einem Dieb fürs ausrauben monatlich noch zusätzlich Geld überweist...
Unabhängig von den Leistungen die VERTRAGLICH vereinbart wurden, würde ich diese Machenschaften gerne publik machen.
Am Ende seht Ihr mich dann doch noch bei RTL ;-)
 
Top