• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

"Unfall" Folgen

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
8,355
Ort
Berlin
Hallo Kasandra,
dies ist ein Forum, welches von den Beiträgen seiner Mitglieder profitiert. Persönliche Nachrichten sind nicht dazu geeignet, dieses zu unterstützen. Aus diesem Grund habe ich jetzt auch ein zweites Mal deinen entsprechenden Beitrag gelöscht.

Gruß von der Seenixe
 

JSch

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Nov. 2007
Beiträge
52
Sachstand

Hallo,
in der Sache Klage gegen Krankenhaus und Grundstückeigentümerin hat immer noch kein Termin stattgefunden. Der Unfall war im Jahr 2005

Jetzt aber schlägt der Versicherungskonzern zu.

Die private Kranken und Pflegeversicherung (UKV) und die Haftpflichtversicherung der Prozessgegner (Provinzial Münster) gehören zusammen.
Nun weigert sich die UKV vermehrt ganz legale Rechnungen über ärztlich verschriebene und im Heilmittelverzeichnis aufgeführte Leistungen zu bezahlen.
Zudem haben wir schriftlich, dass zu genannten Terminen zukünftig weitere ganz legale im Heilmittelverzeichnis aufgeführte und ärztlich verordnete Leistungen nicht mehr bezahlt werden.

Das Ganze würde nun aus, ich zitiere, "beitragskalkulatorischen Gründen" zu Teuer.

Auch werden die Zeiten zwischen Antrag und Erstattung immer länger. Bei den anfallenden Summen ist das einen große Belastung für uns.

Auf Einwände (auch anwaltliche) wird nicht reagiert! Um uns zu wehren müssen wir nun einen weiteren Prozess anstrengen. (Übrigens Streitigkeiten mit PKV`s unterliegen ganz normalen Zivilrecht, nicht der Sozialgerichtsbarkeit)

Das ist klare Zermürbungstaktik die dann von unserer "kriminellen" Justiz noch unterstützt wird.

Freundliche Grüße
 

Pit13

Sponsor
Registriert seit
8 Nov. 2007
Beiträge
1,724
Ort
zu Hause
Hallo JSch,

habt Ihr in den letzten zwei Jahren nichts erreicht? Stellt sich der Sachverhalt immer noch so da? Was wurde von Seite unserer Justitz bisher unternommen?

"Das ist klare Zermürbungstaktik die dann von unserer "kriminellen" Justiz noch unterstützt wird." Damit die VS. sich später mit einem billigem Vergleich aus Ihrer Leistungspflicht entziehen kann. Hier wäre eventuell über eine Klage beim EuGH nachzudenken. Ich frage mich immer wieder, warum müssen und werden solche Verfahren so in die Länge gezogen?
Wenn es um eine Vergewaltigung geht, dann ist die Justiz auch in der Lage einen Verfahren Zeitnah durchzuführen, egal wieviele GA. im Verfahren benötigt werden!

MfG.
Pit
 

JSch

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Nov. 2007
Beiträge
52
Unternommen...

neben den täglichen Erschwernissen haben wir verdammt schon so einiges.

Ein Gericht dazu zu bringen zügig zu "arbeiten" ist systembedingt absolut unmöglich.

Einige "Rechts(augen)verdreher" landläufig auch Rechtsanwälte genannt, verdrehen buchstäblich die Augen bei solch einem Ansinnen. Es gibt absolut keine sinnvolle Möglichkeit!

Viel Zeit brauchen wir aber auch um uns und den Schikanen der UKV zu erwehren.

Wir haben zwischenzeitlich ein barrierefreies Haus für/mit unseren Sohn gebaut um die tägliche Pflege leichter zu machen.

Über eine Klage beim EuGH haben wir auch nachgedacht, aber glaubt den einer das dieser Verein schneller ist und wirklich helfen kann?
Da sitzt doch das gleiche "Gesindel"! Nur auf höherer Ebene.

Freundliche Grüße
 

Pfiffigunde

Mitglied
Registriert seit
9 Aug. 2010
Beiträge
69
Ort
Niedersachsen
erst mal noch ins Unreine..

Hallo,
ich bin erst kürzlich zu dem Forum gekommen und lese so das erste Mal von eurem Kampf.

Es sind viele Baustellen an denen Ihr gleichzeitig kämpfen müsst und es ist ein himmelschreiendes Geschehen, was euch euer Leben schwerer als eh schon macht. Doch das wisst ihr.

Sie/du schreiben im ersten Beitrag, euer Sohn erinnert sich an einen Verfolger. Hat sich das erhärtet oder wird das abgetan als Alkoholeinfluss? Wenn er sich dessen sicher ist könnt ihr euch an den Weißen Ring wenden, so etwas zu versuchen lohnt sich vielleicht, wenn ihr in Niedersachsen wohnt gibt es dort auch eine landesinterne Opferhilfe. Das OEG bietet sich auch noch an, aber da kann ich eigentlich nur abraten, in dem Fall wo ein Beweis, dass euer Sohn Opfer einer Straftat wurde, kaum denkbar ist, werden die das mit langem Atem abschmettern. Das andere würde euch nicht im Rechtstreit helfen aber es könnten vielleicht finanzielle Hilfen installiert werden.
Oder ist der Weg perse ausgeschlossen, weil es als Unfallgeschehen deklariert ist?

Zum Thema, Presse. Ja, mir ist aufgefallen dass Medien sehr wohl auch kneifen können. Es ist gut, dass ihr nicht den Weg an die Bildzeitung geht. Es ist sehr schlimm wenn man sich versucht zu wehren und wirklich mit Windmühlen ringt. Man wurde eh schon Opfer und fühlt sich nun auch noch hilflos, wieder zum Opfer gemacht. Mir geht es so, dass ich unbedingt dazu etwas sagen möchte, dass jeder es hört und endlich jemand auf die Ungerechtigkeit reagiert... Zum Thema Presse habe ich persönlich Erfahrung. Es wird Interesse bekundet und dann doch abgelenkt oder es stehen dann dafür keine Mittel zu Verfügung. Aber ich denke auch, dass es sich lohnt dranzubleiben. Ganz wichtig finde ich jemanden zu finden dem man sich anvertrauen kann. Denn man darf nicht aus dem Blick verlieren, dass die Presse andere Ziele hat als man selbst. Doch so wie Ihr/dein Schreiben formuliert ist habe ich da keine Sorge.
Ich würde mich an den Spiegel oder den Stern wenden. SternTV finde ich auch ok. Ich denke auch, wie manche anderen hier, das der Weg in die Öffentlichkeit genügend Druck aufbauen kann, damit zumindest gehandelt wird und ihr nicht weiterhin hingehalten werdet.
Regional gibt es auch Fernsehdokus die helfen. Juri hilft ect.
Besonders das Thema mit der einen Versicherung finde ich im Sinne der Presse "interessant". Ich denke auch, dass ihr eine Möglichkeit bei SternTV haben würdet.

Die Aussage des "Zeugen" müsste man doch angreifen können, bei den Verquikungen seiner Person mit Inhaber und Versicherung,... dafür müsste es natürlich erst mal zu einer Verhandlung kommen...

Das ist das nächste Problem. Die Versicherung sitzt es aus und das Gericht zieht mit. Ich warte seit 2004 auf einen Termin bei Gericht im Zuge eines OEGVerfahrens.
Ich kenne einen Mann, der ans Gericht für Menschenrechte gegangen ist und Deutschland verklagt hat. Wegen zu langer Verfahrensdauer und unzumutbarer Wartezeit mit einhergehender Missachtung der Menschenwürde. Er ist diesen Weg nach 7 Jahren gegangen und hat Recht bekommen. Deutschland musste eine Entschädigung (14.000€) zahlen und die Gerichte haben sich endlich bewegt und den Fall beschieden. Man kann also Gerichte so zwingen zu handeln.

Nun noch was persönliches, habt Ihr euch genügend Hilfe besorgt bei der Pflege und Versorgung eures Sohnes? Habt ihr da alle möglichen Wege beschritten? Es gibt Stiftungen die Pflegepersonen stellen. Oder bei der Pflegekasse kann man zusätzlich einen Posten von 1200 Euro fordern, für Verhinderungspflege (ich vermute Ihre Sohn bezieht Pflegegeld nicht Pflegeleistung, wenn er von Ihrer Frau gepflegt wird).
Habt ihr genügend Puffer um eure Kräfte aufzufüllen? Bitte schauen Sie da hin. Sie müssen beide auf sich achten, damit Sie nicht an der unserer Gesellschaft, der Welt und dem Schicksals Ihres Sohnes verzweifeln. Haben Sie Hilfe für sich selbst für Ihre seelische Belastung (Sie meint hier Sie und Ihre Frau)?

LG Pfiffigunge
 

JSch

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Nov. 2007
Beiträge
52
Das mit dem Verfolger ist von der Polizei nicht weiter behandelt worden (Angaben zu ungenau-das sei nicht herauszufinden-Staatsanwalt stellt das Verfahren nach 3 Widersprüchen auch 3x sofort wieder ein und sagt es bestehe kein öffentliches Interesse!)
Der weiße Ring sagt "wenn kein Angreifer nachweisbar gibt es auch kein (Gewalt)Opfer somit keine Hilfe"
Zu der Pflegekasse, die weigert sich ja schon jetzt ihrer Verpflichtung nach zu kommen...
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Hallo JSch,

das mit der Pflegeversicherung ist ja wohl unmöglich:mad:....dafür gibt es die doch.

Dein Sohn hat doch bestimmt Stufe III und davon kann sich die Versicherung doch jederzeit überzeugen.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe ist Dein Sohn privat KV, spielt in diesem Fall die private Absicherung eine Rolle?

Es ist wirklich menschenverachtend wie UO um ihre lebenswürdige Zeit betrogen werden. Aber noch schlimmer sind Alleinstehende UO den arroganten, ignoranten Machenschaften der privaten Versicherungsgesellschaften und ihren gutbezahlten Anwaltskanzleien ausgeliefert.
Wenn ein Richter schon zur ersten Verhandlung seine Hausaufgaben gemacht hätte (nur einmal mit eingeschaltetem Verstand alle Unterlagen gründlich lesen) müsste er schon gleich anders agieren und die Versicherungen in Verzug setzten.
Aber was wird gemacht...es wird auf Zeit "gespielt" Zeit die ein UO mit Schmerzen und total ungewisser Zukunft verbringt, was wieder zusätzliche Schmerzen verursacht.

Zeit die die private Versichungsgesellschaften gesund und munter absitzen können.


Euch alles Gute und einen lieben Gruß
Kai-Uwin
 

JSch

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Nov. 2007
Beiträge
52
Seit heute...

bringt es die UKV fertig einfach so mirnix dirnix mit einer sehr fadenscheinigen Begründung ca. 50% der eingereichten Rechnungssumme nicht auszuzahlen.
Und fügt hinzu "man könne ja einen Gutachter einschalten"
Aber zuerst wird abgezogen.
Das ist menschenverachtend, ohne jede rechtliche Grundlage und aus meiner Sicht den Methoden einer "mafiösen Organisation" gleichzusetzen.
Wenn diese Vorgehensweise so weiter geht, treibt uns das in den Ruin und unser Sohn wird zu all dem bestehenden Leid noch weitere sehr schwerwiegende Gesundheitsschäden erleiden müssen.
Unser Anwalt ist dazu kontaktiert und wird was tun können, hoffe ich, aber bis dahin kann das Geld (erforderlich währen 3000,00 € bis 5000,00 € jeden Monat) ausgegangen sein...
Wir können doch nicht so einfach die erforderlichen, therapeutisch und medizinisch notwendigen und ärztlich verschriebenen Behandlungen einstellen !

Freundliche Grüße
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Hallo JSch,

Ich habe oft an Euch gedacht und in Eurem Fall kann ich die Verbitterung verstehen und nachvollziehen.

Ich hoffe es geht Euch nicht das Geld, die Kraft und die Nerven für diesen unfairen Kampf aus.

Ich drücke Euch ganz fest die Daumen und wünsche Euch viel viel Glück und endlich Gerechtigkeit.

Lieben Gruß
Kai-Uwin
 

JSch

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Nov. 2007
Beiträge
52
Danke

Hallo Kai-Uwin und Mitleser,

unser Sohn kommt jetzt im Mai noch einmal in eine Reha an den Bodensee.
Laut UKV aus "Kulanz" was in dem Zusammenhang schon eine Unverschämtheit ist.
Ein Jahr hat es gedauert bis ich das durch hatte.
Sonst geht alles seinen Gang meine Frau ist am Rande Ihrer Kraft, aber die Reha ergibt auch eine Entlastung und ein bisschen Urlaub für Sie.

In der Zwischenzeit haben wir den Anwalt gewechselt, was jedoch dazu geführt hat, dass wir die bereits gewährte Prozesskostenhilfe noch einmal auf Neue beantragen mussten. (Die Klagesumme hat sich fast verdoppelt). Bis jetzt noch keine Entscheidung des Gerichts dazu. Wieder ein halbes Jahr weg. Im Juli werden es 6 Jahre.
Bisher noch kein Gerichtstermin zu der Klage!

Aber wir halten durch

Unser Sohn sagte jetzt mal, der Verlust eines Fingers ist eine Katastrophe was ist der Verlust von 2 Fingern oder einer Hand?

Gibt es Steigerungen des Leids?

Jedes Schicksal ist in seiner Ausprägung eine Individuelle Katastrophe, aber trotzdem wünscht sich ein vom Hals abwärts gelähmter doch "nur" eine Hand oder ein Bein verloren zu haben...

Freundliche Grüße

PS.

Nur, wenn ich mir hier im Forum so einige Beiträge zu anderen Themen und auch Unglücken durchlese, dann muss ich mich manchmal ganz einfach darüber ärgern wie so einige Menschen handeln.

http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?t=20945
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Hallo JSch,

hat sich bei Euch etwas getan?
Wie geht es Deinem Sohn und Euch als Eltern?

Wie war seine Reha?

Unsere Klage läuft jetzt auch schon 2 volle Jahre und erst ein GA-Termin (dazu auch noch der falsche GA).
Ich hoffe wir erleben noch das Ende der Klage.

Ich wünsche Euch weiter viel viel Kraft und einen lieben Gruß an Euren Sohn.

Viel Glück
Kai-Uwin
 

JSch

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Nov. 2007
Beiträge
52
Hallo Kai-Uwin,

die Prozesskostenhilfe wird jetzt auch für die verdoppelte Klagesumme gewährt,

die Reha in Allensbach wurde auf 6 Wochen verlängert und hat unserem Sohn sehr gut getan,

der 1. Gerichtstermin in der Sache gegen die Wohnungsgenossenschaft ist nun vom LG auf Mitte Januar 2012 festgesetzt worden. (6 1/2 Jahre nach dem Unglück)

die UKV Versicherung zickt jedoch weiter, jedoch wird sich das Problem der privaten KV`s von selbst lösen, in 10 Jahren sind die alle Pleite! weil auch die das Kapital verzockt haben!

Ich kann nur jeden davor warnen sich in die Fänge (Klauen) einer PKV zu begeben!

meine Frau ist so gut wie am Ende, sieht alles nur noch negativ und will sich von Nichts und Niemanden mehr helfen lassen.

Mich selbst lassen Erfolge und Misserfolge auch so langsam kalt...

Liebe Grüße
 
Top