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Unfall auf der Autobahn

Elef.A

Nutzer
Registriert seit
25 Juli 2008
Beiträge
1
Hallo,

mein Vater ist Nutzfahrzeughändler. Er ist mit einem 7.5 Tonner von Ludwigshafen nach Düren gefahren um einen kleinen Minibagger abzuholen.
Auf der Rückfahrt musste er wahrscheinlich bremsen und der Lkw der hinter ihm gefahren ist hatte nicht genug Abstand gehalten und ist ihm rauf gefahren. Mit dieser Wucht ist sein Kopf an die Windschutzscheibe geflogen.

Ich hab dann mit ihm telefoniert und er war sehr verstört, er konnte sich an nichts mehr erinnern. Dann habe ich ihn abgeholt und er wusste nicht warum ich da bin, wo er ist, wie der Lkw hierher auf die Autobahn gekommen ist.
Dann fragte er mich 100 mal nach den selben Sachen, wo ist das Prüfbuch für die roten Kennzeichen, wo ist der Unfallbericht...usw.

Sachen aus der Vergangenheit wusste er aber noch.

Jetzt zu meiner eigentlichen Frage, im Moment liegt er im Krankenhaus zur Untersuchung aber kann es sein dass dies für immer so bleibt? Meine Mutter und meine Schwester machen sich große Sorgen, ich ebenfalls.

Es tut einfach weh ihn so zu sehen dass er gar nichts beibehält. Wie hoch stehen die Chancen dass dies so bleibt?

Vielen Dank im Vorraus.
 

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
8,441
Ort
Berlin
Hallo Elef.A,

Herzlich Willkommen hier im Forum. Ich verstehe Deine Angst und kann mir vorstellen, was derzeit in Deinem Kopf vorgeht. Vieles wird auf Euch ankommen, aber auch wie stark der Willen bei Deinem Vater ist.
Medizinisch kannst Du sicher nur die Ärzte Fragen, aber wenn Du hier liest, dann wirst Du verstehen, dass manchmal Wunder geschehen und auch vieles wieder in Ordnung kommt mit der Zeit.
Vergeßt die Meldung an die verschiedenen Versicherungen nicht, da hängen leider immer Fristen mit dran.

Gute Besserung für Deinen Vater.

Gruß von der Seenixe
 

Speetwomen

Erfahrenes Mitglied
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Hallo Elf

Auch von mir ein herzliches Willkommen. Das mit Deinem Vater tut mor sehr leid, aber bitte gebt die Hoffnung nicht auf. Ich war zwar nicht ganz so schlimm dran wie Dein Papa was das Gedächtnis betrifft, aber auch ich habe Bekanntschaft mit einem LKW gemacht, allerdings habe ich im PKW gesessen. Mir fehlt auch ein ganzes Stück von dem Unfallgeschehen und auch heute gibt es noch manche Sachen die ich vergesse oder ich mache was und weiß es danach nicht. Das sind Folgen eines Schädelhirntraumas. Jedoch arbeite ich mit Hilfe meiner Familie jeden Tag aufs Neue daran. Wenn ich was holen will und weiß nicht was laufe ich solange die Strecke ab bis es mir wieder einfällt und ich frage die Leute ob ich das schon einmal erzählt habe. Es ist ein beschwerlicher Weg, aber ich denke auch bei Deinem Paps wird es besser. Was sagen die Ärzte ? Wichtig ist das ihr alle jetzt für ihn da seit und ihn unterstützt. Ihr braucht viel Kraft.
Wie Seenixe schon geschrieben hat, rede mit dem Arzt und frag ihn auch wie ihr Deinem Vater helfen könnt.
Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft und Glück. Berichte bitt mal weiter was Deinen Vater betrifft.

Liebe Grüße
 

Berichter

Erfahrenes Mitglied
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6 Sep. 2006
Beiträge
128
Hallo Elf,
Du schreibst in Deinem Bericht, Du hast Deinen Vater nach dem Unfall abgeholt. Ich gehe also davon aus, er ist nicht mit dem Krankenwagen ins
Krankenhaus gekommen, war wenigstens die Polizei vor Ort und hat den Unfall
aufgenommen und ist die Schuldfrage geklärt?
Gute Besserung für Deinen Vater.
Viele Grüße
Berichter
 

Ingrimmsch

Nutzer
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Ostwestfalen
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www.mutterbrett.de
Hallo

Es ist nun eine Weile her das Du berichtet hast. Wie geht es Deinem Vater heute? Besser?

Zu Deiner Frage nach dem "bleibt das vielleicht so?" kann man ohne Diagnosen nichts sagen.

Aus meiner pers. Erfahrung aus meiner Jugend und der Erfahrung das man ein Autodach nicht mit dem Kopf knacken aber herrlich eindellen kann, kann ich Dir sagen das es nicht so bleiben muss.

Ich hab damals richtig gute Lücken gehabt. Der Unfall bleib lange im Dunkeln und es fehlten echt viele Wörter in meinem Wortschatz. Auch Erinnerungen im Kurzzeitgedächnis wurden immer wieder einem Reset unterzogen (echt fies). Das lies nach einer Weile (2-3 Monate) dann merklich nach und ein halbes Jahr später war nix mehr davon zu merken. Einzig meine Kopfweh habe ich jahrelang behalten damals. Vom UNfall kamen dann auch Bruchstücke wieder in den Speicher. Alles was ich bis heute nicht weiß... hab ich dann auch nie vermisst.

Daher... nur Mut. Das kann alles wieder gut werden.
 
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