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Trümmerfraktur Ellenbogen (Radiuskopf)

misses jessie

Mitglied
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17 Apr. 2013
Beiträge
30
hallo zusammen,
ich bin neu hier und schreibe mal klein, da ich nur eine hand habe :rolleyes:

ich bin 27jahre alt vor 3 1/2 wochen beim sport mit hund ausgerutscht und auf den ausgetreckten linken arm gestürzt. zuerst hieß es, es der ellenbogen sei nur luxiert und wurde unter vollnarkose wieder eingerenkt. bei der kontrolluntersuchung am nächsten tag wurde mir gesagt, es sei doch gebrochen und evtl.sogar zertrümmert. weitere röntgenbilder haben aber angeblich gezeigt, dass es doch ein einfacher bruch sei. op war schon geplant, einfach nur 2 schrauben und fertig. als ich zur zweitmeinung in einer uniklinik war, hat man durch ein ct festgestellt, dass es doch eine trümmerfraktur ist. mir wurde erklärt, dass ich ggf. eine prothese und/oder einen fixateur brauche. gott sei dank konnten die ärzte es mit einer platte, schrauben und drähten soweit reparieren. die op ist jetzt 3 wochen her und seit gestern habe ich statt gips eine ellenbogenorthese. selbst bewegen geht noch mehr oder weniger gar nicht, geführte bewegungen bei der physio gehen etwa von 50° strecken bis 100°.

wie sind denn da so eure erfahrungen? ellenbogenorthese? wie lange dauert es, bis man den arm im alltag wieder mehr oder weniger normal benutzen kann (messer+gabel essen, anziehen, schuhe binden usw)? wann wieder arbeiten (büro)? mich beschäftigt auch, wie es ausgegangen wäre, wenn ich keine 2.meinung eingeholt hätte :eek:

würde mich sehr über antworten freuen :)
 

Hammady

Mitglied
Registriert seit
12 Apr. 2010
Beiträge
35
hi

Was soll ich jetzt sagen?
Ob dein Ellenbogen wieder 100% wird kann keiner sagen.
Ich hatte bei meiner Ellenbogenluxation wie es heist, zusaätzlich den Processus Coronoideus und Das Radiuköpfen abgerissen
Der Radiuskopf wurde mir in einer späteren OP entfernt. und im Kronenfortsatz ( CORODINGSBUMS) habe ich eine Stufe.
Ich hatte damals einen Fixateur externe für 16 wochen geplant jedoch musste er nach 12 wochen wegen einer Staffilokokkeninfektion entfernt werden. danach noch 2Wochen Gips und dann Physio.
Trotz Zweijähriger Physio habe ich ein Streckdefizit von 30°
Einhergehen mit sehr Starker Arthrose sowie einen enormen Kraftverlust.
Ich kann beim Aldi nicht mal mehr diese 6Pack Limo mehr vom Stapel heben. Von der BG gibt dafür nur 20% EMR.

LG Andy
 

M.H

Mitglied
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1 Feb. 2012
Beiträge
45
hallo misses jessie ;)

willkommen im club will ich jetzt nicht sagen
vor 3 Jahren hatte ich einen Doppelseitigen bruch
rechts musste mit eine Prothese versorgt werden
ein radiuskopf in der ursprungsform existierte nicht mehr ...
war 3 monate am stueck im kranken haus
2 wochen zuhause wieder 3 monate Reha
1 woche Wiedereingliederung
dann nochmal 3 monate reha

tja und obs mir gut geht oder nicht nach so einer zeit stehst dann alleine da wenn man Bglich und aeztlich abgeschrieben ist
in dem alter schon .ist das uebel.
Gut nach 3 wochen kannst da noch nicht viel veraenderung spuehren das dauert etwas.
wenn nicht noch nerven beschaedigt wurden
wird es jedenfalls besser als jetzt!
doch dann ist leider ende und viel weiter gehts bei mir auch nach 3 jahren nicht.
ich kann zb den arm nicht mehr drehen..also die hand aufhalten um zb geld entgegen zunehmen :(

kopf hoch..und aufpassen aerzte und therapeuten
kuemmern sich bestimmt um dich
aber werden dann irgendwann zum gegenspieler.

musst jetzt erst mal vorwaerts schauen um das bestmoeglich zu erreichen!

lg

ps: im Buero kein problem irgendwann schmerzt halt die ahnd und wird auch mal taub....
bei schweren sachen wirds schwieriger
 

misses jessie

Mitglied
Registriert seit
17 Apr. 2013
Beiträge
30
vielen dank für eure antworten :D
ich weiß, dass mir keiner genau sagen kann, wann und in welchem umfang ich meinen ellenbogen wieder bewegen kann... aber es ist interessant, wie es bei anderen gelaufen ist.
ich hatte ja noch glück, kein externer fixateur und keine prothese. allerdings war das radiusköpfchen zur hälfte zertrümmert und die andere häfte sehr eingedellt, sodass man eben abwarten muss, wie es heilt. mehrere bänder sind natürlich auch futsch.
seit 2 wochen mache ich krankengymastik aber der bewegungsradius beugen und strecken wird nicht wirklich größer. drehen darf ich sowieso 5 wochen gar nicht. dauert scheinbar alles länger, als ich das am anfang dachte...vielleicht wird es jetzt besser´, im alltag ohne gips, mit orthese. eine orthese hattet ihr nicht?
m.h. wie alt bist du denn? weil du schreibst in dem alter...
arthrose, das haben sie mir auch schon prophezeit, wann ist das bei dir aufgetreten, hammady?
wie ist das mit sportlicher belastung - reiten, fitnesstudio - kurse mit langhantelstange (gewichte), liegestütze ist/wäre das bei euch möglich?

ja, ansonsten versuche ich das beste draus zu machen, genieße die zeit daheim mit meinem hund, gehe mein pferd besuchen, treffe mich mit freunden... aber es nervt halt, dass man so gut wie nix alleine machen kann! immerhin ist jetzt frühling :cool:
 

Hammady

Mitglied
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12 Apr. 2010
Beiträge
35
hi

Also mit Liegestützen ist bei mir gar nix mehr, da ich bei 30° streckung liege. Da ich aber auch 180 Pfund/Seite wiege wird das ebenfalls ein Grund sein. Leider kan ich auch nicht mehr als 10kg heben mit dem Arm, da bei mir ca. 5mm Gelenkspalt geblieben sind.Arthrose ist bei mir sehr weit Fortgeschritten und wurde das erste mal nach einem Jahr bei der Revision des Gelenks nochmals behandelt. Ich habe auch ein enormes Gelenkreiben das meine Mitmenschen zum Wahnsinn treiben kann, solaut knackt das bei mir. mit der Pro und Supination also der Drehung habe ich Dank Keyboardspielens einiges geschafft. Mit und 3 - 4 Wochen nach dem Fixateur ging erstmal gar nix kein Autofahren kein Schreiben einfach gar nix. Irgendwann packte mich dann der Eifer wenigstens wieder Keyboard zu Spielen und mit Täglich 1-1,5 Stunden üben ging es dann irgendwann wieder. Selbst mein Physiotherapeut empfiehlt nun die Tischhupe.
Leider habe ich im Moment nur 20% EMR was ich aber auf anraten eines Anwalts anfechten soll da ich immer Aufgrund meiner Behinderung noch keinen Job habe. Der Anwalt meinte es wären mindestens 50% angemessen, was ich im ersten Moment nicht glauben konnte. erst nachdem er mir erklärt hat das es hierbei nicht um die Primaäre Funktion sondern um meine Einsatzfähigkeit im Berufsleben geht habe ich mich entschlossen Einspruch zu erheben. Also Sieh zu dass du nicht Über den Tisch gezogen wirst. Sollte sich Herrausstellen dass im Gutachten immer schon falsch der Falsch EMR stand werden wir sehen was zum Schluß rauskommt.

LG ANdy
 

M.H

Mitglied
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1 Feb. 2012
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Hallo Misses Jessie :)
jetzt 40:( als es passiert war 37 10tage vor meinem geburtstag
sehr toll den geb. in KH zu feiern.
ein orthese hatte ich nicht
mir haben sie noch 2 monate lange einen KirschnerDraht
ich nannte es Spiess
durchs Handgelenk geschossen was bis heute stark schmerzt
um drehbewegungen zu verhindern.
Ach dachte du hast schon ne prothese
nuja kann sein das es bei dir anders ausgeht
derartige sportliche taetigkeiten
hatte ich auch gemacht ,die sind leider nicht mehr moeglich
liegestuetze unmoeglich evtl
im stand gegen die arbeitsplatte in der kueche ja.
Mein grosses ziel war einfach wieder motorrad fahren zu koennen
hier stosste ich auf aerztliche unverstaendniss ich solle mir eher gedanken machen wie es auf der arbeit weitergeht....als wie wenn dies ein Motorradunfall gewesen waere....
MTB fahren ganz schlecht eine runde dann kann ich nicht mal einen kuli halten.

aber bei dir ist das noch viel zu frueh
kann aber ganz gut moeglich sein das ohne grosse einschraenkungen aus der nummer raus kommst, was ich fuer dich natuerlich hoffe

@ Hammady also wegen dem was wir da haben beommst du nie und nimmer 50% vergiss es
ich hab 30% und die wuerden sie mir schon streitig machen
der DGB rechtsschutz wollte nun mein Verfahren auch nicht weiterfuehren der gab dem arzt recht und meinte
das die 30% eh schon zu viel waehren :mad:
bei arm weg gibts 50% nicht mehr nicht weniger ! Sagte er!
denke wenn dem so ist will dein anwalt eh nur geld verdienen und wuensch dir viel glueck
mein fall will weder ein anwalt haben noch ein Sozialrechtsschutz
mach dir deshalb mal keine falsche hoffnungen...
trotzdem gutes gelingen;)
 

misses jessie

Mitglied
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17 Apr. 2013
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hallo zusammen,

nochmals danke für eure erneuen antworten.

gestern war ich gute 5 wochen nach meiner op zur nachkrontrolle in der uniklinik bei meinem operateur. der war leider gar nicht zufrieden :eek::eek: auf den röntgenbildern sieht sowohl die lage des radiusköpfchens nicht so gut aus (würde abkippen) und das gelenk ist ihm viel zu unbeweglich - bin immer noch nur bei 50 Grad strecken bis 100 Grad beugen :(
am liebsten hätte er mich gleich wieder stationär aufgenommen und gleich operiert (prothese....) oder versuch der athroskopischen mobilisierung des gelenks oder eben jetzt mehrwöchige intensive tägliche krankengymastik unter schmerzmitteln, manuelle therapie und elektrotherapie. habe mich für letzteres entschieden, in 2 wochen muss ich wieder hin und wenn es nicht merklich besser sei, müsste ich wieder statioär und eines der anderen beiden optionen (prothese oder athroskopie)... :eek:
die orhese is jetzt ab, ich muss den arm so viel es geht versuchen zu benutzen. ich hoffe sehr, dass es besser wird!
 

misses jessie

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hallo,
ich weiß gerade nicht so was ich machen soll. :confused::confused:
die beweglichkeit ist jetzt besser, zumindest beugen und strecken (ca.30 grad bis 125grad). nur drehen ist schwierig - nach innen geht vielleicht 30grad, nach außen fast nichts. das heißt ich kann halt mit links immer noch nicht gescheit tippen (arbeite im büro), da ich den arm kaum drehen kann...
die uniklinik hat vor 2 wochen die empfehlung einer radiusköpfchenprothese angedeutet.wie sind denn eure erfahrungen, wird die beweglichkeit mit prothese sicher besser? oder sollte ich mich mit der momentanen einschränkung abfinden bzw.hoffen dass es noch besser wird? und einfach weiter pysio und auch versuchen wieder zu arbeiten?
nächste woche bin ich wieder in der uniklinik um alles weitere zu besprechen...
 

Bittermint

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Hallo misses jessie,

du musst Geduld haben und so viel KG machen wie möglich. Ich hatte letzten September einen offenen Trümmerbruch des Ellbogens. War 10 Tage im Krankenhaus mit Gipshalbschiene und wurde dann mit einer Orthese nach Hause entlassen. Ich habe noch 2 Platten und 13 Schrauben im Arm, eine Circlaque und 2 Nägel am Ellbogen wurden im April entfernt. Seit Oktober habe ich 5 x täglich KG gemacht, incl. Lymphdrainage und Übungen um die Hand wieder drehen zu können. Übrigens hatte ich am Anfang eine Fallhand und konnte die Finger nicht bewegen. Nervenschmerzen habe ich bis jetzt. Allerdings kann ich mittlerweile die Hand drehen wie früher ich habe keine Fallhand mehr und kann mir wieder mit beiden Händen die Nase schneutzen :D! Ich übe fleissig weiter weil ich mir auch mit der linken Hand wieder am Hals kratzen können will.
Das mit der Prothese verstehe ich übrigens nicht, mein Ellbogen war auch zertrümmert aber der Arzt hat ihn bei der Not-OP wieder super zusammengebastelt. Ich will dir nur sagen, verlier nicht die Geduld, mach viel KG und setz dir Ziele. Mir hat auch mein Schmerztagebuch viel geholfen....Wenn ich manchmal lese wie es mir noch vor 3 Monaten ging :eek: weiß ich erst was ich schon geschafft habe ;)
In diesem Sinne "halt die Ohren steif"
Gruß Bittermint
 

misses jessie

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hallo bittermint,
danke für deine antwort :)
eine frage, arbeitest du schon wieder?
laut uniklinik sitzt das material aufgrund der schweren trümmerfraktur ungünstig zwischen elle und speiche und behindert die beweglichkeit vor allem beim drehen. von einer kompletten materialentfernung raten die ab, da es ansonsten zu unstabil sei :confused: deswegen wollen die gerne die prothese machen.
 

Bittermint

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Hallo misses jessie,

ich arbeite seit Januar wieder, habe auch nen Bürojob. Im Januar und Februar lief die Wiedereingliederung, erst 2, 4, 6 Stunden und ab März habe ich wieder normal gearbeitet. Nach 4 Monaten krank fällt einem ja die Decke auf den Kopf. Außerdem ists für die Psyche besser hab ich mir gedacht :D, stimmte auch und meine Kollegen sind alle total nett gewesen.

Wegen der Prothese würde ich mir eine zweite Meinung holen. Ist ja schon ein größerer Eingriff. Wenn ich das richtig verstehe, wollen die dir ein neues Gelenk einsetzen? Wie läuft das ab? Und welche Chance bietet das? Die Beweglichkeit kommt bei so einer schweren Verletzung eben nicht sofort wieder :(, bist du auch nicht zu ungeduldig? Was sagt denn dein KG? Schon mal nachgefragt? Meine KG ist bezüglich Prothesen skeptisch... Aber jede Verletzung ist ja anders und für dich kann so eine Prothese ja vielleicht gut sein. Was ist denn das für "Material" von dem die Ärzte sprechen? Und wie eilig ist so eine OP?
Gruß Bittermint
 

misses jessie

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hallo bittermint,
ich überlege auch, ob ich langsam wieder mit arbeiten mit wiedereingliederung anfangen soll. das problem ist halt, dass ich mit links praktisch nicht tippen kann, da ich kaum drehen kann. deswegen weiß ich nicht, ob das gut gehen würde. privat tippe ich links jetzt nur ab und an mit 1 finger mit, ich versuche es, aber es schmerzt schon mit der zeit, auch in der schulter und handgelenk. und in der hektik im büro weiß ich nicht, wie das laufen soll... :confused:
material, ich habe eine platte und 7 schrauben und die platte sitzt zwischen elle und speiche und blockiert wohl die drehbewegung :(
ich würde mir auch gerne eine zweite meinung einholen, nur weiß ich nicht wo! das ist ja nicht gerade eine häufige verletzung. ich schaue jetzt mal, was "mein" arzt in der uniklinik nächste woche sagt, dann muss ich auch noch mehr hinterfragen. mein physio ist auch eher skeptisch. laut uniklinik ist es "nur" eine radiuskopfprothese, bipolar, op dauert nur ne halbe stunde und dann beugen, strecken,drehen möglich, nicht endgradig, aber fast. belastbarkeit (heben, tragen) wäre halt engeschränkt. dafür angeblich alles schmerzfrei. ich bin eigentlich nicht ungeduldig, ich würde auch gerne noch ein paar monate warten, ich hab so das gefühl die uniklinik würde gerne diese prothese machen :eek:
liebe grüße
 
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