• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Symptome Verletzung Ligg. Alaria

airaD

Neues Mitglied
Registriert seit
25 Juni 2018
Beiträge
12
#13
Ich danke euch beiden herzlich für eure liebe Hilfs- und Auskunftsbereitschaft! Es ist sehr schön in diesem Meer von Ungewissheit und Hilfslosigkeit doch hin und da eine Boje zu finden ;)
Was ein CCPS ist hab ich nun gegoogelt ;) es würde sehr gut passen! Danke für den Tipp

Evtl sollte ich noch erwähnen, dass ich in der Schweiz lebe, sorry, das vergisst man jeweils, da ich mich mit meinen Beschwerden sowieso nur auf deutschen Seiten „rumtreibe“. Wie ihr ja wisst ist das Schleudertrauma und die damit verbundenen Themen in der CH ein rotes Tuch. Man findet nur Hilfe von Seiten Therapeuten die dieselben Beschwerden und Probleme durchgemacht haben. Die Ärzte haben oft nur ein müdes Lächeln für einen übrig... die Vermutung bei mir äusserte ein deutscher Orthopäde der in der CH praktiziert. Deshalb bin ich nun auf Hilfe aus Deutschland angewiesen. Das CCPS gibts in der CH anscheinend nicht.
 

Marv

Neues Mitglied
Registriert seit
26 Juni 2018
Beiträge
21
Ort
Memmingen
#14
Es freut mich das ich dir helfen konnte , ich wünsche dir ganz viel Kraft und Linderung der Symptome.
Gruß ,
Marv
 

airaD

Neues Mitglied
Registriert seit
25 Juni 2018
Beiträge
12
#15
Gibt es denn hier noch andere mit ligg. Alaria verletzungen die mir von ihren symptomen erzählen können?
Und wie viel kostet denn so ein upright mrt? Dann fange ich allenfalls schon mal an zu sparen...
 

HWS-Schaden

Aktiver Sponsor
Registriert seit
2 Nov. 2012
Beiträge
3,377
Ort
Bei den Stadtmusikanten
#17
Hallo

Die Kostenhöhe hängt vom Umfang der Untersuchung ab, also welche Abschnitte und wieviele befundet werden müssen. Das letztere kann dir dein Arzt sagen. Mit der Auskunft rufst du in einer der Praxen an, liest den Überweisungsauftrag vor und erfragst den Preis. Rechne für die Kopfgelenke mit ca. 800-900€.

LG
 

Rekobär

Aktiver Sponsor
Registriert seit
3 März 2011
Beiträge
2,897
Ort
Berlin
Website
www.unfallreko.de
#18
Hallo airaD,

in Zürich gibt es eine Praxis, in der Dr. Naxera als Radiologe arbeitet. Musst Du mal googeln. Er ist absoluter Spezialist, was das Schleudertrauma-Thema und die angrenzenden Erscheinungen und Auswirkungen angeht.

Bei den Bänderverletzungen gibt es verschiedene Befunde. Das kann sein, dass eines der beiden Seitenbänder (Ligamenta Alaria) gedehnt ist. Das hätte die Auswirkung, dass Du Deinen Kopf auf der Seite, auf der Band gedehnt ist, mehr drehen kannst, als nach der anderen Seite. Diese Haltebänder bestehen aus Kollagenphasern und haben im Gegensatz zu Gummi leider nicht die Eigenschaft wieder in ihre ursprüngliche Länge zurück zu gehen.

Die zweite Erscheinung ist, dass es zu einem Einriss bzw. einer Einblutung im Band kommt. Dass kann man auf jeden auf einem guten MRT sehen, weil es an dieser Stelle zu Verdickungen des Bandes kommt.

Die schlimmste, aller Erscheinungen, ist allerdings der komplette Riss des Bandes.

Alle vorher genannten Erscheinungen haben meist die Auswirkungen, dass es zu Schwindelanfällen, gelegentlichen Gleichgewichtsstörungen usw. kommt.

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 

airaD

Neues Mitglied
Registriert seit
25 Juni 2018
Beiträge
12
#19
Hallo RekoBär

Den habe ich gerade gestern gefunden, herzlichen Dank trotzdem! Ich habe nun meinen Orthopäden gebeten mich dort anzumelden.
Hoffe auf einen baldigen Termin, obwohl ich unglaubliche Angst vor der Diagnose habe.... möchte aber trotzdem Gewissheit haben, so kanns
nicht weitergehen...
Liebe Grüsse aus der Schweiz
 

J_F

Neues Mitglied
Registriert seit
17 Jan. 2017
Beiträge
17
#20
Hallo airaD,

nachdem ich gelesen habe, dass du aus der Schweiz bist, muss ich jetzt auch noch meinen Senf dazugeben! ;)

Da gibt es nämlich einen der (für mich) weltbesten Neurochirurgen: Prof. H. vom Schlossberg-Ärztezentrum in Frauenfeld.

Prof. H. hat bei mir 2017 - nach dreijähriger Odyssee - die richtige Diagnose (mein Ligamentum alaria war nach einem Autounfall dauerhaft beschädigt worden) gestellt. Und das lediglich mittels Funktions-Röntgen-Aufnahmen.

Ich habe damals für Konsultation und Röntgen ca. 240Franken bezahlt. Da ich aus Deutschland bin, musste ich das selbst bezahlen - bei dir übernimmt das ja u.U. die Krankenkasse?!

Vielleicht hilft dir diese Info etwas weiter und du kannst dir die horrenden Kosten für´s Up-Right-MRT sparen.


LG

J_F
 

J_F

Neues Mitglied
Registriert seit
17 Jan. 2017
Beiträge
17
#23
So, jetzt hat’s etwas gedauert. Sorry.

Also, um die Diagnose abzusichern wurde ich insgesamt vier Monate lang dazu verdonnert, das Philadelphia Collar zu tragen. Durch diese konsequente Ruhigstellung war ich von jetzt auf gleich und dauerhaft - also, vier Monate lang - schmerzfrei.

Im Umkehrschluss hieß das für Prof. H. als auch für meinen Neurologen und meinen Neurochirurgen, dass die Ursache im Bandapperat bzw. in der Instabilität liegen muss. Dies war auch für mich die erste sinnvolle, logische und nachvollziehbare Begründung- aber das nur am Rande.

Therapeutisch hatte das zur Folge, dass es ab da endlich eine Medikation gab, welche ich selbst anwenden konnte. Nämlich das Anlegen der Halskrause. Bis dahin hatte eigentlich alles an Therapien versagt. Einzig Injektionen mit Bucain etc. in den Nacken hatten mir teilweise Linderung verschafft. Nur selber kann man sich halt keine Spritzen in den Nacken setzen.
Fortan hatte ich also (endlich) meine Autonomie zurück. Dies hatte für mich persönlich den größten positiven Effekt - ich konnte endlich wieder meinen Körper und die abartigen Schmerzen ohne fremde Hilfe unter Kontrolle bringen. Was es jedoch heißt, mindestens einmal pro Woche mit diesem Gestell um den Hals durch‘s Leben zu schreiten, steht auf einem anderen Blatt....

Parallel wurde natürlich fleißig weitergedoktort. V.a. Physiotherapie etc. und Muskelaufbau wurde mir ständig „nahegelegt“.

Da ich keine Möglichkeit versäumen wollte, habe ich auch die gefühlt 1.000. Physio hinter mich gebracht. Ende vom Lied war, dass sich das gesamte Genick entzündete, da die Übungen die bereits sehr gereizten Strukturen noch weiter überstrapazierten. Ich war dann mehrere Wochen nicht mehr zu gebrauchen, da ich neben den glaublichen Schmerzen auch sehr schöne neurologische Nebenwirkungen hatte.

Nun reicht‘s mir endgültig von der Mär mit dem Muskelaufbau etc. pp
Bei mir persönlich hat wirklich jede Physio, Manualtherapie und allgemein Manipulation von außen ausnahmslos zu Verschlimmerung geführt und ich brauchte in der Regel Wochen bzw. Monate, um in den alten Zustand zurückzukommen.

Ich mache zwar nach wie vor regelmäßig Sport und versuche gerade die Bereiche, welche durch das instabile Genick bzw. die Kompensationshaltung des Körpers nun auch in Mitleidenschaft gezogen wurden zu trainieren, aber an die HWS kommt mir keiner mehr ran.

Dahingehend sollte auch jeder einfach mehr auf seinen Körper hören....

Des Weiteren steht bei mir nach wie vor die Verschraubung von HWK 1 und 2 im Raum. Das ist aber eine längere Geschichte.

Ich hoffe, ich konnte damit die Fragen beantworten. :)


Lg

J_F
 
Top