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Stationäre Therapie (Posttraumatische Belastungsstörungen)

Southy

Nutzer
Registriert seit
12 Sep. 2006
Beiträge
37
Hallo :eek:

Ich habe hier vor kurzem schon mal nach euren Erfahrungen mit stationären Therapien gefragt und mich danach entschieden, eine zu beginnen. Innerhalb von ein paar Tagen hatte ich einen Platz auf einer Depressionsstation.

Zunächst wurde mir gesagt, dass ich dort erstmal sei, um "anzukommen" und nach ein paar Tagen dann auf die Psychotherapiestation komme, wo der Unfall aufgearbeitet werden soll.

Ich habe dann versucht, die ersten Tage dort zu ertragen. Auch wenn ich auf Grund der posttraumatischen Belastungsstörungen mittlerweile depressiv bin, habe ich mich da doch sehr falsch am Platz gefühlt. Ich wurde behandelt wie ein dreijähriges Kind. (Am ersten Tag durfte ich nichtmal alleine vor die Tür.) Gespräche mit Therapeuten gab es für jeden Patienten einmal in der Woche eine halbe Stunde lang. Dazu dann Gruppentherapie zweimal in der Woche eine halbe Stunde lang, aber mit den dort angesprochenen Problemen konnte ich nichts anfangen.

Am Wochenende musste man dort bleiben. Therapien oder irgendeine Form von Beschäftigung wurde jedoch nicht angeboten.
Dafür aber Beruhigungsmittel und Schlaftabletten, die schnell abhängig machen. Somit hatte ich auch schnell Streß mit den Pflegern, da ich diese nicht nehmen wollte. Daraufhin wurde dann noch meine Zimmerkollegin angewiesen, mich zu überreden, Tabletten zu nehmen. (Auch erfolglos.)

Ich habe dann montags direkt ein Gespräch mit der Psychologin gefordert um zu klären, wie lange ich da bleiben muss. Die Antwort hat mich fast umgehauen. Acht bis zwölf Wochen. Über den Unfall solle ich nicht nachdenken und auch nicht darüber reden. (Am Wochenende musste ich bereits unterschreiben, während der Dauer der Therapie nicht Auto zu fahren.)
Nach der Zeit könne ich ja die angedachte ambulante Therapie machen und dann darüber reden. Bis dahin solle ich mich erholen. (Mit Ausdruckstanz und Musiktherapie :eek:) Die Versetzung auf die Psychotherapiestatin würde nicht erfolgen.

Auch ein Gespräch mit der Chefärztin am nächsten Tag brachte nichts. (Sicherheitshalber hatte ich bereits meine Mutter mitgenommen, da ich mir sicher war, dass mir sonst hinterher keiner das glaubt.)
Ich habe dann die Traumatherapeutin angerufen, bei der ich ab Juni die ambulante Therapie machen sollte. Die sagte mir dann, dass in der Klinik in der ich war, gar keine richtige Traumatherapie angeboten wird. Ich habe mich dann selber entlassen.

Geholfen hat mir das gar nichts, mir gehts ehr schlechter. Mir wurde jetzt eine andere Klinik (Fachklinik Hochsauerland) empfohlen, aber leider wurde mir dort mitgeteilt, dass ich den Antrag über die BFA stellen muss und die nicht dort einweist. Jetzt habe ich Angst, dass ich, wenn ich einen Rehaantrag stelle, wieder in eine Klinik komm, in der ich nur Tabletten nehmen soll und mich wo mich niemand ernst nimmt und nur Leute sind, die ganz andere Probleme haben.

Kann ich bei einer Kur / Reha irgendwie Einfluss darauf nehmen, wo ich hinkomme? Und weiß jemand, wie ich eine gute Klinik finden kann, die von der BFA akzeptiert wird? Wo die ist, ist mir mittlerweile egal.
Ich befürchte, jetzt muss ich auch erst ein paar Monate warten bis sich etwas tut...
Ich weiß im Moment nicht richtig, wie ich sowas beantragen soll und wie ich das alles geplant kriege und mich da durchsetzen kann.... Vielleicht kann mir ja jemand einen Tip geben...

Liebe Grüße
Southy
 

Gisela

Mitglied
Registriert seit
8 Sep. 2006
Beiträge
46
Hallo Southy
Mir war es unglaublich wichtig, einen klaren Kopf zu behalten und deshalb hätte ich niemals Tabletten genommen.
Selber war ich 2x 8 Wochen in der Habichtswaldklinik in Kassel, nach meinen Infos gibt es jedoch mit der BFA keine Verträge.
Die Klinik in Bad Zwesten gehört ebenfalls zu den Wickertkliniken und ist empfehlenswert.
Gruß Gisela
 
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