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Staatliche Unfallversicherung soll gekürzt werden...

JoachimD.

Nutzer
Registriert seit
21 Feb. 2007
Beiträge
1,736
Ort
Schwarzwald
Hallo ....,

wir sind inzwischeein Land der Reformen geworden. Dabei heisst Reform fast zu 100 Prozent Kürzung, Verschlechterung usw..
Nun überlegt man eine Reform der Staatlichen Unfallversicherung - die bei Arbeits-Wegeunfällen eintritt.
Man spricht von einem Systemwandel d.h. das Menschen mit 10 / 20 Prozent kaum noch etwas bekommen. Eine Unfallrente nur noch bis zur Altersrente bezahlt wird. usw. usw..
Bereits im August soll dazu ein Papier für einen Kabinettentwurf fertig sein.
Das heisst dass es viele Klagen vor dem Sozialgericht geben wird wie bei Hartz IV dass auch sehr schnell zusammmengeschustert wurde.

Da sich bei der Pflegeversicherung in nächster Zeit auch einiges verändern wird wird es Sozial nicht gerade aufwärts gehen.

Dann wird dieses Forum wohl noch mehr T. bekommen weil es mitunter selbst mit dem Simpelsten nicht funktioniert!
Ich sollte jetzt für ein BG -Rezept eine Zuzahlung bezahlen - wo soll dies dann enden

VG Joachim
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo JoachimD,

wenn so reformiert wird, wie du es ansprichst, dann muss folglich auch die Feststellungspraxis der Quantität und Qualität für Unfallverletzung reformiert werden.
Reform nur in einer Richtung ist wie eine Seilverlängerung an einer Seite der Schaukel.
Das Ding wird sich nicht mehr als Schaukelfunktion benützen lassen.
So ist es mit allem, wenn an einer Sache nur an einer Seite geschraubt wird.

Insgesamt wird sich für den Verunfallten nichts ändern, sondern nur die Beitragszahlungen der Betriebe werden für diesen Unfallzweig wegfallen.

Also, überlegen, wo drückt uns der Schuh, nicht meckern, sondern konstruktive Vorschläge!

Beispiel:
Anerkennung der Unfallverletzungen und deren Bewertung.
Wir haben schon jetzt Probleme unsere Unfallverletzungen anerkannt zu bekommen. Das liegt aber nicht am Gesetz oder der Art der Versicherung, sondern an den Ärzten, die keinen korruptionsimmunen Menschenverstand haben. (Egal ob als Erb-oder erworbene Schadensanlage!)(immun steht für Unempfänglich!) Ohne Mittun:mad: der Ärzte, wären die Versicherungen machtlos!:p

Wer von euch hat denn bisher nur gemeckert und seine Situation nur beklagt, statt zu klagen?

Mir sind noch keine Urteile bekannt, nach denen ein Falschgutachter verurteilt wurde, oder ein Arzt, der seine Dokumentationspflicht o.a. verletzt hat.

Ich weiß, viele Anwälte raten ab, eine Klage zu führen, aber diejenigen leiden eben auch an der ererbten oder erworbenen Schadensanlage des fehlenden korruptionsimmunen Menschenverstandes.

Ich habe deutlich mehrmals aufgerufen, diejenigen, die HWS-Distorsion oder Schleudertrauma in den Befundberichten als Diagnose stehen haben und sonst keine Verletzungsangaben, sollen sich melden, es gab bisher, gemessen an dem "Geschrei" noch nicht viele Meldungen.
Vielleicht ist aber auch unser Forum nicht präsent genug!

Gruß Ariel
 

fliedertiger

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
27 Sep. 2006
Beiträge
717
Hallo allerseits :)

@Ariel

ich denke daß JoachimD in seinem posting die reale Wirklichkeit aufgezeigt hat.

Selbst wenn es wie ein Meckern ankommt, so finde ich den Hinweis auf konstruktive Vorschläge ein wenig neben der Sache.

Es mag auch sein, daß sich für die jetzt Verunfallten nichts ändern soll, über die Brücke gehe ich jedoch nicht mehr, zu oft haben die Oberen in bestehende Verträge eingegriffen und Kürzungen vorgenommen, die einige viele an den Rande des Existenzminimums gebracht haben.

fliedertigerische Grüße :p :p :p
 

nettfreak

Wegen Mehrfachmitgliedschaft geperrte Mitglieder
Registriert seit
31 Jan. 2007
Beiträge
139
Eine Unfallrente nur noch bis zur Altersrente bezahlt wird.
Hallo zusammen,

Dieser Satz ist wieder typisch deutsch! Genau wie in der Politik, werden auch hier wieder nur Halbwahrheiten verbreitet.

Die Verletztenrente soll zukünftig als Ausgleich für einen konkreten Verdienstausfall und als Schadensersatzausgleich gesplittet werden.

Was heisst das?

Der Verletzte muss künftig nachweisen, wie hoch sein konkreter Verdienstausfall ist. Dies kann ein Nachteil sein, aber auch ein Vorteil. Denn derjenige, der schwer verletzt ist und nicht mehr arbeiten kann, bekommt im Gegensatz zu heute wesentlich mehr.

Derjenige aber, der keinen konkreten Verdienstausfall nachweisen kann, weil er z. B. weiter in seinem bisherigen Beruf arbeitet, bekommt weniger.

Ausserdem sollen Beiträge für den konkreten Verdienstausfall in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt werden. Somit bekommt der Verletzte im Rentenalter eine genauso hohe Rente, als wenn kein Unfall geschehen wäre. Somit hat er im Rentenalter keinen Nachteil.

Der Schadenausgleich soll auch über das Rentenalter hinaus gezahlt werden. Weil die Verletzungen und Behinderungen bestehen ja weiter.

Also nur der Ausgleich für den Verdienstausfall wird bis zur Rente begrenzt.

LG
nettfreak
 

maja

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
1,262
Hallo nettfreak!

Ok, dann bekommt er seine volle Rente.
Aber was ist mit den Unfallfolgen-wofür man doch erheblich mehr Geld aufwenden muß, für die dann niemand mehr zahlen will/wird?
Medikamente, Umbauten, Diäten,Hilfsmittel für das täglich Leben.........

Und über "Schadensausgleich" kann ich nur noch lachen.
Maja
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo fliedertiger,

Zitat von mir:
Also, überlegen, wo drückt uns der Schuh, nicht meckern, sondern konstruktive Vorschläge!

Beispiel:
Anerkennung der Unfallverletzungen und deren Bewertung.
Wir haben schon jetzt Probleme unsere Unfallverletzungen anerkannt zu bekommen
Antwort von dir:
[/QUOTE]@Ariel

ich denke daß JoachimD in seinem posting die reale Wirklichkeit aufgezeigt hat.

Selbst wenn es wie ein Meckern ankommt, so finde ich den Hinweis auf konstruktive Vorschläge ein wenig neben der Sache.
Danke für deine Aufklärung, dass JoachimD uns über die reale Wirklichkeit aufgeklärt hat. Ich wäre ja von selbst nie drauf gekommen!

Stell dir vor, Deine "neben der Sache" ist eine überflüssige Bemerkung, denn wenn man im Zusammenhang liest, ergibt sich der Satz in einer Aufforderung für alle echt Betroffenen hier im Forum.

Wenn man aber nur einzelne Wörter oder Begriffe liest, dann kann man schon mal den Sinn von Geschriebenen nicht verstehen (wollen).


Ich habe auch schon an anderer Stelle zu diesem Thema einen Beitrag abgegeben.
Gäste, die ins Forum kommen und lesen, informieren sich nur an dem was hier an Beiträgen steht.

Ich bin sicher, JoachimD ist so intelligent, dass er keine Stütze braucht um meinen Beitrag richtig einzureihen.

Gruß Ariel
 
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