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Sprunggelenksfraktur Weber C

Catlady

Neues Mitglied
Registriert seit
18 Apr. 2018
Beiträge
1
#1
Hallo zusammen.

Ich hoffe ich bin hier richtig...

Ich habe mir am 20.3 diesen Jahres leider das rechte Sprunggelenk gebrochen. Diagnose bimalleoläre weber c Fraktur. Versorgt wurde die Fraktur mit einer Platte und 2 Schrauben. Stellschraube habe ich zum Glück nicht gebraucht.
Seit dem trage ich einen vacoped Schuh und darf beistellen. Lt dem Chirurgen der die Nachbehandlung übernimmt entspricht dies ca 15 kg Teilbelastung.

An Tag 14 nach der OP wurden die Fäden gezogen. Leider heilt die Wunde nicht ganz optimal, stellenweise steht die Haut offen. Seit Montag (Fäden 7 Tage draußen) habe ich einen Wundverband mit Jodsalbe und Vicrylnetz. Donnerstag muss ich zur Kontrolle wieder kommen.

So. Nun hieß es im Krankenhaus ich soll mit Physiotherapie beginnen sobald die Fäden draußen sind. Aber der Chirurg verschreibt mir einfach keine. Er meinte bei der zweiten Kontrolle dass ich den Fuß selbstständig mobilisieren soll. Also alle Bewegungen die ich mit links kann soll ich mit rechts auch machen. Ich finde das ein wenig fahrlässig das einen Patienten ohne Aufsicht allein machen zu lassen oder?? Nun ja, wie dem auch sei, ich kann die Bewegung "aufwärts" nur minimal ausführen. Ist das normal in meinem Stadium? Kehrt die Beweglichkeit irgendwann zurück?

Schmerzen habe ich zum Glück kaum. Nur wenn ich den vacoped Schuh ausziehe fühlt es sich komisch an. Kann ich schwer beschreiben.

Hatte hier jemand vllt eine ähnliche Fraktur und kann mir berichten wie das abgelaufen ist? Ich bin total unsicher und unzufrieden über die Aufklärung der Ärzte. Ich habe das Gefühl vollkommen alleine da zu stehen bzw dass Ärzte keine klare Aussage machen wollen...

So danke fürs lesen und eure Antworten
 

Hrc4Life

Erfahrenes Mitglied
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23 Aug. 2016
Beiträge
191
Ort
Nähe Wien
#2
Hallo,

Ich selbst hatte eine Unterschenkelfraktur mit
Knöchelbruch (also nicht nur einen Knöchelbruch)! das würde auch mit Platte verschraubt, dazu ein Nagel für die Unterschenkelfraktur.
Diese Fraktur war ebenfalls rechts, dazu hatte ich links eine Hüftverletzung, sodass beide Beine gleichzeitig betroffen waren.
Macht einen erheblichen Knterschied zu Deiner Verletzung.
Ich durfte nähmlich lange Zeit beide Beine nicht belasten.
Nun betreffend des Knöchelbruches mit Unterschenkelfraktur war es bei mir so, das ich etwas nach 8 Wochen mit 20 kg belasten durfte und etwa 2-3 Wochen später mit 40kg.
Erst nach 12-13 Wochen könnte ich voll auftreten.
Mein Sprjnggelenk war fast komplett unbeweglich, war auch einige Wochen geschwollen. Therapie würde mir auch anfangs keine verschrieben, und so etwa nach 7 Wochen habe ich mit Therapie begonnen und mit Übungen langsam das Sprunggelenk wieder beweglich bekommen.

Wie schon beschrieben war meine Verletzung etwas anders, und die Phasen in denen ich mit gewissen kg belasten durfte unter anderem auch durch die Unterschenkelfraktur bestimmt waren.

Grüße

Hrc4Life
 

biggimaus

Erfahrenes Mitglied
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12 Juni 2016
Beiträge
117
#3
Hallo Catlady ,

wilkommen hier im Forum ...

Du bist nun 4 Wochen nach Unfall , da sind solche Einschränkungen "normal". In der Regel bessern diese sich mit der Zeit.

Der Körper ist keine Maschine , mache ich dies hier und da rein und alles ist gut ... crass ausgedrückt ... er braucht seine Zeit um
Frakturen heilen zu können.
Wurde zwischenzeitlich ein kontroll Röngen gemacht ? Heilt die Wunde den inzwischen ? wenn auch langsam Wahrscheinlich.

Wenn Dein Chirug keine Physio ausstellt , sprich deinen HausArzt an. Ich meine bei Physio ist nicht zwingend erforderlich das dies
der Chirug Orthopäde usw ausstellen muß.
Hat das operierende Krankenhaus eine Ambulanz ? würde ich mich gegebenenfalls dorthin wenden.

Das mit den Vacoped kann ich Nachvollziehen auch wenn der Schuh 100x besser ist als Gips , stört er wenn er an ist, aber es fehlt etwas wenn er
ab ist. Unter Umständen ein Gefühl der Unsicherheit dann.


LG
Biggimaus
 

Bacus

Neues Mitglied
Registriert seit
26 Okt. 2018
Beiträge
4
#4
Hallo zusammen,

habe mich heute hier angemeldet, da ich (auch in anderen Foren) gesehen habe, das es unendlich viele Fragen beim Thema Sprunggelenksfraktur gibt und ich seit kurzem Leidensgenosse bin. Ich habe momentan zwar keine Fragen, möchte hier aber von meinen bisherigen Erfolgen und Mißerfolgen im Heilungsprozess berichten. Vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen Forumsleser weiter.

Ich habe mir bei einem Unfall Ende Juli 2018 aufgrund massiver Gewalteinwirkung das Sprungbein gebrochen. Dazu muss ich ergänzen, dass ich mir bis dahin noch nie etwas gebrochen hatte. Gut, mal die ein oder andere Rippe im Sport, aber das war's schon.

Nun habe ich mir also das Sprungbein gebrochen. Am Abend des Ereignisses bin ich, nachdem der Fuß immer dicker und dunkler wurde, ins Krankenhaus gefahren worden. Dort hat man durch Röntgen und CT die Fraktur des Talus (Sprungbein) festgestellt. Da es im aufnehmenden Krankenhaus keinen Spezialist für solche Fälle gibt, hat man mich nach Tübingen überwiesen, nicht ohne mich vorher in einen VACOped Stiefel zu stecken.

An dieser Stelle will ich den Vacoped schon mal ausdrücklich loben. Ich habe mich in darin sofort unheimlich sicher gefühlt, obwohl der Bruch ja erst 2 Stunden alt war.

Eine Woche später wurde ich in Tübingen operiert, 2 Schrauben halten seither meinen rechten Talus zusammen. Am Tag nach der OP war ich beinahe schmerzfrei, bereits einen weiteren Tag danach durfte ich unter Anleitung der Physio mit Stiefel und Krücken einige Schritte gehen. Eine Woche nach der OP wurde ich entlassen.

Im Großen und Ganzen bin ich seither schmerzfrei. In den ersten 8 Wochen durfte ich mit lediglich 20 kg belasten, einen 100 Kilo Mann kann das schon mal vor Probleme stellen, vor allem wenn man schmerzfrei ist. Eine sporadische Überprüfung auf der Waage hat dann auch gezeigt, dass da ganz schnell mal 30kg Belastung anliegen. Da ich jedoch wegen der Schwellung mein Bein immer hochlegen musste verbrachte ich die ersten 8 Wochen mehr im Liegestuhl auf der Terrasse, als stehend an den Krücken. Zu Beginn hatte ich noch eine Blockade im Gelenk, dieses Gefühl verschwand aber mit der Zeit.

Inzwischen sind mehr als 12 Wochen ins Land gegangen und ich trage immer noch den Stiefel. Allerdings darf ich seit knapp 2 Wochen in der Physiotherapie mit erhöhter Belastung arbeiten, und dafür darf ich schon meinen normalen Halbschuh anziehen was unter dem Strich ganz gut funktioniert. Ich habe ein einziges Paar in das mein geschwollenes Gelenk passt. Eine Strecke von 25 Metern schaffe ich dann mit einer Krücke. Das war es dann aber auch schon, ab da setzen die Schmerzen ein. Trotzdem sehe ich Fortschritte. Mein persönliches Ziel ist, dass ich ab November ohne Vacoped und ab Weihnachten ohne Krücken laufe. Ab Januar will ich wieder Sport treiben. Drückt mir die Daumen!

Um das Ziel zu erreichen mache ich zuhause viele Übungen. Leider habe ich es letzte Woche glatt übertrieben. Die Quittung war ein dickes, schmerzendes Fußgelenk. Dieser Zustand dauerte vier Tage, so das ich schon Panik hatte, etwas kaputt gemacht zu haben. Als Eishockeyspieler ist man nicht zimperlich bei Schmerzen, aber da wurde mir schon anders...

Abschließend möchte ich noch von meinen "negativen" Erfahrungen berichten. Ein Punk der mich zur Weissglut treibt, ist das ständige Umfallen der Krücken - hat da jemand einen Tipp?
Ganz besonders nervt auch, dass der Fuß im Bereich der Knöchel immer wieder stark anschwillt. Vor allem wenn ich den Vacoped ausgezogen habe, also in der Dusche oder beim Laufen mit Krücken in der Wohnung. In den ersten Wochen wurde er auch immer sehr dunkel, inzwischen ist das nicht mehr so. Wenn der Fuß anschwillt muss ich hochlegen und warten. Ergänzend behandle ich mit Traumeel (Tabletten und Salbe), Bepanthen für die Narbe, Röwo Salbe fürs Gelenk und einem Glas Wein fürs Gemüt. Socken ziehe ich grundsätzlich nicht an, da ich meine beobachtet zu haben, das sie ein Anschwellen unterstützen. Also barfuß in der Wohnung und barfuß im Schuh.

Auch die Thrombosespritzen habe ich satt. Laut Doc muss ich die solange spritzen, bis ich voll belasten kann. Hat da jemand von euch ähnliche Erfahrung gemacht?

Was nicht so schön ist, mir aber jetzt noch keine großen Sorgen bereitet ist, dass der große Zeh seit der OP eingeschränkt beweglich ist, der kleine Zeh und der Zeh daneben sind taub, auch der Bereich auf dem Fußrücken bis zur OP Narbe ist taub. Beim krümmen des Fußes brennen die Nerven im Fuß, sehr unangenehm. Ich hoffe das alles verschwindet irgendwann.

So, das war mal in Kürze mein Bericht. Für Fragen bin ich jederzeit offen, über Fortschritte werde ich berichten.

Ach ja, die PUV hat das Tagegeld sehr schnell überwiesen :)

Euch allen wünsche ich eine schmerzfrei Zeit.
 

biggimaus

Erfahrenes Mitglied
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117
#5
Hallo Bacus

Wilkommen im Forum & Danke für Deinen ausführlichen Bericht.

Da nennt man ja fast Heilung nach dem Bilderbuch.

Schwellneigung , bekanntes Probl. bei Talus Brüchen unter anderem. Was hilft zum Hochlagern zusätzlich, ist Kühlung mit Kühlpads oder leichte Feuchtverbände. Kühlung aber immer nur für ca 15min danach die Stelle wieder warm werden lassen und dann wieder von vorn ...
Was mir einmal von meiner Physio empfohlen wurde waren wechselbäder , warm kalt ....

Zu der Nerven Problematik kann ich sagen das sich die Nerven bis zu 2 Jahre nach OP regenerieren können. Hier kann auch die Stimulation mit den Wechselbad helfen.

Thrombosespritzen heikles Thema, was meint dein HausDoc dazu ? Ich nehme meine nicht mehr, bin seid meinen Unfall auf den Rolli angewiesen und ich denke mein Körper hat sich inzwischen an die veränderte Situation gewöhnt.
Bei Dir liest es sich ja so das Du deine Mobilisation schon zu 50% hergestellt hast. Sprich das auf jeden Fall noch mit deinen Doc durch, nicht einfach absetzten. Die Folgen können verherend sein.

LG
Biggimaus
 

Bacus

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4
#6
Hi Biggimaus,

danke für die Begrüßung :) und für die Tipps. Ja die Kühlpads hatte ich mehr auf der Stirn als auf dem Fuß- war ein heißer Sommer. Aber da ich Bäder hasse, werde ich die Kühlpads nochmal aktivieren.

Zu den Spritzen sagt mein Doc eben, dass ich mir die Dinger solange reinhauen soll, wie ich nicht voll belaste. Naja, kann ja nicht mehr lange sein.

Die Taubheit ist jetzt nicht so mein Problem, ich massiere sehr viel, auch wegen der Narbe. Das wird schon.

Ich kenne jetzt leider Deine Situation nicht, aber Rollstuhl hört sich ja generell nicht gut an. Ich hoffe und wünsche Dir, dass das wieder wird. Da ist mein Talus ne Lachnummer gegen.

Gruß und ein schönes Wochenende
Bacus
 

biggimaus

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117
#7
Hallo Bacus ,

da habe ich mich ein wenig falsch ausgedrückt , wie mir im Nachhinein klar wird.

Nicht wechselbäder ... wäre ja ein wenig schlecht jedes mal eine Badewanne einzulassen warm kalt.

Wechselduschen , warm kalt warm kalt , trift es besser aller Kneip.

Mit Bäder meinte ich , so fern vorhanden , 2 große Gefäße wo ein Fuß rein passt , einer warm einer kalt und Fuß abwechselnd hin und her.

Biggimaus
 

Bacus

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#8
Hallo Biggimaus,

Wechselduschen sind ne gute Idee, hätte ich selbst drauf kommen sollen :rolleyes: Habe ich gleich umgesetzt am Wochenende.
Habe jetzt mit dem Wiederaufbau des Wadenmuskels begonnen, seit dem Wochenende kann ich ohne Krücken auf die Zehenspitzen heben.

Gruß,
Bacus
 

Bacus

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#9
Update im Heilungsprozess: Mit dem lädierten Bein 26 Kilo auf der Beinpresse gedrückt ohne Schmerzen :)
Ab morgen werde ich die Clexane absetzen.
 

Pierre998

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2
#10
Nabend, Ich hab auch eine Frage und vor allem wie unterschiedlich die Nachbehandlung erfolgen sollte.

Weber C Fraktur beim Fussball. Im Krankenhaus gleich operiert worden und nur mit der Anweisungen bei einem anderen Arzt die Nachuntersuchung machen zu lassen und 6 Wochen den Gipsschuh tragen unzwar immer, ausser beim duschen.

4 Wochen später Nachuntersuchung. Der Arzt war geschockt das ich keine Krankengymnastik mache und immer diesen Schuh tragen soll. Er meinte ruhig ausziehen auch zum schlafen. Erstmal aber nicht belasten. Weitere zwei Wochen später sollte die Stellschraube entfernt werden aber da die Narbe an einer Stelle nicht ganz zu war hat der Arzt das verschoben. Mit der Aussage ich soll ruhig laufen, vorsichtig das der Fuss langsam in Bewegung kommt. Kein Sport!
Leichte Unsicherheit bei mir, ich hab mich ja schon belesen mit den 20 kg belasten Sonst bricht die Schraube. In der Krankengymnastik machen Sie keine Belastung.
Zwei Wochen später, Narbe immernoch nicht zu. Zuhause laufen oder humpel ich ohne grössere schmerzen. Die Schraube wird bestimmt auch schon gebrochen sein, was allerdings jetzt nicht so schlimm sein soll.
Zweifel an dieser Aussage bleiben trotzdem zumindest im Kopf. Es könnte ja was kaputt gehen....

Gruß Pierre
 

makiopf

Erfahrenes Mitglied
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Ort
Bayern
#11
Hallo,

ich würde mir eine weitere Meinung einholen. Sprich mit deinem Krankengymnasten. Die hören viel über Ärzte und geben dir vll. einen Rat.
Vor allem was deinen offenen Fuss betrifft. Materialunverträglichkeit oder ähnliches?

VG
 

Pierre998

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#12
Moin, also die von der Krankengymnastik haben eine sehr gute Meinung über diesen Arzt auch wenn sie diese Aussage nicht ganz verstehen.
Direkt am Knöchel heilt die Narbe sehr schlecht, 1,5 cm von der Stellschraube entfernt. Ansonsten sieht alles ziemlich gut verheilt aus.

Gruß
 
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