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Sinnhaftigkeit Angio-MRT bei Kopfgelenksleiden ?

Markus123

Mitglied
Registriert seit
4 Juli 2018
Beiträge
33
Ich lese immer wieder, z.B. von @IsswasDoc , den Hinweis auf ein Angio-MRT. Da die Aufnahme ja im Liegen (d.h. ohne natürliche Gewichtsbelastung) und in Ruhe ohne Kopfdrehung stattfindet, frage ich mich welche Aussagekraft ein Normalbefund dort hätte. Es könnte ja sein, dass da im Stehen was komprimiert wird oder bei irgendeiner Kopfbewegung. Das würde man dann ja nicht sehen. Was meint ihr dazu?

Ich spiele mit dem Gedanken vor meiner neuerlichen Behandlungsserie (und weil meine CT/MRT Bilder 10 Jahre alt sind) nächste Woche ein 3T-MRT des KZÜ zu machen und dort auch gleich ein Angio-MRT dranzuhängen. Beides zusammen würde mich aber ca. 700 € kosten. Das Geld will ich natürlich nur investieren, wenn auch ein Nutzen der Untersuchung zu erwarten ist.
 

IsswasDoc

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
22 Nov. 2016
Beiträge
429
Ort
Bayern
Hallo Markus123,

mein Hinweis mit der MRT-Angio zielt darauf ab, vorausgesetzt bei entsprechender richtig durchgeführter Angio, ein Gefäss-Schaden zu sehen sein kann.

Wenn eine Schädigung des KZÜ anzunehmen ist und eine Überstreckung der ganzen HWS inklusive. obere HWS standgefunden haben muss, ist es Anatomisch so, dass diese Schädigungen dann auch an den Gefässen sprich Artheria vetebralis(AV) zu sehen ist, in den bevorzugten Region.

Dieser Schaden verschwindet dann nicht von alleine und macht dann die "Typischen Beschwerden" wie Tinnitus usw. , weil sich der Körper nicht einfach so daran gewöhnt.

Es gibt auch eine Anlagebedingte Hypoplasi, nur daran hat sich der Körper seit Geburt an über Jahre hinweg angepasst.
Auch die Meinung, dass bei einem Verschluss einer Seite der AV die anderen übrigen Kopfartherien die Funktion kompensieren, wird gerne falsch zitiert, es heißt kann die Funktion/kompensieren übernehmen nicht muss.

Wenn dann ein Radiologe im MRT-Bericht schreibt: "..am ehsten vereinbar mit anlagebedingter rechts o. linksseitiger Hypoplasie(Klinische Hinweise auf Insuffizienz der rechten oder linken Vertebralarterie?) ist Vorsicht geboten, dass ist einer von vielen Textbausteinen von bestimmten teueren Extra-Untersuchungen und sehr BG-freundlich geschrieben ohne Vollbeweis, das vorher eine Hypoplasi da war. Damit wird dann der Gefäss-Schaden wenn er doch vom Unfall her kommt, einfach weggeschrieben zum Nachteil des UO.

Weil M.E. kann sowas erst geschrieben werden, wenn zb. bei bekannten Unfall oder vor besagter Untersuchung, vorher MRT-Bilder(Angio?) vorhanden wären, die eine Hypoplasie auch beweisen können und bei Insuffizienz müsste es evtl. deutliche Beschwerden vor dem Unfall gegeben haben.

Es sollte auch daran gedacht werden, dass an der AV einige Nerven mit dran hängen und insbesondere die tiefe seitliche Halsmuskulatur ein Versorgungsgebiet der AV sind.

Die Prüfung der Artherien in Funktion werden eigentlich von einem Angiologen per Sonographie Ultraschall durchgeführt.

Leider kommt es oft zu falschen Untersuchungen, da diese im "Liegen" gemacht werden und dann evtl. nicht von speziell geschulten Personal.

Und wenn es Untersuchungen gibt dann meist ohne Funktion, es könnte ja dabei was herauskommen, M.E. kann doch nicht sein und darf es nicht geben.

Gruß
Isswasdoc
 

Markus123

Mitglied
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4 Juli 2018
Beiträge
33
Ich weiß nicht, was die Ursache meiner Atlasprobleme ist. Ich kann mich jetzt nicht an ein definitives Trauma/Unfall erinnern. Macht die Angio-MRT dann überhaupt sind oder kann ich mir das Geld sparen? Ich erwarte keinen großen Schaden am Gefäß. Eher dass es in bestimmten Positionen geqetscht wird, weil der Atlas verschoben ist. Aber das würde man ja im statischen MRT eh nicht sehen.
 
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