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Sesselpfurzer - ermitteln

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oerni

Erfahrenes Mitglied
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Bayrisch-Schwaben
#1
Hallo Berufskranke,


wie war das bei Euch bei der Ermittlung der Belastungswerte am Arbeitsplatz?
Wurden die Werte vor Ort gemessen, ermittelt oder am Schreibtisch der zuständigen Präventatationsmitarbeiter.

Ich hatte jetzt die Stellungnahme eines "Sesselpfurzer" zur Belastung (BK 2113) erhalten.
Kommentar:
Meine angegebenen Werte sind deutlich überhöht und nicht realistisch.

Wie können das Sesselpfurzer bei einer Präfentationsabteilung beurteilen, die vielleicht mal
4 Stunden an einen Stück in den letzten 10 Jahren auf einer Baustelle vor Ort waren.
Vermutlich kennen sie die elektrotechnische Arbeiten in Alt-, Neu- und Umbauten nur aus der Zeitung oder FS.

Wahre Werte kennen nur Betroffenen und der allein arbeitende Chef.

Grüße nach A. zu den Sesselpfurzer.
Echte Werte können sie dann ermitteln, wenn sie 8-12 Wochen, 5 Tage/W und 8-10 Std vor Ort sind.
 

Wolle53

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#2
Hallo oerni,

also bei mir hat nie einer Belastungswerte am Arbeitsplatz ausgerechnet, geschweige wurde in diese Richtung überhaupt nicht ermittelt.

Wie du ja auch weißt bin ich nach Einstellung des V- Geldes weiter AU geschrieben, keine Reha noch irgend ein bemühen von Seiten der BG mich wieder in meine Selbständigkeit einzugliedern.

Klar weiß auch warum, denn wenn ich nach einer gewissen Zeit neu AU geschrieben worden wäre, hätte die BG wieder von neuen das V- Geld zahlen dürfen.

LG Wolle
 

slahan

Erfahrenes Mitglied
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#3
Hallo zusammen, das klingt alles nicht wirklich gut. Prinzipiell muss doch die Arbeitstechnik beurteilt werden. Ohne die "geht" es doch gar nicht. Man "muss Krank sein" (leider) und dann muss der Zusammenhang mit der Tätigkeit geklärt werden. Wenn eines von beiden nicht feststeht, dann prinzipiell keine Anerkennung. Die Expositionen wie oerni beschreibt, werden in der Regel nach "Erfahrungswerten" oder Vergleichswerten ermittelt. Kann manchmal gut sein, aber oft auch nicht. Bei der 2113 sind die Einwirkungen von vibrierenden Geräten oft schon ausreichend. Ich kenne deine Angaben nicht, aber in der Regel muss man damit nicht jeden Tag stundenlang damit gearbeitet haben. Also Widerspruch. Gruß und Erfolg.
 

oerni

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#4
Hallo slahan,

die Expantionszeiten sind schon mal ermittelt worden.
Doch die Präventationsabteilung meinte, meine Angaben sind überdurchschnittlich hoch angesetzt
und entsprechen der Vorstellung der UV keinesfalls.
Die Expantionszeiten für zur BK 2106 und 2103 sind bereits Aktenkundig und jetzt stellt
eben eine Kolle der P-Abteilung in A fest, dass diese im zu hoch angesetzt erscheinen.

Damit ist klar, für jeden Beruf gibt es UV - Listen die irgendwelche Werte zur Arbeit offenlegen,
ob diese nun für den individuellen Menschen (BK) zutrifft, steht dort nicht.

In der Regel haben die wenigsten Berufstätige ihre Arbeit minuziös dokumentiert z.b.
Dübellöcher gebohrt in Beton, Ziegel, Wand, Decke, Wand auf 2,10 m Höhe
= Einwirkungszeit je nach Material und Lage in Sekunden / Minuten.
Oder mit Mauerfräse in xx-Material 0,01 - xx Meter fräsen.

Damit beginnt nun die "Kruck`s" für die Ermittlung von Expationszeiten, die kann man nur noch schätzen.
Meine geschätzten Zeiten sind der BG ETEM ein Dorn im Auge, deshalb werde ich verunglimpft
und man versucht mich als Lügner und Betrüger hinzustellen.

Dabei dürfte nicht ich, sondern die genannte BG und Ihre Mitarbeiter Betrüger und Lügner sein,
auch wenn es verdammt schwer ist das zu beweisen.

Deshalb sage ich auch ganz offen, wie wollen die Herrschaften Ihre Behauptungen unterschreiben,
wenn sie doch nur selten vor Ort sind.

Gut sie hätten sehr viele Berufe zu beobachten, dennoch könnten sie es und nicht nur von Schreibtisch aus.

Sesselpfurzer eben!
 

Dirk Langkeit

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#5
Hallo zusammen

Ich habe mir die Arbeit gemacht und habe alle Baustellen auf denen ich tätig war auf zu schreiben, habe Gewichtstabellen der zu verarbeitenden Materialien geliefert.
Habe eine Werksbesichtigung vorgeschlagen.
Ales mal leider Schade.
Alleine der Vergleich Arbeitsbelastung BG und Arbeitsamt Berufenet gehen mal voll auseinander.
Einer dieser A.. BG Sc..... hat bei Gericht gesagt Gas und Wasserinstallateure arbeiten zu 80 Prozent in Brusthöhe ohne Körperliche Belastung.
Der Tag war nicht meiner.
Mann sollte nicht Parteien verbieten sondern die BG/N
Die und Ihre Gutachter haben mehr Menschen auf dem Gewissen als manche Diktatoren.

Mit freundlichen Grüßen
D.L.

Wehr kämpft kann verlieren wehr nicht kämpft hat verloren
 

HWS-Schaden

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Bei den Stadtmusikanten
#6

slahan

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#7
Hallo zusammen! Ja, so etwas kann nicht stehen bleiben. Solche Aussagen sind eindeutig falsch. Zu beachten ist jedoch, dass es nicht (immer) auf den Beruf, sondern auf die konkrete Tätigkeit ankommt. Laut Kniereport des IFA wurden z. B. für Installateure folgende Werte für knieende Tätigkeiten ermittelt:
Abwasserleitungsmontage 250 (± 30) in Minuten pro Schicht.
Unterputzkastenmontage 165 (± 125)
Sanitär-Feinmontage 200 (± 10)
und das sind doch eindeutig mehr als 20%.
Mit solchen offiziellen Werten sollte man die BG und den Richter konfrontieren.
Gruß
 

Wolle53

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#8
Hallo UO,


kaum zu glauben womit sich diese gewissen Mitarbeiter der einzelnen Kostenträger so beschäftigen, anstatt den kranken Menschen
schnell und unkompliziert zu helfen und das Leid etwas zu lindern, werden nur Knüppel in den Weg gelegt und es dauert nur ein paar Jahre
bis da mal ein Ergebnis raus kommt welches hinten vorne nur mit Fehlern behaftet ist.

Aber Hauptsache der Gewinn stimmt jedes Jahr und wenn nicht gibt es die schlauen Rechenschieber die schnell und umgehend einen
noch höheren Gewinn ermitteln und die meisten UO bleiben auf der Strecke und kämpfen... kämpfen einen Kampf gegen die Bürokratie
der lieben Kostenträger.

Probst auf solch viele Klugheit, na ja oben( im Himmel) sehen wir diese......... alle wieder und dann mal gut Ermitteln und dort sitzen dann die richtigen, die Gerechtigkeit umsetzten werden.

Anstatt nun mal schnell zu Ermittlungen und den UO zu helfen, doktern die da rum als ob wir nicht 1 und 1 zusammen zählen könnten.

LG Wollel
 
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oerni

Erfahrenes Mitglied
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#9
Das schöne dabei ist, die ETEM Bereich Elektro gibt z.b. jeden Monate eine Zeitschrift raus.
Wer diese aufmerksam ließt, bemerkt was tatsächlich an Wissen vorhanden ist.
So sind Installateure mit die Berufe die am öftersten von Berufserkrankungen betroffen werden können.

Damit ist auch bewiesen, dass die BG Mitarbeiter diese Zeitschriften nicht lesen (?dürfen) sonst würden sie nicht einen solchen Schwachsinn verbreiten.

Im übrigen ist der mir zugeteilte BK Präfentationsmitarbeiter nebenberuflich Selbständig an seinem Wohnort.
Da werde ich dann mal einen Besuch abstatten und schauen, was er da alles verzapft.
 

oerni

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Bayrisch-Schwaben
#10
körperliche Belastung

Einer dieser A.. BG Sc..... hat bei Gericht gesagt Gas und Wasserinstallateure arbeiten zu 80 Prozent in Brusthöhe ohne Körperliche Belastung.
Mein GWS Installateur Arbeit in jeder Lage und hat definitiv körperliche Belastung.

Der diese Aussage gesprochen hat, sollte Zwangsinstallateur für 8 Wochen werden.
Danach ist er ein Frack.

A... gibt es wohl immer wieder und immer öfters.
 

oerni

Erfahrenes Mitglied
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Bayrisch-Schwaben
#11
Hallo @,

Die Gutachterin schreibt:
Empfehlung BK 2113 (CTS) mit MdE 10, erstmal festgestellt 2010.
Arbeitstechnische Voraussetzungen erfüllt.

Das Gutachten bestätigt ein vor 1 Jahr erstelltes GA in anderer SG-Klage.

Bin mal gespannt was die SB`in jetzt dem Rentenausschuss vorschlägt.
 

Astrid-62

Wegen Mehrfachmitgliedschaft geperrte Mitglieder
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119
#12
Sesselfurzer

genau das meinte ich in einem anderen Beitrag.

Will man Respekt, muss man ihn auch selber praktizieren.
 
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