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Sehstörung nach Schädel Hirn Trauma-wer kann helfen?

Galateia

Neues Mitglied
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24
#1
Hallo an alle,

ich wurde im Januar als Fußgängerin von einem Auto erfasst und erlitt dabei ein Schädel-Hirn-Trauma mit Hirnblutung am Hinterkopf (Sehzentrum) und Stirn ( Riechen/Schmecken).
Mein Gesundheitszustand hatte sich dank Reha schon verbessert, bis ich einen Rückschlag am 23.04. hatte. Ich kam mit andauerndem Schwankschwindel, andauernder Übelkeit, starken andauernden Kopfschmerzen, Erbrechen (bis zu 15 Mal pro Tag) und Flimmern sehen ins Krankenhaus. Leider haben die Ärzte nur Krankheiten ausschließen können ( Schlaganfall, Hirnhautentzündung, Thrombose hinterm Auge, Migräne), mir aber nicht sagen können was es ist.
Daraufhin wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen, leide aber immer noch an Flimmernsehen ( Überall sind lauter kleine dunklere und hellere Punkte vor den Augen- alles was ich sehe besteht daraus, sogar wenn ich die Augen zu mache) und an jedem Abend, würge und manchmal erbreche ich mich. Außerdem habe ich nach wie vor Schwindelattacken.
Was kann das sein? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Mir macht vor allem das Flimmern sehen Angst!

Vielen Dank im Voraus
Galateia
 

Mrs. Jinx

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#2
Hallo Galateia,

herzlich willkommen im Forum!

Ich habe durch einen Verkehrsunfall eine Verletzung an der Halswirbelsäule erlitten, die lange unerkannt blieb. Daher kenne ich ähnlich Symptome wie du sie beschreibst.

Wurde deine Halswirbelsäule/ Kopfgelenke denn schonmal untersucht? Denn deine beschriebenen Symptome könnten auch durch ein Problem in diesem Bereich ausgelöst werden.

Liebe Grüße

Mrs. Jinx
 

Sekundant

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#3
Hallo,

Deine Beschwerden, gerade was die Sehstörungen betrifft, sehe ich genauso: unbedingt eine eingehende Untersuchung der HWS anstreben.

4.2.1 Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom)
Das Syndrom bezeichnet alle von der Halswirbelsäule ausgehenden Schmerzen.
Rund ein Drittel aller Wirbelsäulensyndrome sind im HWS-Bereich lokalisiert.
Begleitsymptome können Übelkeit, Drehschwindel sowie Ausstrahlungen in die
Hinterhauptsregion mit Kopfschmerzen, Hör- und Sehstörungen sein.

(Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie von Nikolaus Wülker, Thieme-Verlag)

Gruss

Sekundant
 

Galateia

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#4
Hallo an alle,

vielen lieben Dank für die Antworten.
Ich erlitt bei dem Unfall einen Schädel-Basis-Bruch sowie einen Schädelbruch am Hinterkopf. Allerdings weiß ich nicht, ob die Halswirbelsäule mit untersucht worden ist, da ich bewusstlos war. Werde morgen mal bei der Ärztin anrufen und mich erkundigen, ob die Wirbelsäule geröngt worden ist.
Wie würde man das denn behandeln?

Das ist wirklich eine gute Idee , vielen Dank! Ich mach mir nämlich echt Sorgen...

@ Mr. Jinx: hattest du die Symptome gleich, oder kamen die auch erst nach einer gewissen Zeit?

Liebe Grüße
Galateia
 

Sekundant

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#5
Hallo Galateia,

vielleicht wäre es sinnvoll, mal die gesamten Unterlagen und Berichte anzufordern, damit Du Dir über das Ausmass ein Bild machen kannst.

Ich hatte nach meinem Unfall (ca. 90 km/h in die Leitplanke) massive Erinnerungslücken und war eine komplette Woche total desorientiert. Hab's zwar selbst nicht gemerkt, weiss auch nix davon, aber alle anderen dafür.

Bin wohl beim HA gewesen, dort wurde aber nix gemacht. nach 4 Wo. mit immer mehr Problemen dann zum Orthopäden. Hier wurde auch nur eine HWS-Distorsion (falsch) behandelt.
Auf jeden Fall stellte sich später als ich an der HWS operiert werden musste heraus, dass da mehr kaputt war. Bandscheiben, Bänder zerrissen ... Dass das eine HWS-Fraktur ist, wurde mir erst vor kurzem klar.
Die ganzen "Nebenerscheinungen" wie Sehstörung und was sonst noch alles, hatte ich auch nicht gleich, zumindest habe ich da nicht gleich nach dem Unfall ein Augenmerk darauf gerichtet und hätte es ganz sicher auch nicht mit dem Unfall in Zusammenhang gebracht. Erst 2 Jahre später fragte ein Neurologe danach - dann ist man auch schlauer.

Versuche mal entsprechende Literatur und Literaturhinweise zu finden. Auch mal hier im Forum danach suchen, was HWS, Schleudertrauma, Bandscheiben usw. betrifft. Da heisst es viel lesen. Und die Arztberichte studieren und dann damit abgleichen.


Gruss

Sekundant
 

wurzlpurzl

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687
#6
Hallo,
wegen der Sehstörungen würde ich unbedingt in die Neuroophtalmologie. Das ist eine spezielle Fachrichtung der Augenheilkunde, die sich mit der Neurologie des Auges beschäftigt.
Wegen des Schwindels zu einem Neurootologen, das ist entprechend eine Fachrichtung, die sich mit der Neurologie des Ohres beschäftigt.
Meist beides zu finden ihn größeren Universitätskliniken, aber es gibt zumindest bei den Neurootologen auch niedergelassene HNO-Ärzte, die die Zusatzausbildung Neurootologe haben. Vorsicht ist geboten bei bestimmten Einrichtungen, die es sofort auf die Psyche schieben wollen (z.B. phobischer Schwankschwindel). Daher unbedingt beides abklären lassen.
 

Mrs. Jinx

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233
#7
Hallo Galateia,

einen Teil der Symptome hatte ich unmittelbar nach dem Unfall. Andere Symptome wie z.B. Sehstörungen haben sich dann kurze Zeit später eingestellt. Bei mir war es dann ähnlich wie bei Sekundant. Das richtige Ausmass der Verletzung wurde erst während der OP sichtbar.
Wenn du solch gravierende Kopfverletzungen durch deinen Unfall erlitten hast, wäre es eigentlich unerlässlich gewesen deine HWS gründlich mit zu untersuchen. Kopf und HWS liegen einfach extrem dicht beieinander..... Normale Röntgenbilder sagen da unter Umständen nichs aus. Einige Verletzungen an der HWS lassen sich nicht unbedingt mit konventionellen Röntgenaufnahmen darstellen.
Ich würde auch versuchen an deine Krankenakte zu kommen, um nachvollziehen zu können, was bisher gemacht worden ist.

Bist du zur Zeit noch irgendwo in Behandlung?

Liebe Grüße

Mrs. Jinx
 

Galateia

Neues Mitglied
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Beiträge
24
#8
Hallo an alle,

ich bin ab nächster Woche wieder in der ambulanten Reha ( neuropsychologische Tagesklinik). Diese befindet sich in der Klinik, in der ich stationär lag. Von dort aus wurde ich stationär eingewiesen.
Ich habe heute per Telefon meine Befunde sowohl im Krankenhaus,in das ich bei dem Unfall eingeliefert worden bin( diese war sehr schlecht für mich, da die weder Neurologen, weder Hno-Ärzte noch Augenärzte dort hatten- Alles das was ich gebraucht hätte. Lediglich Chirurgen gab es dort. Trotzdem haben die mich über einen Monat dortbehalten),als auch in der Tagesklinik angefordert.
Ich werde, wenn ich die Befunde habe, einen Termin beim Orthopäden machen.

Sind Neuroophtalmologen in der Schwindelambulanz tätig? Ich habe mir nämlich überlegt mal in eine Schwindelambulanz zu gehen. Was haltet ihr davon?

Vielen Dank euch allen!
Liebe Grüße
Galateia
 

Rudinchen

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2,239
#9
Hallo Galateia,

Neuroopthalmologen sind in Augenkliniken tätig (Uniklinik oder so). Lies hier mal nach:

http://de.wikipedia.org/wiki/Neuroophthalmologie

Wenn die Neuroopthalmologen nichts finden sollten, kann es sein, dass auch Durchblutungsstörungen des Gehirns vorliegen o.a. Es ist nicht leicht, da die passenden Ärzte zu finden. In dem Fall wäre wieder der Neurologe zuständig.

Wenn du eine gute Schwindelambulanz findest, kann das schon hilfreich sein. Dort sind normalerweise auch Neurootologen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Neurootologie

Schwindel kommt oft von der HWS. Durch Wirbelfehlstellungen kann die Durchblutung zum Gehirn gestört sein. Ganz genau sind die Zusammenhänge wohl noch nicht geklärt.

Ganz gut und kurz erklärt wird es hier - und ist evtl auch eine Anlaufstelle für dich:

http://www.hno-mannheim.de/klinik/manuelle-medizin/index.html

Falls du noch Fragen zum Schädel-Hirn-Trauma hast und Erklärungen brauchst, habe ich ganz gute Erfahrungen mit der Hannelore-Kohl-Stiftung gemacht. Du kannst dort anrufen und wirst gut beraten. Viel Erfahrungen auch im HWS-Bereich hat Frau Mosch:

http://www.hannelore-kohl-stiftung.de/rat_hilfe/wir_helfen_ihnen_weiter.html

Ich wünsche dir viel Verständnis und Hilfe in der Reha. Wird denn von dort aus auch eine weitergehende medizinische Abklärung gemacht?

Viele Grüße,

Rudinchen
 

Dr. HWS

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53
#11
Hallo Galateja, ich hatte bzw habe ähnliche Probleme wie du..oder wie auch Sekundant. Das Problem ist das die Verletzungen der Bandscheiben eine Dynamik entwickeln und u.a. erst nach 3-5 jahren sich voll entfalten. Dann heißt es sei degenerativ, sei auf der Hut. Es ist schwierig für wald und Wiesenradiologen die nicht im Alltag speziell mit Wirbelsäulenchirurgie zu tun haben dir weiter zu helfen. Vor allem ist hier Focus auf die oberen Bandscheiben zu legen C1-C4. Bei einen Augenarzt kannst du dir eine Messung des Gesichtsfeldes machen lassen. Hier kannst du möglicherweise Bereiche erkennen, dabei könnte man Durchblutungsstörungen in Betracht ziehen. Würde auf eine Beteiligung des Hirnstamms hinweisen. Was auch Schwindel und das Erbrechen erklären könnte. Angemerkt sei ebenfalls jedes zweite Schädel- Hrintrauma führt zu Hormonellen ausfällen...die nach Jahren erst entdeckt werden. Kopf hoch und viel Glück Dr. HWS
 
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