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Schultertrauma, suche Leidensgenossen

Hoffen

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#1
Liebes Forum,
ich suche nach Leidensgenossen, die mir von ihren Erfahrungen mit Gutachtern von der BG nach einem Arbeitsunfall berichten können. Ich hatte im Mai einen Arbeitsunfall, der bislang auch von der BG anerkannt wurde. Letzte Woche war ich zur Heilverfahrenskontrolle. Die BG will mir nun 3 Gutachter zur Auswahl geben. Schade ist eigentlich, dass die BG sich bisher nicht bemüht hat, meine Schulterverletzung wirklich abzuklären. Eine BG-Ärztin hat nach einer fragwürdigen 10 minütigen "Untersuchung" festgestellt, dass alle Veränderungen rein degenerativ (Schulterenge, Arthrose, Sehnenanriss, subacromialer Sporn etc.) seien. Habe dem sofort widersprechen, kann das an bisherigen MRT-Befunden und Arztbefunden auch belegen. Ein privat von mir hinzugezogener Arzt meint, dass ich eine adhäsive Kapsulitis in Folge des Traumas entwickelt habe und dass das einfach 1 bis 2 Jahre dauern kann. Hat jemand Erfahrungen damit?
Vielen Dank im Voraus! :), bin langsam ratlos, wo das hinführen soll....
 

ptpspmb

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#2
Hallo Hoffen,

willkommen hier imForum!
Leider kann ich dir nicht wirklich weiter helfen, es werden sich aber bestimmt weitere USER melden die sich auskennen!
 

Sekundant

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#3
hallo,

zum verständnis und zu vergleichszwecken eignen sich oftmals fachpublikationen oder dissertationen. vielleicht kannst du damit etwas anfangen. https://edoc.ub.uni-muenchen.de/132/1/Fischer_Claudia.pdf zeigt schon mal, dass eine differenzierung zwischen "idiopathische und eine posttraumatische Form" vorgenommen wird und

Matsen ergänzt diese Definition und definiert notwendige und ausreichende Kriterien für die Diagnose einer idiopathischen Frozen shoulder:

Anamnese:
· Signifikante Einschränkung des Bewegungsumfanges der Schulter.
· Das Fehlen eines Traumas oder einer Schulteroperation.

Körperliche Untersuchung:
· Eingeschränkte glenohumerale Beweglichkeit in allen Ebenen.

Radiologischer Befund:
· Keine degenerativen Knorpelveränderungen.
· Keine pathologischen Veränderungen außer einer Osteoporose.
je nachdem, was die "BG-Ärztin ... nach einer fragwürdigen 10 minütigen "Untersuchung" festgestellt" und begründet hat, lässt sich dies regelmässig nur mit fachlich anderen auffassungen widerlegen lassen.


gruss

Sekundant
 

Hoffen

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#4
Vielen Dank, das hilft schon mal weiter. Weihnachten ist ja auch nicht unbedingt der richtige Zeitpunkt für solche Fragen :). Hoffe ihr hattet alle einen schönen Abend und könnt die Feiertage genießen.
 
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#5
Servus @ Hoffen,

hallo Schulterkollege. Mich hatte es ja vor 1,5 Jahren auch getroffen und Schulter ist immer noch nicht fit. Die BG kann Dir 3 Gutachter nennen, die aber alle so für die BG sinnvoll ausgewählt wurden, dass es für Dich negative Folgen haben wird.

D.H. sehr Auftraggeber freundliche Ergebnisse werden höchstwarscheinlich dabei rauskommen.

Du hast bei BG - Unfällen jedoch das Recht, einen selbst ausgewählten Gutachter zu benennen, den die BG dann auch bezahlen muss.

Trotzdem bin ich der Annahme, dass die BG auf diesen dann auch vor dem Gutachten Druck ausüben wird.

Hatte ich alles leider schon erleben müssen und mein beauftragter Gutachter hatte dann die Diagnose, die die BG ihm vorher schriftlich mitgeteilt hatte, in den Gutachtensbericht geschrieben.

Das heisst, statt einer schweren und langwierigen als auch leicht tödlich verlaufenden Parasitose stand im Gutachten eine lapidare Lebensmittelvergiftung, die nach 3 Tagen folgenlos ausgeheilt sein sollte.

Somit sollte ich dann von heute auf morgen die Verletztengeldzahlungen zurückzahlen und war auf einmal nicht mehr krank.

Ohne vorherige Mitteilung stand dann irgend wann der Zoll Rosenheim vor meiner Türe und sollte mich im Auftrag der BG pfänden.

Dies nur die Kurzfassung. Da ist noch viel mehr passiert.

Deswegen, suche Dir einen Spezialisten als Gutachter aus und gehe unbedingt mit einem fitten Beistand zum Gutachter, der alle Untersuchungen und Gespräche beiwohnen wird und Notizen machen soll.

Ich war zu naiv und war mir so sicher, dass die Befunde so eindeutig sind, dass ich ohne Zeugen zum Gutachten ging. Ich Depp hatte dabei leider auch die Originalunterlagen und Befunde etc. zur Ansicht übergeben und nie wieder zurückerhalten.

Damals hatte mir die Abekra e.V. sehr stark geholfen. Die wurde aber im Laufe der Zeit von der Gutachtermafia so fertig gemacht, dass der Laden schließen musste.

ich kann Dir keinen besseren Rat geben, als am besten mit Fernsehjournalist oder befreundetem Arzt oder etwas Ähnlichem zum Gutachten zu gehen.

Es wird sicher nicht zu Deinem Wohle abgehen.


BTW: wie konnte denn Dein Sehnenanriss diagnostiziert werden? Ich habe seit dem Unfall starke Probleme, den rechten Arm zu heben. Da wird auch irgend etwas an der Sehne passiert sein. Diagnose ist aber sehr schwierig. Was wurde bei Deiner Sehne unternommen?


V.G. und alles Gute

happycamper
 

Hoffen

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#6
Hallo happycamper,
da machst du mir je nicht gerade viel Mut. Gibt es wirklich keine neutralen Ärzte mehr?
Ich habe inzwischen 2 MRT-Untersuchungen (BG) und 2 Ultraschalluntersuchungen (selbst bezahlt) und ungefähr 5 verschiedene Meinungen dazu. Von reinem Verschleiß ohne sichtbare Traumaeinwirkungen, frozen shoulder, traumatische Kapsulitis/Bursitis, Sehnendefekt, Arthrose ist alles dabei. Komischerweise sind die Veränderungen bei den Nachuntersuchungen alle rückläufig. Hatte bis zum Unfall nie Schulterprobleme und konnte anschließend den Arm nicht mehr über 90° heben. Nach Kortisoninjektion ins Gelenk war die Beweglichkeit innerhalb von 2 Wochen fast vollständig zurück, aber ich habe bei bestimmten Bewegungen immer noch Schmerzen, bzw. kann sie nicht durchführen. Habe einen sehr schulterbeanspruchenden Job und Wiedereingliederung ist aufgrund der Schmerzen fehlgeschlagen. Habe auch Angst, dass einfach noch etwas übersehen worden ist. Aber ich fürchte außer den üblichen Standarddiagnosen kennen die Ärzte nichts.
VG und schöne Restweihnachten!
 

Sekundant

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#7
hallo,

du erwähnst bisher nur von einer schulterverletzung, einer HVK und der BG-feststellung, dass Veränderungen rein degenerativ (Schulterenge, Arthrose, Sehnenanriss, subacromialer Sporn etc.) seien. das weitere, wie

Ich hatte im Mai einen Arbeitsunfall, der bislang auch von der BG anerkannt wurde.
gibt ebenfalls wenig her, vor allem welche verletzungen vorliegen und welche verletzungen überhaupt anerkannt wurden. dass der arbeitsunfall als solcher anerkannt wurde, bedeutet nicht, dass auch die daraus folgenden verletzungen (in vollem umfang) anerkannt wurden. sonst würde die BG ja auch nicht in diese gegenposition gehen. vielleicht kannst du aufklären, welche konkreten fragen anstehen und wo die probleme liegen.


gruss

Sekundant
 
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#8
Hallo Hoffen,

ich gebe Dir anbei nur die Informationen, die ich mir so mit Hilfe von vielen netten Forumsmitgliedern erarbeitet habe und was so meine eigenen Erfahrungen sind.

Es kann auch mal vorkommen, dass jemand mit der Gegenseite Glück hat. Aber die Regel ist dies nicht. Versicherungen müssen auf Teufel komm raus sparen. Auf dem Zinsmarkt kann man keine Zinsen mehr generieren und die lieben Vorstände wollen doch auch jedes Jahr ihre Vorstandsgehälter aufstocken. Wenn dann noch eine Aktiengesellschaft im Spiel ist, dann muss natürlich fleissig Dividende ausgeschüttet werden.

Sind also alles wirtschaftlich orientierte Unternehmen. Die BG ganz vorne dabei. Wie sollen denn diese Paläste sonst finanziert werden?

Wenn Firmen dann zwangsweise für die BG einzahlen müssen und im Leistungsfalle letztendlich die komplette Solidargemeinschaft aufkommen muss, dann bleibt da schon ein großer Batzen übrig. der an konforme Ärzte, Funktionäre und dem anderen Gschwerl verteilt wird.

Ganz ehrlich, ich traue aus soooo vielen neg. Erfahrungen einfach so gut wie keinem mehr. Vor allem nicht mehr einer gewissen Opferhilfe e.V.

Ausser der Kapsulitis habe ich ähnliche Diagnosen wie bei Dir. Hatte auch trotz schwerem körperlichen Job nie irgend welche Schulter/Armprobleme. Immer viel Sport gemacht, die genau diese Bereiche fördern. Nie Kontaktsportarten.

Das ist jetzt alles passé.. Kriege den Arm leider auch nicht mehr bis hoch. Frozen Shoulder und das Metall in der Schulder, was stört.
Vor allem aber diese schmerzhafte Sehnenverletzung, die aber bis heute nie genau diagnostiziert werden konnte.

Ach ja, Arthrose habe ich keine. Die wird mir aber bald bestimmt von den Gutachtern reindiagnostiziert (weisst ja, wegen dem schweren Job).

Kortisonspritzen ins AC-Gelenk brachten keinerleih Besserung. Ist ja eher für die Sehnen nicht so gut, da die dann noch brüchicher werden und leichter ausfransen.

Du musst schauen, dass Du bald genügend posts schreibst, damit man Dir einen Private Nachricht schreiben kann. Denn...."Feind liest mit."

Bei mir ist noch die Klavikula recht kompliziert in 4 Teile zerbrochen und der Kram wächst seit 1,5 Jahren nicht mehr zusammen.

Ärzte wissen keine Lösung, bzw. das was mir zur Heilungsbeschleunigung angeraten wurde, kostet viel Geld und zahlt nicht der Gegner oder miene Kasse.

Wie machst du es denn mit dem Schlafen. Einmal umdrehen und das wars mit dem Schlaf, oder?

Bitte gebe mir info, wie Die bei dir den Sehnendefekt diagnostiziert haben und welche Sehne betroffen ist.


Im Schulterbereich sind wir, so glaube ich , gerade die einzig beiden Forumsmitglieder.

Wie lange hat bei Dir die Suche nach einem geeigneten Schulterexperten gedauert? Und taugt der was?

Beste Grüße aus dem Süden.

happycamper
 

Hoffen

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#9
Guten Morgen zusammen,
ich hatte eine heftige Schulter- und Rippenprellung, ab Unfallzeitpunkt konnte ich den Arm nicht mehr heben (erst Prellschmerz, dann Kapselentzündung). Da ich keine 30 mehr bin und immer körperlich gearbeitet habe sind die Sehnen wohl entsprechend, machten aber bislang nie Probleme. V.a. Supraspinatus- und Subskapularissehne sind betroffen (im MRT und Ultraschall zu erkennen). Ein Arzt meinte, Sehen seinen altersentspechend, er sieht keinen übermäßigen Verschleiß. Die Frage ist einfach, ob die bestehenden Schmerzen auf dem Unfall beruhen oder rein degenerativ sind. Habe nach 7 Monaten immer noch einen Erguss und ödematöse Signalveränderungen, alles rückläufig.
 

Sekundant

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#11
hallo,

medizinische folgen und schädigungen sind in "ferndiagnosen" natürlich nicht machbar; zudem dürften hier keine mediziner vertreten sein. aber mglw hilft es weiter, wenn mit den bisherigen diagnosen eine kurze schilderung des unfalls gegeben wird. und wie gesichert ist dein o.g. "adhäsive Kapsulitis" überhaupt?

für PN's sehe ich keinen grund, solange du alles allgemein hältst und keine oder wo notwendig nur cirka-daten verwendest. erstens ist in einem forum die meinung mehrerer gefragt, zudem bringen "zweiergespräche" keinen nutzen für andere, die in vergleichbarer situation lösungen suchen. eine ungefilterte einzelmeinung kann daneben auch einmal auf falsche fährten führen.


gruss

Sekundant
 

Hoffen

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#12
Hallo happycamper,
erstmal danke für deine Tips. Warum kann der Sehenenschaden bei dir nicht diagnostiziert werden? Wurde kein MRT oder Ultraschall gemacht? Kapsulitis reicht, um den Arm nicht heben zu können. Soll ja nach 1 - 2 Jahren ausgeheilt sein. Machst du Krankengymnastik? Wird es wenigstens langsam besser? Nach 1,5 Jahren sollte da doch Land in Sicht sein, oder? Was haben sie dir als Prognose gesagt?
 
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