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Schmerzensgeldfrage nach schwerem Unfall

TinaM

Neues Mitglied
Registriert seit
12 Dez. 2007
Beiträge
24
Hallo,

nach langem Suchen habe ich dieses Forum gefunden und hoffe, daß ich bei Euch Hilfe für meine offenen Fragen finden kann.

Ich habe einen Anwalt der mit aber im Bezug auf meine anstehende Schmerzensgeldforderung nicht richtig weiterhelfen kann sodaß ich überhaupt keine Ahnung habe mit wieviel Geld ich rechnen kann.

Mein Anwalt meint, daß wir zuerst die gegenerische Versicherung mit einem Vorschlag kommen lassen sollten. Ist das so ok?

Also: zur Vorgeschichte:

Im September 2006 hatte ich auf dem Weg aus dem Urlaub in Frankreich einen sehr schweren Verkehrsunfall bei dem ich schwerst verletzt worden bin. Uns ist ein Sattelschlepper in die Beifahrerseite geknallt. Schuldfrage ist geklärt: der LKW-Fahrer ist 100%ig schuld da eingeschlafen.

Unfallfolgen:

- doppelter, kompletter Unterarmbruch rechts mit Nervenschädigung. Diese Brüche wurden am selben Tag in einer OP in Frankreich mit 2 Titanplatten (jeweils Elle & Speiche) und 13 Schrauben fixiert.

- Rippenserienfraktur links (3 Rippen)

- Pneumothorax links

- diverse Schnittverletzungen durch gesplitteres Glas

In Frankreich habe ich drei Wochen gelegen da ich nicht transportfähig war. Nach dieser Zeit hat mich der ADAC nach Hause geflogen wo ich dann in eine weitere Klinik eingewiesen worden bin.

Dort bekam ich einen weiteren Pneumothorax sodaß ich in eine Lungenklinik verlegt werden mußte.

Insgesamt war ich 6 Wochen im Krankenhaus und über 1/4 Jahr arbeitsunfähig geschrieben.

Noch ist unklar ob die Platten entfernt werden können da die Gefahr eines neuerlichen Bruchs bzw. einer Nervenschädigung sehr hoch sind. Vermutlich bleiben die Platten drin solange sie keine Beschwerden machen.

Zudem kann ich seit dem Unfall nicht mehr Autobahn fahren da ich Panik vor LKW's habe. Eine Psychotherapie wird noch angestrebt. Aufgrund der Wartelisten dauert es aber wohl noch einige Wochen.

Nun meine Frage: wieviel bringen die einzelnen Verletzungen an Schmerzensgeld? Ich möchte mich nicht über's Ohr hauen lassen denn die psychischen und physischen Schäden werden mich mein Leben lang begleiten.

Es wäre schön wenn ich bei Euch Tipps bekommen könnte! Ganz lieben Dank im voraus.

Viele Grüße
Tina
 

Ariel

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Hallo TinaM,

Herzliches Willkommen im Forum!

MM zu deinem Vortrag:
Es ist nicht alles, was du an Beschwerden hast/haben kannst, es fehlen noch einige, eigentlich die wesentlichsten, die entweder von Dir nicht genannt sind, oder bei der Diagnosestellung weggelassen wurden.
Die Beschwerden, die bei solch einem Unfall auftreten müssen, haben auch keine so lange "Wartezeit"!
Oder der ganze Vortrag stimmt nicht!

Gruß Ariel
 

TinaM

Neues Mitglied
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[q

Was meinst Du damit, daß Beschwerden bei der Diagnosestellung nicht genannt worden sind? Ich kann Dir nicht ganz folgen.

Und die "Wartezeit" verstehe ich nicht. Sorry, aber irgendwie stehe ich wohl grad auf der Leitung.

Deinen letzten Satz überlese ich einfach mal.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Hela

Nutzer
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31 Mai 2007
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152
Hallo Tina,

grade heute wurde auch über der Höhe des Schmerzensgeldes gepostet.
Hier kannst du was darüber lesen:

http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?t=1753

Zu dem was dein Anwalt sagt bezüglich des Vorschlages von der gegnerischen Versicherung über der Höhe des Schmerzensgeldes wäre ich skeptisch. Oder sich auf sehr langes Warten einstellen.
Da es sich um Tausende von Euro Unterschied handeln könnte, würde ich mir ein RA-Wechsel überlegen.

Viel Erfolg,
Hela
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo Tina, und alle echt Betroffenen eines solchen oder ähnlichen Unfalles,

Es geht um folgenden Unfallablauf, und diesen Verletzungen durch solche einen Unfall!
Im Moment bin ich mir nicht sicher, ob ich dazu noch was schreiben muss, oder ob hier nicht jedem echt Betroffenen was auffällt.
Uns ist ein Sattelschlepper in die Beifahrerseite geknallt. Schuldfrage ist geklärt: der LKW-Fahrer ist 100%ig schuld da eingeschlafen.
Unfallfolgen:
- doppelter, kompletter Unterarmbruch rechts mit Nervenschädigung. Diese Brüche wurden am selben Tag in einer OP in Frankreich mit 2 Titanplatten (jeweils Elle & Speiche) und 13 Schrauben fixiert.
- Rippenserienfraktur links (3 Rippen)
- Pneumothorax links
- diverse Schnittverletzungen durch gesplitteres Glas
Das weitere kann jeder selbst nachlesen.

Es geht mir hier nicht darum, ob nun dieser Vortrag richtig oder anders ist.
Es geht mir darum, dass echt Betroffene lesen, hören oder sehen müssen, was das eine sein soll und das andere nicht sein sollte/kann.

Auch wenn es nun klingt, wie in einer Ratestunde, ich möchte hier nicht wie eine hängende Schallplatte, alles immer wieder und ständig wiederholen.

Wem auffällt, was da nicht stimmt (in dem Zitat), der/die möge sich bitte äußern.

Außerdem, was sind das für Anwälte, die nicht einmal mit ihren Mandanten, von denen Sie Geld bekommen, über die Schmerzensgeldfrage diskutieren! Den würde ich auch wechseln!

Gruß Ariel
 

j_e_n_s

Erfahrenes Mitglied
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6 Feb. 2007
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Hallo Tina,

wenn der Anwalt selbst keine Ahnung von der Schmerzensgeldhöhe hat, wie berechnet der dann sein Honorar? Und dies richtet sich nun mal nach dem Gegenstandswert, ist eine Wertgebühr gemäß § 13 RVG.

Hab aus eigener Erfahrung kennengelernt, das Anwälte gern die Mdt. mit einbeziehen. Aber bestimmt nicht bei der Streitwertfrage. Der Streitwert wird bei Schmerzensgeldzahlungen meist höher angesetzt als effektiv zu erwarten ist. Dementsprechend hoch sind dann auch die Gebühren.

Gruß Jens
 

TinaM

Neues Mitglied
Registriert seit
12 Dez. 2007
Beiträge
24
@Ariel: Meinen Fall habe ich oben geschildert. Evtl. Unterstellungen werde ich hier nicht akzeptieren da es sich um Tatsachen handelt.

Schade, daß ich - als Hilfesuchende - im Prinzip hier als "Lügnerin" dargestellt werde :eek:

@all: Danke für die beiden anderen Tipps.

Dieses Forum hat sich jedoch leider für mich erledigt da ich mit solchen direkten und indirekten Anschuldigungen nicht gerechnet habe.

Tschüss
Tina
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Siegfried21

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Hallo,

mir fällt hier im Forum schon seit längerem auf, dass "““manche““" Personen statt erstmal alle Energie und Kraft in ihre Genesung zu investierten, noch halb im Krankenstand, schon nach Schmerzensgeld schreinen wie viel, wie viel.

Natürlich muss Unrecht und Verletzungen entschädigt werden. Dennoch kann man nach ein paar Monaten noch nicht genau sagen, was vom Unfall bleibt und was die Zukunft bringen wird.

Wenn mann dann den Personen eine reale Summe nennt, dann fallen sie oft aus allen Wolken. (leider haben wir nicht die Verhältnisse wie in Amerika)

Es ist halt nun so, dass man auch mit schweren Verletzungen hier in Deutschland, nicht mit Schmerzensgeld überhäuft wird.

Dann ist es auch schwer eine verbindliche Schmerzensgeldsumme zu nennen, da es wie die Spezialisten hier im Forum wissen, auf verschiedene Faktoren ankommt.


Grüße


Siegfried21
 

Hela

Nutzer
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152
?

Hallo Siegfried,

eigentlich habe ich nicht verstanden, was du mit deinem Beitrag sagen wolltest?
Woher willst du wissen ob diese Personen „erstmal alle Energie und Kraft in ihre Genesung zu investierten“?
Vielleicht kann man das nicht 24 Stunden am Tag machen. Ich finde nicht schlimm, wenn jemand 1 Jahr nach dem Unfall die Frage nach dem Schmerzensgeld stellt.

Wenn mann dann den Personen eine reale Summe nennt, dann fallen sie oft aus allen Wolken. (leider haben wir nicht die Verhältnisse wie in Amerika)
Das habe ich nicht so wahrgenommen. Es ist eher so, dass den UO irgendwelchen lächerlichen Summen sogar von den Anwälten genannt werden.

Dann ist es auch schwer eine verbindliche Schmerzensgeldsumme zu nennen, da es wie die Spezialisten hier im Forum wissen, auf verschiedene Faktoren ankommt.
Genau, deshalb tut das hier auch niemand. Aber wenn jemand neu ins Forum kommt, kann er das nicht wissen.

Aber was die UO wissen sollten, man kann auch ein Vorschuss bekommen. So lange ich warte bis alle Faktoren, die die Höhe des Schmerzensgeldes ausmachen, bekannt sind, kann ich schon ein Paar Euro Zinsen auf meinem Konto ansammeln.

Viele Grüße,
Hela
 

Tucson

Mitglied
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@Siegfried
Ich denke, dass eine Frage nach dem Schmerzensgeld völlig normal ist. Wer hatte vor seinem Unfall schon einen Unfall und somit Erfahrungen. Mich hatte es damals auch brennend interessiert. Heute weiss ich, dass keiner hier eine genaue Aussage treffen kann.

@Ariel
Wem auffällt, was da nicht stimmt (in dem Zitat), der/die möge sich bitte äußern.
Leider hat sich niemand geäußert. Ich konnte auch nichts erkennen, bitte kläre mich auf.

Grüße
Tucson
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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2,698
Hallo Tucson,

Zitat von Tucson;26417[/COLOR:
Leider hat sich niemand geäußert. Ich konnte auch nichts erkennen, bitte kläre mich auf.
Wenn sich die echt Betroffenen nicht äußern, dann sollte ich dies vielleicht besser auch unterlassen. Listen lassen sich beliebig erweitern, mit den richtigen Tipps .... .
Im Nachhinein ist mir noch aufgefallen:
Trotz des schweren Unfalls, wie angegeben, hat TinaM keine Beschwerden nur aufgezählte Verletzungen, mit Ausnahme, dass sie panisch vor LKW reagiere.

Vielleicht sollten wir einen neuen Themenbereich aufmachen: "Schmerzensgeldkatalog", das wird großen 'run' haben.

Wenn ich an meinem Arbeitsplatz am Schreibtisch sitzen würde, und über die Höhe eines Schmerzensgeldantrags entscheiden sollte, dann zähle ich auch nur die Verletzungen auf, und was sonst so abgelaufen ist, was aus dem Bericht ersichtlich ist.
Jedoch als echt Betroffener erzähle ich von meinen Verletzungen Beschwerden, Problemen ... usw.


Hallo TinaM,

kann in meinem Beitrag nichts finden, was dich als Lügnerin hinstellt, habe ich da schlafende Hunde geweckt?

Zitat von TinaM;26402[/COLOR:
Schade, daß ich - als Hilfesuchende - im Prinzip hier als "Lügnerin" dargestellt werde
Ich bin es gewohnt, dass sich "entdecktes" Opfer zurückereifert, statt richtig zu lesen.

http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?p=21197&highlight=frido#post21197



Wenn du anfangs richtig gelesen hättest, dann hätte mein Beitrag dir einen Nutzen gebracht.

Gruß Ariel
 

TinaM

Neues Mitglied
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12 Dez. 2007
Beiträge
24
[edit Joker: bitte nicht immer den vorhergehenden Beitrag zitieren, dies macht das Forum sehr unübersichtlich; Fullquote daher gelöscht!]

Hallo Ariel,

eigentlich werde ich meinen Prinzipien nie untreu aber hier mache ich eine Ausnahme. Ich lasse es einfach nicht zu, daß ich als UO hier auf ungerechtfertigte Anschuldigungen treffe!

Auch wenn es infantil klingen mag: frag' mich doch einfach was Dir an meiner ersten Schilderung der Beschwerden und/oder des Unfalls nicht "gefallen" hat.

Ganz ehrlich: ich habe keine Lust diesen ganzen Kram der mit dem Unfall zu tun hatte (Unfallablauf, Krankenhausaufenthalt in Frankreich, Rücktransport usw) hier lang und breit zu schildern. Diese Erinnerung geistert oft in meinem Kopf rum aber irgendwann möchte ich es schaffen, daß sie in der Versenkung verschwindet. Daher wollte ich es hier nicht nochmals aufwärmen sodaß ich einen "groben Überblick" gegeben habe.

Es geht mir 1. Fakt um die Tatsache, daß ich wissen möchte was mein Anwalt bei der gegenerischen Versicherung einklagen kann! Ich habe lange gegoogelt aber nirgendwo zufriedenstellende Aussagen gefunden.

2. Fakt ist, daß ich mich von der Versicherung nicht über den Tisch ziehen lassen will.

3. Mit ist großes Leid durch den Unfall entstanden und es wird nie wieder so werden wie es vor dem 13.09.2006 gewesen ist. Dafür möchte ich eine Wiedergutmachung haben die ich - meine einzige Möglichkeit - in einer Geldsumme ausgedrückt haben will.

Ist das alles falsch Wohl kaum!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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