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Richterin hat sich schon Urteil gebildet

nessa

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
373
#1
Hi @ all,

meine Mum hat bald ihren " 1. Gerichtstermin" vor dem Sozialgericht....und das nach beinahe 14 Jahren.
Die Richterin hat in einem Schreiben über das "Gutachten" bereits mitgeteilt, das sie sich schon ein Urteil gebildet hätte und mit dem Gutachter konform geht.
Der Gutachter ist allerdigs auch ein behandelnder Arzt meine Mum und hat so ein grottenschlechtes Gutachten geschrieben.
Als seine Patientin hat er den Unfall nie angezweifelt,,ganz im Gegenteil. Selbst in seinem letzten Arztbericht schrieb er über eine Verschlechterung und falls operiert werden würde, wäre meine Mum schwerstbehindert.
Meine Mum nimmt monatlich 11000 mg Morphin ein und all das weiss dieser Arzt.
Wir können es nicht verstehn.
Habt ihr einen Ratschlag wie sie sich vor Gericht verhalten soll?

Vielen lieben Dank

glG i.A. Nessa
 

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
7,586
Ort
Berlin
#2
Hallo Nessa,
da Euch das Gutachten auch vorliegt habt Ihr hoffentlich den Gutachten laden lassen...
Dann muß man ihn mit seinen eigenen Aussagen konfrontieren, die im Widerspruch zum jetzigen Gutachten stehen.
Immer schön sachlich bleiben und ohne Emotionen die Widersprüche aufzeigen.
Ein Gutachten kann in sich vollkommen schlüssig und nachvollziehbar sein und trotzdem vollkommen an der Realität vorbei. Deshalb ist es wichtig, die Widersprüche aufzuzeigen, zumal der Arztauch andere Aussagen getätigt haben soll...

Gruß von der Seenixe
 

nessa

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
373
#3
Liebe Seenixe,

wie immer ist auch der Gutachter geladen. Das absurde bei dem Ganzen ist ja, das er ein behandelnder Arzt meiner Mum ist-. Er selbst hat bei meiner Mum eine sehr schwierige OP gemacht (Sehnentransfer von Brust - und Rückenmuskel). Nie hat er Zweifel erhoben, daß es nicht vom Unfall kommt.
Der D-Arzt der meine Mum nach dem Unfall behandelte und das 1. MRT erstellen ließ, erkannte darauf sofort die Problematik und war und ist bis heute der Meinung, das die Verletzungen Unfallkausal sind. Das hat er jetzt auch schon zum xtenmal an das Gericht geschrieben.
Wo sollen denn auch die Verletzungen sonst herkommen. In all den Jahren vor dem Unfall hatte meine Mum nie was an den Schultern, kann man auch am Krankheitsverlauf der Krankenkasse sehn. Ich frage mich wirklich was das soll.
Hab vielen Dank

glG i.A. Nessa
 

Sonnenschein56

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1 März 2018
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31
#4
Hallo Nessa,

als für mich ein Gutachten beauftragt wurde hat man mich darauf hingewiesen dass ein Arzt der mich behandelt hat kein Gutachten für mich erstellen darf. Mein Orthopäde durfte zwar eine Stellungnahme abgeben, jedoch kein Gutachten machen.

Das finde ich jetzt komisch. Das Gericht weiß doch durch das Gutachten dass dieses der Fall ist.

Grüße

Sonnenschein56
 

Sekundant

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#6
hallo Nessa,

eine frage: wer bitte hat einen behandelnden arzt als sachverständigen beauftragt? etwa das gericht?

wenn zeitlich möglich, fordere über die praxis/das KH die vollständigen behandlungsunterlagen an, also alle befunde, dokumentation, schreiben etc. und versuche hier widersprüche zu erkennen. gibt es vll noch andere mitbehandelnde ärzte/kliniken, von denen du unterlagen bekommen könntest?


gruss

Sekundant
 
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