• Herzlich Willkommen beim Forum für Unfallopfer, der größten Gemeinschaft für Unfallopfer im deutschsprachigen Raum.
    Du besuchst unser Forum gerade als Gast und kannst die Inhalte von Beiträgen vieler Foren nicht lesen und so leider nützliche Funktionen nicht nutzen.
    Klicke auf "Registrieren" und werde kostenlos Mitglied unserer Gemeinschaft, damit du in allen Foren lesen und eigene Beiträge schreiben kannst.

Rentengutachten-Merkwürdigkeiten

nightwalker

Sponsor
Registriert seit
18 Sep. 2006
Beiträge
486
Ort
Jenseits von Eden
Hallo zusammen,

habe Ende Juni einen EU-Rentenantrag gestellt und
dabei natürlich auch alle behandelden Ärzte angegeben, Unfallversicherungsträger...
Laut Rentenstelle hieß es, dass im Vorfeld keine vorhandenen Gutachten und sonstiges mitgeschickt werden müsste, da die Rentenversicherung
alle nötigen Befunde zwecks Ermittlung anfordert.

Anfang Juli wurde der Gutachter samt Adresse benannt (was ja eigentlich normal ist), und nun habe ich die Einladung zum Gutachten
in zwei Wochen unter einer anderen Adresse in einer Anwaltskanzlei erhalten (Hinterhofgutachten?).
Dazu solle ich noch alle vorhandenen Krankenunterlagen,
RÖ_Aufnahmen mitbringen
(Die Unfälle sind Anfang der achtziger Jahre passiert, sodaß die Aktenberge mehr als groß sind).

Ich habe heute mit der Rentenberatungsstelle telefoniert, mich beschwert, nach Aufklärung verlangt, da ich nicht gewillt bin mich auf eine
dubiose Nummer einzulassen.
Erst sollte ich den Sachverhalt mit der Anwaltskanzlei klären (von wegen, habe ich diese Gutachtennummer in Auftrag gegeben?, und klargestellt
das dieses von deren Seite zu erfolgen hat, was die aber auch nicht wollten).
Es stellte sich dann noch nach diversem Bohren heraus, dass
der Arzt gar keine Unterlagen von mir hat, und die Rentenversicherung
auch nichts von irgendeiner aufgeführten Stelle angefordert hat.
Es kam auch noch der Hinweis, dass ich alle Berichte zuzusenden habe,
und mich die Rentenstelle falsch beraten hätte?
Das Ganze war so suspekt, und da man mich nicht abwimmeln konnte,
soll ich den Einwand schriftlich vorbringen, damit dann ein neuer
Gutachter benannt wird.

Ich habe seit über 26 Jahren die dollsten Dinger miterlebt, wie viele von Euch und ständig kommt etwas neues dazu, aber bei bei keinem Gutachten ist es je so gewesen, daß ein Gut oder Schlechtachter keine Unterlagen von mir hatte (meistens haben die im Vorfeld lange gebraucht um sich durchzuarbeiten).

Gibt es medizinische Gutachten ohne Praxisräume,
Was wurstet sich die Rentenversicherung da eigentlich zusammen,
habt Ihr vergleichbares erlebt?

Gruß vom nightwalker
 

nadisha

Nutzer
Registriert seit
11 Juli 2007
Beiträge
5
Hallo Nightwalker,

bist Du bei der VDK Mitglied in Deiner Region
...die VDK kann ich nur empfehlen die habe mir weitergeholfen und die können Dir auch sagen ob Du einen Gutachter ablehnen kannst oder nicht.
Viele Gutachter sind nicht unabhänig sondern sind beim Rententräger mit aufgehangen, also nicht unabhänig!

Hoffe ich konnte etwas helfen

Gruß nadisha
 

nightwalker

Sponsor
Registriert seit
18 Sep. 2006
Beiträge
486
Ort
Jenseits von Eden
Hallo nadisha,

bin bereits langjähriges Mitglied bei der VDK, aber soviel halte ich nicht mehr von denen, und lasse mich seit etlichen Jahren lieber im Problemfall vom Anwalt für Sozial und Medizinrecht vertreten.

Meine letzte Klage ist erst Ende letzten Jahres abgeschlossen worden,
und ich möchte eigentlich nicht im Vorfeld den Anwalt einschalten.

Trotzdem Danke
Gruß nightwalker
 

nightwalker

Sponsor
Registriert seit
18 Sep. 2006
Beiträge
486
Ort
Jenseits von Eden
Hallo,

meine schriftliche Ablehnung des Rentengutachters war erfolgreich,
und mir wurde schnellstens eine neue Gutachterpraxis
mit zwei Medizinern benannt. Termin habe ich auch schon.
Es geht nicht hervor welcher nun das Gutachen erstellen wird,
obwohl im Normalfall eigentlich nur einer beauftragt werden dürfte, oder?
Ansonsten lasse ich jetzt alles auf mich zukommen...

nightwalker
 

daexx

Mitglied
Registriert seit
16 März 2007
Beiträge
76
Ort
Berlin
hi nightwalker,

lol, das kommt mir unheimlich bekannt vor.... die mätzchen der bfa, ich glaube die wissen selber nicht was sie so den ganzen tag lang machen *gg

"o-ton" einer mitarbeiterin der bfa, lange genug nerven, dann spuren 'wir'

allen betroffenen und allen -noch nicht- betroffenen,

nerven behalten....

LG
Daexx:rolleyes:
 

daexx

Mitglied
Registriert seit
16 März 2007
Beiträge
76
Ort
Berlin
hi,
heute erhielt ich dann ein schreiben der , wie die sich jetzt nennen, deutsche rentenversicherung bund' ein schreiben, in dem diese mir mitteilt, dass mein widerspruch ( es wahr mein antrag auf reha) abgeschlossen sei! nach über 3 monaten. Toll: jetzt wurde das ganze an die widerspruchstelle der deutschen rentenversicherung bund abgegeben, die dann die entscheigung erstellen werden. O_ton: diese entscheigung bitten wir abzuwarten. AHA, soso. ich warte und, am liebsten wäre es wohl ich würde mich auflösen, hihi, nö, ich werde dann einen antrag auf kur stellen! ganz davon abgesehen, ich finde das wirklich nicht witzig.

LG
Daexx:cool:
 

nightwalker

Sponsor
Registriert seit
18 Sep. 2006
Beiträge
486
Ort
Jenseits von Eden
Hallo Daexx,

leider ziehen sich die Ermittlungen oftmals lange und nervenaufreibend hin, und wir als Betroffene können zusehen,
wie wir uns dagegen zur Wehr setzen.
Solche Briefe sind immer ein Tageshighlight,
und es ist nicht einfach gelassen zu bleiben.
Gegenüber diversen Versicherungswitzen versagt auch bei mir der Humor.

Mein Begutachtungstermin hat sich nun kurzfristig verschoben,
was mich gar nicht wundert, denn ich habe so eine Vermutung.

Also, Dir Viel Glück und Durchhaltekraft
nightwalker
 

natascha

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
19 Feb. 2007
Beiträge
1,269
hallo Bfa geschädigter oder wie sich der volksverdummerladen jetzt nennt, die unterscheiden sich in nichts von den vers. und bg angelegenheiten, die arbeiten hand in hand.
lese du bist ein schlaues mädchen-junge laß dich von denen nicht für dumm verkaufen beantrage sachverständigengutachten und benenne gleich welche deiner wahl.
nicht telefonisch anfragen , alles schriftlich und laß dir jeden vorgang bestätigen die rechtsgrundlagen findest du hier oder im internet.
und immer unter fristsetzung vorgehen bei denen, da verstaubt sonst die akte bzw. sie zersetzt sich so wie die arbeiten zu kompost.

und stelle immer verschlimmerungsantrag dazu, das erfordert ohnehin neue befunde und gutachten,
laß deine tasten arbeiten, beglück die deutsche rentenversicherung bund mit deiner mitgliedschaft. mach ihr eine freude.

vg von der kleinen natascha
 

daexx

Mitglied
Registriert seit
16 März 2007
Beiträge
76
Ort
Berlin
hallo natascha,
ich gehe davon aus, das du mich damit gemeint hast.

wenn ja, wie böse muss mensch als "versicherter" eigentlich werden, damit einem 'recht' geschieht?

manchmal würde ich am liebsten pausenlos auf den boden kotzen!

doch tenor alle zeit bleibt: wer aushält der gewinnt, ..... doch mit welchen konsiquenzen!

dieses immer im auge hält

ganz liebe Grüße
dein
DAEXX
 

nightwalker

Sponsor
Registriert seit
18 Sep. 2006
Beiträge
486
Ort
Jenseits von Eden
Ablehnung

Hallo zusammen,

nun geselle ich mich auch zu denen,
die eine Ablehnung der DRV erhalten haben.

Habe ich etwa etwas anderes erwartet?
Nein, denn aus meinen tatsächlich vorhandenen komplexen Kniebinnenschäden...
wurden die Restbeschwerden nach Kniebinnenschaden mit Funktionseinbußen (also ohne jegliche Auswirkung).
So verdreht sieht die Materie schon ganz anders aus.
Mit dem Rest bin ich in der Lage mindestens sechs Stunden (also acht)
ohne Einschränkung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt jede Tätigkeit auszuüben, die es gibt.

Hierbei möchte ich nur kurz erwähnen, dass ich nur sehr schlecht,
mit Schmerzen, zwei Gehstöcken und Orthesen (die die instabilen Reste zusammenhalten) gehen kann...
Das hätte zumindest bei der Begutachtung auffallen müssen, was es auch ist.
Eine Hörschädigung habe ich nicht, es wurde in meinem Beisein diktiert,
aber wahrscheinlich felhlte mal wieder die Kassette).

Also Möbelpacker, Dachdecker, Ballerina, Seiltänzer... kein Problem mehr.
Sollte mir dazu noch was einfallen?
Ja, ich möchte diesen geistig minderbemittelten Bescheid anprangern:mad:,
indem man sich über die Schwerbehinderung eines Menschen lustig macht.

Natürlich ist das Gutachten zwecks Einsicht und Widerspruch
nicht mitgeschickt worden, und jetzt geht es zum Anwalt.

nightwalker
 

anaconda

Mitgliedschaft beendet
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
346
Hallo,
um die Einspruchsfrist zu wahren, musst Du nach Zustellung innerhalb von
4 Wochen Widerspruch einlegen - kannst Du auch ohne Anwalt, jedoch mit dem Hinweis>Begründung wird nachgereicht< und dann hast Du Zeit für Deinen Anwalt.
Jeder Rentenantragsteller muss damit rechnen, dass ein ablehnender Bescheid der DRV erfolgt - dann bleibt nur noch der Klageweg offen.
Warte ab, bald beginnt das Jahr 2008 - und dann erfolgt die Zwangsverrentung

anaconda
 

nightwalker

Sponsor
Registriert seit
18 Sep. 2006
Beiträge
486
Ort
Jenseits von Eden
Hallo anaconda,

wollte auch erst alleine Widerspruch einlegen,
aber ich habe beschlossen, daß ich mir die Mühe sparen kann.
Wenn der Anwalt übernimmt, kann gleich alles aus einer Hand erfolgen,
bedeutet für mich etwas weniger Stress,
da der Weg wieder ein weiter ist, steinig und schwer.

Ja, es muss an meiner Aura liegen,
ich rechne immer mit negativen Bescheiden der Behörden,
und bin bisher auch noch nicht enttäuscht worden.
Wie wäre es an dieser Stelle mit nem Job als Hellseher?
2008 kann nur besser werden!

Gruß
nightwalker



"Schon lange schwimme ich gegen den Strom, und je mehr man versucht mich herunter zu ziehen, desto kräftiger werden meine Schläge."
 
Top