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Reitunfall

reiterlein

Neues Mitglied
Registriert seit
16 Mai 2012
Beiträge
14
Hallo liebe Foris,

ich bin neu hier und brauche mal eure Einschätzung.

Derzeit läuft ein Rechtsstreit wegen eines Reitunfalls meines Sohnes.

Ich würde das gerne hier von euch einschätzen lassen, was die Haftung, die Folgen, das weitere Vorgehen etc angeht, habe allerdings etwas Bedenken, das hier alles öffentlich auszubreiten.

Inwieweit kann einem das später (im juristischen Fortgang der Sache) zum Nachteil gereichen? Selbst wenn ich keine Namen etc nenne, kann man die Angelegenheit durch entsprechenden Suchen finden.

Oder bin ich da gerade etwas paranoid?

Freue mich sehr auf eure Hilfe und Tipps.


LG
 

Kasandra

Sponsor
Registriert seit
28 Sep. 2006
Beiträge
6,943
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Irgendwo im Nirgendwo
Hallo Reiterlein,

so richtig kann man nicht auf Deine Frage antworten, weil Du etwas schwammig schreibst.

Wie ist der Stand der Klage?

Was für Verletzungen hat Dein Sohn?

War der Unfall privat? -> gibt es entsprechende Versicherungen des Pferdebesitzers?

War der Unfall beim Reitunterricht? -> dann ist Dein Sohn über den Verein versichert.

Ist der Unfall Eurer PUV gemeldet?

Um so konkreter Du wirst, werden sicherlich Deine Fragen auch besser beantwortet.

Viele Grüße

Kasandra
 

ironman13/08

Erfahrenes Mitglied
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24 Aug. 2009
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2,088
Hallo Reiterlein,

ich kann mich Kasandra nur anschließen.

ich verstehe das du möglichst wenig preisgeben willst, doch das weitere Vorgehen kann dir niemand raten, der nicht weiß was der Stand der Dinge ist.
Aber keine Angst. paranoid bist du deshalb nicht:D

Schreibe relativ allgemein gehalten, ohne besondere Ortsangaben, z.B. " in der Reithalle..." diese gibt es zigtausend Mal, daraus kann keiner erkennen wer du bist.

Wenn später persönliche Details wichtig werden sollten kannst du PN's schreiben, wenn du 25 Beiträge verfasst hast. Nur zu, das geht schneller als man denkt:)

Ich hoffe deinem Sohn geht es inzwischen wieder einigermaßen gut.

VG
Gitti
 

astoria

Erfahrenes Mitglied
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Hallo Reiterlein,

da ich selber Reiter bin und auch Unterricht erteile, kenne ich diese Materie recht gut.

Aber ohne genaue Informationen zum Unfallhergang, ob privat, bei privatem Unterricht, beim Vereinsunterricht, eigenes Pferd, Reibeteiligung, Schulpferd, kann man die Sache nicht einschätzen und auch nicht helfen.

Gib uns diese Informationen ganz allgemein. Da passiert nichts.

Es gibt so viele Reitunfälle, ihr seit also keine sofort wiedererkennbarer Einzelfall.

Nur Mut

LG
astoria
 

jangun

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664
Hallo reiterlein und Herzlich Willkommen im Forum für Unfallopfer!
Wir hatten gerade vor einigen Tagen eine Diskussion zum Thema Datenschutz und Öffentliche Beiträge (Patientenrechte) im Forum.
Wie die anderen schon geschrieben haben, kannst Du ruhig die Sachlage hier darstellen. Mir ist bislang noch nichts bekannt, wodurch es durch Schilderungen des Unfalls zu Problemen mit Versicherungen in diesem Forum gekommen ist.
Es kommt natürlich darauf an wie man schildert, wenn man explizit "Ross und Reiter" beim Namen nennt, können Sachbearbeiter es hier nachlesen, das ist möglich.;)

Wie weit seit ihr denn, gab es schon eine Verhandlung, ist es ein guter Rechtsanwalt?

Gruss Jan
 

Hollis

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Paranoide Schizophrenie

Hallo,

das meine ich auch. Stationärer Psychiatrischer Aufenthalt für eine Studie im Zeitraum vom 29.11.2010 bis zum 08.12.2010.


Zitat von Abschlußbericht Psychatrie:
...
Diagnosen:
Paranoide Schizophrenie (ICD-10:F20.0
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10:F45.4
...
Aktuelle Anamnese:
Die stationäre Aufnahme von Herrn P. erfolgt elektiv mit dem Ziel einer Studienteilnahme...
...
Suzizid Anamnese:
2005: passiver Lebensüberdruss mit Idee, sich die Pulsadern zu eröffnen, nicht durchgeführt
2007: passiver Lebensüberdruss mit Idee, einen Unfall zu provozieren; nicht durchgeführt
...

paranoide Schizophrenie
ist z.B. wenn Du denkst Deine Nachbarn oder einige würden schlecht über dich reden. Könnte man auch auf das Forum beziehen - als Vergleich. Oder jemand hat böse Absichten mit Dir!

2007: Suizid gehörte dazu, weil ich das hier im Forum mal gelesen hatte - aber die Gedanken gingen mir schon tatsächlich durch den Kopf - besonders wenn ich unter Streß stand und ich an meine Gesetzlichen Unfälle in der Vergangenheit dabei denken muß.

gruß

Hollis
 

reiterlein

Neues Mitglied
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16 Mai 2012
Beiträge
14
Bis auf den letzten Beitrag verstehe ich eure Fragen und Anmerkungen.

Also dann:

Es war ein Unfall mit einem Pferd, welches wir ausprobiert haben, wegen evtl Kauf.
Details zu dem Tier waren abgestimmt, alles passte. Es sollte besonders geeignet für Kinder sein. Mein Sohn hatte genügend Reiterfahrung.
Nach dem Vorreiten war alles ok, darum hat mein Sohn dann selbst geritten. Es gab Vorgaben, die wir ihm gemacht haben, die wurden auch eingehalten.
Besitzerin war zu der Zeit aus der Reithallte gegangen! Was für mich ein wesentlicher Punkt ist.

Dennoch "rastete" das Pferd plötzlich aus, galoppierte unkontrollierbar herum und es kam zum Sturz. Dabei brach sich mein Kind den Oberarm, Bruchstücke waren verschoben. Dennoch wurde es konservativ behandelt. Alles verheilte innerhalb von etwa 6 Wochen gut.
Der Arm ist allerdings seitdem verkürzt. Ein Gutachten wurde noch nicht erstellt.

Der Unfall ist nun einige Zeit her, wir haben nach etwa 1,5 Jahren eine bekannte RA Kanzlei kontaktiert.
Alles läuft seitdem recht schleppend. Ansprüche wurden geltend gemacht, ein Gutachter hat sich die Gegebenheiten angeschaut (was da wohl nach fast zwei Jahren noch zu sehen war?) und die HPV des Pferdes hat Schadenersatz etc erst mal abgelehnt.

Ich habe sehr viele Details beisteuern können, inkl genauer (Original)-Angaben über das Tier, Reiterfahrung des Sohnes, KH Berichte, Arztberichte, Gesprächsinhalte, Zeugen etc.

Die PUV haben wir in der ganzen Sorge um das Kind leider nicht rechtzeitig informiert.:mad:

Nun laufen bald die drei Jahre ab, innerhalb deren man Ansprüche geltend machen kann. Der RA ist schwer zu erreichen. Auf die Frist habe ich noch mal aktuell hingewiesen, hoffe aber, dass da alles notwendige läuft.

Ich bin rechtsschutzversichert. Die VS hat eine Kostenübernahme inkl Klage zugesagt.

So, und nun ihr.

Haben wir da überhaupt eine Chance auf Schmerzensgeld? oder Schadenersatz? Oder was wäre da angebracht?

LG und Danke
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Hallo reiterlein,

ich würde auch jeden Fall die PUV SOFORT anschreiben und alles erklären.

Keine Stunde warten, vielleicht habt Ihr Glück.

Viele Glück
Kai-Uwin
 

sab

Erfahrenes Mitglied
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27 Dez. 2009
Beiträge
155
Hallo,


ich versuchs mal auf die schnelle und allgemein; die Frage, ob der Eigentümer des Pferdes haftet - bzw. präziser wofür er haftet - richtet sich danach, ob es sich bei dem Pferd um ein Luxuspferd oder ein Nutztier handelt. Bei ersterem haftet er (im Prinzip), bei letzterem nur sehr eingeschränkt. Bei letzterem müsste er nur nachweisen, dass er allgemeine Sorgfaltspflichten eingehalten hat. Die Beurteilung hiervon hängt mehr oder minder davon ab, ob da sPferd - bzw der Verkauf des Pferdes - mit zur Bestreitung des Lebensunterhaltes dient.

Das ist jetzt so die allgemeine Linie, Details können natürlich die beurteilung des Einzelfalls verändern. Was hat Euner RA Euch erklärt ? Hat er eine generelle Haftung (Luxuspferd) bejaht ? Mit welcher Begründung lehnt die gegnerische Versicherung ab ?

So ganz allgemein kann ich Dir nur empfehlen, Deinen RA zu löchern und zu versuchen, alle Fragen mit ihm zu klären.

LG

Sabine
 

reini5555

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
11 Okt. 2009
Beiträge
557
Das ist jetzt so die allgemeine Linie, Details können natürlich die beurteilung des Einzelfalls verändern. Was hat Euner RA Euch erklärt ? Hat er eine generelle Haftung (Luxuspferd) bejaht ? Mit welcher Begründung lehnt die gegnerische Versicherung ab ?
Hallo,
natürlich gibt es auch den Bereich Sport, und da wird es dann sehr zweideutig. Bei Sport gibt es den Haftungsausschluss, eine Verwandte von mir hatte auch mal einen Reitunfall, der Unfall ist beim Training passiert, da sind dann die Versicherungen gerne mit Auschlüssen dabei.
 

astoria

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
4 Mai 2010
Beiträge
143
Ort
OWL
Was sicherlich auch noch eine Rolle spielt ist, warum das Pferd ausflippte? Gab es einen äußeren Anlass wie ein anderes bockendes Pferd, eine zuschlagende Bandentür oder so etwas, oder bockte es einfach so los.

Wenn in der Verkaufsanzeige stand, besonders für Kinder geeignet und das Pferd ohne äußeren Anlass losbockte, wird hier sicherlich der Verkäufer wegen falschen Angaben haften müssen.

Es könnte aber auch sein, dass derjenige, der eben durch sein unbedachtes Verhalten das Pferd erschreckt hat eine Mitschuld hat.

Ist Dein Sohn mit Sporen geritten? War es eine Stute, die vielleicht etwas kitzelig ist?

Wie alt war das Pferd?

Je mehr Fakten Du uns gibst um so besser können wir helfen.

LG astoria
 
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