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Rehabilitationsfähigkeit bei rein psychischen Problemen

Bernhard_L.

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
21 Okt. 2006
Beiträge
142
Hallo zusammen,

ich suche nach persönlichen Erfahrungsberichten und Artikeln, die sich mit dem Thema Rehabilitationsfähigkeit im Zusammenhang mit einer psychischen bzw. psychosomatischen stationären Reha-Maßnahme beschäftigen.

Dabei geht es mir um rein psychische Aspekte, die die Ablehnung einer solchen stationären Reha-Maßnahme rechtfertigen, z.B. fehlende Motivation, an einer solchen Maßnahme mitzuwirken.

(Physisch, also körperlich, stünde einer Reha-Maßnahme nichts entgegen. Die psychischen Probleme sind ohne Unfall entstanden.)

Viele Grüße, Bernhard
 
Zuletzt bearbeitet:

Cindy

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Sep. 2006
Beiträge
467
Dabei geht es mir um rein psychische Aspekte, die die Ablehnung einer solchen stationären Reha-Maßnahme rechtfertigen, z.B. fehlende Motivation, an einer solchen Maßnahme mitzuwirken.

Hallo Bernhard,

für den Fall 'Reha vor Rente' nicht ganz ungefährlich, fehlende Motivation anzuführen.
Ich war in dieser Situation (Reha vor Rente) zu einem sehr sehr ungünstigen Zeitpunkt und bekam eine ausführliche Stellungnahme meines Therapeuten. Trotzdem hat mir ein Sozialverband dringend zum Rehaantritt geraten und ich habs durchgezogen und anschliessend Rente bekommen.

Sollst du eine Reha antreten? Ich dachte, die DRV wartet auf Arztberichte?

Gruß
Cindy
 

Bernhard_L.

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
21 Okt. 2006
Beiträge
142
Hallo Cindy,

ja, das stimmt, die DRV wartet derzeit noch auf Arztberichte. Ich habe quasi schon etwas im voraus gedacht, was danach kommen könnte, für den Fall der Fälle... Lieber zu viel vorbereitet als zu wenig...

Du wurdest wohl trotz der ausführlichen Stellungnahme Deines Therapeuten zur Reha einbestellt? War es auch eine psychosomatische Reha? Die hat dann wohl nichts gebracht...?

Was könnte denn Deiner Meinung nach passieren, fehlende Motivation anzuführen? Meiner Meinung nach dürfte daraufhin keine Ablehnung der EM-Rente erfolgen, da ja die Erkrankung(en), die die EM-Rente begründen, weiterhin fortbestehen. Zum Teil liegt es nämlich auch in der Erkrankung selbst begründet (u.a. ausgeprägte Depressionen), dass man einfach nur in Ruhe gelassen werden und niemanden sehen will.

Meine Psychologin meinte, sie würde in ihren Befundbericht reinschreiben, dass sie in meinem Fall zur Zeit eine stationäre psychische bzw. psychosomatische Reha für nicht zweckmäßig und unwirtschaftlich hält. Ich weiß aber nicht, ob das ausreichen wird. Warum das so ist, ist ehrlich gesagt nur äußerst schwer zu erklären, da man hierfür meine halbe Lebensgeschichte kennen müßte... Um das anderen verständlich zu machen, z.B. hier im Forum, müßte ich so ausführlich in die Details gehen, wie ich es in einem Forum nicht tun möchte - aus verständlichen Gründen, wie ich denke.

Ich kann hier so viel dazu sagen: Selbst mein eigener Neurologe konfrontiert mich regelmäßig damit, dass meine therapieresistenten schweren Kopfschmerzen psychosomatisch seien, also dass sie ein Symptom seien. Ich habe aber aus verschiedenen Gründen ein organisches Krankheitsverständnis und halte in meinem Fall die Diagnose "psychosomatisch" für Quatsch.

Viele Grüße, Bernhard
 
Zuletzt bearbeitet:

Cindy

Erfahrenes Mitglied
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6 Sep. 2006
Beiträge
467
Du wurdest wohl trotz der ausführlichen Stellungnahme Deines Therapeuten zur Reha einbestellt? War es auch eine psychosomatische Reha? Die hat dann wohl nichts gebracht...?

Was könnte denn Deiner Meinung nach passieren, fehlende Motivation anzuführen? Meiner Meinung nach dürfte daraufhin keine Ablehnung der EM-Rente erfolgen, da ja die Erkrankung(en), die die EM-Rente begründen, weiterhin fortbestehen. Zum Teil liegt es nämlich auch in der Erkrankung selbst begründet (u.a. ausgeprägte Depressionen), dass man einfach nur in Ruhe gelassen werden und niemanden sehen will.

Hallo Bernhard,

nein, ich hatte die Stellungnahme garnicht eingereicht, da der Sozialverband mir sagte, dass mir dann fehlende Mitwirkung vorgeworfen werden könnte. Es sei denn, ich wäre nicht rehafähig - körperlich.

Wie fehlende Motivation ausgelegt würde, kann ich nicht abschätzen. Aber dass bei Depris die Antriebskraft fehlt, Rückzugsverhalten vorliegt etc. ist bekannt - somit wäre ja eine Reha gerade indiziert. Nur meine Meinung, nachdem, was ich in verschiedenen Foren gelesen habe.

Bei mir war es auch eine psychosomatische Reha, allerdings wurde dort getrennt behandelt nach chronischen Schmerzen und psychischen Probs. Ich war in der Gruppe der Schmerzpatienten. Geholfen hat es nichts, stimmt.

Warte ab, was die DRV macht. Wenn die Arztberichte aussagekräftig sind und sich keine Besserung eingestellt hat, sind Verlängerungen schon oft komplikationslos bewilligt worden. Im Moment kannst du nichts machen, also versuche dich am besten abzulenken.

Gruß
Cindy
 
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