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Rückrufaktion für Knieprothesen -Jetzt nicht mehr nur bei Autos

gold.baerchen

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#1
Hallo,

habe heute am 11.08.2007 folgende Meldung von einem Berliner Radiosender aufgeschnappt:
Dieser meldete, das im Berliner Hedwig Krankenhaus über 40 falsche Knie - Tep`s bei Patienten eingesetzt wurden. Grund hierfür soll sein, das die Knieprothesen angeblich falsch einsortiert waren. Schmerzensgeld- und Schadenersatzforderungen werden erwartet.

Meldung Ende
 

seenixe

Super-Moderator
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#2
Hallo Gold.baerchen,
auch ich habe die Meldung mit erschrecken gehört. Auch ich habe meine TEP dort einsetzen lassen. Allerdings ist dies nun schon fast 3 Jahre her. Aber auch mit meiner TEP stimmt was nicht.

47 Berliner Kniepatienten haben kürzlich von ihrem Krankenhaus einen Anruf bekommen, dass sie sich besser noch einmal am Knie operieren lassen sollten. Bei diesen Patienten wurden im katholischen Sankt-Hedwig-Krankenhaus in Berlin-Mitte Knieprothesen falsch implantiert. Die Chirurgen und OP-Krankenschwestern waren davon ausgegangen, dass sie Prothesen einsetzen, die nicht mit Knochenzement fixiert werden müssen. Solche Prothesen sind etwas poröser, so dass der Knochen einwachsen kann und somit dem künstlichen Gelenk Halt gibt. Diese Kunstgelenke werden meist verwendet, wenn der chronische, entzündliche Knochenverschleiß (Arthrose) noch nicht so weit fortgeschritten ist, dass der Knochen noch in die Prothese wachsen kann.
Prothesen ohne Halt
Aber die Klinikärzte im Sankt-Hedwig-Krankenhaus setzten im Zeitraum von Mai 2006 bis März 2007 Prothesen ohne Knochenzement ein, die aber zementiert werden müssen, um im Knochen die notwendige Festigkeit zu erlangen. Die Folge: „Die Gelenke werden nicht so schön stabil“, sagt der Orthopäde und leitende Arzt im Zentrum für Endoprothetik im Krankenhaus Hedwigshöhe, Martin Lilge. Die falsch implantierten Gelenke „wachsen nicht ein“, sagt der Arzt. Die „wackelnden“ Prothesen verursachten zudem Schmerzen. Deshalb habe die Klinik alle Betroffenen sofort informiert, sagt der Geschäftsführer der Gesellschaft der Alexianerbrüder mbH, zu der das Sankt-Hedwig-Krankenhaus gehört, Reinhard Nieper. Den Patienten sei nahegelegt worden, sich noch einmal operieren zu lassen. Ein Drittel der Betroffenen habe dies bereits getan und sich im selben Krankenhaus noch mal ein neues künstliches Kniegelenk einsetzen lassen. Die Operation dauert etwa zwei Stunden und kostet 6500 Euro. Ferner informierte die Klinik die Betroffenen darüber, dass sie Anspruch auf Schmerzensgeld und Schadenersatz hätten. Bislang habe noch kein Patient Klage eingereicht oder Schmerzensgeld gefordert. Dies zeuge davon, dass die Patienten weiterhin Vertrauen in die Klinik setzten, so Nieper.
Gelenke falsch einsortiert
Aufgefallen war der Fehler, als die amerikanische Prothesenfirma plötzlich zusätzliche farbige Aufkleber in deutscher Schrift auf den Prothesenverpackungen anbrachte. Darauf stehen die Zusatzinfos: „CS zementfrei“ mit rotem Aufkleber und „CR zementpflichtig“ mit blauem Aufkleber. Erst da fiel der Berliner Klinik auf, dass über den Zeitraum von fast einem Jahr zementpflichtige Prothesen im OP-Fach für zementfreie Prothesen einsortiert und offenbar falsch eingesetzt worden waren. Beim Einsortieren hatte das Berliner Klinikpersonal die englischsprachige Aufschrift „Non-Modular Cemented“ falsch als „zementfrei“ übersetzt. Dabei heißt „Non-Modular Cemented“ übersetzt „ohne Schaft zementieren“. Auch der Herstellerfirma, die die Einführung der Prothese in der Klinik überwacht hat, sei der Fehler nicht aufgefallen. „Die Firma hat die fehlerhafte Einsortierung sogar bestätigt“, sagt Nieper. Deshalb erhebe die Berliner Klinik auch Schadenersatzforderungen gegenüber der Herstellerfirma. Optisch unterscheiden sich beide Prothesen kaum voneinander. Bei Kunstgelenken, die einzementiert werden müssen, ist die Oberfläche etwas glatter als bei zementfreien Prothesen.
„Hier ist ein Fehler passiert, der nicht hätte passieren dürfen. Wir sehen uns als Krankenhaus in der Verantwortung“, sagt Nieper. Die Krankenkassen und die Gesundheitsverwaltung seien informiert. Gesundheitsstaatssekretär Benjamin Hoff (Die Linke) bezeichnete den Vorfall als „Tragödie für die Patienten“. Er lobte aber auch das „lehrbuchhafte Krisenmanagement“ des Sankt-Hedwig-Krankenhauses.

Gruß von der Seenixe
 
Zuletzt bearbeitet:

gold.baerchen

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Nachbarschaft vom Bundespräsidenten
#4
Hallo,

die BZ hat am 13.08.07 folgenden Artikel publiziert:

Klinik-Skandal um vertauschte Kniegelenke
Opfer-Anwalt bereitet Millionen-Klage vor
ANNE LOSENSKY

Anneliese Tiedt (84) bekam ein falsches Kniegelenk eingestetzt
Anneliese Tiedt verlor durch Ärztepfusch ein kostbares Jahr an die Schmerzen.


Der bekannte Berliner Rechtsanwalt Andreas Schulz
Sie ist 84 – was sind ihre Schmerzen wert? „Mehrere zehntausend Euro“, so Schadenersatz-Spezialist Andreas Schulz. „Trägt der US-Hersteller des falsch implantierten Kniegelenks eine Mitschuld, geht es um Millionen.“

Der Rentnerin war wie 46 weiteren Patienten im Sankt-Hedwig-Krankenhaus (Mitte) ein künstliches Kniegelenk falsch eingesetzt worden: Die Ärzte hatten keinen Zement verwendet! Das fiel zehn Monate lang keinem auf in der Klinik. Erst als die US-Herstellerfirma farbige Aufkleber in deutsch auf den Verpackungen anbrachte!

Rechtsanwalt Schulz sieht darin mehrere Gründe für einen Schadenersatz-Anspruch: Der Arzt müsse in eigener Verantwortung prüfen, ob alle Komponenten zu Operation ordnungsgemäß sind.

Das Krankenhaus haftet für Ärzte und Personal. Der Hersteller haftet dann für Instruktionsfehler, wenn die Produkt-Kennzeichnung missverständlich ist und zu fehlerhafter Implantierung führt.

Anneliese Tiedt und ihre Mitleidenden seien ein Bilderbuch-Fall für eine Sammel-Klage mit Aussicht auf Erfolg.

Über Anwaltskosten brauchen sie sich keine Gedanken machen – die trägt der Verursacher des Schadens...
 

licht

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#5
Ohne Worte

Patienten-Akten beschlagnahmt
Durchsuchung wegen Robodoc
50 Patientenakten haben die Ermitter bei der Durchsuchung der Frankfurter BG-Unfallklinik am Dienstag beschlagnahmt. Mit ihrer Hilfe soll geklärt werden, ob der Operationscomputer Robodoc ohne ausreichende Tests und ohne Wissen der Betroffenen ausprobiert worden ist.


Untersuchung bei Robodocs (hessenschau, 04.04.2006) (, 04.04.2006)
Wie die Frankfurter Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu am Mittwoch mitteilte, sollen noch weitere, bereits auf Mikrofilm archivierte Patientenpapiere nachgeliefert werden. Zudem sei Korrespondenz mit dem Hersteller des Medizinroboters in den USA sichergestellt worden. Rund 20 Polizeibeamte hatten die Klinik durchsucht und Akten zu Robodoc-Operationen zwischen 1994 und 2004 beschlagnahmt. Den Patienten war mit Hilfe des Operations-Roboters ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt worden.

Geschäftsführer weist Vorwürfe zurück
Operation auf eigene Faust? Ermittlungen gegen den Robodoc.
Operation auf eigene Faust? Ermittlungen gegen den Robodoc. (Bild: dpa)
Von operierten Patienten wird der Vorwurf erhoben, sie litten seit dem Eingriff unter Schmerzen und könnten sich noch schlechter bewegen als vorher. Die Massen-Operationen in Deutschland hätten offenbar dazu dienen sollen, für das Gerät auch in den USA eine Zulassung zu bekommen. Vor zwei Jahren wurden an der BGU die drei vorhandenen Robodocs stillgelegt und der damalige ärztliche Direktor Prof. Martin Börner entlassen. Auch die Privatwohnung Börners wurde am Dienstag durchsucht - ebenso die des Geschäftsführer der Unfallklinik, Joachim Berger.

Berger wies in der hessenschau den Verdacht zurück, sein Haus habe für den US-Hersteller "Integrated Surgical Systems" (ISS) eine Studie erstellt, um die Zulassung für den US-Markt zu beantragen. Eine solche Untersuchung habe es nie gegeben, sagte Berger.

Im Widerspruch dazu steht allerdings ein Vertrag über eine klinische Studie zwischen dem US-Unternehmen und der Unfallklinik, der der hessenschau vorliegt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den früheren ärztlichen Direktor und zwei weitere Ärzte der BG-Klinik sowie gegen den Geschäftsführer des Trägervereins. Die Vorwürfe lauten auf Körperverletzung und Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz und das Medizinproduktgesetz.

Chance auf finanzielle Entschädigung
Sollte sich der Verdacht auf ungenehmigte Tests an Patienten bestätigen, hätten die Betroffenen größere Chancen auf eine finanzielle Entschädigung. Rund 600 mutmaßlich geschädigte Patienten haben sich in der Betroffenengruppe "Forum Robodoc" zusammengeschlossen. Viele von ihnen klagen in Zivilprozessen gegen Operationsfehler des Robodocs. Die BG-Klinik hat in der Vergangenheit immer bestritten, dass eine Operation mit dem OP-Roboter mit einem größeren Risiko behaftet sei als eine herkömmliche Operation.

Hier noch dazu die Hessenschau vom 04.04.2006

http://www.hr-online.de/website/rub...nschau/20060404_robodocs&type=v&jm=1&jmpage=1

Gruß licht
 

seenixe

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#6
Neues aus der Zeitung

Falsche Knie, fehlerhafte Hüften
Krankenhaus gibt Hersteller die Schuld an falsch eingesetzten Gelenken
Wiebke Hollersen

Zwei Geschäftsführer, ein Staatssekretär, ein Arzt und zwei Mitarbeiterinnen sind zur Verteidigung erschienen. Sie sitzen am Konferenztisch im Sankt-Hedwig-Krankenhaus, vor ihnen liegen orange-weiße Kisten. In den Kisten sind Kniegelenke aus Metall. Das Krankenhaus ist in die Schlagzeilen geraten, weil es Patienten falsche Kniegelenke und fehlerhafte Hüftprothesen eingesetzt haben soll.

Reinhard Nieper ist Gesamtgeschäftsführer der Gesellschaft der Alexianerbrüder, die unter anderem das Sankt-Hedwig-Krankenhaus in Mitte betreibt. Nieper beginnt seine Verteidigungsrede so: "Da wird von Herstellern versucht, ihre Fehler der Klinik in die Schuhe zu schieben." 47 Patienten hatten zwischen Mai 2006 und März 2007 im Krankenhaus künstliche Kniegelenke falsch eingesetzt bekommen. Sie erhielten Gelenke, die mit Knochenzement befestigt werden müssen. Der Zement wurde aber weggelassen - weil die Ärzte offenbar dachten, sie verwenden Gelenke, die zementfrei anwachsen.

Schuld an der Verwechslung sei vor allem die Herstellerfirma, sagte Nieper. "Das Produkt wurde falsch im Lager einsortiert und deswegen falsch eingesetzt." Die Kisten mit den Gelenken seien nur in Englisch beschriftet gewesen. Als das Krankenhaus die erste Lieferung des neuen Produktes bekam, nahm eine Außendienstmitarbeiterin des Herstellers die Einsortierung ab. "Diese Mitarbeiterin war auch bei den ersten Operationen mit dem Produkt dabei." Sie habe nicht auf Fehler hingewiesen. Nieper gibt Kisten mit den Gelenken herum. "Non-modular cemented" steht darauf. Die Ärzte hätten die Gelenke ausgepackt erhalten. "Ein Operateur hat keine reale Möglichkeit, den Unterschied zu erkennen." Gelenke, die Zement brauchen, sehen demnach aus wie solche, die ohne Zement auskommen.

Alexander Grafe, Geschäftsführer des Hedwig-Krankenhauses, sagt, dass nach der ersten Lieferung der Kniegelenke auch alle weiteren falsch einsortiert wurden. Die Krankenhausmitarbeiter kopierten einfach die Ordnung der Frau von der Herstellerfirma. Der Fehler fiel erst auf, als die Firma im März 2007 ihre Kisten mit deutschsprachigen Aufklebern versah, "zementfrei" etwa.

Das Krankenhaus fühle sich trotz der "hohen Mitverantwortung der Herstellerfirma" für seine Patienten verantwortlich und habe allen Betroffenen eine kostenlose Korrekturoperation angeboten. Bei 13 Patienten sei diese zweite Operation bereits durchgeführt worden, sieben weitere haben Termine für die nächsten Wochen vereinbart. Das zeige, dass die Patienten dem Krankenhaus und ihren niedergelassenen Ärzten, die dort operiert haben, weiterhin vertrauen. Zumindest die meisten: Dem Krankenhaus wurden bereits zwei Klagen angekündigt. Die Klinik wolle gegen die Herstellerfirma vorgehen. "Wir prüfen das gesamte Spektrum: etwa Schadensersatzklagen und die Kündigung der Verträge", sagte Nieper.

Der Kniegelenk-Hersteller Smith & Nephew, laut Firmenwebseite "eine Gesellschaft, deren Aktien an der Londoner und an der New Yorker Börse gehandelt werden", hat eine deutsche Niederlassung. Dort hieß es gestern, man bereite eine Erklärung zu den Vorwürfen vor.

Ein anderer Rechtsstreit mit einer Herstellerfirma ist bereits eröffnet. Es geht um fehlerhafte Hüftprothesen, die 2003 und 2004 im Sankt- Hedwig-Krankenhaus eingesetzt wurden. Anfang Januar 2005 brach einem Patienten die neue Hüfte. "Der Arzt rief sofort den Hersteller an, um zu fragen, ob hier ein Serienfehler vorliegt", sagt Nieper. Diese Frage habe man schriftlich wie telefonisch unzählige Male wiederholt. Erst am 26. Juni 2007 habe der Hersteller, Falcon aus Österreich, einen Serienfehler eingeräumt. Das Krankenhaus habe am 6. Juli alle Betroffenen informiert. Wie viele das sind, will Nieper nicht sagen. "Uns sind sechs Schadensfälle bekannt."

Im Fall der Hüften wie in dem der Knie sehe er kein fehlerhaftes Verhalten der Klinik, sagt Benjamin Hoff (Linke), Staatssekretär der Senatsverwaltung für Gesundheit. Er ist gestern ins Krankenhaus gekommen, um sich umzusehen. Nun sitzt er neben den Geschäftsführern und sagt: "Sankt Hedwig ist kein Risikokrankenhaus." Die Klinik habe den Patienten unbürokratisch geholfen, werde eine Prüfgruppe einrichten und andere Krankenhäuser informieren. Nach Auskunft der Klinikchefs könnten "fünf, sechs andere Berliner Häuser" falsch sortierte Kniegelenke verwendet haben.

Staatssekretär Hoff will in der Diskussion "den Fokus auf die Sicherheit von Medizinprodukten" lenken. Für diese müsse es ein ähnliches Schnellwarnsystem wie in der Lebensmittelsicherheit geben, forderte er.

Berliner Zeitung, 15.08.2007
und vielleicht auch für manchen sehr interessant:
über die rechtliche Situation.

Gruß von der Seenixe
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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#7
Hallo seenixe,

täglich kommen Meldungen heraus, dass Firmen ihre in China hergestellte Ware zurückrufen müssen.
Wird hier verschwiegen, dass in China hergestellt wurde, nach den Körpermassen von Chinesen, die weit zierlicher sind als Europäer (Wie das mit Unterwäsche und Schuhen bereits oft der Fall war.?
Material nicht den Gesundheitsanforderungen unserer Gesetze entspricht?
Beschriftungen und Gebrauchsbeschreibungen nicht nachvollziehbar.
Und da man einen hohen Preisvorteil hat, aber die europäischen Arbeitsätze abrechnet, mit den KK? Mit den Gebissen lief auch ein entsprechender Prozess.

Wen man sich operieren lassen muss, also immer erst den Anwalt mit zum Vorbereitungsgespräch mitnehmen!

Gruß Ariel
 

Cateye

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#8
Hallo Ariel und die anderen,

vor etwa 8 Jahren wurden Hüftgelenke einer schweizer Firma zurückgerufen, weil der falsche Schmierstoff verwendet wurde, der beim Menschen als gesundheitlich bedenklich eingestuft wurde.

Eine bittere Wahrheit, vor allem, wenn man bedenkt, dass jedes neue Gelenk eine riesen OP bedeutet.

LG,
Cateye
 

gold.baerchen

Erfahrenes Mitglied
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Nachbarschaft vom Bundespräsidenten
#9
Ist interessant wie ein Schneeball funktioniert!
Bisher sprach man nur von 47 falschen Knieprothesen. Inzwischen wird in einem Atemzug der Begriff Hüfte mit erwähnt. Sind die Hüften bei den 47 Kniepatienten mit bei? Oder muß man noch die Frage stellen, ob der Fehler erweiterbar ist zB. auch auf Schultergelenke oä.
Die Idee eines Schnellwarnsystems für Medizinprodukte ist ja nicht verkehrt. Ich habe es aber so verstanden, das die Prothesen iO sind, aber das Personal welches diese implantieren sollte zu blöd war englisch zu übersetzen bzw. eine rauhe Oberfläche (nicht Zementpflichtig) mit einer glatten Oberfläche (zementpflichtig) nicht unterscheiden zu können.
Man muss sich auch die Frage stellen, warum den Beschwerden über Schmerzen der Erstoperierten keinen Glauben geschenkt wurde. Bei einer solchen Instabilität muß es whnsinnige Schmerzen geben! Hätte man das getan und nicht einige als Simulanten abgestempelt (wie üblich), wäre bereits ein Frühwarnsystem geschaffen gewesen.
Warum kommt das alles erst jetzt an die Öffentlichkeit?
Fehlerhaft implantiert wurde bis März 2007, inzwischen haben wir Mitte August! Sollte etwas vertuscht werden
Diese ewige Weichspülerei über "lehrbuchhaftes Krisenmanagement", "hervorragendes Qualitätsmanagement" oder zertifizierter Betrieb, da kann einen nur noch schlecht werden
Denken wirklich einige das wir nicht mehr alle Nadeln an der Tanne haben und nicht merken was da abläuft
 

gold.baerchen

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#11
Hätte Euch gerne ein paar Zeitungsartikel eingestellt, aber mein maximaler Speicherplatz für Anlagen ist vollkommen ausgeschöpft. Seufz...
Aber habe beim ZDF online Portal unter dem Suchbegriff Prothese einen interessanten Bericht entdeckt, den ich selber noch nicht kannte. Vielleicht entdeckt ja jemand Gesichter die schonmal persönlich kennengelernt hat.


http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/9280?inPopup=true


Also bei "suchen" den Begriff "Prothese" eingeben und schmökern. Aber Achtung beim Begriff "Prothesen" hat man wieder eine andere Auswahl, wie im wahren Leben der kleine Unterschied machts...........................
 
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