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Qualifizierter Dienstunfall und mehr

HWS-Schaden

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Hallo Tipke, willkommen im Forum.

Deine Frage ist hier richtig untergebracht, aber wie Sekundant schon schrieb, lässt sich aus den Angaben
im Dienstgebäude in Ausübung meines Dienstes einen Unfall - Sturz durch Fremdverschulden,
nicht erschließen, ob es ein qDU gewesen sein könnte.

Sturz durch Fremdverschulden kann bspw. auch vorkommen, wenn jemand eine Stolperfalle in den Weg gestellt hat oder der Boden rutschig war, was beides nicht die Kriterien für einen qDU erfüllt.

LG
 
Zuletzt bearbeitet:

Sekundant

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um es konkreter zu machen: "Sturz durch Fremdverschulden" kann vieles bedeuten, es kann vorsätzlich oder fahrlässig geschehen sein. ein qDU erfordert aber einen vorsätzlichen rechtswidrigen angriff. das lässt sich hier nicht aus der beschreibung entnehmen.

und es wäre ggf ein selbständiges thema dazu empfehlenswert.


gruss

Sekundant
 

Tipke

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Guten Morgen Sekundant,

vielen Dank das du dir die Zeit genommen hast auf meine Frage zu antworten.
Da ich immer noch unter den Folgen meines Unfalls leide - Kopf- und Rückenschmerzen sowie eine schwere Depression die durch die andauernden Schmerzen verursacht ist - möchte ich jetzt keine Fehler machen.
Zumal die Situation dadurch daß es einen Unfallverursacher gibt, Polizeibericht, die Situation zusätzlich kompliziert wird.
Am liebsten wäre es mir, wenn ich die Angelegenheit in die Hände eines kompetenten Anwaltes abgeben könnte. Da ich aus beruflichen Erfahrungen ( Jahrzehntelang Strafsachen und Rechtsbehelfe bearbeitet ) weiß wie viele Flachzangen in dem Gewerbe unterwegs sind, möchte ich sicher gehen einen Anwalt zu finden der Ahnung hat.
Habt ihr einen Vorschlag für mich? Gerne auch unter Ott-Darmstadt ädd gmx.de.
Gruß
Monika
 

Tipke

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Guten Morgen Sekundant,
der Unfallhergang war wie Folgt:
Ich fuhr auf einer langen Rolltreppe am Flughafen in meinem Dienstgebäude nach unten und ein hinter mir befindlicher Reisende mit mehreren Bordcases verlor die Kontrolle über seine Gepäckstücke die mich dann auf der Rolltreppe zu Fall brachten und verletzten. Der Sachverhalt ist polizeilich Aktenkundig.
Ich habe bisher keine Anzeige gegen den Reisenden erstattet da er mich ja nicht absichtlich verletzt hat.

Gruß
Monika
 

Sekundant

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hallo Monika,

hast du die verlinkten seiten aus meinem beitrag einmal gelesen und geprüft? hier sind die voraussetzungen weitgehend erklärt. du solltest dich darüber hinaus auch mit der bestimmung selbst auseinandersetzen

Gesetz über die Versorgung der Beamten und Richter des Bundes (Beamtenversorgungsgesetz - BeamtVG)
§ 37 Erhöhtes Unfallruhegehalt

(1) Setzt sich ein Beamter bei Ausübung einer Diensthandlung einer damit verbundenen besonderen Lebensgefahr aus und erleidet er infolge dieser Gefährdung einen Dienstunfall, so sind bei der Bemessung des Unfallruhegehalts 80 vom Hundert der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge aus der Endstufe der übernächsten Besoldungsgruppe zugrunde zu legen, wenn er infolge dieses Dienstunfalles dienstunfähig geworden und in den Ruhestand versetzt wurde und im Zeitpunkt der Versetzung in den Ruhestand infolge des Dienstunfalles in seiner Erwerbsfähigkeit um mindestens 50 vom Hundert beschränkt ist. Satz 1 gilt mit der Maßgabe, dass sich für Beamte der Laufbahngruppe des einfachen Dienstes die ruhegehaltfähigen Dienstbezüge mindestens nach der Besoldungsgruppe A 6, für Beamte der Laufbahngruppe des mittleren Dienstes mindestens nach der Besoldungsgruppe A 9, für Beamte der Laufbahngruppe des gehobenen Dienstes mindestens nach der Besoldungsgruppe A 12 und für Beamte der Laufbahngruppe des höheren Dienstes mindestens nach der Besoldungsgruppe A 16 bemessen; die Einteilung in Laufbahngruppen gilt für die Polizeivollzugsbeamten, die sonstigen Beamten des Vollzugsdienstes und die Beamten des Einsatzdienstes der Berufsfeuerwehr entsprechend.
(2) Unfallruhegehalt nach Absatz 1 wird auch gewährt, wenn der Beamte
1. in Ausübung des Dienstes durch einen rechtswidrigen Angriff oder
2. außerhalb seines Dienstes durch einen Angriff im Sinne des § 31 Abs. 4einen Dienstunfall mit den in Absatz 1 genannten Folgen erleidet.
(3) Unfallruhegehalt nach Absatz 1 wird auch gewährt, wenn ein Beamter einen Einsatzunfall oder ein diesem gleichstehendes Ereignis im Sinne des § 31a erleidet und er infolge des Einsatzunfalls oder des diesem gleichstehenden Ereignisses dienstunfähig geworden und in den Ruhestand versetzt wurde und im Zeitpunkt der Versetzung in den Ruhestand infolge des Einsatzunfalls oder des diesem gleichstehenden Ereignisses in seiner Erwerbsfähigkeit um mindestens 50 vom Hundert beschränkt ist.
(4) weggefallen
(§ 37 BeamtVG - Einzelnorm)
danach kannst du evtl selbst beurteilen, ob die voraussetzungen erfüllt sind oder nicht. stellen, die mir wesentlich erscheinen, habe ich hervorgehoben (fett bzw unterstrichen).

ich verstehe allerdings nicht, weshalb

die Situation dadurch daß es einen Unfallverursacher gibt, Polizeibericht, die Situation zusätzlich kompliziert wird

gruss

Sekundant
 
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