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PUV Angebot zurückgezogen

Oliver1967

Nutzer
Registriert seit
5 Apr. 2009
Beiträge
5
Hallo,

ich hatte vor ein paar Wochen schon mal über meinen Fall geschrieben.
Wurde nach einem Unfall von meiner PUV zum Gutachter geschickt.
Gutachten ganz ordentlich, aus meiner Sicht von der Versicherung nur falsch interpretiert.
Versicherung hat mir 40% angeboten, da die Vorschauprognose des Gutachters auf Verschlechterung ausgereichtet war wollten die das schnell vom Tisch haben.
Ich habe ein Schreiben aufgesetzt wo ich auf die Fehler hingewiesen habe.
Nun kam von der PUV ein weiterer Brief wo mir mitgeteilt wurde, dass meine Invalidität noch nicht festgestellt werden kann und ich soll Ende nächsten Jahres noch mal zum Gutachter. Auf meinen Einwand wurde überhaupt nicht reagiert.
Ich habe das Gefühl, dass der Versicherung klar ist, dass das Gutachten falsch interpretiert wurde und jetzt einfach auf Zeit spielt.
Darf sie das, kann ich nicht darauf drängen, dass mir das Geld was mir zusteht ausgezahlt wird? Kann ja nicht sein, dass plötzlich meine Invalidität nicht mehr zu beurteilen ist.
Kann mir da jemand helfen?

Danke
Gruß Oliver
 

Reickja

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
27 Feb. 2007
Beiträge
470
Hallo Oliver,

da ich Deinen Verlauf nicht genau kenne, nur soviel.

Die PUV kann bis zum Ablauf des dritten Jahres begutachten um dann bei bestehender Invalidität und Anerkennung derselben endregulieren.

Schau mal in Deine AUB's.

Wenn sehr schwere Verletzungen vorliegen, werden bzw. können Vorauszahlungen geleistet werden, die aber auch bei Endregulierung und Verbesserung unter Umständen zurückgezahlt werden müssen.

Wir haben bisher sofort bei Unfall einen Vorschuß erhalten, dann nach einem Jahr Begutachtung und weitere Vorschußleistung, dann nach Ablauf des zweiten Jahres ohne Begutachtung zweite Vorschußzahlung wobei dritte Begutachtung ab September wieder ablaufen wird.

Vielleicht konnte ich Dir schon ein wenig weiterhelfen.
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Hallo Reickja,
wir sind bei der Signal IDUNA versichert und es läuft richtig schlecht.

Letzte Jahr wurde noch von der Endbegutachtung geschrieben, aber jetzt 4 Monate vor 3-Jahresfrist will die PUV nichts mehr machen lassen....wir sollen Klagen haben sie uns geschrieben.

Darum würde ich gerne den Namen von deiner PUV wissen, ich will die Verträge unserer Kinder bei der Signal IDUNA kündigen und neue abschließen.

Wenn Du es hier nicht im Forum schreiben willst würde ich mich auch über eine PN freuen.

Liebe Grüße
Kai-Uwe´s Frau
 

j_e_n_s

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Feb. 2007
Beiträge
1,329
Ort
Sachsen
Hallo Oliver,

sicher kann die Versicherung das Angebot zurückziehen, da der Gutachter im Gutachten eine Verschlechterung in der Zukunft in Aussicht gestellt hat. Damit hat die Versicherung auf deine Einwände reagiert (natürlich nicht so wie du erwartet hast, aber sie reagierten eben). Die Versicherung (und du auch) kann bis zum Ablauf von 3 Jahren (des Unfalldatums) jährlich eine Begutachtung durchführen lassen. Deine Invalidität ist schon zu beurteilen, aber eben noch nicht abschließend. Vielleicht hofft die Versicherung, dass sich dein Zustand doch noch bessert und der Grad der Invalidität sinkt.

Es wäre auch nicht klug von dir (aus meiner Sicht), sich jetzt schon Abfinden zu lassen, mit einem geringeren Betrag. Bei mir hat sich auch mit jeder Begutachtung der Grad der Invalidität erhöht.

Wenn es in deinen AUB vereinbart ist, kannst du ja einen angemessenen Vorschuss verlangen. Begründung ist eben die in Aussicht gestellte Verschlechterung. Fragen kostet nichts. Aber der Schlussstrich wird dann wohl erst zum Schluss der 3-Jahres-Frist gezogen werden.

Gruß Jens
 

Oliver1967

Nutzer
Registriert seit
5 Apr. 2009
Beiträge
5
Hallo nochmal,

also ich habe noch einmal mit meiner Versicherung gesprochen. Die haben mir 30000 Euro als Vorschuß bezahlt (ohne das ich das eigentlich wollte) und ich soll halt bis zum nächsten Gutachten warten. Bei dem jetzigen Gutachten wurde vom Gutachter bei einem Fuß eine Bewegungseinschränkung von 80 bei einem von 90% geschrieben. Erkennt die Versicherung nicht sofort an, kann man aber gegen klagen.
Meine Befürchtung ist, dass beim nächsten Gutachten einfach nur noch eine Bewertung der Einschränkungen also z.B. 3/7 Fuß oder so aufgeführt wird und nicht mehr expeziet die Bewegungseinschränkung. Ich hätte dann keine Chance zu klagen. Können die das einfach oder sehe ich da was falsch?
Über Antworten würde ich mich freuen.

Gruß Oliver
 

j_e_n_s

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Feb. 2007
Beiträge
1,329
Ort
Sachsen
Hallo Oliver,

natürlich hast du die Chance zu klagen. Aber erst nach der abschließenden Begutachtung, die vor Ende der 3-Jahres-Frist stattfindet.

Vorher fehlt dir der Klagegrund. Du musst dich also gedulden. Die Versicherung hat ja schon anerkannt, in dem der Vorschuss gezahlt wurde. Und der ist bei dir nicht gerade wenig.

Und wenn sich der Zustand bessert in nächster Zeit und dadurch der Grad der Invalidität sinkt, kannst du doch zufrieden sein. Wichtiger als das Geld dürfte doch eigentlich deine Gesundheit sein.

Gruß Jens
 

Hansen

Mitglied
Registriert seit
10 Sep. 2006
Beiträge
83
Hallo Oliver1967,
"Ich hätte dann keine Chance zu klagen" => das sehe ich auch anders,
ladt Dir vom BGH mal das Urteil IV ZR 32/00 herunter, das wird Dir spätestens bei einer Klage helfen. Demnach steht Dir laut Gliedertaxe der Fußwert (ich vermute in Deiner AUB = 40 %) zu.

Mit freundlichen Grüßen

Hansen
 
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