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PTBS unmöglich

Christiane17

Erfahrenes Mitglied
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29 März 2016
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844
#13
Hallo Athena,

schon klar! Denn was ich selber denk und tu, das trau ich auch anderen zu! Und diese Ärzte und Gutachter sind ja vor allen Dingen als Geschäftsleute an einem / ihrem florierendem Geschäft interessiert.

LG Christiane
 

athena

Wegen Mehrfachmitgliedschaft geperrte Mitglieder
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8 März 2017
Beiträge
407
#14
Hallo Christiane,

genauso ist es! Oft eine Projektion mit hintergründigem, eigennützigem wirtschaftlichen Interesse. Wir Unfallopfer sind aber so gut wie machtlos.

Gruß von athena
 
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31 März 2017
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#15
Hallo athena,

da gebe ich dir voll und ganz Recht!
Ohne jemanden jetzt zu Nähe zu kommen, aber wenn man nicht wirklich das "A" Kriterium erfūllt und das ist wirklich heftig, wird man so gut wie keine Chance haben auch nur ansatzweise dort hin zu kommen!
Selbst wenn man 2 / 3 positive GA hat werden diese im Handumdrehen entkräftigt!
 
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#16
Trauma und PTBS

Hallo,
eine PTBS kann auch vom Betroffenen verspätet erkannt werden, wenn die Gefühle über den Körper gehen, dies gibt es ( siehe unter van der Kolk).
Jedoch wenn eine PTBS nicht erkannt wird, ob vom Behandler oder Gutachter kann viele Gründe haben. Bei beiden gilt jedoch das Fachwissen vorhanden sein muss, nach meiner Erfahrung wurden jedoch Neurologe u. Psychiater zur Begutachtung von BG und Gericht
herangezogen, die neurologisch tätig sind bzw. waren. Die Diagnostik sollte nach ICD und DSM IV (besser geeignet) gemacht werden.
Aus Erfahrung kann ich sagen, auch wenn man meint, durch Bilder ( Einbruch mit bewaffneten Überfall) das dann Lücken geschlossen wurden, stimmt nur zum Teil. Ein Experte schaut sich auch die Zeugenaussagen an, wie bedrohlich sahen es die Zeugen.
Wenn man unter Schock steht ist man wie im Trance und weiß erst Jahre später das Lücken noch vorhanden sind.
Ist nicht jeder Rentenantrag ein Entschädigungsbegehren?
Gruss
kleine Schnecke
 

athena

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#17
Hallo kleine Schnecke,

schau mal ins ICD 10 unter:

F68.- Andere Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

Da findest du die die "Rentenneurose" sowie die Diagnose: F 68.1. Zu letzterem:

"F68.1 Artifizielle Störung (absichtliches Erzeugen oder Vortäuschen von körperlichen oder psychischen Symptomen oder Behinderungen)".

Das als Krankheit! So gut ist das ICD 10! ;-)

http://www.icd-code.de/suche/icd/code/F68.-.html?s

--- Zu deiner Frage : Ist nicht jeder Rentenantrag ein Entschädigungsbegehren? "

Gegenfrage:

(logisch leicht und eindeutig zu beantworten)

Wer entscheidet, was "krank" / "gesund" ist?
Insbesondere diese Frage: Wer hat die Definitionsmacht?

PS: Und im DSM 5 gibts die Krankheit "Internnetabhängigkeit" :))

Du merkst vielleicht, ich nehme ICD und DSM nicht ganz so ernst.

Gruss von athena
 
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#18
Hallo athena,
für deine Info bedanke ich mich, Internetabhängigkeit das es so etwas gibt wusste ich, jedoch im DSM 5, das noch nicht. Das gleiche trifft auch auf "Rentenneurose" und F 68.1 zu.
Man lernt nie aus.
Gruß
kleine Schnecke
 

athena

Wegen Mehrfachmitgliedschaft geperrte Mitglieder
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8 März 2017
Beiträge
407
#19
Hallo kleine Schnecke,

ja, man lernt nie aus. Ich auch nicht. Daher noch ein erkenntnisreicher Zusatz, der sich mir erst kürzlich erschloss:

Genau genommen:
Es existiert im Sozialrecht keine allgemein anerkannte Definition von Krankheit.

"Sozialrechtliche Auffassung von Krankheit:
Die juristische Auffassung von Krankheit (Sozialgesetzbuch) betont die Abweichung von Normen („regelwidriger Zustand des Körpers, des Geistes oder der Seele“) sowie die Notwendigkeit einer Heilbehandlung."

So der Hrg. Elmar Brähler von "Lexikon der modernen Krankheiten"

https://www.mwv-berlin.de/autoren/unsere-autoren/details/!/autor/elmar-braehler/id/267

in seinem Vortrag:

http://uexkuell-akademie.de/wp-content/uploads/2015/06/Moderne-Krankheiten.pdf

In Wikipedia las ich:
"Nach einer neueren Formulierung wird im deutschen Kranken- und Unfallversicherungswesen unter Krankheit „ein regelwidriger Körper- oder Geisteszustand, der ärztlicher Behandlung bedarf und/oder Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat“ verstanden (BSGE 35, 10, 12 f.). Dadurch ist der medizinische Krankheitsbegriff nicht deckungsgleich mit dem sozialrechtlichen. ..."

https://de.wikipedia.org/wiki/Krankheit

Mittlerweile verstehe ich, warum meine BG meinte, die Angabe eines Diagnoseschlüssels (ICD oder DSM) sei im Gutachten nicht unbedingt erforderlich. (Erfuhr ich nach der Gutachtenerstellung.) Der Diagnoseschlüsse muss also nicht, kann aber angegeben werden.

Allerdings steht das im Widerspruch zu: "In Deutschland ist die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und ärztlich geleiteten Einrichtungen laut § 295 Abs. 1 Satz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (Abrechnung ärztlicher Leistungen) verpflichtet, Diagnosen nach ICD 10 German Modification (GM) zu verschlüsseln."

Bei einem Gutachten sieht das wohl anders aus. Denn dieses ist doch keine vertragsärztliche Leistung?

Den Kern und die Folge dieser o.g. Tatsache zu diskutieren - Das wäre ein weiteres bzw. gesondertes Thema.

PS: Allerdings: Berufskrankheiten sind fest und gesetzlich definierte. (BK-Liste)

----

Hier mal was Heiteres: Die generalisierte Heiterkeitsstörung
http://link.springer.com/article/10.1007/PL00009152?no-access=true

Sollte echt im ICD 10 aufgenommen werden. Hatte aber keine Chance.

Gruss von athena
 
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ptpspmb

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#20
Hallo athena,

vielen Dank für deinen Post!
Nur leider ist es so, dass der GA schreibt und das Gericht folgt!
Der GA ist der verlängere Arm vom Gericht!
Du kannst noch so viele GA haben die für dich sprechen, ein Gerichts GA macht alles zu Nichte!
Da kannst du schreiben und machen was du willst, auch der Zusatz, das Gericht muss nicht dem GA folgen, nützt nichts!
Auch die Kannvorgebe, dass der Richter mit beiden Parteien den GA abspricht gibt es, nur wird das nie angewandt!

Es ist vielmehr so, dass die Ansage lautet:"Alles abwiegeln"!
Mit Gerechtigkeit hat das aber gar nichts zu tun!

Du weist ja, auf "Hoher See und vor Gericht, bist du in Gottes Hand"!
 

athena

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#21
Hallo Micha,

genau, darum ging es mir doch in meiner vorherigend Antwort. Der GA braucht sich scheints nicht an das Klassifikationsschema (ICD oder DSM) zu halten. Wenn ja, dann wäre mehr Durchschaubarkeit möglich.

Dass die Richter den GA folgen, das ist mir klar.

Gruss von athena
 

spezialagenthead

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#22
Ptbs

Ich bin zwar noch nicht ganz durch, bzgl. Gericht usw., aber ich bin mir inzwischen sicher, dass es keine Gerechtigkeit gibt! Nach 25 Jahren im Polizeidienst, wo ich mich immer für Recht und Gesetz und Gerechtigkeit eingesetzt habe, ist es bitter das einzugestehen! Es macht traurig und man ist bis ins Mark enttäuscht! Ich bin inzwischen froh, dass ich dort nicht mehr arbeiten muss...
 

ptpspmb

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#23
Hallo spezialagenthead,

traurig, aber leider wahr!
Knochenbrüche kann man sehen, aber in die Hirnwindungen nicht!
 
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