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PTBS? Angst vor Krankenhausaufenthalt

elster999

Erfahrenes Mitglied
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11 März 2014
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Großraum Berlin
#1
Hallo ihr lieben,
ich stehe gerade vor einem Problem und hoffe, dass der ein oder andere mich versteht und vielleicht einen Tipp für mich hat.
Jetzt fast 3 Jahre nach dem Unfall und seit 1.5Jahren zum Glück nicht mehr stationär in Krankenhaus oder Rehabilitation gewesen, steht ggf. eine erneute OP an. Vor dieser selbst graut mir nicht. Aber der Gedanke, dort wieder völlig ausgeliefert rumzuliegen, meine Individualität an der Pforte abzugeben etc. löst regelrecht Panik in mir aus.
Ich weiß nicht, ob es an der PTBS liegt oder den vielen unschönen Erfahrungen seit dem Unfall, die ich stationär gemacht habe, an der Sorge, wie die Kids das verkraften oder an allem zusammen.
Und ich weiß nicht, woher ich den Schneid nehmen soll, dieser OP zuzustimmen und dem Weg ins Krankenhaus zu schaffen...
Ich weiß, ich werde die Schwestern wieder nerven, weil ich alles ganz genau wissen will. Ich nehme nur die Tabletten die ich kenne oder mir jemand sagt wozu. Ich werde völlig panisch aus der Narkose aufwachen und kaum zu beruhigen sein (da wurde ich auch schpnmal als Irre beschimpft, anstatt mir zu helfen) etc.
Habt ihr da Tricks? Wie schafft ihr es, euch wieder und wieder auf soetwas einzulassen? Gibt es Möglichkeiten, das Krankenhaus auf seine "Macken" aufmerksam zu machen, ohne, dass man gleich als Bekloppt abgestempelt wird?
Die letzten OP s waten chirurgisch, da hat mir meine Traumatherapeutin helfen können, da es in "Ihrem" Krankenhaus gemacht wurde. Jetzt ist es eine andere Fachrichtung und ein andere Kkh...
Wäre sehr dankbar, wenn ihr mir helfen könntet!
LG Ellen
 

Meli

Erfahrenes Mitglied
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#2
Du solltest den behandelnden Ärzten genau von deiner PTBS berichten. Das ist eine ernstzunehmende Begleiterkrankung, auf welche die Behandlung abgestimmt werden muss. Die Ärzte müssen auch die Schwestern und Pfleger darüber informieren, denn du bist nicht "irre", sondern du leidest unter einer Krankheit!

Alles Gute!
Meli
 

elster999

Erfahrenes Mitglied
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Großraum Berlin
#3
Hallo Meli,
mir ist das klar, ich habe es bei der Aufnahme auch immer gesagt, habe selbst die Narkoseärzte darauf hingewiesen (weil ich eben weiß, was beim aufwachen passiert,wenn ich nicht sofort realisiere, wo ich bin und das alles okay ist) ein paar nette Worte reichen,bis ich halbwegs klar bin. Dann ist alles okay... Aber die Realität war eine andere :(
Selbst wenn die Ärzte sehr nett waren und mir alles erklärten, gab es immer Mind. Eine Schwester, die meinte mich und meine Probleme nicht ernst nehmen zu müssen, mir zu erzählen, ich will ja nur nicht etc. und mich teilweise aufs übelste zu behandeln. Und allein diese Vorstellung gruselt mich aufs übelste!
Und ich habe ehrlich gesagt auch schon überlegt, nichts von der PTBS zu erzählen, weil das schon mehrfach dazu geführt hatte, eben nicht ordentlich und menschlich behandelt zu werden, sondern wie ne Irre! Ich weiß nicht, wer dieses Gefühl von euch kennt...Es ist unerträglich und man kann weder weg noch was daran ändern...
Und wenn die Leute PTBS hören oder lesen, bildet man sich jeden Schmerz eh nur ein, dramatisiert man eh alles etc. DAß kenne ich leider auch zu genüge.
Und da soll ich guten Gewissens hingehen
LG Ellen
 

Frida1

Mitglied
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Mitten im Wald
#4
Hallo Ellen,
also ich persönlich habe ganz gute Erfahrungen damit gemacht in die Offensive zu gehen. So nach dem Motto "Eigentlich bin ich ein ganz netter Mensch, aber in bestimmten Situationen holt mich das Erlebte wieder ein..."
So bin ich z.B. gleich morgens an erster Stelle operiert worden und der Anästhesiepfleger hat sich sehr nett gekümmert.
Kannst du dir denn das Krankenhaus aussuchen? Dann könntest du dich vorher mal schlau machen, wie zufrieden andere Patienen dort waren, zumindest was für ein genereller Umgangston dort herrscht.
Ich selbst würde eine kleinere Klinik favorisieren, in der man noch wahrgenommen wird.

LG
Frida
 

hella

Erfahrenes Mitglied
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#5
Ohhha, hallo!
Ja, wohl bekannt. Ich schreib nachher, welche Maßnahmen halfen und wo wir trotzdem ein Problem hatten. Nur so viel: Ich hatte sogar Zettel am Bett hängen, damit nachher keiner sagen konnte, hat er nicht gewusst.
Und trotzdem kann ich deine Angst total verstehen, denn mit PTBS ist der Kontrollverlust im Krankenhaus so oder so Schwerstarbeit.
Liebe Grüße
 

Teddy

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#6
hallo Ellen,

was Frida schreibt, finde ich sehr sinnvoll und händelbar. Wenn du die Klinik weißt und die Abteilung, rufe an bitte und frage nach, wann du mit genau dieser Stationsleitung auf dieser Fachstation kurz ein Gespräch für ca 10min führen könntest.

Vielleicht hast du jemanden, der dich dabei begleiten kann, damit du da nicht alleine aufschlägst. Erläutere dort von Aug zu Aug dein Problem, die Vorgeschichte und deine Ängste und dass du gerne Probleme minimieren möchtest und bitte sie um ihre Unterstützung. Du willst keine Sonderbehandlung, sondern aufgrund deiner Erkrankung bittest du um angemessenen Umgang, wenn die Angstphasen dich gefangen halten. Vorab in die Offensive gehen, ist das Beste.

Auch während des nötigen Krankenhausaufenthaltes gibt es eventuell jemand, der für dich sprechen, sich schützend vor dich stellen und dich somit entlasten kann.

Vorab bleibt dir selber die Möglichkeit deine Angstgedanken mal anzuschauen: ... wenn ich ins KH muss, dann wird es ganz schlimm...bestimmt schlimmer noch als das letzte mal ... dann werden "die Pfleger" mich drangsalieren, ich solle mich blos zusammenreißen... dann verschlimmern die meinen Ausnahmezustand... mit diesen Redewendungen steigert sich die Angst. Wenn du sie mit diesen Selbstgesprächen steigern kannst, dann lassen sie sich beeinflussen. Also mit Worten wird es mehr, dann gibt es vielleicht auch Worte, die es im inneren Selbstgespräch nicht so sehr steigern lassen oder sogar mildern lassen.

Es gibt die Möglichkeit die Fakten zu versachlichen, so z. B. könntest du dir auf einen Zettel schreiben und ihn immer wieder durchlesen: es kann sein, dass es zu Momenten kommt, die meine Angst steigern, aber es muss nicht so kommen. Es kann sein, dass ich der einen Pflegekraft überhaupt nicht zurecht komme, aber es gibt auch andere und ich kann darum bitten nicht mehr mit dieser zu tun zu haben. Es kann sein, dass durch die Narkose meine Panik steigt, erfahrene Betreuer wissen damit umzugehen, diesen Ausnahmezustand erleben selbst auch "normale" als Durchgangssyndrom. Es kann sein, dass ich vermehrt Angstphasen erlebe, muss aber nicht sein. Falls es so ist, weiß ich, ich habe das schon öfters erlebt - überlebt - und das sind Phasen, die wieder besser werden.

Offenheit und zum Gesprächsthema machen, ist das Wichtigste. Keiner kann von außen in dein Gehirn schauen und deine Ängste, Ahnungen und Paniken erahnen, traue dich den anderen das zu sagen - Kommunikation ist die Chance Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

LG Teddy
 

hella

Erfahrenes Mitglied
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#7
Jetzt also Fortsetzung

Ich habe es lange mit der Therapeutin vorgesprochen. Ich hatte einfach auch Angst, ich könnte versehentlich vor Schreck und Angst eine Krankenschwester angehen, wenn die mich zum Beispiel einfach berührt.
An meinem Bett hingen 3x die gleichen Zettel, damit man es nicht übersehen kann. Dort stand, dass man mich nicht einfach berühren soll, weil jemand denkt, ich schliefe, dass immer alles angesagt werden soll, was sie mit mir machen, selbst wenn sie mich für komatös halten. Vor allem jede Berührung. Begründung: Ich könnte mich sonst aufgrund eines Traumas derart erschrecken, dass der Körper so unter Stress kommt, dass die Heilung postoperativ gefährdet sei oder ich könnte jemand im ersten Impuls sogar verletzen, was mir unsagbar leid täte.
Ich war schon x-mal auf dieser Station. Aber dieses Mal waren alle nett. Wirklich alle. Ich hatte außerdem ein Einzelzimmer (war purer Zufall), was für mich die Rettung war.
Zweite Maßnahme: Mein Mann oder meine beste Freundin waren vor allem postoperativ sofort da. Das funktioniert dann, wenn man statt in den Aufwachraum auf MC-Station kommt, ist so eine Art Intensistatiin light. Das hatten wir vorher auch besprochen.
Auch besprochen hatten wir ganz sichere Schmerzausschaltung mit dem Anästhesisten. Auch erklärt, dass das App-Gebiet dort liegt, wo ein Schmerzreiz schlimm triggern kann. Der hat nicht zugehört, glaubte ein bissl was wird schon langen.
Ich war zum Glück nie allein und als ich zurück auf Station war, kam der Schmerz und damit der Trigger. Mein Mann sagte, der Wahnsinn brach los. Ich war nicht mehr zu erreichen und die Überwachung schlug Daueralarm. Aber stärkere Schmerzmittel konnten die dort nicht geben, hätte ich zurück auf diese Intensiv gemusst, da war aber nichts mehr frei. Die waren alle bemüht. Keiner fand mich hysterisch und mein Mann durfte jenseits jeder Besuchszeit bleiben und sich von meiner Freundin auch nachts ablösen lassen, weil die froh waren, dass jemand da war, der halbwegs wusste, wie man mit so einer fiesen "Macke" umgeht.
Wäre ich allein gewesen, hätten die Schwester und der Stationsarzt darauf bestanden, dass ich irgendwo ein Intensivbett bekomme, weil es sonst weder Ihnen noch mir zuzumuten wäre.
Ich hatte bestimmt auch Glück. Aber jeder Patient, der auf der Station künftig ähnliche Probleme hat, wird sicher ganz fachkundig behandelt.
Kannst du in deine Op-Mappe nicht einen Zettel tun in großer PC Schrift, der an dein Bett im Aufwachraum kommt. Liebe Pfleger! Es tut mir leid, wenn ich sehr schwierig werden sollte beim Aufwachen. Ich hatte nach einem schweren Unfall in den letzten zwei Jahren xy OPs und mehrere schlimme Komplikationen. Mich ängstigt alles hier. Wenn Sie einfach beruhigend auf mich einsprechen und mir das Gefühl geben, hier nicht verloren zu sein, würden Sie mir sehr helfen. Vielen Dank
Und was Medis und Co betrifft....das ist bei mir ganz genauso. Auch da sag ich inzwischen sehr nett: Ich weiß, es könnte sie nerven, aber ich brauche das Gefühl, dass ich alles unter Kontrolle habe, weil ich Schlimmes erlebt habe. Mir fehlt Sicherheit außerhalb meines Zuhauses und mit dem vielen Fragen kann ich ein bissl davon gewinnen.
So ein Blatt habe ich außerdem in meine Stationsakte legen lassen, da wo die Fieberkurve und so eingetragen wird.

Ja, manche werden doof reagieren. Aber einige eben auch verständnisvoll und solche Anker helfen ja schon. Ich glaube, die Mehrheit ist froh über die klaren Worte.

Freunde und Familie sollten viel bei dir sein.
Und echt, so ein Hosentaschenengel ist immer mit im KH in der Außenseite der Waschtasche. Gibt mir auch etwas Sicherheit.

Liebe Grüße
 

Kasandra

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#8
Hallo Ellen,

ich weiß zwar nicht, was für eine OP bei Dir ansteht, ABER KEEP COOL!

Ich habe auch Ptbs und bin schon über 20x operiert worden.

Sei ehrlich zu Dir, eine OP, d. h. Anästhesie-Vorbereitung, OP-Saal, Aufwachraum. Das ist für sich ein easy Prozeß.

Scheiße läuft es dann eher auf Station. Davon kann ich auch unzählige Lieder singen

Ich habe auch viele Jahre im OP gearbeitet und allg. waren meine Erfahrungen als Patient und auch als Mitarbeiter in der Anästhesie-Einleitung durchweg sehr positiv.
Die Anä-Pflege und Ärzte merken, ob jemand Angst hat. Sie erklären, streicheln über die Wange, halten die Hand o. ä. bei der Narkose.

Die Narkosen sind heutzutage so richtig genial. Super zu steuern und primär wird Propofol eingestetzt. Die Extubation erfolgt primär im OP-Saal und dann wird man in den AWR (Aufwachraum) fürsorglich übergeben.

Wie gesagt, ich weiß jetzt nicht, welche OP bei Dir durchgeführt werden soll, aber ggf. je nach Indikation geht es auch ohne ITN (Intubationsnarkose), sondern via Plexus, Spinal o. ä.

Dann kannst Du Dir noch aussuchen, ob Du bei der OP "dabei" bist oder schön schlafen möchtest durch niedrige Sedierung.

Also, komm runter. Wenn Du noch Fragen hast, versuche ich sie dir gerne zu beantworten.

Viele Grüße

Kasadra
 

elster999

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#9
Lieben Dank für eure Worte!
@Hella, Teddy und Frida, ich werde es mal so versuchen und hoffe, dass es klappt. Danke für eure Tipps.
@kassandra: Keep cool - schön wärs, wenn das so einfach wäre.
Ich hatte zum Glück noch nicht ganz so viele OPs wie du. Dafür ordentlich Komplikationen.
Die anstehende OP hat nix mit dem Unfall zu tun, eine Vollnakose unumgänglich.
Du hast recht, vor der OP wurde ich bis jetzt auch immer liebevoll umsorgt, bis ich schlief. Da habe ich keine Angst. Aber das Erwachen aus der Narkose ist der blanke Horror für mich. Und ich kann dann für nix garantieren, vor allem nicht, wenn ich nicht ernst genommen werde, keine da ist und sich kümmert und dann noch Sachen passiert sind, die nicht abgesprochen waren und mit völlig überraschen. Hab schon probiert im Aufwachraum wegzulaufen - ohne dass ich richtig bei mir war. Aber dann statt mich zu beruhigen, das Gatter hochziehen und mich beschimpfen - das hat mir noch mehr Angst gemacht und Panik. Und auf Station kenne ich auch die übelsten Situationen, das trau ich mich gar nicht aufzuschreiben.
Hella hat recht, der KontrollVerlust macht mich kirre. Und dann bin ich womöglich wirklich ein anstrengender Patient, der so seine Macken hat. Das das für überlastet weil zu wenige Schwestern zusätzlich Stress ist, sehe ich ja auch ein.
Ich rede nicht gern über meine "spezial Effects" aber womöglich muss ich das im Vorfeld doch mehr tun. Und die Hoffnung haben, verstanden zu werden.

Die Angst geht deshalb nicht weg, aber vielleicht klappt es dann Vorort doch besser, als ich befürchte...
Danke!
LG Ellen
 

daphne

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#10
hallo ellen,
was mir auch geholfen hat, war mit den anästhesisten vorher ausführlich zu sprechen. ich habe mittlerweile gemerkt, dass die sowieso sehr gut mit dem thema ptbs umgehen können und wissen, wie sie helfen können, um die situationen vor und nach der op erträglicher zu machen. und ich versuche möglichst immer, mir vorher den vorbereitungsraum anzuschauen. leider können ja unterstützende angehörige nicht mit in op-bereiche (habe ich jedenfalls noch nicht erlebt).
und dann sorge doch dafür, dass überall auf deiner akte groß und deutlich drauf steht, dass du unter ptbs leidest. grade dann, wenn man aus einer narkose aufwacht, kann man sich nicht wirklich klar artikulieren und wenn die ängste dann überhand nehmen, ist gar keine kommunikation mehr möglich. für den fall ist es gut, wenn jede schwester und jeder pfleger auf deiner karte sieht: patient hat eine ptbs.
ich verstecke mich mittlerweile nicht mehr damit.früher war es mir unangenehm. ich wollte deswegen keine "extrawurst gebraten" haben. aber ich habe vor ein paar jahren eine echt schlimme sache im op-vorbereitungsraum erlebt. da bin ich vor panik völlig neben mir gestanden und ich schätze mal, ich war das, was man hysterisch nennen könnte. das will ich nicht noch mal erleben. dagegen hilft nur, dass für die anderen deutlich erkennbar ist, warum du "seltsam" reagierst.
ich wünsche dir viel kraft
daphne
 

sonnen-schein

Mitgliedschaft beendet
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29 Apr. 2016
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#11
Hallo ihr lieben,
ich stehe gerade vor einem Problem und hoffe, dass der ein oder andere mich versteht und vielleicht einen Tipp für mich hat.
Jetzt fast 3 Jahre nach dem Unfall und seit 1.5Jahren zum Glück nicht mehr stationär in Krankenhaus oder Rehabilitation gewesen, steht ggf. eine erneute OP an. Vor dieser selbst graut mir nicht. Aber der Gedanke, dort wieder völlig ausgeliefert rumzuliegen, meine Individualität an der Pforte abzugeben etc. löst regelrecht Panik in mir aus.
Ich weiß nicht, ob es an der PTBS liegt oder den vielen unschönen Erfahrungen seit dem Unfall, die ich stationär gemacht habe, an der Sorge, wie die Kids das verkraften oder an allem zusammen.
Und ich weiß nicht, woher ich den Schneid nehmen soll, dieser OP zuzustimmen und dem Weg ins Krankenhaus zu schaffen...
Ich weiß, ich werde die Schwestern wieder nerven, weil ich alles ganz genau wissen will. Ich nehme nur die Tabletten die ich kenne oder mir jemand sagt wozu. Ich werde völlig panisch aus der Narkose aufwachen und kaum zu beruhigen sein (da wurde ich auch schpnmal als Irre beschimpft, anstatt mir zu helfen) etc.
Habt ihr da Tricks? Wie schafft ihr es, euch wieder und wieder auf soetwas einzulassen? Gibt es Möglichkeiten, das Krankenhaus auf seine "Macken" aufmerksam zu machen, ohne, dass man gleich als Bekloppt abgestempelt wird?
Die letzten OP s waten chirurgisch, da hat mir meine Traumatherapeutin helfen können, da es in "Ihrem" Krankenhaus gemacht wurde. Jetzt ist es eine andere Fachrichtung und ein andere Kkh...
Wäre sehr dankbar, wenn ihr mir helfen könntet!
LG Ellen
Hallo liebe elster999, vielen Dank für Deine private Nachricht und Deine tollen Tipps. Du konntest mir dadurch sehr weiter helfen! Ich habe versucht Dir per private Nachricht zu antworten, aber wieder hat es nicht geklappt. Ich hoffe Du bekommst meine Nachricht, bin Dir so dankbar, vielen vielen Dank. Liebe Grüße Sonnenschein
 

elster999

Erfahrenes Mitglied
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#12
Hallo Sonnenschein,
Nix zu danken! Ich bin ja auch so dankbar, dass mir gier geholfen wird, Leute dasind sie mich verstehen und Tipps geben können, wie sieces geschafft haben.

@all:
Ich denke, dass ich ggf. Doch noch intensiver auf meine Probleme hinweisen muss, auch wenn mir das gar nicht liegt. Da habt ihr schon recht...
Und ich werde mich genau vorab informieren, wie und wann und wo ich die OP machen lasse.
Denn ich hatte wie gesagt auch schon die gruseligsten Erlebnisse im Aufwachraum. Das möchte ich auch nie wieder erleben. Und die Schwestern wohl auch eher nicht :(
Meine letzten OPs habe ich mit Vorliebe ambulant gemacht, obwohl ich da auch auf Unverständnis traf, da ich im Krankenhaus besser aufgehoben wäre. Aber für mich war es so perfekt. Ich kannte den ambulanten OP und das Team bereits, es war eine angenehme, ruhige Atmosphäre und es war immer einer für mich da. Bei Komplikationen und Schmerzen wurde sofort reagiert und ich konnte sobald ich fit war nach Hause, was eh am besten für mich war.
Aber das geht diesmal leider nicht, dazu ist die OP zu groß und umfangreich...
Aber eure Tipps und mit der Vorbereitung durCh meine Zraumatherapeutin werde ich das hoffentlich schaffen und nur meinen Mut bewahren. Ich weiß jetzt schon, dass ich davor noch ein paar mal einbreche und vor Panik nix mehr klares denken kann....
Aber euch erstmal ganz lieben Dank!
LG Ellen
 
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