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Professor Untat: Was faul ist hinter den Hochschulkulissen

Impf2010

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#1
Professor Untat: Was faul ist hinter den Hochschulkulissen

"
Alle Welt redet von der Bildungsmisere. Doch die oft miese Leistung zu vieler deutscher Professoren wird kaum öffentlich diskutiert. Sie delegieren ihre Lehre, schikanieren Doktoranden und sind für ihre Forschung keine Rechenschaft schuldig – und das alles bei Anstellung auf Lebenszeit und üppigem Beamtenlohn. Spitze sind sie nur in ihren »Nebenjobs« – als Berater, Gutachter und Firmenlenker verdienen sie sich eine goldene Nase. Mit investigativen Methoden outen Uwe Kamenz und Martin Wehrle die schwarzen Schafe unter den Professoren. Anhand haarsträubender Fälle zeigen sie, wie unverfroren sich diese auf Kosten der Studenten und des Staates bereichern. Aus den Erkenntnissen entwickeln sie ein Sofortprogramm, mit dem die Leistung der Professoren auf einen Schlag verdoppelt werden könnte – zum Wohle der Zukunft unseres Landes.
"

https://www.amazon.de/Professor-Untat-faul-hinter-Hochschulkulissen/dp/3430200180
 

Wolle53

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#2
Hallo Impf2010,

da hast du mal richtig Dampf abgelassen, richtig so dies zeigt ganz klar wie hinter den Hochschulkulissen unsere Rechtsprechung aufgebaut ist und wie die am längeren Hebel sitzen um uns alle abzuzocken.

Bildung ist das eine.............. abzocken hat einen höheren Stellungswert. Oben beim lieben Vater vor dem höchsten Gericht kommt spätestens die Abrechnung dann ist es zu spät für die ehrenwürdigen .....................

LG Wolle
 

hella

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#4
Hallo!
Ich weiß, dass es Missstände gibt. Wie überall. Aber ich kenne wirklich bislang nur Profs, die für ihr Fach brennen, zuvor super hart gearbeitet haben, bis sie überhaupt Prof wurden und unter den desaströsen Zuständen an den Hochschulen und in den Unikliniken leiden, die viel Zeit mit dem Auftreiben von Fördermitteln und Bürokratismus verbringen müssen, statt ihrer eigentlichen Berufung nachgehen zu können...diese Verallgemeinerung in Deinem Beitrag finde ich unangemessen.
 

hella

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#6
Erst mal richtig lesen... ich bin zwar helle, heiße aber Hella und was ich lese oder nicht, bevor ich hier schreibe, entscheide ich immer noch selbst.
 

bobb

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#7
Was in den Veröffentlichungen von Wehrle/Kamenz über die Professoren der universitären Einrichtungen geschrieben wird, glaube ich sofort. Wenn vielleicht auch nicht alle dieser Ordinarien ihre gewonnen Erkenntnisse dafür verwenden, um ihren Förderern (auch große Versicherungskonzerne) willentlich passende und gegen die Patienten gerichtete Gutachten zu erstellen, so ist doch m.E. die Zahl derer sehr groß, die ihren Beamtensold durch Sachverständigentätigkeit auch für Gerichte in einem erheblichen Maße aufbessern, wobei natürlich der Effekt der Empfehlung an die jeweiligen Förderer eine große Rolle spielt, d.h. diese Gutachten nicht mit der gebotenen Neutralität erstattet werden. Alles so nach dem Motto: Wenn ein Gutachten pro der in Haftung genommenen Versicherung z.B. bei einem ZP ausfällt, dann spart die Versicherung hohe Entschädigungssummen ein, die bzw. von denen ja dann ein merklicher Teil als Spende der jeweiligen Universität oder als Förderung den Unikliniken für "Forschungsarbeit" zur Verfügung gestellt werden kann.

Im ZDF-Zoom habe ich mir gestern spätnachts mal die Zusammenhänge und Ursachen der Finanzkrise 2008 reingezogen. Wenn man sich das mal angeschaut hat, was natürlich viel größere Dimensionen erreichte, dann versteht man vielleicht besser, wie die Dinge laufen. Versicherungskonzerne haben viel Geld und sitzen am längeren Hebel.
Mal ein Beispiel:
Im Max-Planck-Institut München wurde einige Jahre viel Forschungsarbeit im Bereich Depressionen und deren Ursachen betrieben. Die hochspezialisierte Leiterin der Forschungsgruppe Frau Dr. Schmidt (Psychiaterin mit Zusatzfachausbildung Traumatologie) baute diesen Bereich auf und arbeitete dort mit einem Team, um hier speziell das Thema der PTBS zu erforschen. Wenn man weiß, daß auch Unfälle sehr häufig die Ursache sind für traumatische Folgestörungen und diese dann auch den haftungsrechtlichen Bereich berühren, dann wundert man sich nicht, wenn plötzlich ein lang angelegtes Forschungsprojekt auf Veranlassung von oben abgebrochen wird bzw. das ganze Team aufgelöst wird; und erst recht kann man irritiert sein, wenn man dann mal in die Liste der personellen Zusammensetzung des Kuratoriums schaut und den Vorstandsvorsitzenden der Allianz Versicherung dort findet (Stand 2017).

Ich weiß von einem anderen ehemaligen Arzt dieses Instituts, auf den ich eines Tages im Morgenmagazin des ZDF aufmerksam wurde und mit dem ich mich anschließend telefonisch in Verbindung setzte, daß das MPI im Rahmen seiner Forschungsarbeit auch eine Studie in naher Zukunft erstellen wollte zum Thema Depressionen und PTBS nach Unfällen bzw. Autounfällen. Dieser Arzt hat mir in dem Telefonat gesagt, daß er die letzten Tage in diesem Institut arbeitet, da er nach Amerika auswandern wird, weil es dort einfach bessere Chancen im Bereich Forschung gibt.

Fazit: Es soll keine Studien geben, die die Kausalität von Depressionen oder PTBS und Autounfällen als verwertbaren Beweis gerade in einer gerichtlichen Auseinandersetzung darstellen könnten.

Übrigens war Frau Dr. Schmidt auch als Gerichtsgutachterin tätig ! Wenn es jetzt nicht klingelt, dann klingelt es nicht mehr :)


Grüßt auch Bobb
 
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Impf2010

Erfahrenes Mitglied
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ausgewandert
#8
"
Genau das hatten Jahre zuvor Richter des Gelsenkirchener Sozialgerichts in Umkehrung des eigentlichen Procederes getan.
Statt ein Triebig-Gutachten nachzubeten, nahmen sie den Gutachter ins Gebet: »Gegen die Ausführungen von Prof. Dr. Triebig spricht jedoch insbesondere, dass das Gericht erhebliche Zweifel an der Unvoreingenommenheit dieses Arztes hat ( ... ).
Außerdem besteht ein Abhängigkeitsverhältnis, wenn Prof. Dr. Triebig sein Einkommen überwiegend durch Gutachtenaufträge erzielt, wenn ihm dafür von den Berufsgenossenschaften Räumlichkeiten in der Unfallklinik Ludwigshafen zur Verfügung gestellt werden ( ... ).
Da zudem gegen Prof. Dr. Triebig staatsanwaltliche Ermittlungen wegen Verstoß gegen § 278 StGB im Gange sind, erscheint es dem Sozialgericht durchaus möglich, dass es sich bei den Stellungnahmen von Prof. Dr. Triebig um Gefälligkeitsgutachten für die Beklagte handelt.«
(AZ S 10 U 82/91)" Gelsenkirchener Sozialgerichts
 
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