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Probleme mit privater BU-Versicherung

kbi1989

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
12 Okt. 2006
Beiträge
949
Hallo Mariele,

nein, das ist nicht schon Zermürbungstaktik des Gerichtes, das war der
ganz normale Beginn einer Gerichtsverhandlung vor dem Landgericht in
Sachen Berufsunfähigkeit.

Trotz Vorliegen der Schriftsätze der Kläger- als auch der Beklagtenseite
versucht sich der Einzelrichter(in) von Dir ein Bild zu machen; welchen
Eindruck Du auf ihn hinterlässt, wie Du deine letzte berufliche Tätigkeit
detailliert schildern kannst, wie Du möglicherweise auch aufgrund deiner
Krankheit- bzw. Berufsunfähigkeit, Du zu deiner beruflichen Tätigkeit
stehst. Das ist ein ganz normaler gerichtlicher Vorgang, der für Dich
noch keine Nachteile birgt.

Danach geht es meist in die Beweisführung. D. h. das Gericht beauftragt
zunächst die Sachverständigen. Liegen deren Gutachten vor, treten wie-
der die Anwälte in Erscheinung mit den Stellungnahmen zu diesen vorlie-
genden Gutachten. So war es auch in dem Verfahren meiner Frau.

Frage, wer hat denn den Vergleich angeboten? Hat der Richter den Ver-
gleich vorgeschlagen oder die Versicherung? Vergleiche anbieten, gehört
zur Prozeßstrategie. Egal von wem der Vergleich angeboten wird. Wenn
der Richter ihn angeboten hat, will er Dich ausforschen um was es Dir
letztendlich geht. Geht es Dir nur um das schnelle Geld, bist Du nicht be-
rufsunfähig. Hat die Versicherung ihn angeboten, dann lehne ihn sofort
ab, denn ihr befindet euch ja noch nicht in der Beweisfindung. Die Be-
weisanordnung hat das Gericht ja noch nicht angeordnet.

Also noch nicht verzagen, es war ja erst der Prozeßauftakt also ein ganz
normaler Vorgang. Ich hoffe nur für Dich, dass Du einen versierten Anwalt
für das private Versicherungsrecht hast!

Gruss
kbi1989
 

Mariele

Nutzer
Registriert seit
6 Jan. 2008
Beiträge
30
Ort
Baden-Württemberg
Hallo kbi und alle anderen,

danke für Eure Antworten.

Ist es üblich, parallel zu einem Vergleichsangebot die Versicherung aufgeben zu müssen? Ist dies nicht schon alleine ein Indiz darauf, dass der Versicherer seine Chancen der Wahrheitsfindung als sehr gering einschätzt und damit verbunden seine Leistungspflicht fürchtet?

Viele Grüße
Mariele
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Vertragskündigung

Hallo Mariele,

das ist die Taktik der Cosmos (wie ich ja schon geschrieben habe).
So hättest Du alle Jahre für NIX Deine Beiträge gezahlt.

Wir hatten/haben 2 BUZ-Versicherungen, warum zahlt wohl die eine BUZ-Rente und die andere (natürlich die COSMOS) hat sich der Verantwortung entzogen?
Und wir hatten nicht einmal unseren RA hinter uns und alle anderen "Vereine" wie BaFin und Anspruchhilfe haben sich auch verabschiedet.

Ich habe alle Versicherungen von uns bei der COSMOS gekündigt und bei einer anderen Versicherung neue Verträge gemacht.

Ich hoffe Du hast die Kraft Dich weiterhin wehren, ich wünsche es Dir.

Liebe Grüße
Kai-Uwe´s Frau
 

kbi1989

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
12 Okt. 2006
Beiträge
949
Hallo Mariele,

wenn Du diesen Vergleich annimmst, wird der bestehende BU-Vertrag so-
fort vom Versicherer aufgelöst. Dies ist nicht nur bei der Cosmos so, alle
anderen BU-Versicherer handeln ebenso.

Aber ich glaube, das weist Du ja selbst, als ehemalige Mitarbeiterin in der
Versicherungsbranche. Deshalb würde ich an deiner Stelle nicht lang über-
legen, und den Vergleich ablehnen. Aber letztendlich ist es deine Ent-
scheidung.

Im Übrigen, Du befindest Dich ja erst in der Anfangsphase des anhängigen
Prozesses. Warte doch zunächst einmal die noch zu erstellenden med.
Gutachten ab. Wer hat denn nun den Vergleich vorgeschlagen?

Gruss
kbi1989
 

Mariele

Nutzer
Registriert seit
6 Jan. 2008
Beiträge
30
Ort
Baden-Württemberg
Hallo Ihr,

vielen Dank für Eure Antworten.

Ich war tatsächlich bei einem Versicherungsunternehmen beschäftigt, allerdings habe ich dies aufgrund der mehrjährigen massiven Mobbingsituation, die mir letztendlich meinen Seelenfrieden und mehr sowie meinen Job nach jahrzehntelanger Betriebszugehörigkeit gekostet hat, verdrängt.

Mein RA hat inzwischen den Vergleich laut meinem Auftrag angenommen. Ich wusste zu dem Zeitpunkt allerdings nicht, dass parallel hierzu eine volle Erwerbsminderung meinerseits festgestellt wurde. Hätte dies an dem Ausgang dieser Verhandlung gegen den BU-Versicherer evtl. etwas geändert?

Zum besseren Verständnis noch folgendes: Ich führe seit drei Jahren Prozesse. Für GERECHTIGKEIT und für RECHT. Es wurden von mir mittlerweile hunderte Seiten an Schriftsätzen gefertigt. Zwischenzeitlich bin ich müde von den vielen Lügen der Gegenseite, von den falschen Zeugenaussagen der "noch" Angestellten der Firma, die einst meine liebsten Kollegen waren. Der Glaube an Gerechtigkeit oder Recht, der Glaube an Menschen mit Courage und Stehvermögen und die Gewissheit, dass es das nicht gibt - dies alles raubt mir einfach den letzten Nerv.

Kämpfen ist die eine Sache - ein Kampf gegen Windmühlen ist aussichtslos.

Euer Mariele
 
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