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Private Unfallversicherung

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Hallo,
meine Schmerzärztin hat mir keine Hoffnung auf Heilung gemacht, sie meinte ihr Ziel ist für mich die Schmerzen erträglich zu machen.
Kein Orthopäde kann und will etwas mir mir anfangen....ich bin also nur noch dabei den Tag/Nacht so erträglich wie möglich für mich zu machen.
Durch die Einnahme der Schmerzmittel bin ich nicht mehr in der Lage selber ein Auto zu fahren und auch sonst kann ich nicht lange stehen, sitzen, laufen, liegen.

Nun habe ich meine Unfallversicherung (7 Monate nach dem Unfall) gefragt ob ich eine Unfallrente (wie im Vertrag) und eine Kapitalzahlung bekomme und wie das läuft.

Die Antwort war, sie werden sich 12 Monate nach dem Unfall bei mir melden.

Das kann doch wohl nicht sein, in den Vertragsunterlagen steht davon nichts.

Kann ich die Versicherung auffordern schon jetzt etwas für micht zu unternehmen

Denn ich denke nach denn 12 Monaten wird es dann auch wieder dauern und dauern und dauern....aber mir geht das Geld aus.

Ich habe auch noch 2 BUV (gehören zu LV), kann ich die jetzt auch schon auffordern mir eine Rente zu zahlen?
Über einen Tipp würde ich mich sehr freuen.

Kai-Uwe
 

Ackermann

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
8 Sep. 2006
Beiträge
114
Willkommen im Club,
suche dir am besten sofort einen Anwalt, es wird keine deiner Versicherungen freiwilig zahlen, lies einfach hier im Forum, hier wirst du auch Infos finden wie dich die Versicherungen mürbe machen wollen. Kauf dir den aktuellen Focus, dort ist sehr gut beschrieben was dich erwartet. Ist mit Sicherheit nicht das was du hören wolltest, aber sei dir gewiss, dein Gegenüber hat Mafiastrukturen, sorry
Ralle
Achso, bleib auch sofort am Ball mit der Versicherung, schau in den AGBs zur Meldepflichten, nichts am Telefon glauben , immer schriftlich , am besten Einschreiben / Rückschein, nicht das nach 12 Monaten irgendeine Frist um ist, wäre schade für dich.
 

Gerd1949

Wegen Mehrfachmitgliedschaft geperrte Mitglieder
Registriert seit
1 März 2007
Beiträge
71
Hallo Kai-Uwe,

zuerst solltest Du mal schreiben was Du überhaupt versichert hast. Übergangsgeld? Welche AUB sind vereinbart? Welche Diagnose wurde gestellt?

Gruß

Gerd
 

Orthese

Wegen Mehrfachmitgliedschaft geperrte Mitglieder
Registriert seit
21 Feb. 2007
Beiträge
93
Unfall und BU Versicherung

Hallo,

Unfallversicherungen leisten normalerweise bei "Invalidität", d.h. eine dauernde Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Frühestens nach 12 Monaten wird diese Leistung erbracht, weil die Versicherungen meinen, erst dann sei eine Beurteilung der DAUERNDEN Beeinträchtigung möglich.
Falls Du Übergangsgeld versichert hast, kann dieses bereits nach 3 und 6 Monaten ausgezahlt werden. LEIDER MUSST DU NOCH 5 MONATE warten.

BU Versicherungen leisten normalerweise bei einer Einschränkung der beruflichen Tätigkeit von mehr als 50%. Nach 6 Monaten Arbeitsunfähigkeit wird unterstellt, dass die BU vorliegt und die Rente rückwirkend gezahlt. Du kannst die BU sofort beantragen.

Der Tip mit dem Anwalt ist natürlich nie verkehrt. Kostet aber Geld, falls Du keine Rechtsschutzversicherung hast.

Gruss
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo Kai-Uwe,

Für Schmerzen und die daraus resultierenden Folgen ist die Schadenshaftpflicht des Unfallverursachwers zuständig.

Wie Orthese schon schrieb, bei Invalidität, Krankenhaustagegeld usw. zahlen die privaten Unfallversicherer, Kleingedrucktes der Police lesen oder lesen lassen. Ob eine Unfallverletzung zur Invalidität führt, das weiß man erst nach einiger Zeit. Es sei denn, du hast eine Amputation oder kompletten Querschnitt, dann hilft auch keine Heilzeit, das ist irreversibel.

Deine letzte Frage ist eine Rechtsberatung und gehört an einen Anwalt gestellt. Diese Beratung gehört auch zum Unfallschaden und der Anwalt muss sich den Entgelt von der Versicherug holen, nicht von Dir, wenn Du an dem Unfall unschuldig warst.

Kann ich irgendwo lesen was Dir passiert ist?

Gruß Ariel
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Haus-Unfall

Hallo Ariel,
mein Unfall war ein Haus-Unfall, vor 7 Monaten bin ich beim Staubwischen vom Geländer 4m tief kopfüber auf Marmorstufen gestürzt, :( ...4 Wo Krankenhaus.
Ich hatte sehr viel Glück, NUR div. Rippenbrüche, Absplitterung an der Wirbelsäule, HWS, SHT, der ganze Körper war geprellt und blau. Ich war nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem ganzen Rücken auf die Stufen geschlagen.

Es wurden nur meine starken Schmerzen mit Opiate behandelt/überdeckt.
MRT + CT sollten oB sein, Eine 6 Mo. später durchgeführte Szintigraphie zeigte viel mehr Frakturen, die aber nun schon verheilt sein sollten:confused:
Schmerzbedingt konnte erst 4 Monate nach dem Unfall eine Reha (orthopädisch) 4 wöchig durchgeführt werden. Ab mittags war ich auch in der Reha durch meine Schmerzen nicht mehr ansprech/behandelbar. Ich wurde als arbeitsunfähig entlassen.

Kein Arzt (und es waren sehr viele) wollte oder konnte etwas mit mir anfangen, ich war nach 10-15 Min. immer wieder draußen. Sie konnten angeblich nichts finden, also bin ich auch augenscheinlich gesund:mad:
Meine Schmerzärztin teilte mir vor einer Woche mit ihr Ziel sei nur noch meine Schmerzen (die immer schlimmer werden) erträglich zu machen, sonst sehe sie keine Alternative/Behandlung mehr für mich.

In meiner Verzweiflung nahm ich noch einen neuen Termin in einer anderen Schmerzklinik (ganz in unserer Nähe) wahr (kein Arzt hatte uns diese Adresse genannt, meine Frau hat sie im Internet gefunden)

Es war der 1. Arzt der mich sehr gründlich untersuchte (über 2 Stunden!)
und am Rücken eine sehr schwere Nervenschädigung annimmt.
Ich werde jetzt in dieser Klinik stationär für eine Zeit aufgenommen und ENDLICH werden auch mal die Nerven im ganzen Po, Bein, Rücken, Schulter, Hals-Bereich geprüft.

So, nun habe ich mich etwas "erklärt", ich hoffe es war nicht zuviel.

Ich habe eine Unfallversicherung, mit Rente und Kapitalzahlung.
Und ich habe auch 2 BUV- an LV.

Da meine Ärztin ja nichts mehr mit mir anfangen konnte und ich die Schmerzen, auch wenn jetzt die Nervenschädigung festgestellt wird wohl immer behalten werde (davon geht auch der neue Arzt aus), muß ich mich wohl auf eine Rente einstellen.
Ich bin zZ überhaupt nicht in der Lage zu arbeiten. Ich bin 57 Jahre, war immer sehr viel im Auto (meißt im Ausland) unterwegs, sehr mobil und mein Arbeitstag verlangt 100%tigen Einsatz.
Ich kann, schon wegen der Schmerzmittel nicht selber ein Auto fahren, kann nicht lange sitzen, stehen, laufen, liegen, habe tierische Kopfschmerzen bis zur Überlkeit.

Ich möchte einfach nur meinen Tag nach meinen Schmerzen einteilen können, dafür brauche ich aber die Renten der privaten Versicherungen, die ich ja auch teilweise fast 30 Jahre bezahlt habe.
Aber je länger ich in diesem Forum lese umso mehr schwindet meine Hoffnung auf eine schnelle Lösung.
Ich wünsche allen ein schmerzerträgliches Wochenende
Kai-Uwe
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo Kai-Uwe,
Frage: bist Du nüchtern da runter gefallen?

Schmerz ist nicht gleich Schmerz. Wie fühlt sich dieser Schmerz an?
Sind die Rippenbrüche und die anderen auf den RÖ zu sehen? Oder waren die auch ohne Befund?
Es ist schwer zu glauben, dass die MRT und CT ohne Befund gewesen sein sollen.
Hast Du Dir diese Bilder besorgt? Nimm sie mit in die Klinik, in die Du jetzt gehst. Oder der Arzt dort soll sie anfordern.

Diese Bilder sind wichtig, wenn sie tatsächlich Befunde aufweisen, dann hast Du ein Problem mit den Ärzten, die das Gegenteil behaupten.
Falsch beurteilte Bildaufnahmen sind ein wesentlicher Bestandteil der anschließenden Falschbehandlung.

Man kann sich eine Menge Schmerzpharmaka ersparen, wenn die Diagnose richtig gestellt wird. Das gefällt zwar der Pharmaindustrie wenig, aber es ist besser für die Krankenkassen, denn die muss nicht nur die Folgen der Nebenwirkungen berappen, sondern die Pharmaka auch und das Betrifft uns alle als Beitragszahler der Krankenkassen.

Gruß Ariel
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Hallo Ariel,
natürlich war ich nüchtern. (nur vielleicht etwas blöde:eek: , aber so passieren eben Unfälle)
Ich habe auch alle MRT + CT + Röntgenbilder und der letzte Arzt (Schmerzkinik) ist auch mit einem Bild sehr aufgebracht zu einem Kollegen gelaufen.
Da höre ich aber mehr sobald ich stationär aufgenommen bin.
Vielen Dank Für Ihre Antworten
Viele Grüße
Kai-Uwe
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo Kai-Uwe,

ich denke, Du benötigst einen super Anwalt!
Gutes Händchen bei der Suche!

Gruß Ariel
 

kahesi

Mitglied
Registriert seit
15 Jan. 2007
Beiträge
25
Hallo Kai-Uwe,

hast du schon einen Fragebogen von deiner BUV bekommen? Den solltst du auf alle Fälle mit einem Anwalt zusammen ausfüllen. Bei mir hat das zu kurzfristigen Rentenzahlungen meiner BUZ geführt.
Die Gefahr dabei ist nämlich, sich in Widersprüche zu verstricken, die eine Verzögerung garantiert nach sich ziehen würden.

Wie schon an anderer Stelle empfohlen, such dir einen Fachanwalt.

Gruß und alles Gute
Karl Heinz
 

chaotisch

Nutzer
Registriert seit
22 Sep. 2006
Beiträge
56
Hallo Kai-Uwe!

Ich möchte dich ja nicht schocken, aber deine Pritave UV kann bis zu 3 Jahre die Feststellung eines Dauerschadens hinauszögern, wenn bei deiner Begutachtung eine evtl. Aussicht auf Besserung!

Ich denke Du solltest Dir lieber beizeit einen Anwalt suchen u.Dir jeden Befund gut durchlesen u. bei Fehlern sofort auf eine Berichtigung drängen.

Das hätte mir alles auch nicht schaden können u. Du hast wesentlich weniger ärger!

Liebe Grüße chaotisch:)
 
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