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Posttraumatische Belastungsstörung

Dorothea1900

Neues Mitglied
Registriert seit
13 Nov. 2018
Beiträge
1
#1
Ein freundliches Hallo erst einmal.
Wir hatten vor 5 Monaten einen schweren Verkehrsunfall und ich war über 1 Stunde im Fahrzeug eingeklemmt, hatte Todesangst und bin immer noch traumatisiert. Befinde mich zur Zeit in einer Akut-Trauma-Therapie und bin immer noch arbeitsunfähig.
Die gegnerische Versicherung hält sich mit Schmerzensgeldzahlungen zurück.

Hat jemand Erfahrung in dieser Angelegenheit. .?

Danke im voraus
 

seenixe

Super-Moderator
Mitarbeiter
Registriert seit
31 Aug. 2006
Beiträge
7,251
Ort
Berlin
#2
Hallo Dorothea,
herzlich Willkommen hier im Forum. Natürlich gibt es hier viele Menschen mit genau der gleichen Problematik.
Versuche Dich ein wenig durch das Forum zu arbeiten. Benutze die Suche um ähnliche Fälle zu finden. Wir leisten hier Hilfe zur Selbsthilfe. Versuche Deine Fragen zu formulieren. Jeder Fall liegt immer anders, trotzdem lassen sich parallelen ziehen.

Allerdings kennt keiner Deinen Fall so gut wie Du selber.

Drücke die Daumen dass Du viele Antworten findest.

Gruß von der Seenixe
 

Gsxr1983

Aktiver Sponsor
Registriert seit
5 Dez. 2014
Beiträge
834
Ort
BW
#3
Hallo Dorothea 1900

der Allgemeine Ablauf ist das 1 Jahr nach dem Unfall die erste Begutachtung erfolgt. Davor wurden bei mir nur Sachwerte wie Kleidung und Fahrzeug erstattet.

Es ist zuvor noch nicht möglich zu erkennen welche Schädigungen bestehen und in welchem Ausmaß diese vergütet werden müssen!

Führe du am besten für die Folgenden Begutachtungen und Untersuchungen ein Schmerztagebuch mit Medikation. Vordere alle Unterlagen an und halte Sie Chronologisch in einem Ordner Griff bereit.

Du kannst dich im Forum gut einlesen zu dem Thema PTBS und welche Unterschiede es gibt.

MfG


Gsxr
 

Kasandra

Aktiver Sponsor
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28 Sep. 2006
Beiträge
5,676
Ort
Irgendwo im Nirgendwo
#5
Hallo Dorothea,

welche körperlichen Schäden hast Du noch davon getragen?

- Dauer Intensivstation?
- Welche Frakturen?
- wie lange warst Du auf ITS und Normalstation?
- wie viele und welche OPs hast Du hinter Dir?
- wann werden Metalle von den Frakturen entfernt - bzw. was ist gelaufen?
- wie lange warst Du in welcher Reha (Fachbereich?)
- wann ist die Wiedereingleiderung geplant?
- oder bist Du noch AU?
- welche Probleme / Sympthome hast Du noch?
- wie / bei wem und in welchem Intervall wirst Du behandelt?
- gab es bereits Gutachten?
- Gutachten in wessen Auftrag: BG, HPV, BU,...
- bei welchen Ärzten (Fachgebiet) befindest Du Dich aktuell in Behandlung?
--- viele Fragen...

Viele Grüße

Kasandra
 

Rekobär

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#6
Hallo Dorothea1900,

ich habe gestern einen Kläger in einer mündlichen Verhandlung am Landgericht Berlin fachlich unterstützt und unter anderem auch den psychiatrischen Gutachter befragt, obwohl das eigentlich nicht mein Fachgebiet ist. Es ergab sich aber trotzdem, weil vorher noch ein anderer Gerichtsgutachter zur Befragung stand, der sich, obwohl nur Mediziner, in meinem Fachgebiet ausgelassen hat und voll daneben lag.

Beim psychiatrischen Gutachter ging es auch um die PTBS. Interessant dabei war, dass der Gutachter ständig auf dem sogenannten "Anfangsereignis" pochte. Soll heißen, wenn Du nicht von vornherein bei diversen Befragungen, von wem auch immer, gleich angibst. Todesangst gehabt zu haben, spricht dieser Gutachter Dir die PTBS ab. Seine Begründung dazu war, man solle sich die Beschreibung der PTBS laut ICD10 (43.1) durchlesen und da stünde das nun mal so drin, dass das "Anfangsereignis" eine sehr wichtige, wenn nicht sogar, die wichtigste Rolle spielt.

Ich habe mal gegoogelt und bin hier gelandet:

ICD-10-GM-2018 F43.- Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen - ICD10

Herzliche Grüße vom RekoBär :)
 

Isländer

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Beiträge
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Ort
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#7
Grüß Dich, Dorothea!

Zunächst auch von mir, ein herzlichen "Grüß Dich" hier. Wir hoffen, dass wir Dir helfen können.

01
Du machst etas sehr richtiges: Du hast psychische Hilfe gesucht. Das war richtig, denn es stimmt: Je länger eine PTBS Zeit und Gelegenheit erhält sich einzugraben und Wurzeln zu schlagen, desto schwieriger ist es, sie wieder zu vertreiben.

02
Bei einem Erlebnis der Art, wie es Dir widerfahren ist, ist das Kriterium für eine PTBS "Katastrophales Ereignis" als Auslöser sicher gegeben. Das ist sicher kein Problem.

03
Aber Kassandra hat (wie übrigens die Erfahrung zeigt: Hier wie in zahllosen ähnlichen Fällen!) recht: Was ist Dir sonst noch so passiert?

04
Du fragst nach Schmerzensgeld. Unsere Unfallopfer, die danach fragen haben in aller Regel noch keinen Überblick, was es sonst noch an Schadensersatzansprüchen gibt. Da gibt es Dinge, die kennt man als normaler Mensch gar nicht. Assitenzschaden etwa, Haushaltsführungsschaden u.s.w.; da kann man Dir viel helfen, nur: Du musst jezt erst mal erzählen, wie es Dir geht, was Du sonst noch an Verletzungen hast, wie Dein Leben vor dem Unfall war. Sonst wissen wir nicht, wie man bei Dir ansetzen kann.

05
Bin schon gespannt, was kommt!



ISLÄNDER
 
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