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OSG-Fraktur mit Folgeschäden - weiteres Vorgehen?

Juju

Wegen Mehrfachmitgliedschaft geperrte Mitglieder
Registriert seit
19 Okt. 2008
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2
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Niedersachsen
Hallo,
ich hoffe, hier ein paar Antworten zu bekommen, da ich mit den Folgen meines Unfalls "etwas" überfordert bin.
Am 13.10.07 bin ich im Garten umgeknickt - Diagnose: Trimalleoläre OSG-Fraktur. Es erfolgte am gleichen Tag die operative Versorgung: Reposition, Verschrauben und Verplatten.
Nach 1 Wochen Entlassung, Versorgung mit Vacuped-Schuh, Teilbelastung 15 kg, UA-Gehhilfen.
Der Heilungsverlauf war von der Stabilisierung des Gelenks in Ordnung, jedoch von den begleitenden traumatischen Verletzungen schwierig. Ich litt bis Ende 2007 an einer massiven Lymphschwellung.
Begleittherapien waren KG und Lymphdrainage.
Anfang 2008 konnte dann nach Schema die Belastung aufgebaut werden.
Doch ca. Febr. stagnierte der Heilungsverlauf, die Beweglichkeit war nicht voll wieder herzustellen, Schmerzen nach wie vor.
Ich wechselte den behandelnden Arzt, der eine MRT-Untersuchung vorschlug, zu der jedoch die Metallentfernung abgewartet werden musste.
Diese erfolgte am 1. April und nach Ausheilen der OP Folgen konnte die MRT Untersuchung im Juni erfolgen.
Das Ergebnis war, dass sich bereits Arthrose gebildet hat, zudem ist ein Spalt im Volkmannschen Dreieck verblieben. Der operierende Chirurg hatte das VD nicht mit einer Schraube versorgt, wie es eigentlich üblich ist.
Prognose: progredienter Heilungsverlauf -> Versteifung.
Therapie: Ruhe, Schmerzmittel, abwarten.
Um eine weitere Absicherung zu haben, stellte ich mich in Absprache mit meinem Arzt bei einem Spezialisten vor mit der Fragestellung Arthroskopie.
Die Voruntersuchung bestätigte das Ergebnis und eine Arthroskopie wurde befürwortet, um "aufzuräumen" und einen Ist-Zustand beschreiben zu können mit weiterer Prognosestellung.
Jedoch wurden meine Erwartungen gebremst, eine Verbesserung sei wenn dann nur für 1 - 2 Monate zu erwarten.

Es sieht so aus, dass ich Ende nächsten Jahres wohl entscheiden muss, ob ich das Gelenk versteifen lasse oder künstl. Gelenkersatz ...

Was nun aber abzuklären ist ...

Zum Zeitpunkt meines Unfalls war ich arbeitslos und wegen einer anderen Erkrankung krank geschrieben.
Diese Erkrankung war Ende Januar ausgestanden und ich meldete mich wieder arbeitslos, gab dort die Einschränkung auf Grund meines Unfalls an, der MDK des Arbeitsamtes stellte eine eingeschränkte Einsatzfähigkeit (nicht ständig laufen, nicht ständig stehen, keine Standfestigkeit gegeben etc. pp.) in meinem Beruf als Krankenschwester fest, eine Überprüfung sollte 1/2 Jahr später erfolgen.
Das verzögerte sich und letztendlich kam dann die Verschlechterung hinzu, so dass mein behandelnder Arzt entschied, mich vorerst krank zu schreiben, bis wir nach der Arthroskopie, die aktuell Anfang Nov. sein wird, mehr wissen.

Jetzt bekomme ich vorerst Krankengeld und die Krankenkasse fragt bereits jetzt nach, wie es weiter gehen könnte.

Momentan verschlechtert sich der Zustand meines Gelenks fast wöchentlich. Ich habe ständig Schmerzen, auch in der Ruhe, bei Belastung sofortige Schwellung und mehr Schmerzen. Ich kann nicht abrollen, keine Treppen einfach mal so laufen. Jede Unebenheit lässt mich leicht Umknicken. Ich kann nicht in die Knie gehen …

Meine Fragen:
Was soll ich jetzt beachten, wenn es darum geht, wann ich wie arbeitsfähig bin?
Wie lange ist ein „abwartender“ Verlauf mit schlechter Prognose haltbar?
Wann sollte ich an eine Antragstellung beim Versorgungsamt denken oder wer regt das an? Was bringt mir das?
Wann stellt sich für mich die Frage einer Umschulung ( ich bin Anfang 40) und wer regt die an?
Also was kommt alles auf mich zu und wie kann ich „wissend vorbeugen“?
Vielleicht könnt Ihr mir einfach ein paar Denkansätze geben …

Grüße Juju
 

moni1969

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7 Sep. 2006
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Berlin
Fragen?

Hallo Juju,

welches Gelenk soll jetzt erstetzt werden? Hüfte, Knie oder Sprunggelenk? Hab ich irgendwie nicht ganz verstanden?

In Deinem "Alter" auf keinen Fall versteifen! Ein künstliches Gelenk ist immer besser, denn Du möchtest ja jetzt noch leben und was unternehemen. Mit einer Versteifung entstehen viele und schmerzhafte Haltungsschäden!

Den Antrag beim Versorgungsamt hätte man schon im Krankenhaus stellen können und auch an evtl. andere "Wehwehchen" denken, die noch vorhanden sein können

Je nachdem, was Du alles hast und wie hoch die GdB ausfällt, kann man Steuerermäßigung bekommen oder in Deinem Fall auch noch das G beantragen für Gehbehindert, dann muss allerdings eine GdB von mind. 50 sein und man bekommt eine Steuerermäßigung fürs Auto oder für einen geringen Anteil eine Monatskarte für die Verkehrsmittel ( in Berlin sind es 60€ fürs ganze Jahr). Kündigungsschutz mehr Urlaub. Wenn man wider Arbeit hat uvm.
schönen Abend noch
LG moni
 

tiptoe

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Wo war die Fraktur? Ich verstehe auch nicht richtig, um welches Gelenk es sich handelt. Hüfte? "O" ist doch eigentlich Oberschenkel. Wo ist die Schwellung?

Tiptoe

habe eben nachgeschaut, OSG bedeutet oberes Sprunggelenk. Soweit ich gehört habe, kommt es oft zu Schwellungen. Viele haben Schwierigkeiten mit dem Abrollen.

Ein Versteifen würde ich ablehnen. Hier war neulich jemand im Forum, der war über ein künstliches Sprunggelenk ganz glücklich. Vielleicht findest Du ja die Berichte und kannst Kontakt mit ihm aufnehmen.

Tiptoe
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Juju

Wegen Mehrfachmitgliedschaft geperrte Mitglieder
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19 Okt. 2008
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Hallo,
danke schon mal für die ersten Antworten.
Ja, es geht um das Sprunggelenk links.
Wenn die Entscheidung auf mich zukommt, werde ich wohl auch eher in Richtung künstl. Gelenk tendieren, habe schon angefangen, darüber zu lesen, mich zu informieren.
Aber, so sagte man mir, man wird vorerst noch weiter abwarten wollen, 1 Jahr nach Unfall sei zu früh ...

Also sollte ich jetzt schnellstmöglich einen Antrag beim Versorgungsamt stellen.
Blöde Frage: Wie geht das?
Wer begutachtet dann?

Vielleicht findet sich noch jemand, der etwas sagen kann, was ich von Krankenkasse oder Arbeitsamt zu erwarten habe (Arbeitsfähigkeit).

Grüße, Juju.
 

moni1969

Erfahrenes Mitglied
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Hallo Juju,

Du gehst ins Internet gibst Versorgungsamt und Deine Stadt ein, dann kannst Du Dir den Antrag runterladen, ausfüllen, ausdrucken und abschicken!

Dann geht alles seinen Gang.....Manchmal begutachten die gar nicht, wenn alles eindeutig ist!
LG moni
 

hattrick60

Nutzer
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29 Dez. 2008
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4
Hallo Sprunggelenk-Treath.

Ich selbst bin auch mittrimalleonäre OSG-Luxationsfraktur rechts mit Volkmannschem Dreieck wieder zusammengeflickt worden. Das war im Mai 07.

Heute gut 1,5 Jahre nach dem Sportunfall bin ich vollständig metallentfernt, aber nicht ohne Beschwerden.

Beschwerden in Form von:

-- Bewegungseinschränkung des Sprunggelenks (seitlich + vertikal)
-- Druckschmerzempfindlichkeit im Bereich des SG
-- Erwärmen und Anschwillen des SG bei normaler Belastung
Schmerzen bei hoher bzw. längerer Belastung
-- Treppenlaufen bzw. Fußabrollen klappt barfuß ganz schlecht
mit Schuhwerk (Hilfsmittel) ist der Abrollvorgang runder
-- Phantomschmerzen (Wetterfühligkeit) ist vorhanden
-- mittlerweile auch Schmerzen in Knie + Hüfte (tagesabhängig)


In Gesprächen mit ebenfalls "Versehrten" wird mir immer zu geraten mich beim Versorgungsamt um einen Behinderungsgrad zu bemühen.
Nun bin ich nicht derjenige der andauernd zu Ärzten, Gutachtern etc. springen möchte da mir das "jammern + klagen" eigentlich sehr fern liegt. Auch eine Schmerzmittel-Einnahme wenns mal schlechter ist, lehne ich vorrangig ab.

Sicherlich sind die Argumente richtig, dass ich mit meinen 33 Lenzen noch jung bin und nicht weiß was im Zusammenhang mit der Fraktur des SG´s noch alles auf mich zukommt. Deshalb fange ich schon langsam an zu Grübeln wie ich bestensfalls vorgehen sollte. (doch Versorgungsamt und Antrag auf Schwerbehinderung usw.).

Was meint ihr dazu


Momentan läuft bei mir das Verfahren nach dem Gutachter im Zusammenhang mit den Privaten Unfallversicherungen. Nachdem jedoch erst das 2. Jahr nach dem Unfall ist, verweisen beide auf die abschließende Begutachtung mit Ablauf der 3-jährigen Frist.

Bin hier mal auf mein Gutachten (sollte die nächsten Tage zu meinen Händen kommen) gespannt und werde mir dann überlegen ob ich Schritte dagegen einleiten werde oder nicht. Rechtsschutzversicherung, Mitgliedschaft bei VdK habe ich zum Glück in der Hinterhand.


All meinen Sprunggelenks-Leidensgenossen wünsche ich jedenfalls alles Gute und kurz gesagt: ich kann´s Euch nachfühlen.


greetz hattrick60 (Danke für Eure Antworten) :)
 

optimist007

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Hoffnung

Hallo liebe Leute,

jetzt hat es mich auch erwischt.
War auf dem Weg ins Training mit dem Motorrad bis mich ein 84jähriger mit dem Auto umgefahren hat.
Weber C Fraktur und Trümmerbruch des inneren Knöchels.
Hatte erstmal einen Fixateur externe und nach Abschwellung dann 7 Tage später die OP. Nach 8 Tagen im KH nun die Entlassung.
In 1 Woche werden mir die Fäden gezogen und ich bekomme für 4 weitere Wochen den Vakobed.
Bin eigentlich immer optimistisch aber nach dem was ich hier so lese schwindet es langsam. Mich würde euer Alter und Fitnesszustand interessieren. Ich bin 33 Jahre alt, habe den schwarzen Gürtel in Taekwon-DO und betreibe viel Kraftsport im Fitnessstudio. Ich hoffe so sehr das ich irgendwann zumindest den Kraftsport wieder gut machen kann. Von guten Leistungen im Kampfsport kann ich wohl nur noch träumen...
Ich werde Euch über meinen Verlauf auf dem laufenden lassen.
Es wäre schön mehr Beiträge von positiven Ausgängen oder Verläufen zu lesen. Glaube aber das sich eher die Menschen damit beschäftigen die größere Probleme haben. Euch und mir wünsche ich einen immer besser werdenden Verlauf!
VG
 

Icetrey040

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Hi oh man tut mir leid grade als Sportler ist es bestimmt echt ätzend...
Ich hatte vor 1 Jahr ein Motorrad unfall als mich eine 72 J Oma umgefahren hat... 12 Brüche und auch Rechter Oberschenkel mit MArknagel etc..

Also ich kann zwar wieder ins Fitnesstudio aber nur bedingt. Joggen kann ich leider nicht mehr so wie rennen und sowas...

aber hey wir leben noch hätte schlimmer ausgehen können man muss weiter machen... Alles gute
 

jpbuxde

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Hallo Optimist007,
wenn dein Nickname Programm ist kann ja nix passieren.
Ich habe mir am 17.08.14 das OSG gebrochen.Weber B/C mit Syndesmose und Innen -Außenbandriss.Seit dem bin ich zu Hause.Mittlerweile ist seit 09.10. die Stellschraube raus und ich darf wieder voll belasten.Die vollständige Heilung so muss auch ich erfahren ist ein sehr langwieriger Prozess.Heute also 3,5 Wochen nach der letzten OP (Stellschraube) bin ich 3km barfuß im Gras gelaufen.Das Laufen ist noch nicht schmerzfrei und anstrengend.Man muss ständig darauf achten das man sauber läuft,die Haxe wird dick und das Band liegt wie eine stramme Manschette um den Knöchel.Alles in allem kann ich sagen das ich schon Fortschritte mache aber mich damit abfinden muss nicht so schnell wieder uneingeschränkte Beweglichkeit zu haben.Dauert halt.Ich selber bin 47 fahre viel Rad und laufe also mehr Konditionssport. Bin auch ungeduldig....is schwer aber wird schon...
 

leberschaden78

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Rosimausi

Neues Mitglied
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Hallo zusammen,
ich bin seit heute neu hier :)

Ich hatte am 25.7.2015 einen Unfall wobei ich einen Trümmerbruch des Sprunggelenks hatte. Nach nun einem halben Jahr mit viel Schmerzen und zahlreichen Operationen wurde mir nun mitgeteilt, dass es für mich nur noch einen Weg gibt und das ist die Versteifung. Dabei soll mir auch Knochen aus dem Becken entnommen werden, der im Gelenk eingesetzt wird.

Ich habe nun schon die dritte Meinung eines Arztes eingeholt und leider kommt auch dieser nur auf diese Lösung.

Nun habe ich am 28.01. die OP.

Meine Frage nun, wer hat auch solche Erfahrungen gemacht und wie ist der Zustand nach so einer OP? Kann man dann irgendwann endlich mal wieder ohne Schmerzen leben? Wie groß ist die Einschränkung durch so eine Versteifung?
Oh mann, Fragen über Fragen...

Vielleicht finde ich hier jemanden, der mir ein paar Antworten geben kann, denn diese Fragen im Kopf machen mich täglich nachdenklicher und auch trauriger. Über ein paar Antworten oder Anregungen würde ich mich sehr freuen.

Lieben Gruß
Rosimausi
 
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