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Orthopäde spielt Kreuzbandriss runter...

kaurob3

Neues Mitglied
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18 März 2013
Beiträge
3
Hallo liebes Forum,

ich bin neu hier und wollte euch einmal mein "Problem" erörtern ;-)

Ich habe mir am 05.05.2012 das vordere Kreuzband angerissen beim Fussballspielen. Ein MRT 3 Tage später besagte:

"erheblicher Gelenkerguss mit Tibiaödem und Distorsion des vord. KB nachweisbar" schrieb die Oberärztin der Radiologie.

Mit diesem Befund bin ich nach Jena zu einem Orthopäden meiner Wahl gegangen. Dieser schaute sich die CD an und sagte mir, dass überhaupt nichts gerissen sei und das nichts groß kaputt wäre. Als ich ihn dann mit großen Augen angeguckt habe und ihm sagte, dass ich vor Schmerzen nicht weiß wie ich laufen/liegen/schlafen soll, machten wir einen Termin für eine Arthroskpie am 09.06.12, also 1 Monat später aus.

In dem OP Bericht der Arthroskopie stand "Minimale intraligamentäre Teilruptur des vord. KB und Synovialitis". (was auch immer das heißt)

Nun vergingen Wochen, bevor ich mein Bein wieder richtig belasten konnte...ich schätze, es waren ca. 6-8 Wochen. In dieser Zeit war ich öfter noch bei meinem Orthopäden in Jena, schilderte ihm weiterhin meine Schmerzen im Knie, mein Instabilitätsgefühl und vorallem mein Knacken wenn ich das Knie ausstrecke...

All das spielte er jedoch aufs minimalste runter! Er meinte immer "das kann nicht sein, das war nicht viel was ich gemacht habe zur OP, das kann nicht mehr weh tun"....

Ich weiß nicht was ich ihm noch sagen sollte, jedenfalls schrieb er jedesmal in seinen PC "Besserung, keine Behinderungen, Schmerzlos"...
Das entsprach überhaupt nicht der Wahrheit

Nun habe ich morgen einen Termin bei einem anderen Orthopäden, der mir ein Gutachten ausstellen soll für meine priv. Unfallversicherungen...
Mit meinem OP Bericht und dem Behandlungsbericht des Orthopäden kann ich mir den Besuch beim Gutachter eigentlich sparen...der wird drauf schauen und die Beurteilung des anderen Orthopäden sehen...

In Wirklichkeit ist es so, dass ich immer noch Schmerzen bei längerem Gehen habe, mein Knie weiterhin fröhlich vor sich hin knackt, ich hin und wieder ein penetrantes Stechen im Knie verspüre und was eigentlich am schlimmsten ist, ich mich nicht mehr wirklich hinknien kann!

Ich muss dazu sagen, dass ich als Kind schon Probleme in dem Knie hatte und kurz vor einer Knorpel-OP stand, diese dann aber wieder abgesagt wurde. Auch so verarbeitet mein Körper operative Eingriffe sehr, sehr schlecht Der kommt damit irgendwie nicht klar :D

Physio habe ich nach der Arthroskopie auch bekommen, aber diese war unter aller Sau Mir wurden Lymphdrainagen verschrieben und Strom!
Diese Lymphdrainagen hat jedoch irgend eine Azubine durchgeführt und mir einfach nur permanent auf dem Knie rumgedrückt Das hat weder gefördert, noch gefordert...es tat einfach nur weh. Aber als Laie hatte ich keine Ahnung wie eine richtige wirklich funktioniert...das habe ich erst im Nachhinein erfahren... :(

Gut, so viel wollte ich gar nicht schreiben, dass soll auch erst mal reichen. Meine Frage nun, meint ihr ich bin noch Glaubwürdig gegenüber einem Dritten Orthopäden mit meinen Aussagen vs. den Berichten des behandelnden Arztes aus Jena?

Danke schon mal für eure Hilfe,

Lg Rob!
 

Thomas12341

Erfahrenes Mitglied
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9 Feb. 2013
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Hallo
Ich bin zwar kein Experte,aber ich weiß aus Erfahrung das man Aufnahmen des MRT nicht immer trauen darf. In meinem Fall wurde erst gar nicht erkannt das mein vorderes Kreuzband gar nicht mehr vorhanden war.Erst bei der Op wurde dies festgestellt. Zur Op kam es weil auf dem MRT Bild ein Meniskus einriss zusehen war, nicht aber das nicht mehr vorhandene Kreuzband.
Schilder alles den Gutachter und sage Ihm das du den Arzt gewechselt hast.
Denke aber das dir diesbezüglich hier einge Tipps bzw Hilfe geben können wie man in diesen Fall vorgehen muß.Wünsche dir noch alles Gute.
Gruß Thomas
 

Rudinchen

Erfahrenes Mitglied
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6 Dez. 2009
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Hallo kaurob3,

herzlich willkommen im Forum!

Wenn du einen erheblichen Erguss im Kniegelenk hattest, ist etwas dagegen unternommen worden? Wurde er mit einer Spritze punktiert und herausgezogen?

Im Moment streiten sich die "gelehrten Geister" was richtig ist. Aber wenn ein großer Erguss zu lange im Kniegelenk bleibt, werden die Bänder überdehnt (quasi "zu lang" - und überdehnte Bänder ziehen sich nach einer gewissen Zeit nicht mehr zusammen) und das Knie wird instabil. Auf der anderen Seite besteht bei jeder Punktion natürlich die Gefahr einer Infektion. Da ist das Für und Wider genau abzuwägen.

Bis vor einigen Jahren wurde bei einem kaputten Kreuzband immer eine Kreuzbandplastik gemacht, aber heute wird mit Muskelaufbautraining das Knie stabilisiert und keine OP mehr gemacht.

An deiner Stelle würde ich - unabhängig vom morgigen Gutachten - einmal einen auf´s Knie spezialisierten Arzt aufsuchen und ihn um seine Meinung bitten, evtl. inkl. neues MRT. Die alten Aufnahmen würde ich nicht unbedingt vorlegen. Du kannst dadurch ja nur gewinnen.

Alles gute für´s Gutachten morgen! Hier kannst du dich noch ein wenig informieren:

http://www.versicherungsberaterin.net/wordpress/2010/12/invaliditatsentschadigung-nach-gliedertaxe/

http://www.dguv.de/formtexte/aerzte/F_4224/F4224.pdf

Viele Grüße, Rudinchen
 

Sonni1956

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988
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Hallo Kaurob.


Du solltes wie Rudinchen schreibt unbedingt zum Kniespezialisten gehen.Die Schmerzen können auch von Arthrose kommen grad weil du schreibst das eigentlich mal was mam Korpel gemacht werden sollte.Das mit den Knacken ist eigentlich normal ich habe immer Angst das sich da mal was verhacken könnte.Wo hast du die Schmerzen strahlen die aus und schwillt das Knie an und wird noch heiß?
Man kann aber auch bei ner Knochen Szintigraphie mehr sehen.
Natürlich spielt dein OPArzt das runter das du noch Probleme hast vielleicht haben die bei den Erguss auch zu spät reagiert was er nicht eingestehen wird und du mußt nun dich mit den Schmerzen rumplagen.
Bei mir haben die nach der Knietep Op auch nicht richtig reagiert sondern schrieben im Entlassungsbericht den ich erst viel später erhielt das alles in Ordnung ist obwohl bei der Aufnahmeuntersuchung in der Reha 15 % Streckdefizid Entzündungen und Schwellungen waren und dort sogar nen Rollator verschrieben bekam hatte in der Reha noch erhöte Thrombozyten.
Zuhause bei der Physio wurde dann festgestellt das wohl ne Verklebung drin war und ich mußte wiederin die Klinik das war 2 Monate nach Op da hätte noch was gemacht werden können .Aber es wurden nur Medis reduziert und mir vermehrte Physio verordnet das war ne reine Quällerei und nach 12 Tagen war Entlassung verbessert wurde nichts sondern in der Kniekele hatte ich ne große Schwellung aber auch da wurde in den verspäteten Entlassungsbericht falsche Angaben gemacht soll geheilt sein aber ich bin immer noch am Rollator und habe eine Gangunsicherheit und stürze viel.
Ich kann alles beweisen das die in der Klink falsc he Angaben gemacht haben und habe die Ärzte jetzt mit Hilfe der GKV bei der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflicht als Behandlungsfehler gemeldet .Grad wenn ich stürze und was zurück behalte würde meine Unfallversicherung wegen der Vorschäden kaum was Zahlen.
Wenn die Fehler machen und sdie nicht es Korrigieren sondern selbst verspätes falsche Angaben mache müssen die dafür auch grade stehen.
Vielleicht wird der Gutachter bei dir auch nen Fehler feststellen oder das es was anderes ist.
Ich drücke dir für ein positives Gutachten Morgen die Daumen und lasse dich nicht unterkriegen du hast die Schmerzen und achte drauf wie du läufst und bewegst auch wenns gut geht mußt du vorsichtig beim Gutachter sein.


LG SONJA
 
Zuletzt bearbeitet:

kaurob3

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Hallo,

danke für die Begrüßung :)

Also ich hatte beides! ;) Den Erguss hat man punktiert, ich glaube das waren so um die 60ml Blut was da rauskam, danach war das Knie aber immer noch Hornsdick!

Und (scheinbar durch die Punktierung) hatte ich danach eine Entzündung im Knie! Das meinte der Orthopäde nach der Arthroskopie, dass sie mein Knie gespült hätten, weil ne dicke Infektion drin war.

Im Nachhinein denke ich, dass jeder nur Geld an mir verdienen wollte und nur die Gewinnbringenste Therapie, anstatt die rehabilitierenste Therapie angewiesen hat...da ich Privat versichert bin (und derzeit noch Azubi) ging das unheimlich ins Geld...immer in Vorkasse gehen, ewig auf die Erstattung warten und dann nicht alles wiederbekommen....das ist echt ätzend...

Naja, ich bin mal gespannt was morgen rauskommt. Ich meld mich dann noch mal :)

Schlaft gut! :D
 

kaurob3

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So, vor ner Stunde wieder rein vom "Doc"...

Das war einer der sinnlostesten, dreistesten und unverschämtesten Besuche die ich je erlebt habe...

Als ich dem Doc sagte, ich bräuchte ein Ärztliches Gutachten für mein Knie nach dem KB-riss im Mai, legte er mich auf die Pritsche, drückte 3x am Knie herum, einmal nach links strecken, mal nach rechts, fertig...

Der hat weder meinen OP Bericht von damals, noch meine Behandlungen oder sonst etwas dergleichen erfragt...ich hätte ihm am liebsten ein paar auf die Nuss gegeben...Er meinte ich muss mein Bein trainieren, hat mir 15x Physio verschrieben und meine ärztliche Bescheinigung von der Versicherung mit einem "keine Folgeschäden eingetreten" "keine Invalidität festgestellt" verneint...

Auch meine Schilderungen das ich als Kind schon Probleme mit dem Knorpel im Knie habe, das ich nach meiner OP über 3 Monate Physio bekommen habe, hat ihn scheinbar alles nicht interessiert...

Ich weiß gar nicht was ich noch schreiben, ich kann einerseits nur über den Typen lachen, andererseits bin ich total wütend...

Ich rufe morgen bei meiner priv. UV an und lasse mir ein neues Formular geben und geh zu einem anderen Arzt...das nenn ich doch mal Massenabfertigung...:mad:
 

Rudinchen

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Hallo kaurob3,

ich kann dir nur noch mal raten: Hole dir eine 2.- oder sogar eine 3.-Meinung von einem Kniespezialisten ein! Und mit diesen Unterlagen gehst du dann erst zu einer Begutachtung!

Viele Grüße, Rudinchen
 

Kasandra

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Hallo kaurob3,

na ich finde Dein Vorgehen aber leichtsinnig einen Arzt für ein GA aufzufordern.

Das kann Dich mal ganz schlapp ne Summe ca. zwischen 500 und 1000 Euro kosten.

Du musst Deinen Freizeitunfall Deiner PUV melden, die wird dann ein GA veranlassen und die Kosten dafür übernehmen.

Allerdings sehe ich es nicht so ganz einfach im Ergebnis für Dich, wenn Du schon als Kind einen Vorschaden hattest.

Oder willst Du ein GA - weil Du denkst, es handelt sich um einen "Kunstfehler"?

Euphorie bringt Dich nicht weiter - mit Sinn und Verstand musst Du alles angehen.

Viele Grüße

Kasandra
 

Rudinchen

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Hallo karoub,

oder suchst du einen Arzt, der dir bescheinigt, dass durch den Unfall eine bleibende Behinderung eingetreten ist? Dafür brauchst du kein Gutachten, sondern das kann dir ein behandelnder Arzt bescheinigen. Allerdings wäre es schon sinnvoll, wenn dur erst einen Arzt hättest, der dich behandelt und der auch Schäden festgestellt hat. Deshalb: Kniespezialisten aufsuchen für eine Zweitmeinung!

Die nötigen Formulare für eine Feststellung der bleibenden Behinderung erhältst du bei der zuständigen Versicherung.

Viele Grüße, Rudinchen
 

Isländer

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Grüß Euch,

Rudinchen hat Recht! Bitte beachte für die privaten Unfallverischerung:


In der Regel sagen die Versicherungsbedingungen (AUB), dort: § 7 I (1) oder Zi.2.1.1.1AUB, dass du nur dann etwas bekommst wenn:

01
Ärztlich bescheinigt ist, dass innerhalb eines Unfalljahres ein Dauerschaden aufgetreten ist

02
Ärztlich bescheinigt ist, dass der Dauerschaden vom Unfall kommt

03
Die ärztliche Bescheinigung innerhalb von 15 Monaten der Versicherung vorliegt

04
Die Versicherung in 15 Monaten ab Unfall vorliegen hat, dass Du Invaliditätsleistungen von ihr verlangst.


FINGERZEIG, Gruppe 1:

Invaliditätsbescheinigung: Sie muss enthalten, dass der Unfall einen Dauerschaden hinterlassen hat. ES REICHT NICHT: "Dauerschaden ist anzunehmen", "Dauerschaden höchstwahrscheinlich". VORSICHT, GEFÄHRLICH: Die einschlägigen Kommentarbücher (z.B. Grimm, Unfallversicherung) enthalten seitenweise Formulierungen ärztliche Bescheinigungen, die NICHT gereicht haben.

Das wissen die Versicherer. Und nutzen es regelmäßig.


Es ist ganz grob vom Arzt zu beschreiben, worin der Dauerschaden besteht: (Bsp.: "Schmerzen im rechten Knie, Geh- Sitz- und Stehprobleme" würde ausreichen.)

Der Arzt muss die Höhe der Invalidität nicht schätzen. Sagen Sie das dem Arzt, das wird ihm sein Geschäft erleichtern.

Bei Deiner Forderung nach Invaliditätsleistung reicht's, wenn Du schreibst: "Ich verlange Invaliditätsleistung".


FINGERZEIG, Gruppe 2:

Wenn Du jetzt damit zum Anwalt gehst, wird die Rechtsschutzversicherung nicht zahlen. Die setzt für Zahlung voraus, dass ein Versicherungsfall vorliegt, also, dass jemand gegen Rechtspflichten verstoßen hat. Die Unfallversicherungen haben aber noch nicht gegen Rechtspflichten verstoßen.

....oder vielleicht doch?

Manchmal schreiben die in ihre Formulare rein: "Lassen Sie von Ihrem behandelndem Arzt bescheinigen..." oder "Lassen Sie von Ihrem Facharzt bescheinigen...."

FREUE DICH, wenn das so drin steht! Denn was steht in Zi. 2.1.1.1 des Kleingedruckten (ältere Varianten: § 7 I (1) AUB)?
Dass die Invalidität von einem ARZT bescheinigt werden muss! Von "Facharzt" steht da nichts, von "behandelndem" Arzt auch nichts.

Also fordert in solchen Fällen der Unfallversicherer mehr, als ihm zusteht, das ist der Rechtsverstoß, das langt tatsächlich!


Nun zum Kreuzband selbst:

Wennd as Kreuzand gerissen ist, dann kommt es häufig dazu, dass das Knie unzuverlässig wird. Plötzlich "bricht es weg". Das kommt davon:

Leg Dich mal aufs Bett, hebe das gesunde Bein an und winkele das Knie ab, und wzar: Mit geschlossenen Augen. So ungefähr kannst Du sagen, um wieviel das Knie abgewinkelt ist, OBWOHL Du nicht hinschaust. Woran liegt das? Das liegt daran, dass das vordere Kreuzband Sensoren enthält. Die messen die Spannung in dem Band. Das melden sie ins Gehrin. Dort wird damit ausgerechnet, wie stark das Knie gewinkelt ist. Reißt das Kreuzband, reißt man auch oft einen SChwung der Senoren raus, oder man "reißt das Kabel ab".

Und schon ist's passiert, dass das Gehirn da ein Problem hat. Denn: Das Hirn sitzt im Dunkeln auf dem Wasserbett. Nur die Sensoren und Nerven sagen ihm, was in der Welt vorgeht.

Viel Glück

ISLÄNDER





sieh in Deine PUV-Bedingungen. Da ist eine Frist einzuhalten. D




ie dauert je nach Verischerungsbedingungen 15 oder 18 Monate, ist also noch nciht rum.

Du Brauchst eine Invaldiditätsbescheinigung, und zwar von einem Arzt. Nicht nötig: Fach
 

indianerin

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Hallo kaurob3,

da du privat versichert bist, wundere ich mich, dass du einen Monat auf das MRT warten musstest. Solange musste ich als Kassenpatient warten, als BG-Fall und Privat geht sowas innerhalb von Tagen über die Bühne.
Habe ich hier jedenfalls festgestellt.

Warum wurde kein CT gemacht? Dort können Gewerbeveränderungen, Haarrisse und Brüche viel deutlicher gesehen werden.
Haarrisse im Knochen sind sehr schlecht zu sehen, tun aber genauso weh!

Vielleicht klemmen sich kleine Gewebeteile in den Gelenkspalt des Ober- und Unterschenkels?
Ja, das gibt es!
Im Embryonalstatium wird das Knie aus 3 Bläschen gebildet, die sich dann zusammenfügen und an den Rändern verschmelzen. Wenn im innern rechts und links im Knie zwischen Ober- und Unterschenkelknochen so ein Zipfel verbliebt, kann der einklemmen. Das führt zu Schmerzen und Blockierung.

Bei dir könntendurch den Unfall auch noch Gewebereste in den Gelenkspalt geraten.
Auf den Tisch setzen, Beine baumeln lassen und hin und her schlenkern.
Ob dir das hilft, weiß ich nicht.

Übrigens, war das Training im Verein? Sind die Spieler dort nicht evtl. auch versichert?
Das könnte dir vielleicht auch noch nützen, dort mal nachzufragen.

Ansonsten.....nicht ärgern über den Doc... neuen Arzt = Kniespezialisten aufsuchen!
 

Isländer

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Bayern
Grüß Dich, Kaurob3,

01
die "Synovialitis", die Du nicht kennst, bedeutet: Eine Entzündung (das ist das "...itis") der Gelenksinnenhau (Synovia). So ein Gelenk muss ja durch irgendetwas zusammengehalten werden. Das macht die Gelenkskapsel. Sie besteht aus einer seh derbfasrigen kräfigen Haut, die das Gelenk stamm zusammenhält und bewirkt, dasss die Gelenksflüssigkeit ("Gelenksschmiere") im Gelenk bleibt. Diese Kapsel ist innen mit einer feinen Haut überzogen, und die hat sich entzündet.

02
An Deiner Stelle würde ich jetzt erst mal die Krankenhausakte beschaffen. Und: Eine CD der Bilder brennen lassen. Wahrscheinlich ist auch, dass aus Anlass der OP Fotos gemacht wurden (durch's Endoskop), die wollen wir auch. Darauf hats Du einen Rechtsanspruch (BGH NJW 83/328). Du musst nur die paar Euro zahlen für das Brennen der CD/Kopien/Fotos. Das ist es wert.

03
Damit hat man die Daten, die man auch mal einem anderen Arzt zeigen kann.


04
Die Frage oben, wieso kein CT entstanden ist, das MRT zeige Haarrisse nicht, verstehe ich nicht ganz. Denn nur im MRT sieht man die Reaktion auf Haarrisse, das ist das (durchaus schmerzhafte) Knochenmarksödem, oft auch "bone bruise" genannt.

05
Es gibt eine Methode, Probleme beim Gehen nachzuweisen, die man mit der beliebten "Gehn-Sie mal durch UNtersuchungszimmer) nicht herkriegt. Laufbandanalyse! Das bekommt man oft an Reha- und Sportcentren. Damit wird z.B. die Verteilung der Bodendrücke über die Füße aufgezeichnet. Ein Simulant fliegt übrigend dabei auf. Das kann man nämlich nicht durchgehend vorspiegeln.

06
Versagt das Knie ab und an-? Das wäre dann eine bei Kreuzbandschäden häufige Problematik. Ursache: Du "merkst" ja irgendwie, wie das Knie gewineklt ist, auch wenn Du auf dem Bett liegste und die Augen zusmachst. Wer sagt dem Hirn, wie Du die Knie dort angewinkelt hast? Das machen Sensoren, die die Spannung im vorderen Kreuzband messen. Wenn diese Sensoren teilweise "mit dem Kabel aus dem Stecker gerissen" worden sind, gibts - auch bei relativer Festigkeit der Bänder ("Knie schlottert nicht") solche Effekte.

Gute Besserung! Also bessere Dich etwas!


ISLÄNDER
 
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