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Opiate und Verstopfung

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Hallo,...ich habe hier mal ein richtiges Sonntagsthema:)
ich hatte letzte Woch ein Gespräch zwischen Usern belauscht:D und wollte mich so öffentlich erst nicht einmischen.

Jetzt möchte ich aber doch mal sagen wie ich "es" erfolgreich geregelt habe.

zZ nehme ich u.a. 60mg Targin und 300mg Lyrica am Tag. Damit der Gang zum Örtchen nicht immer so erfolglos war habe ich vom Arzt Macrogol verschrieben bekommen....und das Leben:rolleyes:war wieder etwas leichter.

Jetzt hat meine Frau mir ein tolles Müsli gemischt: Weizenflocken, Haferflocken, Roggenflocken, Dinkelflocken, Gerstenflocken, Datteln, Feigen, Papaya, Sonnenblumenkerne, Haferkleie, Sesam, Sojaflocken, Kokosraspeln, Buchweizenflocken und Leinsamen.
Dieses esse ich 1xtäglich mit viel Joghurt und frischem Obst.
Dazu trinke ich täglich 3 Liter Grüntee.
Und nun brauche ich seit 2 Wochen nicht mal mehr Macrogol;).

Ich denke das gerade das viele trinken ganz ganz wichtig ist, es kann natürlich auch Kräutertee oder Wasser sein.

Ist nur mal so ein Tipp von mir, vielleicht hilft es anderen auch.

Lieben sonntäglichen Gruß
Kai-Uwe
 

gerdh

Erfahrenes Mitglied
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Lemberg
Hallo,

Targin ist nur mit höchsten 40mg pro Tag zweimal 20/10mg zulassen. Nehme es schon zwei Jahre. 60mg Targin am Tag ist laut meinem Schmerzarzt nicht zugelassen

Gruß
Gerd
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 März 2007
Beiträge
3,038
Hallo Gerd,

ich nehme 30mg am Morgen und 30mg am Abend. Und trotzdem sind meine Schmerzen noch nicht ganz abgedeckelt.

Ich muß dazu sagen, ich bin fast 2 Meter und 115kg schwer, da muß immer etwas mehr rein;)

Gruß
Kai-Uwe
 

gerdh

Erfahrenes Mitglied
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7 Sep. 2006
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Lemberg
Hallo,

habe ich auch gemacht laut meinem Schmerzarzt ist das zu Hoch,(und nicht erlaubt, frag mal nach) nehme jetzt 20/10 zweimal plus zweimal Oxygesic 20mg plus zweimal Ibuprofen 600mg. Und noch ein paar für die Psyche, helfen auch nicht viel aber muss je gehen.

PS: Mit Verstopfung hatte ich noch keine Probleme.

Gruß
Gerd
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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Hallo Kai-Uwe,

ist ja nicht schlecht, dieses Thema im Forum zu nutzen, Betroffenen Rat zu geben.

Jedoch, möchte ich hier eindringlich zu bedenken geben, dass einige Betroffene ein Verstopfungsproblem als Unfallfolge erworben haben und es zwischen Erde und Sonne vieles gibt, was medizinische Laien und auch viele Ärzte nicht kennen.

Wenn Betroffenen von Verstopfung berichten, und es könnte sich ja um eine Nervenstörung handeln, so berichtet dieser sicher nicht von einer lästige Befindlichkeitsstörung, der man mit Tee, Kräutern und Abführmittelchen aus der Hausapotheke beikommen könne.

Schwer Verletzte/Betroffene sprechen niemals über Problemchen, die auch nur im Entferntesten an Befindlichkeitsstörung erinnern könnten. Dazu haben sie zu sehr unter ihren Beschwerden zu leiden.

Selbst wenn ein Brei aus Haferkrütze mit allen möglichen Raffinessen helfen könnte, angenommen, dann ist deswegen das Problem, das hinter der Verstopfung wegen Nervenstörung und nicht wegen Essproblemen und Bewegungsmangel steckt, nicht gelöst und nicht beseitigt.

Und jeden Tag von Haferkrütze zu leben, das will doch sicher hier niemand einem anderen zumuten, auch nicht Kamillentee und sonstige Kräuterchen, mit der man eine kleine vorübergehende Schokodenverstopfung regeln könnte.

Opiate sind auch eine Einwirkung auf Nervenfunktionen, auch hierbei, wenn dies der Grund für die Verstopfung ist, dann ist ein Hausmittelchen keine Therapie, höchstens eine Erleichterung, kann dann aber auch, sprichwörtlich, in die Hose gehen.

Bei der Diskussion ging es um sowohl Verstopfung als auch um Durchfall, also sind gewisse Empfehlungen von Hausmittelchen gerade nicht das richtige.

Mir hat bis heute kein Arzt richtig zugehört, wenn es um dieses Thema ging, denen war das immer zu unangenehm, sahen verkrampft auf ihren Rezeptblock und schrieben eifrig, und dann kommt der berühmte Satz: "davon nehmen Sie dreimal am Tag mit viel Flüssigkeit".

Gruß Ariel
 

Speetwomen

Erfahrenes Mitglied
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Hallo

Ich nehme auch Targin. Sollte 2 mal am Tag 20/10 mg nehmen, aber die schlagen so gut wie nicht an. Also nehme ich 1 Targin und Ibu 800mg.

@ Kai Uwe: Die angesprochenen Verstopfungen können von Opiaden kommen, aber bei mir nicht. Denn ich habe zum Teil wahnsinnige Krämpfe. Das ist so schlimm das kann sich keiner vorstellen. Im KH wurde mir auch schon angedeutet das dies spastisch sein kann und abgeklärt werden soll. Das werde ich jetzt tun, denn die Krämpfe machen mir Angst. Die Krämpfe kommen trotz Abführmittel.

Liebe Grüße
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
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Hallo Ariel und Speetwomen,

was ich geschrieben habe war nur als Tipp zu verstehen....so wie ich das Problem gelöst habe (jedenfalls zZ:rolleyes:)
Sicher sind nicht alle Tipp´s für alle gleich zu verwerten, aber dafür sind wir erwachsen und können selber wählen was für uns gut ist und was nicht. Und man kann ja auch mal etwas anderes ausprobieren...bei mir hat geklapp und ich fühle mich wohler. Nur das wollte ich weitergeben:D

Opiate machen den Darm träge das habe ich selber erfahren müssen und nun mit dem Müsli....keine Probleme mehr.:D

Und Ariel, es ist kein Grützchen was mir gekocht wird, es ist ein Müsli mit viel Obst und Joghurt....total lecker:).

Hallo Gerd,
ich bin ambulant in einer Uni-Schmerzklinik, bekomme von dort meine Medikamente, genau für mich zusammen gestellt. Das ist nicht von heute auf morgen so gewesen, mein Schmerzarzt und ich haben 4 Monate dafür gebraucht.

Ich nehme meine Medikamente ganz genau und halte mich an die Anweisung meines Schmerzarztes, dem ich vertraue.

Allen einen lieben Gruß
Kai-Uwe
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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23 März 2007
Beiträge
2,698
Wozu ein Proktologe?

Hallo Kai-Uwe,

ich habe deine Botschaft schon richtig verstanden, ich ess gerne ein Grützchen, saure Kirschen mit Kartoffelmehl schlapprig gemacht und eiskalt bei heißen Tagen und lauwarm bei kalten Tagen - mit creme fraich - immer lecker.
Zucker nicht vergessen.

Bei einer "Verstopfung" aus spastischen Gründen, da ist jeder Darmanreiz nur eine Vergrößerung der Qualen.
Deshalb immer erst zuhören, was erzählt mir mein Gegenüber erzählt oder worüber jammert er und wie kann man beistehen.

Treffendes Beispiel, von nicht zuhören:
Ich hab nach meinem Unfall der Augenärztin von meinen Problemen erzählt, nicht auf dem Hinterkopf liegen zu können und deshalb nicht genug schlafen kann. Sie meinte, ich solle es mit Johanniskraut versuchen, das als Tee würde das psychischen Gleichgewicht einpendeln lassen und dann können ich auch zu Schlaf finden.

So und so ähnliche Antworten bekommt man, vor allem auch von von Ärzten, also nicht nur von Hobbyheilern, wenn man schwer geschädigt ist, von Außen kaum sichtbar.

Nun ist das von lieben Menschen gut gemeint, aber für den Betroffenen ist das fast immer ein: "der nimmt mich nicht für voll, der meint ich jammere wegen eines kleinen Befindlichkeitstütü".

Aber viel schlimmer ist die Tatsache, dass Ärzte einfach nicht zuhören, das Thema abwiegeln, abbrechen, auf jeden Fall nicht geneigt sind, auf das sehr ernste Problem des Patienten einzugehen.

Kaum jemand weiß über das Fachgebiet des Proktologen bescheid, selbst viele Hausärzte haben davon noch nicht gehört.

Ein Prokotloge ist ein Spezialist für den Darm und Darmausgang.
Es wäre also falsch, sich an einen Urologen oder normalen Hausarzt zu wenden, wenn man massive, sich ständig wiederholende Darmprobleme hat.

Gerade Verunfallte mit SHT und/oder Schleuder-Distorsionsverletzung des Kopfgelenks sollten bei eigenartiger Verstopfung mit Bauchkrämpfen, Oberbauchschmerzen, auch in internistische Behandlung bzw. zum Prokologen zu gehen.

Medikamente schaden dann eher (oft gegeteilige oder verschlimmernde Wirkung), wenn diese falsch ausgewählt sind, wie immer, wenn die Ursache des Schadens nicht erkannt ist.

Sollte ein Internist oder Proktologe die Ursache nicht finden, dann ist ein spezialisierter ManualMediziner angesagt, der eine eventuelle Nachforschung einer Funktionsstörung im Stammhirnbereich veranlassen kann.

Immer daran denken, ein guter korrekter Arzt versucht die Ursache von Schäden zu eruieren. Der würde genau zuhören, konkrete Fragen stellen, und wenn er nicht der richtige Ansprechpartner wäre, nicht ein unnötiges Rezept ausstellen, sondern direkt zum richtigen Kollegen überweisen.
Ein korrekter Arzt hilft dem Patienten zu helfen und nicht auf ein Symptomstichwort zu reagieren.
Die Basis aller Missverständnisse sind die solo-genutzten Schlag-, Stichwörter!

Gruß Ariel
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
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11 März 2007
Beiträge
3,038
Hallo Ariel,

Du hast kaum einen größeren Fan Deiner Worte als mich, ich lese gerne und das immer sofort was von Dir kommt.

Zum ganzen Beitrag gebe ich Dir voll Recht.

Aber es gibt eben auch Verletzte die durch eine falsche und einseitige Ernährung und meißt auch weil sie viel zu wenig trinken eine neue, unnötige "Baustelle" aufmachen.
Aus dieser "Baustelle" kann leicht mehr werden als eine Befindlichkeitsstörung.

Ich weiß wovon ich schreibe, ich bin schon lange Patient bei einem hervorragenden Proktologen.

Auch ich kenne all die tollen Ratschläge von Ärzten und "lieben" Freunden die meinen bei mir würde tägliches schwimmen und Fahrrad fahren schon helfen.

Aber so war mein Tipp ja nun überhaupt nicht gemeint und zu verstehen.
Ich nehme andere Verletzte schon sehr ernst, genau wie meine eigenen Verletzungen...freue mich aber auch über jeden Tipp der leicht umzusetzen ist ohne gleich schwere Geschütze auffahren zu müssen.

Und schaden kann eine gesunde Ernährung ja nun wirklich nicht.
Ich jedenfalls werde durch sehr viel trinken und gesund essen mir meine Rest-Gesundheit bewaren.

Ganz lieben Gruß
Kai-Uwe
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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23 März 2007
Beiträge
2,698
Hallo Kai-Uwe,

da liegst du vollkommen richtig, mit deiner "neuen Baustelle".
Einen besseren Vergleich hättest du kaum bringen können.

Gerade, wenn man auf Medikamente angewiesen ist, sich wegen der Behinderung kaum bewegen kann, bzw. bewegt werden kann, dann ist gerade auf eine ausgefeilte Ernährung zu achten.

Und es gibt ja nun wirklich leckere Rezepte, ihr habt ja schon angefangen hier einige anzusprechen. Müssen aber dabei bedenken, dass diejenigen, die den Job verloren haben und sonst nicht viel haben, sich mit wenigen Kröten dennoch eine abwechslungsreiche Kost leisten sollen.
Ich habe gerade Blaubeeren mit Crep und griechischem Joghurt gegessen.
Die Blaubeeren waren fast kostenlos, da von lieben Nachbarn gesammelt als Gegenleistung für ... .

Vom schönen Essen wieder zum gegenteiligen Problem, wie kann man jemandem helfen, der unter zu wenig Darmflüssigkeitsverteilung leidet, Trinken hilft hier auch nicht viel, aber ein "Practo-Gliss", das die Verhärtungen etwas erweicht, ohne den Darm noch mehr zu verkrampfen.
Medikamente würden neben all den anderen nur den Magen noch mehr belasten und helfen fast nie.

Es ist halt immer aufzuklären, was ist die Ursache für die Störung, wie eben bei den Kopfschmerzen auch!

Gruß Ariel
 
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