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Nur 35% Invalidität nach Genickbruch

Registriert seit
31 Mai 2007
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Hallo,
ich habe mich heute hier mal registriert, weil mir wirklich gleich der Kragen platzt. Ich hatte vor drei Jahren einen schweren Autounfall (ich war nicht schuld und die Beifahrerin), habe mir dabei das Genick gebrochen. Bin schon 4mal operiert worden. Die letzte Op war im März bei der sie mir den 3., 4. und 5. Halswirbel verschraubt haben. Die Schrauben am zwischen 1., 2. und 3. Halswirbel sind schon wieder draußen - das Segment ist aber versteift, genau wie die Wirbel 3,4 und 5. Ich kann mich kaum bewegen, kann keinen SPort machen. Mein STudium hängt und ich bin doch erst 24 Jahre alt. Im Moment geht alles ja noch ganz gut, aber wie wird das später sein
Der unabhängige Gutachter in Frankfurt, der von der Versicherung beuaftragt wurde, hat mir jetzt vollwollende 35 Prozent gegeben. Er sagte, normalerweise wären es nur 30.
Das kann doch ihr Ernst sein. Die tuen ja gerade so, als wäre ich nächste Woche wieder völlig gesund. Klar ich bin froh, dass ich überlebt habe. Aber berücksichtigt denn keiner was ich Tag für Tag durchmache mit den Schmerzen usw? Ich kenne Leute, die ne Rente beantragen, weil sie keinen Bock mehr haben zu Arbeiten - und die kriegen dann auch noch Geld. Aber was ist mit uns? Ich versteh das echt nicht..

Kann mir vielleicht jemand weiterhelfen Ähnliche Erfahrungen? Genickbruch?
Was mache ich denn da jetzt am besten Gegengutachten? Bringt das überhaupt was..

Danke schon mal für die Hilfe..
Sabine
 

seenixe

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Hallo Sabine,

Herzlich willkommen im Forum. Die Geschichte, die Dir passiert ist, ist nicht erfreulich.
Es ergeben sich aus Deiner Schilderung ein paar Fragen.
Wer ist Dein "Gegner"?
Für wenn wurde das Gutachten angefertigt?
Die Versicherung des Unfallgegners muß Dir Schmerzensgeld zahlen und alle Schäden ausgleichen. Bist Du anwaltlich vertreten?

Du wirst hier einige finden, die ähnliche Probleme haben. Schau Dich inzwischen in Ruhe in den FAQ´s um.

Gruß von der Seenixe
 
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Hallo Seenixe,
vielen dank für deine schnelle Antwort.
Der eigentliche Unfallgegner ist die Auto-Haftpflichtversicherung. Die machen aber gar keine Probleme. Habe auch schon Schmerzensgeldzahlungen bekommen.

Mein Problem sind jetzt meine beiden privaten Unfallversicherungen. Die eine zahlt nur ab 50%, die andere auch schon ab 1% Invalidität, aber nur eine geringe Einmalzahlung. Das kann ja aber nicht in meinem Sinne sein, da ich die nächsten (ich schätze einfach mal) 60 oder mehr Jahre mit meinen Unfallfolgen leben muss und ich nicht denke, dass sich eine versteifte HWS wieder "entsteift". Den Gutachter haben meine beiden Unfallversicherungen beauftragt (Continentale und Barmenia). Mir wäre lieber ich bekomme eine monatliche Rente, als Schmerzensgeld. Ich frage mich wirklich, wie ich arbeiten soll usw. Muss dabei nur am Schreibtisch sitzen (angehende Journalistin)... Ich könnte wirklich nur heulen. Seit drei Jahren geht das jetzt schon (Unfall war am 18. Mai 2004).

Wie ist das denn mit dem Gutachten? Das bestimmt doch nur die körperlichen Schäden oder?
Wie ist das mit psychischen? koMMt das auch zu dem Gutachten hinzu? Ich befinde mich seit dem Unfall in psychologischer Behandlung!

Liebe Grüße
Sabine
 

Cateye

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Hallo Binelinchen,

hast Du schon einen Antrag auf Schwerbehinderung beim Versorgungsamt gestellt. Ich kann mir schon vorstellen, dass die Feststellung der Schwerbehinderung in die Beurteilung mit einfließen könnte. Was rät Dir Dein Anwalt? Kannst Du in Berufung gehen?

LG,
Cateye
 
Registriert seit
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Mit meinem Anwalt habe ich nachher erst einen Termin. Habe das Schreiben von der Versicherung ja erst heute bekommen. Habe aber schon mit dem Vater eines Freundes gesprochen (Versicherungsmakler). Er sagt, dass ich das Gutachten auf jeden Fall ablehnen soll, weil ich ja daran denken soll, was mal in 20 Jahren gesundheitlich aus mir wird. Ich kann jetzt meinen Hals fast gar nicht mehr bewegen (weder nach li, re, unten oder oben).
Mein Opa hat auch schon gesagt, dass ich mich an das Versorgungsamt wenden soll! Denkt ihr das bringt was?
Hat das denn überhaupt Sinn dagegen anzugehen? Ich weiß ja wie Versicherungen sind. Ich ärgere mich ja schon die letzten drei Jahre damit rum. Aber das jetz ist wirklich der Hammer. ENtschuldigt, aber ich bin wirklich fertig mit den Nerven.

Kann mir jemand sagen, ob das psychologische auch in die Invaliditätssache miteinfließt?
LG Sabine
 

seenixe

Super-Moderator
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Hallo Sabine,

dies geht aus Deinen Versicherungsbedingungen hervor. Nicht das der falsche Eindruck entsteht. Im Rahmen der PUV hast Du selbst festgelegt, wann sie was und wieviel sie leisten müssen. Da folgt nur einen einmalige endgültige Abrechnung, wenn Du gut abgeschlossen hast, eventuell eine lebenslange Rente ab einem bestimmten Grad an Invalidität. Aber die Zahlung wird auch der Grundlage der jetzigen Begutachtung entschieden.
Ich klage gerade gegen meine PUV, weil ich auch nicht mit dem Ergebnis des von Ihnen in Auftrag gegebenen Gutachtens einverstanden bin.
Dieses muß man der Versicherung auch schnellstmöglich beibringen und ein eigenes Gutachten erstellen lassen. Dies schon, weil nur der Zustand genau drei Jahre nach Unfall betrachtet wird.

Gruß von der Seenixe
 
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habe eben schon mit der Versicherung telefoniert. Die Sachbearbeiterin sagt, dass ich jetz ein halbes Jahr Zeit habe, ein Gegengutachten zu erstellen oder vor Gericht zu klagen. Befinde mich ja gerade im dritten UNfalljahr.
Irgendwie verliert man echt den Mut bei der ganzen Bürokratie..
Ich werd mich melden, wenn ich mit dem Anwalt gesprochen hab.
LG
 

Luise

Gesperrtes Mitglied
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Hallo Sabine,

der Unfall war am 18. Mai 2004.

Befinde mich ja gerade im dritten Unfalljahr
Hä ? Nach meiner Einschätzung: viertes Unfalljahr.

Welche AUB ist vereinbart?

In der PUV ist für den endgültigen Invaliditätsgrad der Gesundheitszustand maßgebend, der sich zum Ablauf der Dreijahresfrist prognostizieren lässt.

Die Dreijahresfrist endete am 17. Mai 2007, vor 14 Tagen.

Der Versicherer hat Dich vor Ablauf der Dreijahresfrist begutachten lasse und bietet Dir Invaliditätsleistung für 35 % Invalidität an.

Du hast versäumt, selber ein Gutachten innerhalb der Dreijahresfrist einzuholen oder zu klagen.

Eine Klage wird jetzt kaum Erfolg haben, womit willst Du sie begründen?

Gruß
Luise
 
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Es ist ja noch kein abschließendes Urteil möglich. Das hat mein Anwalt der Versicherung auch ständig mitgeteilt.
Die Versicherung hat mir doch vor ner Stunde selbst mitgeteilt, dass ich ein Gegengutachten in Auftrag geben kann/soll. Dafür habe ich ein halbes Jahr Zeit.
Ich verstehe gerade nicht was du genau meinst?
warum sagt nur jeder was anderes?
 

Ariel

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Hallo Bienelinchen1982,

Wer dir gesagt hat, dass du einen "Genickbruch" erlitten hast?
Und worauf wurde begründet?

Gruß Ariel
 
Zuletzt bearbeitet:
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Hallo Ariel,
auch danke für deine Antwort!Aber was genau meinst du damit?
Begründen kann ich eine Klage unter anderem damit, dass der Gutachter sein Gutachten mit den Worten schließt: "Eine Verschlechterung des Befundes wird nicht eintreten".

Der Arzt im Krankenhaus, der mich direkt nach meinem Unfall untersucht hat, hat mir gesagt, dass ich einen Genickbruch hat. Die Diagnose kam nach dem CT. Wieso ist das wichtig?
War mittlerweile bei meinem Anwalt. Die Versicherung hat mich über den Tisch gezogen, da sie mir keine Möglichkeit gelassen hat, dem Gutachten zu widersprechen. Laut meinem Vertrag standen mir zwei Wochen zu, innerhalb dieser hätte ich Einspruch/Vorbehalt einreichen können. Mein Anwalt hat jetzt erst einmal ein Schreiben aufgesetzt. Was dabei heraus kommt, kann ich ja noch nicht sagen.
Sobald es etwas Neues gibt, werde ich mich melden!
Viele Grüße Sabine
 

Ariel

Erfahrenes Mitglied
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Beiträge
2,698
Hallo Binelinchen1982,

gut, das hat der Arzt gesagt, nach der CT.

Gut, ich frage konkret, was hat der Arzt in den Befundbericht geschrieben?

Ich sage dir dann ganz genau und ausführlich, wieso das wichtig ist.

Gruß Ariel
 
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