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Noch ganz am Anfang. . Nach Motorradunfall

Siegfried21

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#13

Leslie

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#14
Zwei jahre? oh mein Gott!
Ach ja, was ich noch erzählen wollte.. die Versicherung hat inzwischen die Hälfte des geforderten Vorschusses überwiesen. Besser als nichts.
Hat Dir diese Induktionstherapie geholfen?
 
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#15
Bei mir hat Ultraschalltherapie anscheinend nicht geholfen (hab ein Gerät von Melmak für Zuhause bekommen) aber kann bei Dir ganz anders sein und man muss ja alles probieren was erfahrungsgemäß helfen kann.Seltsam fand ich nur das nie geschaut wurde ob im Körper alles zur Heilung da ist,Vitamin D,Kalzium,Magnrsium,Kalium u.s.w.
Grüße
 

Leslie

Neues Mitglied
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#16
Ja, da schaut keiner der Ärzte danach. Eine Apothekerin hat mir das jetzt auch nahe gelegt und ich werde nächste Woche den Hausarzt bitten, diese Werte zu kontrollieren.
 

Leslie

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#17
Wie ist das denn.. wenn das zwei Jahre dauert? Das Krankengeld bekommt man doch nur 1.5 Jahre.. Und dann? Wird man ausgesteuert? Kann ich dann auch meinen Arbeitsplatz verlieren?
 

mifze

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#18
Hallo Leslie,

ich habe Deine Geschichte gelesen und kann gut nachvollziehen, wie es Dir ergangen ist, wohl noch geht und mit welchen widrigen Umständen (gelinde ausgedrückt) Du Dich zurzeit auseinandersetzt. Mein Motorradunfall liegt jetzt fas dreieinhalb Jahre zurück. Wie Du auch, wurde ich Opfer eines unaufmerksamen Verkehrsteilnehmer. Der Autofahrer hat mich einfach übersehen, trotz übersichtlicher Straßenlage, sonnigem trockenem Wetter und angemessener Geschwindigkeit meinerseits.
Fazit: 25 Meter Flug über die Straße, gnadenloser Aufprall auf dem Teer und höllische Schmerzen im Bein. Trümmerbruch Unterschenlkel, Wadenbein links und rechts, angeknackste Knöchel links und rechts, diverse Prellungen und ein offener Bruch. 3 OP`s, ein fünf Wochen Krankenhausaufenthalt. eine vermurkste 1. Operation und neun Monate an Krücken. PTBS behandelt mit psychotherapeutischen Sitzungen. Ein ganzes Sortiment an Schmerzmittel, Morphine, Oxycodon, Tilidin, Novalgin, Novaminsulfon.
Glück im Unglück, dass es sich um einen Wegeunfall handelte. Meine Trümmer brauchten drei Monate nach der letzten OP bis sie langsam zusammenwuchsen. Alle sechs Wochen hing das Damoklesschwert einer weiteren Operation über mir. Wie viel male ich geröntgt wurde, keine Ahnung irgendwann hörte ich auf zu zählen. Ich hatte eine Ultraschallgerät von der Firma EXOGEN. Ob das Ding dazu beitrug, dass die Knochen zusammen wuchsen, kann ich DIr nicht sagen, ich glaubte einfach dran. Der Glaube versetzt bekanntlich Berge.
Dein Bein wird wieder und die Trümmer finden zusammen, es ist wie schon andere vor mir sagten, eine Frage der Zeit und verlangt von einem eine Menge Geduld ab. genau so wie der lange Weg der Genesung, der Auseinandersetzung mit der KV und der VR etc. Leider ist der Unfall irgendwann nicht mehr das Schlimmste. Die Herausforderung beginnen, wenn das Krankenhaus hinter Dir liegt und der Alltag und die hochgelobte deutsche Bürokratie ihre Kraken nach Dir ausstreckt. Versicherungen, Rechtsanwälte, Ärzte, BG etc. Dafür sollte es noch extra Schmerzensgeld geben.

Dir alles Gute und versuch die Zeit so gut es geht zu nutzen. Ich denke, obwohl ein Unfall eine schlimme Sache ist, ist es auch die Chance einen neuen Weg einzuschlagen. Zu dieser Einschätzung bin ich nach drei Jahren intensiver Sinnsuche gekommen.

Alles Gute und viel Gesundheit
Mifze
 

Gsxr1983

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#19
Hallo Leslie,
Hallo Mifze,

ich stecke ja nun schon ein paar Tage in der Materie und weis aus eigener Erfahrung was auf euch zu kommt.

Leslie hast du dich schon mal mit PTBS beschäftigt? Ja das ganz wirkt am Anfang so abschreckend, nein ich doch nicht, niemals werde ich zum Psychologen gehen! Ich kenne das alles und lege dir den Gang zum Psychologen nahe bevor du an den Vorkommnissen zerbrichst. Glaub mir es steht ein Langwieriger Heilungsprozess vor dir und die Zeit kann einen zerstören.

Bei mir hat mein Verhalten ob depressiv oder Aggressiv viel mit Schmerzen zu tun und daher lege ich euch ans Herz euch an die Empfohlene Medikation zu halten damit euer Umfeld nicht zusehr leidet.

Schmerztagebuch mit Medikation ist euch ja alles bekannt.

Beachtet bitte neurologische Schädigungen, diese wurden bei mir übersehen und nicht ausreichend Dokumentiert so kämpfe ich noch heute gegen Windmühlen.

Weiteres auf Nachfrage.
 

Leslie

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#20
Guten Morgen und vielen Dank erstmal für Eure Antworten.
In der Klinik wurde mir das angeboten, mit einem Psychologen zu sprechen, das hatte ich aber erstmal abgelehnt. Ich habe es aber im Hinterkopf, falls es mental abwärts geht. Im Moment komme ich mit der Situation einigermaßen zurecht.. immer noch in der Hoffnung, dass das Bein nicht abgenommen wird, die Beugung letztendlich auf 90 Grad kommt und ich in meinen Beruf als Physio und Fitnesstrainerin zurück kann.
Letzte Woche hatte ich wieder CT. Nach 2,5 Monaten ist noch immer nichts zusammengewachsen. Deshalb habe ich jetzt auch das Exogen Ultraschall Gerät verordnet bekommen. Außerdem soll ich mit halbem Körpergewicht belasten, um das Knochenwachstum anzuregen aber aufpassen, dass die Metallplatten nicht brechen .
Den Urlaub habe ich storniert, was für alle natürlich super enttäuschend ist.
In 6 Wochen wird nun erneut entschieden, ob nochmal operiert wird, also ob die angedrohte Spongiosa Auffüllung mit Beckenknochen nötig ist.
Die Sache mit Versichetung und Anwalt zieht sich, da der Sachbearbeiter bei der Polizei ewig in Reha und im Urlaub war und die Akte noch nicht mal bei der Staatsanwaltschaft liegt.
Das ist der neueste Stand bei mir.
Wie ist das bei Euch?
Seid Ihr wieder arbeitsfähig? Im selben Beruf wie zuvor?

Liebe Grüße
Leslie
 
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#21
Bei mir ist es nach 2 Jahren erst zusammengewachsen,jedenfalls links aber rechts nahezu.Es wurde wie gesagt auch viel gemacht - Ultraschall,Magnetkennfeld Vitamin D kur,Verriegelung vom Nagel im Bein Operativ entfernt damit Druck auf den Knochen kommt u.s.w. bin ausgesteuert, arbeitslos, erwerbsminderunsrente beantragt und bekomme eine BG Rente und bin wegen pstb in Behandlung. Grüße
 

Leslie

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#22
was hast Du denn vorher gearbeitet? Bist du zwei Jahre an Krücken gegangen? Komplett entlastet oder mit TB?
 
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#23
War im öffentlichem Dienst - die hatten keine Arbeit mehr für mich nach 31 Jahren davon 25Jahre Wechselschicht,Toll. Nein mit einer Krücke Zeitweise und ich benötige immer noch einen Stock da aufgrund von Nervenschädigungen ab und an das Bein wegknickt. Grüße
 

Leslie

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#24
Schöner Mist .. zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen, und deshalb wird das komplette Leben aus den Angeln gehoben..
 
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