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Never ending Story - DRV

Böckchen

Neues Mitglied
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14 Feb. 2014
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Rhein-Erft-Kreis
Hallo

Ich habe schon viel gelesen hier und auch ohne Unfall dachte ich mir, anmelden und fragen kann nicht schaden.
Wenn das nicht der richtige Bereich ist, bitte verschieben.

Ich muss ein wenig ausholen, damit man zumindest versuchen kann es zu verstehen.

Im April 2012 wurde ich Arbeitsunfähig geschrieben. Erst vom Orthopäden, dann vom Hausarzt und Ortho und danach noch vom Psychiater.

Der Psychiater hat im Mai 2012 gemeint, ich soll die EU Rente beantragen.
gesagt getan.
Der Orthopäde hat dann im Juni auch eine Reha beantragt.
Zu seiner Zeit wegen chronischen Schmerzen und Fibromyalgie.

Die Reha wurde abgelehnt ..... man schickte mich zur ärztlichen Begutachtung bei der DRV Rheinland (Ich hatte bei Antragsstellung noch in Rheinland Pfalz gewohnt und bin ende 2012 nach NRW umgezogen).

Die Begutachtung war ein 10 Minuten Witz. Was aber ja bei der DRV und dessen Ärzten selten unnormal zu sein scheint.

Ich legte also widerspruch ein gegen die Reha Ablehnung.

Man stellte dann den Rentenantrag zurück, bis der Widerspruch bearbeitet wurde für die Reha.

Weil mir das Ganze dann zu bunt wurde, bin ich zum VDK gegangen (leider mäßig erfolgreich - lange Termine und Wartezeiten bei der Rechtshilfe, zweizeiler die ich auch selber schreiben könnte).

Dann erfolgte Mitte 2013 (!) also 12 Monate später die zusage für eine Stationäre Reha (eine ambulante wurde beantragt) wieder widerspruch, wegen der beantragten ambulanten aus familiären Gründen (Attest des Facharztes anbei und darauf verwiesen).

Es passierte Monatelang gar nichts mehr.

Inzwischen (Okt 2013) von der Krankenkasse ausgesteuert, Alg 1 beantragt und dies wurde zurückgestellt bis ich beim ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur gewesen wäre.

Also ab ins Jobcenter Alg 2 beantragt.
Im Januar 2014 dann der Termin für das Gutachten beim ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur.
Bericht kam anfang Februar 2014

Nahtlosigkeit bestätigt, tgl. unter 3 Stunden länger als 6 Monate nicht arbeitsfähig - Chron. Schmerzen, Fibro, Migräne, Depressionen.

Inzwischen nehme ich mehr MEdikamente wegen der Depresiion als gegen die Schmerzen. Bin kein Freund von Medikamenten, daher auch nur was unbedingt sein muss.

Nun bekomme ich jetzt einen Brief von der DRV mit einer Reha teilstationär 15 km weiter genehmigt für 5 Wochen. Orthopädisch.
Die Reha Einrichtung schickt mir eine Einladung zur Terminvereinbarung für eine Reha für 3 Wochen!

Mein Hausarzt, wie auch meine Fachärztin für Neurologie / Psychiatrie sind der Meinung das eine Orthopädische Reha jetzt absolut nicht sinvoll wären. vor 15 Monaten wäre das evt anders gewesen.
Denn jetzt ist die Depression zu stark ausgeprägt mit Konzentrationsstörungen und anderem, die Schmerzen viel zu intensiv und Ganzkörperbetont für eine Orthopädische Reha.

Der Gutachter der Arbeitsagentur empfiehlt eher eine vorerst befristete EU Rente !


Nicht nur das ganze hin und her mit der DRV und den anderen Behörden macht mich völlig irre auch das ich nicht weiß, wie das Finanziell weiter gehen soll.

Bis Okt 2013 habe ich Krankengeld bekommen.
Dann bis 28.02.2014 Alg 2 - Regelleistung zuletzt am 30.01.2014
Ab 01.03.2014 Anspruch auf Alg 1 - Auszahlung ab 30.03.2014.
ich geh auf der Strasse wohl betteln, weil sich keiner Zuständig fühlt.


Meine Frau ist seit 14 Jahren berentet und Ihre Rente ist nicht üppig, da sie mit 28 schon berentet wurde.


Ich hab gerade keinen Plan was ich wie sinnvoll mache.

Dann kommt noch hinzu das ich demnächst ins Krankenhaus muss, ur Gallensteinentfernung.
Da sollte direkt danach der Rehasport wohl auch nicht gerade förderlich sein, denk ich mal.


So ne Menge Text, sorry.
 

sachsblau

Erfahrenes Mitglied
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Hallo Böckchen,

willkommen hier im Forum.
Das von Dir geschilderte Problem kennen viele der Verunfallten hier. Es stellt sich die Frage, inwieweit der Sozialstaat seinem Namen noch gerecht wird... Jeder einzelne Fall dieser Kategorie ist einer zuviel.
Es tut mir leid, dass es Euch auch erwischt hat und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es einem in dieser Situation geht.

Um Dir gezielter raten zu können noch ein paar Fragen:
1. bist Du im Besitz einer Rechtsschutzversicherung?
2. Was ist mit dem Widerspruchsverfahren zu Deinem Rentenantrag? Gibt es hier zwischenzeitlich eine Entscheidung?
3. Hast Du Einsicht genommen in Deine Unterlagen bei der DRV?


Wäre gut, wenn Du dazu noch kurz etwas sagen könntest.
Viele Grüße und nicht den Mut verlieren (!),
sachsblau
 

Böckchen

Neues Mitglied
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Um Dir gezielter raten zu können noch ein paar Fragen:
1. bist Du im Besitz einer Rechtsschutzversicherung?
2. Was ist mit dem Widerspruchsverfahren zu Deinem Rentenantrag? Gibt es hier zwischenzeitlich eine Entscheidung?
3. Hast Du Einsicht genommen in Deine Unterlagen bei der DRV
1. Eine mit 150 sb - was mir inzwischen auch egal wäre, hauptsache hier passiert mal etwas sinnvolles was die DRV, Arbeitsagentur und Versorgungsamt betrifft.

2. Nein. Der Rentenantrag wurde zurückgestellt seitens der DRV, bis die Reha abgeschlossen ist, erst dann wird entschieden.

3. Nein, ich habe gar keine Einsicht bekommen.
Man hat sich lediglich erbarmt, mir wie oben geschrieben mal das gutachten zu senden.

Der Witz ist ja auch, ich wohne inzwischen ja in NRM, meine Akte liegt bei der DRV in Speyer (RLP) ABER eben nicht alles, denn ein teil der akte soll in Andernach (RLP) liegen.

Ich wüsste schon gerne was da alles drin steht.
Vor allem bevor ich den "Reha Partner" anrufe und einen Termin vereinbare. Möchte dafür aber nicht hunderte von Kilometer fahren, sondern die DRV Rheinland nutzen, welche fast um die Ecke ist.

Wie muss ich das anstellen?

Danke, für die freundliche Aufnahme und Antwort.
Aufgeben nie, aber man fängt schon manchmak an jemanden an die gurgel zu gehen. ;-)

Ich habe bis 2011 immer viel gearbeitet, 240 stunden waren schon fast minimum, weit über 100 Mitarbeiter betreut und heute fallen mir einfachste dinge nicht unbedingt leicht.
 

sozimod

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Hallo Böckchen,

du wirst dich an lange Wartezeiten weiterhin einstellen müssen. So wie es Dir ergangen ist, ist es vielen ergangen. Du arbeitest 30 Jahre mit unzähligen Überstunden,
die korrekt auf dein Überstundenkonto angerechnet zu einen sehr frühen Rentenbeginn berechtigen würden.

Nein, zum Dank für deine "Blödheit" verwalten die Dich vorher einfach weg.

Nur mit einem Fachanwalt für Sozial-Verwaltung-Patientenrecht hast du eine
Chance.

Ich wollte nur, das die Sozialsysteme die Therapien für die Erstdiagnosen übernehmen, die eine Gesundung herbeiführen. Das taten sie nicht.

Jetzt bin ich EU Rentner.

Sie werden dir viele "Felsbrocken" in den Weg legen. Du benötigst dann ein
Katapult. SOvD und VDK ist dabei keine große Hilfe.

Versuch einen Algesiologen zu finden, der Dich komplett untersucht.
Neurologen, Orthpäden und Psychiater sind oft unzureichend.

LG

Norbert
 

sachsblau

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Hallo Böckchen,

danke für die Nachträge.

Was hat eigentlich das DRV-Gutachten ausgesagt? Das wäre sicher noch interessant.
Hast Du eigentlich konkret Stellung bezogen in Deinen Widerspruch (Rentenantrag), was das Gutachten angeht? Hast Du Falschaussagen klargestellt, auf falsche Angaben oder fehlende Untersuchungen hingewiesen? Wenn nicht, dann solltest Du Dir zumindest, wenn noch nicht geschehen, zu dem Begutachtungstermin Notizen machen - alles, was Dir noch einfällt: Beginn und Ende der Begutachtung, was passierte während des Termins an Befragungen, Notizen, Untersuchungen.... usw. Das kann Dir unter Umständen später noch viel nutzen und mit der Zeit vergisst man leider viele Dinge.

Es gibt Begutachtungsrichtlinien für die DRV. In einem extra Thread haben wir mal wichtige Dinge zusammen getragen. Das könnte für Dich eventuell interessant sein:
http://www.unfallopfer.de/forum/showthread.php?t=24188

Ansonsten solltest Du dringend Akteneinsicht nehmen. Diese musst Du schriftliche bei Deiner Rentenversicherung beantragen, ggf, in Deinem Fall, an zwei Stellen. Du hast ein Recht auf Einsichtnahme in die vollständigen (!) Unterlagen in einer Zweigstellen Deiner RV in Wohnortnähe. Es kommt vor, dass der Rententräger darauf zunächst nicht reagiert. Dann schicke ein zweites Schreiben hinterher mit Fristsetzung (14 Tage). In aller Regel wird dann mit Dir ein Termin zur Akteneinsicht vereinbart. Hier kannst Du wichtige Seiten abfotografieren oder Dir auch Kopien fertigen lassen. Nicht selten finden sich in der Akte zusätzliche, bis dahin nicht bekannte, Äußerungen der beratenden internen Ärzte der RV.

Du solltest außerdem, in Deinen bereits so lange dauernden Fall, wirklich einen versierten Anwalt einschalten - so wie von sozimod empfohlen. Nicht selten reichen ein paar Schriftwechsel zwischen Anwalt und DRV, dass die Angelegenheit in "Schwung" kommt. Der kleine Rentenantragsteller kommt da allein leider oft nicht weiter...

Außerdem solltest Du einen Termin bei der Agentur für Arbeit (Leistungsabteilung) vereinbaren. Wenn ich es richtig verstanden habe, musstest Du AlgII beantragen, bis die ärztliche Begutachtung stattgefunden hatte. Das ist meines Wissens nicht korrekt.
Die Agentur hat im Fall der verminderten Erwerbsfähigkeit und einem Antrag auf AlgI (Nahtlosigkeit) innerhalb von 4 Wochen den Auftrag zur Begutachtung auszulösen bzw. das Gutachten zu erstellen. Und eigentlich müsstest Du rückwirkend ab Antragstellung AlgI erhalten, also ab Oktober oder November 2013. Das solltest Du klären, denn sicher hast Du durch die AlgII-Zahlung Geld eingebüßt. Oder?

Bzgl. der jetzt angedachten Reha solltest Du mit Deinen Ärzten nochmals Rücksprache halten und sie ggf. um einen aktuellen Befundbericht mit Aussage bzgl. der orthopädischen Reha bitten. Gleichzeitig sollten sie auf die anstehende OP hinweisen und Dir die Rehafähigkeit erst ab einem gewissen Zeitpunkt nach der OP attestieren. Außerdem wäre es für Dich gut und wichtig, wenn auch etwas zur Fachrichtung der Reha geschrieben würde, damit Du wirklich die Chance auf Besserung erhälst. Die DRV hat so lange gebraucht, dass sich die Vorausetzungen und Indikationen für die Reha inzwischen geändert haben.
Diese Dinge sendest Du mit einem erneuten Widerspruch an die DRV - am besten als Einschreiben mit Rückschein.

Ganz sicher habe ich jetzt hier noch einiges vergessen, aber eventuell hilft Dir das erst einmal. Ansonsten findest Du im Forum jede Menge zum Nachlesen.


Alles Gute und viel Erfolg
wünscht
sachsblau (es wäre nett, wenn Du Deinen Beiträgen vielleicht ein "Hallo" voranstellen und einen Gruß zum Schluss geben würdest ;) - das ist einfach netter im Umgang. :)
 

Lara L.1981

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Hallo und Herzlich Willkommen auch von mir im Forum!
Meine Frau ist seit 14 Jahren berentet und Ihre Rente ist nicht üppig, da sie mit 28 schon berentet wurde.
Oja..das kenne ich leider auch nur zu gut.
Also ab ins Jobcenter Alg 2 beantragt.
Im Januar 2014 dann der Termin für das Gutachten beim ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur.
Bericht kam anfang Februar 2014
Bis Okt 2013 habe ich Krankengeld bekommen.
Dann bis 28.02.2014 Alg 2 - Regelleistung zuletzt am 30.01.2014
Ab 01.03.2014 Anspruch auf Alg 1 - Auszahlung ab 30.03.2014.
ich geh auf der Strasse wohl betteln, weil sich keiner Zuständig fühlt.
und das
2. Nein. Der Rentenantrag wurde zurückgestellt seitens der DRV, bis die Reha abgeschlossen ist, erst dann wird entschieden.
möchte ich Dir noch gerne ans Herz legen, immer schön zu schauen ob Du noch Krankenversichert bist, gerade wenn die DRV mit im Boot ist,
(also quasi in der Schwebe) streicht die Agentur gerne mal bei den Leistungen die Segel, das habe ich selbst schon erlebt.
Am besten einfach nochmal nachfragen ob die Krankenversicherung noch weiter über die Kasse läuft bzw. der ARGE

alles Gute.

LG Lara
 

Böckchen

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Hallo Zusammen,

inzwischen bin ich einen Schritt weiter .... sorry das ich mich nicht direkt gemeldet hatte, hatte viel um die Ohren.


Also die Thematik ALG 1 und ALG 2 ist vorerst halbwegs geklärt.


Jetzt bekomme ich von der DRV eine Teilstationäre Reha zugewiesen, auf Grundlage des Gutachtens der DRV von März 2013 !

Es gibt aus Februar 2014 ein neueres Gutachten mit weiteren Indikationen und Einschränkungen, wo mir die DRV aber, gena wie der Reha Partner beide telefonisch mitteilen
O-Ton
"Interessiert uns nicht!"

Geht das so?

Mein Hausarzt meinte das die nen Knall haben, das nicht ignorieren dürfen und ich die Reha, weil es eine rein Orthopädische ist ablehnen soll.
Ferner wurde nicht berücksichtigt, das ich lt. letztem Gutachten unter 3 Std. tgl . Arbeitsfähig für länger wie 6 Monate bin.


Jetzt steht ich etwas hilflos da und weiß nicht was ich tun soll.

Ich weiß das ich eine Reha, mit tgl. 6 Stunden Sportprogramm nicht hinbekomme!

Da ich um 8 da sein soll, muss ich ... da ich aufgrund der vielen Medikamente nicht Auto fahren darf, die Öffentlichen nehmen.

Sprich ich muss um 6:30 aus dem Haus .... da ich aber 1 1/2 bis 2 Stunden brauche um richtig in die Gänge zu kommen (Chron. Ganzkörperschmerzen) kann ich also um halb 5 aufstehen um dann fit für den Bus zu sein.

Das jeden Tag drei Wochen lang! Macht meine Depression nicht ganz mit.
Das merk ich schon, wenn ich mal 3 bis 4 Termine an drei Tagen am Stück habe.

Danke euch für eure Geduld
 

sozimod

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Hallo Böckchen,

wie ist dir nun ergangen?

Du wirfst hier viele berechtigte Fragen auf. Leider habe ich erst jetzt diese gefunden.

Ich rate dir menschlich:

Mach nur das, was du auch verkraften kannst. Untersuchungen müssen zumutbar sein.
Dies riet mir der Chefarzt der Reha Bad Salzdetfurt.

Ich habe leider ähnliche Erfahrungen machen müssen. Gutachtertermine um 9 oder 10 Uhr. Anfahrtswege bis 200 km. Ich leide unter starken Schmerzen, kann dadurch nicht durchschlafen, wache mehrmals schreckhaft auf. Meine Frau mußte mich immer fahren, da ich auch nicht mit starken Schmerzmitteln, völlig betäubt am Straßenverkehr teilnehme. Die Fahrten zu Klopfkopfschmerzen, brennenden Rücken und hohe Gereizheit führen.

Melde dich bitte doch noch mal.


LG

Norbert
 

sozimod

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Hallo liebe UO,

die Überschrift passt.

Achtet bitte darauf (die die EU/EM Rente zugesprochen bekamen), das die RV alle eingezahlten Beträge mit einbeziehen.

Gerne werden Zahlungen der Agentur für Arbeit "vergessen".

Jetzt habe ich vor 2 Monaten einen Widerspruch über die Rentenhöhe eingelegt.
Nach 4 Wochen wurde dieser Widerspruch bestätigt.

Seither keine Aktion mehr seitens der RV. Etwas positives kann ich aber doch berichten.
Meine Blutwerte sind komplett im normalen Bereich.

Die nahezuhe Absetzung der Medikamente hat sich bewahrheitet.
Lieber mit starken Schmerzen leben als gedämmt. Meine Leberwerte waren vorher so schlecht, das die innere Medizin eine detailierte Untersuchung vornehmen wollte.

Da mein Vertrauen zu Fachärzten nahezu nicht mehr vorhanden ist, habe ich dies abgelehnt (mit genau der Begründung). Mein Hausarzt hat mich dabei unterstützt.

Jetzt kann ich wieder ca. eine Stunde im Garten arbeiten. Sind die Schmerzen zu stark, mache ich viele Pausen. Heben, tragen muß ich vermeiden, lange stehen kann ich nicht.
So hocke ich mich halt hin und sitze und harke ect.

Heben, tragen und über Brusthöhe Tätigkeiten führen wieder zu den brennenden Rücken, sowie Klopfkopfschmerzen und Schwindelgefühle.

Ich fühle mich wieder "klarer" als vorher.

Meine Therapien:

Bei Panikattacken in der Nacht: Ein volles Glas kaltes Wasser trinken (schnell runterschlucken), 2x Tromcardin Tabletten, eine Ibuflam 800, sowie Atemtechnik.
Mit der Nase tief einatmen und mit dem Mund ausatmen, bis die Luft raus ist.

Je nach Häufigkeit der Anfälle. Erst wird es mehr, danach weniger.

Zur Zeit alle 2-3 Wochen habe ich eine Attacke. 1-2 Tage absolviere ich diese Prozedur.

Ich verzichte auf Fastfood, Chips und anderen Giften mit künstlichen Zusatzstoffen.

Nach 7 Jahren lebe ich wieder ein bischen. Das Glas ich zwar nicht halb voll, aber sicher auch nicht leer.

LG

Norbert
 

sozimod

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Neverending Story - Das Letzte Kapitel DRV

Liebe UO,

ich habe diesen alten Thread aufgerufen um euch über meine aktuelle Situation zu informieren. Am 24.12. 2015 erhielt ich von der DRV Post.
Ich erhalte meine EU Rente voll bis zum Jahr 2029!
Da meine EU Rente nur bis November 2015 befristet war stellte ich einen weiteren EU Antrag auf weitere Gewährung. Ein ärztl. Attest wurde dem Antrag beigelegt. Nun reagierte die DRV seltsam. Sie forderten wiederholt ärztl. Atteste, obwohl ich der DRV mitteilte, das mein Hausarzt der einzige Fachaarzt wäre der mich betreute. Und ich aus gesundheitlichen Gründen keine anderen Ärzte aufsuchen konnte. Die DRV ignorierte mein Schreiben und forderte mich wiederholt auf die 3 ärztl. Stellungnahmen der DRV zuzusenden.
Nach einem Telefonat meiner Ehefrau, sagte ein Sachbearbeiter Unterstützung und Prüfung des Antrages zu. 10 Tage später erhielt ich ein Schreiben der DRV, die mich zu einem Gutachter Dr. Arr...s-Cuxhaven zwingen wollten. Dem angeblichen Facharzt, der 2007 völlig falsche Diagnosen erstellte, die erst 2012 durch das SG Stade und einem Facharzt Proffessor/Dr. M. komplett als Fehldiagnose entlarvt wurden. Für mich gesundheitlich leider zu spät. Ich fragte mich wie der ärztliche Dienst bei respektierung meiner kompletten Akte, mich zu diesem Arzt als Gutachter auswählen konnte. Wurde die Akte gar nicht durchgesehen? Welche Motive hatte der ärztliche Dienst? Mit Unterstützung meiner Ehefrau verfasste ich einen direkten Brief an die DRV. Ich wollte wissen ob die komplette Akte hinzugezogen wurde und wer für diese Handlung zuständig ist oder war. Ich bat um die Namen, damit ich zivilrechtlich gegen diese Personen vorgehen kann. In einem Berliner Artikel erfuhr ich, das Juristen und keine Ärzte dafür verantwortlich waren. Höchstwahrscheinlich auch hier.

Die Antwort der DRV war ein Entschuldigungsschreiben, sowie die Gewährung der EU voll bis 2029.

Dies ohe Sozialverband, ohne Rechtsanwalt, ohne Gerichtsverfahren.

Daher möchte ich euch den Tipp geben nicht nur die Verwaltungs/Sozialgerichte aufzusuchen, sondern vorab auch ein detailliertes Schreiben über die "Täter" (Sachbearbeiter) als Widerspruch oder als Antwortschreiben zu verfassen. Wir Sozialversicherungspflichtigen haben eben nicht nur dort unsere Rechte. Da viele "Sozialbehörden" mittlerweile wie eine Bank geführt werden (auch Bankingsystem), Sachbearbeiter auf Provisionsbasis arbeiten, könnte jeder zivilrechtlich verfolgt werden. Sie haften für den entstandenen Schaden.

Meine Erfahrungen mit den Jobcentern und nun auch mit der DRV.
Diese Information habe ich auch etwas gestreut. Andere agierten jetzt ähnlich und hatten Erfolg. Keine Klagen und jahrelanges warten. Die Jobcenter zahlten einem jungen Mann Hartz IV 3 Monate nach.

Bitte nicht aufgeben, auch wenn ihr eure Kraft schon fast verloren habt. Kämpfen lohnt immer. Ich habe mit der Vergangenhiet abgeschlossen seit 2013, als mich diese Situation vorher auf die Intensivstation katapultierte.
Ich führe jetzt ein anderes Leben. Kümmer mich um die Menschen, die von diesem System stark benachteiligt werden. Dadurch habe ich neue Freunde gewonnen.

Dies soll euch ermuntern weiter zu machen, auf eure Rechte als Mensch zu bestehen.:)

LG
von sozimod
 

Sollero13

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
19 Nov. 2007
Beiträge
449
Sehr beeindruckend wenn Du das Vergangene so hinter Dir lassen kannst!
Auch Deine Hilfe hier...

LG Sollero
 
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