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Neurologische Untersuchung nach Kreuzbeinbruch

Elliot J.

Nutzer
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19 Mai 2008
Beiträge
3
Ort
Berlin
Hallo,

falls ich hier im falschen Board bin, bitte verschieben.

Vor ein paar Tagen hat meine Frau sich das Kreuzbein gebrochen (längs, etwas außermittig links und das Iliosakralgelenk links beschädigt). Nach der Erstversorgung wurde sie einige Tage später von einem Neurologen untersucht, weil sie sonsorische Ausfälle im linken Bein hat. Grund war die Annahme, dass ein früherer Bandscheibenvorfall, der zu ähnlichen Reaktionen im rechten Bain führte, die Ursache sein könnte.

Die Untersuchung war grausam. Trorz flehentlicher Bitten meine Frau, ihr linkes Bein nicht mit Druck von unten zu belasten und keine passive Rotation zu erzwingen hat der Neurologe die Untersuchungunter unter den Scmerzschreien meiner Frau fortgesetzt.
Ich war kurz davor die Beherrschung zu verlieren, aber in dieser Situation fühlt man nicht nur hilflos, sonder auch ausgeliefert.
Ich kann das Wimmern meiner Frau, ihre flehentlichen Bitten ihr Bein nicht von unten zu belasten, ihre Scmerzensschreie nicht vergessen und frage mich, ob ich nicht zu spät eingegriffen habe.

Meine Frage ist, ob bei dieser Art von Verletztung eine solche Untersuchung in dieser geschilderten Form notwendig ist?

Elliot J.
 

Santafee

Erfahrenes Mitglied
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Beiträge
1,591
Hallo Elliot,

mir scheinen Deine Zweifel an der Untersuchungsmethode des Neurologen richtig zu sein! Ich habe zwar nichts am Kreuzbein, aber kenne auch neurologische Untersuchungen, wo man nicht das Bein belasten muss oder irgendwas unter Druck gemacht wird! So sollte doch vorrangig die Sensibilität der einzelnen Sequmenten entsprechenden Hautareale überprüft werden sowie Reflexe u.s.w. Außerdem könnte eine Nervenleitgeschwindigkeitsmessung aufschluss darüber geben, ob ein Nerv im Rücken oder peripher davon verletzt wurde! Ist dies gemacht worden? Desweiteren würde ich unbedingt ein MRT machen lassen! Und Deine Frau sollte sich nichts mehr gefallen lassen, was solche Schmerzen verursacht - ist ja das Letzte! Evtl. hilft ne Beschwerde und/oder ein Arztwechsel!

VG Santafee
 

Yasmin

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Auch ich vermag nicht zu glauben, dass eine derartige Untersuchung notwendig ist. Du hättest aber den Arzt auch fragen können warum das so sein soll.

Also mein Neurologe hat alles nur vorsichtig abgetastet und ich musste weggucken und sagen wie stark ich was fühle und so. Bis auf kleiner Schmerzen war das kein Problem. Auch hat er leicht gedrückt geschoben und sich die verletzte Stelle angesehen und die MRT Bilder 20 Minuten angekuckt. Dann hat er eine fachgerecht Diagnose abgegeben.

Hätte er es anderes gemacht, hätte ich ihn durch das ( geschlossene) Fenster geschossen. Eine bedauerliche Reaktion, so wie das Bein hochgeht wenn er klopft nur etwas stärker.......
 

Elliot J.

Nutzer
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19 Mai 2008
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Berlin
@Yasmin und @Santafee, Danke für die Antworten und die Ratschläge. Es bestätigt mir meine Vermutung. Warum ich nicht so cool war und gleich dem Ganzen Einhalt geboten habe? Ich war selber im Stress, befangen und fühlte mich dieser Maschinerie ausgeliefert.

Diese Tortour hat sich in der Rettungsstelle des Unfallkrankenhauses Berlin-Marzahn zugetragen. Arztwechsel ist somit nicht möglich, ich habe Mühe ihn wiederzufinden. Aber seine "Diagnose" müßte ja eigentlich in den Krankenakten zu finden sein - wenn nicht, dann ... naja.
Eine Beschwerde habe ich gegen Mittag abgeschickt, in den nächsten Tagen werde ich selbst dort in der zuständigen Verwaltungsstelle vorstellig. Bin ja sowieso jeden Tag mehrere Stunden im Unfallkrankenhaus bei meiner Frau.

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie das System in der Rettungsstelle, dem "modernsten Rettungskrankenhaus von Berlin" funktionieren soll:

Patienten von anderen Krankenhäusern werden eingeliefert (abgeliefert könnte man sagen), die Akten werden in die Wartestapel der Ärzte einsortiert und dann wartet man bis zu 8 Stunden. Wenn dann der Arzt endlich die Akte in die Hand nimmt, erwartet er, dass der Zustand des Patienten sich nicht geändert hat, er also genauso "frisch" ist wie bei der "Anlieferung".
Dummerweise wirken Medikamente aber nur eine bestimmte Zeit und am lebenden Körper passieren im Laufe von Stunden auch ein paar Veränderung, die korrigiert werden sollten. Das aber dürfen die Pfleger und Schwester NICHT von alleine, das darf (berechtigterweise) nur der Arzt. Den bekommt man aber nicht zu Gesicht, nur die Schwestern, die wiederum können und wollen die Ärzte nicht dauernd nerven ...

Fazit: Wenn der Patient lange genug rumquengelt, platzt dem "Medizinmann" irgendwann der Kragen.

Das wird wohl die Ursache des (sehr wahrscheinlichen) Fehlverhaltens gewesen sein.

In meine Augen ist er ein perverser Sadist.

Elliot.
 

Santafee

Erfahrenes Mitglied
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Beiträge
1,591
Hallo Elliot,

versuche nicht nach Ursachen oder Entschuldigungen für solches Verhalten zu suchen! Das gibt es nämlich nicht, bzw. man würde nie fertig und jeder "dürfte" alles! Du kannst auch nicht Deine Arbeit von Deiner Laune leiten lassen, oder? Und wenn dort die Organisation besch... ist, dann kann dieser Arzt seine Wut darüber erst recht nicht an den Pat. auslassen. Wenns ihm nicht passt, muss er was daran ändern...

Und wieso solltet Ihr den Arzt nicht wechseln können? Krankenhäuser gibts doch genug;)... und glaube mir, man trifft sich immer 2x im Leben und willst Du das Deiner Frau antun

LG Santafee
 

Elliot J.

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Naja, Arztwechsel hat ja schon stattgefunden, weil meine Frau auf einer Station im Unfallkrankenhaus liegt und nicht in der Neurologischen Klinik nebenan, wo der Kerl arbeitet, wenn er nicht wie alle anderen ab und zu Dienst in der Rettungsstelle versieht. Er hat ja nur eine einzige Untersuchung während der Unfallaufnahme gemacht - aber die hat gereicht.

Das "Beschwerde-Management" des UKB hat meine Beschwerde an den zuständigen Oberarzt der Rettungsstelle weitergeleitet. Gestern abend tauchte dieser Neurologe bei meiner Frau im Krankenzimmer auf und versuchte sein Verhalten als normale Untersuchung hinzustellen. Wenn wir das anders aufgefaßt hätten dann entschuldigt er sich natürlich.
Keine Antwort auf die Frage, warum er nicht wenigstens die Untersuchung unterbrochen hatte, warum er meine Frau schlichtweg ignoriert hatte.
Stattdessen mehrmals der Vorwurf, wir (ich war zufällig im Zimmer) würden ihm igendwas unterstellen.
Arroganz pur!
Hätte er irgendeinen plausiblen Grund genannt, der noch nicht mal wahr sein muß, Hauptsache plausibel, dann müßten wir wohl oder übel seine Entschuldigung annehmen - und die Sache wäre abgeschlossen gewesen.
So hat er seine Chance, die wir ihm noch gelassen hatten, verspielt.

Jetzt geht es in die nächste Runde. Wenn es was Neues gibt, melde ich mich.

Danke für die Anteilnahme,

Elliot.
 

seenixe

Super-Moderator
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Hallo Elliot,

so erkenne ich leider einige Ärzte des UKB wieder....da haben die wirklich dran zu arbeiten...Hart aber fair...zeigt ein sehr ähnliches Bild...

Gruß von der Seenixe
 
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