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Neurologische/neuropsychologische Begutachtung

Rudinchen

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
6 Dez. 2009
Beiträge
2,306
#1
Hallo,

ich wollte einen kleinen Tipp weitergeben für alle die neurologisch/neuropsychologisch begutachtet werden (wegen SHT/Schleudertrauma):

da gibt es ja oft Konzentrations- und Gedächtnisstörungen.

Und - wie wir erfahren haben - werden diese Störungen gerne entweder auf Medikamente oder auf Depressionen zurückgeführt und nicht auf organische Schädigungen.

Dabei kann man den Unterschied relativ einfach anhand der Testergebnisse feststellen:

Wenn ALLE getesteten Bereiche quasi "gleichmäßig" verlangsamt sind, ist die Ursache höchstwahrscheinlich auf die Medikamente oder die Depression zurückzuführen.

Wenn es aber Auffälligkeiten nur in bestimmten Bereichen gibt (z.B. nur im Kurzzeitgedächtnis oder so), dann ist dieser Bereich des Gehirns organisch geschädigt und es ist NICHT auf die Medikamente/Depression zurückzuführen.

Vielleicht hilft das dem einen oder anderen, sein neurologisch/neuropsycholgisch/psychiatrisches Gutachten etwas besser einzuordnen.

Viele Grüße,

Rudinchen
 

ptpspmb

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Ort
BW
#2
Hallo Rudinchen,

vielen Dank für die Info!
Hast du auch einen Link dazu?
 

Wolle53

Mitgliedschaft beendet
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Beiträge
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#3
Hallo Rudinchen,

ich sage auch mal Danke.....

Wegen dem SHT/Schleudertrauma hat meine bessere Hälfte (Frau) genau diese Probleme mit der gegnerischen Versicherung. War sehr hilfreich........ merci.

Noch einen schönen Tag wünscht
Wolle
 

Rudinchen

Erfahrenes Mitglied
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6 Dez. 2009
Beiträge
2,306
#5
Hallo Michi104,

ich meine damit alle getesteten Bereiche (Kurzzeitgedächtnis, Langzeitgedächtnis, räumliches Wahrnehmungsvermögen usw.), die bei einer neuropsychologischen/psychologischen/psychiatrischen Untersuchung getestet werden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Neuropsychologische_Diagnostik

Wenn also in allen getesteten Bereich Verlangsamung/Auffälligkeiten auftauchen, kann da von den Medikamenten oder auch von Depressionen kommen. Ist aber nur einer oder zwei Bereich(e) auffällig, ist das daraus zurückzuführen, dass es in diesem Bereich zu einer organischen Schädigung des Gehirns gekommen ist.

Die Läsionen im Gehirn durch einen Unfall sind oft so gering, dass sie sich bildlich nicht darstellen lassen. Das nutzen Versicherungen gerne, um zu sagen: "Da ist ja nichts".

Durch die neuropsychologischen Testungen lassen sich diese Schäden aber diagnostizieren, nur schieben die Gutachter das dann gerne auf Medikamente oder Depressionen/psychische Erkrankungen, damit die Versicherungen nicht zahlen müssen.

Aber anhand obiger Erklärung kann man überprüfen, ob es an den Depressionen/Medikamenten liegt bzw. ob und in welchen Bereichen Schäden am Gehirn vorliegen.


Hallo ptpspm,

ich habe keinen Link dazu, aber vielleicht findet ja jemand Literatur dazu bzw. ich werde auch noch mal danach suchen. Mir wurde es nur mündlich von einer bekannten Neuropsychologin erklärt. Aber da findet man sicher was in der Fachliteratur.

Viele Grüße,

Rudinchen
 

Bockel

Erfahrenes Mitglied
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3 Mai 2011
Beiträge
210
#6
Danke

Danke sehr hilfreiche Info. Wenn das noch durch Fachliteratur bekräftigt wird wäre es Bombe.

Gruß
Bockel
 

Rudinchen

Erfahrenes Mitglied
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6 Dez. 2009
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2,306
#7
Hallo,

ich habe mal ein wenig gesucht:

Im Buch "KKlinische Neuropsychologie: Grundlagen – Diagnostik – Rehabilitation" herausgegeben von Johann Lehrner,Gisela Pusswald,Elisabeth Fertl,Wilhelm Strubreither,Ilse Kryspin-Exner kann man wohl einiges finden:

Klinische Neuropsychologie: Grundlagen – Diagnostik – Rehabilitation
herausgegeben von Johann Lehrner,Gisela Pusswald,Elisabeth Fertl,Wilhelm Strubreither,Ilse Kryspin-Exner

Sorry, ich habe jetzt nicht die Zeit für eine intensive Suche - aber es scheint sich zu lohnen:

http://books.google.de/books?id=_KE...QXDzoC4Ag&ved=0CCUQ6AEwAA#v=onepage&q&f=false

Hier wird kurz noch etwas dazu erklärt:

http://www.neuro24.de/show_glossar.php?id=1386

http://www.neuro24.de/show_glossar.php?id=1679

Schlüsselwörter müssten wohl Begriffe wie "Frontalhirnsyndrome" , "pseudodepressives Syndrom und "dysexekutives Syndrom" sein.

Das Frontalhirnsyndrom entsteht wohl u.a. durch den sog. "Contre-Coup", wenn jemand auf den Hinterkopf fällt und das Gehirn quasi durch den Aufprall vorne an die Schädeldecke geschleudert wird (im Kopf) oder durch eine direkte Schädigung dieses Bereiches durch einen Aufprall.

http://flexikon.doccheck.com/de/Frontalhirnsyndrom

Vielleicht hat ja der eine oder andere Zeit, sich da tiefer reinzuknien, im Moment fehlt mir leider die Zeit ...

Würde mich freuen, wenn jemand fündig würde und es hier einstellen könnte!

Viele Grüße,

Rudinchen
 

sam78

Neues Mitglied
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25 Jan. 2014
Beiträge
20
#8
Hallo. Wurde vom sozialgericht dr harald masur in osnabruck beauftragt kann mir jemand uber seine erfahrung schildern ware sehr hilfreich danke im voraus habe keine bewergungen finden konnen
 
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