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Nach VKB Plastik Schraube locker!

vkb07

Nutzer
Registriert seit
25 März 2008
Beiträge
4
Hallo,bin neu hier im Forum und grüsse alle recht herzlich.


Habe mir letztes Jahr beim Feizeitsport einen Kreuzbandriss links zugezogen.

Ausführliche Infos zur Leidensgeschichte hier:



Ruptur vorderes Kreuzband links ,nach ct und Arthroskopische Voruntersuchung 4 Wochen später Vkb Plastik aus semitendinosus und gracilis Sehne(Befestigung mittels interference screws,Aufenthalt stationär im Krankenhaus 6 Tage.
Wund der Sehnenentnahmestelle anfangs trocken und reizlos. 10 Tagen nach OP Rötung und Überwärmung mit hämatoseröser Sekretion an der Sehnenentnahmestelle.
Daraufhin 14 Tage lang Ambulanz in regelmässigen Abständen aufgesucht dort wurde Blutproben genommen und untersucht desweiteren wurde die Wunde bei zuständigen Oberärzten vorstellig.Es hieß immer die Entzündungswerte gehen zurück.Nach diesen 14 Tagen wurde eine Wundrevision mit Abstrich, Debridment, Spülung, Primärnaht durchgeführt lag dann fast zwei Wochen stätionär.Während dieser Zeit wurde die Wunde kontrolliert.Am 7 Tagen wieder Sekret aus der Wunde.Bei Entlassung wurde weitere Kontrolltermin vereinbart,Oberarzt sagte. die Wunde sieht nicht gut aus es muß reagiert werden.Mit erneuter Kniespiegelung und Wundrevision mit eventl. Entfernung des Implantats.
Der Oberarzt telefonierte mit dem Operateur,dieser meinte bei der Op konnte die Schraube nicht richtig befestigt werden sei also locker!
Habe daraufhin Arzt gewechselt(Spezialist für Knie) dieser führte nur eine Wundrevision durch,bei dieser kam eine der interference screws zum Vorschein diese war nicht richtig befestigt(kann sich so eine Schraube überhaupt lockern wenn das Knie bewegt wird?).Der Artzt hat sehr viele Knie ops gemacht, er meinte nur soviel dazu: "So ein Murks hat er noch nicht gesehen."Habe die Schraube als "Andenken" zuhause.Bin seit fast 4 Monaten arbeitsunfähig und Beziehe Krankengeld.Der Artzt meint dass ich noch gut 3 Monate zur vollstädigen Herstellung(Wiedereingliederung in das Arbeitsleben) und Genesung brauche.Habe bei der Vkb Plastik eine ambulante Reha genehmigt bekommen und 2 mal verschoben.


Den zurzeit behandelten Arzt fragte ich ob ich die Reha trotz nichtmehr vorhandener Schraube (keiner kann mir sagen wie es in dem Kniegelenk aussieht, ein MRT soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen und ob das Implantat schon eingewachsen ist).

Der Arzt hat keine Einwende gegen diese Reha.
Schmerzen habe ich keine und nehme kein Schmerzmittel.
Kann das Bein problemlos strecken und beugen geht momentan bis 90 Grad(Orthese ist darauf eingestellt).Schwillt bei übermässiger Belastung noch an bisschen an und es sind noch Ergussreste,und Flüssigkeitansammlung abends am Bund vom Socken vorhanden.


Hat einer der Anwesenden hier schonmal ähnliches erlebt oder jemand aus seinen Bekanntenkreis?



Bin auf die Antworten schon sehr gespannt.
 

Titschknie

Wegen Mehrfachmitgliedschaft geperrte Mitglieder
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7 Feb. 2008
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Also, da ist wohl einiges bei der OP schief gelaufen. Ob ein Kunstfehler vorliegt kannst Du ja prüfen lassen. Hoffentlich hast du eine Rechtschutzversicherung. Sonst gibt es wohl noch einen Weg über die Ärztekammer. Es ist sicher nicht normal, dass der Operateur die Schraube nicht richtig befestigt hat. Das sollte mal geklärt werden. Hast Du den OP-Bericht?

Zu der Reha möchte ich Dir dringend raten, sobald das Knie "Übungsstabil" ist, also wenn die Orthese ab ist oder Du voll belasten darfst. Wegen der langen Schonung des Beins brauchst Du jede Menge Muskelaufbau. Außerdem können Knie ganz schön wehtun. Da ist es besser man hat einen Arzt griffbereit, der sofort mit Schmerzmitteln gegensteuert, ehe die Schmerzen chronisch werden. Wie sieht denn deine Nachbehandlung aus? Hast du noch Gehstützen?

Durch die Reha wirst Du sicher auch schneller wieder fit - ich bereue sehr, dass ich diese Möglichkeit nicht genutzt habe. Hatte in 2007 eine erfolglose VKB-Rekonstruktion am rechten Knie, aber nicht ganz so krass wie bei Dir. Eine weitere Rekonstruktion solltest Du aufschieben aber nicht ganz vergessen (bin aber kein Arzt sondern habe nur 20 Jahre Laienerfahrung mit kaputtem Kreuzband am linken Knie). Die Wahrscheinlichkeit, dass ohne VKB weitere Schäden an den Menisken und dem Knorpel auftreten ist sehr hoch. Hängt aber auch von Deinem Aktivitätsniveau und anderen Faktoren ab.

Ich frage mich wie das Transplantat einwachsen soll, wo es doch nicht mehr im Knochen fixiert ist?

Gute Besserung und LG
Petra
 

vkb07

Nutzer
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25 März 2008
Beiträge
4
Hallo Petra,

vielen Dank für die rasche Antwort.
War heute bei einer Kontrolluntersuchung, der Arzt ist mit der Wundheilung zufrieden sieht soweit prima aus.Nächste Woche beginnt die Reha, nächster Kontrolltermin nach Beendigung der Reha. Es soll in ca.2 Monaten ein Ct gemacht werden um nach dem Gelenk zuschauen, momentan kracht es noch beim Beugen und Strecken der Arzt meinte es sei ein muskuläres Problem sollte durch die Reha besser werden.Die Bewegung in der Orthese ist seit heute freigegeben.

Eine Rechtsschutzversicherung habe ich leider nicht.
Wie geht das vonstatten mit der Ärztekammer, hast du da etwa schon einmal Erfahrungen gemacht.Ich hatte seither Glück und bin von Knochenbrüchen und weiteren Verletztungen verschont geblieben bis zu diesem Vorfall.
Naja hätte alles ja noch schlimmer kommen können!


mit freundlichen Grüßen
Christof
 

joerg_67

Nutzer
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6 Mai 2008
Beiträge
1
Hallo vkb07,
ich bin seit dem 14. Januar auch im Kreuzbandclub und möchte dir mit meinen bisher positiven Erfahrungen weiterhelfen. Zunächst liest sich der gesamte Verlauf deiner Folgebehandlung ganz gut. Im Vergleich zu meinem Verlauf gab man deinem Knie verhältnismässig wenig Zeit für die voroperative Regeneration und den erforderlichen Muskelaufbau. Ausserdem solltest Du klären lassen, ob gegebenenfalls eine stärkere Verstauchung des Schienenbeinkopfes (Tibiakopf) vorlag. Meine OP wurde exakt aus diesem Grund auf drei Monate nach dem Unfall terminiert und durchgeführt. Ärztliche Erklärung hierzu: Eine starke Verstauchung des Tibiakopfes lässt eine zuverlässige Befestigung des Implantates mittels Interferenzschrauben aufgrund der Knochenaufweichung durch Flüssigkeitseinlagerung mit grosser Wahrscheinlichkeit scheitern !
Klar ist das eine lange Zeit für aktive Sportler, die lässt sich dann aber ideal für das 'Stählen' des betroffenen Knies nutzen. Ich bin jetzt drei Wochen postoperativ, schmerzfrei und weitestgehend abgeschwollen. Diverse Therapiepläne für die vor- und nachoperative Kniearbeit findest Du im Internet.
Zur Gänze sei erwähnt, dass man sich bei mir für eine Partellaplastik entschieden hat. Begründet damit, dass hierbei grösste Stabilität und der bestmögliche Abheilwerdegang erzielt wird.

Ich wünsche Dir im weiteren Verlauf alles Gute und das Du schnell wieder fit wirst.

Schöne Grüsse, Jörg

PS: Durchgeführt wurde mein Eingriff im Sana-Krankenhaus Düsseldorf Benrath, dort wurde bereits am gleichen Knie ein defekter Innenmeniskus erfolgreich und ohne Komplikationen teilweise entfernt und geglättet.
 

vkb07

Nutzer
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25 März 2008
Beiträge
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Hallo tischknie und joerg_67,

Habe meine Reha nach 25 Einheiten (5 Wochen) erfolgreich beendet. In der Eingangsuntersuchung durch die Reha-Ärztin wurde auch der Umfang von operieten und gesunden Bein verglichen. Der Unterschied betrug bei Rehabeginn 3 cm im Umfang und nach der Reha nur noch 1 cm Unterschied Habe dort viel Gerätetraining bekommen um die Muskulatur wieder aufzubauen.
Es wurde anschliesend nochmals ein MRT gemacht um nach dem Kniegelenk zu schauen, hier nun der Bericht: Z.n. ACL-Plastik mit infektiöser Schraubenlockerung.

Bei T2-Wichtung zeigt sich ein Reizerguss in sämtlichen Kompartimenten des Kniegelenkes lokalisiert.Lateralisierung der Patella, Retropatellare Chondropathie, Markraumödem im Bereich des medialen Femurcondylus fleckförmig angeordnet und deutliche Flüssigkeitseinlagerungen im tibialen Bohrkanal. Die fermorale Insertion sowie intraartikuläreBandkomponente der ACL Plasik erscheinen strukturell intakt, beginnend im intraartikulären Anteil und in den tibialen Bohrkanal ausgehend dann deutliche Kontrast-Speicherung im Sinne von entzündlichem Granulationsgewebe, welches intraartikulär die ACL Plastik umgibt und den tibialen Bohrkanal komplett ausfüllt. Eine über den tibialen Bohrkanal hinausgehende Osteomyelitis ist nicht nachweisbar. Ventralseitig besteht ein Corticalis Defekt mit Metallabriebsartefakten. Dort nach Kontrastmittelgabe leichte Periostitis Zeichen. D.h.: entzündliches Granulationsgewebe im intraartikulären Anteil der ACL Plastik sowie im tibialen Bohrkanal, dabei keine Kontinuitätsunterbrechung der ACL Plastik und keine Osteomyelitis über den Bohrkanal hinausreichend.

Der Knie-Spezialist ist soweit zufrieden&, das Kreuzband scheint intakt und ich sollte versuchen das mit Muskelaufbau zusätzlich nochmals zu stärken. Er verschrieb mir 6 x Gerätetraining hab aber noch zusätzlich von der AOK STB. Ich muß noch hinzufügen, daß ich als nicht arbeitsfähig aus der Reha entlassen wurde und mir empfohlen wurde eine andere Arbeitsstelle zu suchen da ich die vorhergehende Tätigkeit momentan nicht ausüben kann. Laut Entlassungsbericht Arbeitsunfähigkeit 5-6 Monate. Und nach dieser Zeit aber auch nur unter Einschränkungen also bestimmte Tätigkeiten sind nicht positiv .

Ein erneute Op (das alte VKB zu entfernen und die Bohrlöcher mit eigenen Knochenzylinder verschließen und dann nach ca. 5 Monate eine erneute VKB-Plasik einsetzen)wäre ich dieses Jahr komplett krank und das Jahr wäre vollens für mich gelaufen! Von dieser OP rät er mir ab und ich sollte es mit konsequentem Muskelaufbau das Knie stabilisieren das mache ich zur Zeit auch sehr intensiv 5x in der Woche.Hab in der Reha eine Kniebandage bekommen die, die Patella unterstützt und mir das Sicherheitsgefühl wiedergeben soll.

mit freundlichen Grüssen
Christof​
 

Santafee

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11 Okt. 2007
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Hallo Christof,

Du hast also immernoch einen Erguss im Knie und solltest weiterhin Lymphdrainage machen lassen, sowie oft hochlagern und kühlen!

Retropatellare Chondropathie...

... lass dir das ja nicht als degenerativen Vorschaden einreden, denn diese Chondropathie (=Knorpelerweichung) kann durch den Infekt und auch die wiederholten Eingriffe entstehen!

"...Markraumödem im Bereich des medialen Femurcondylus fleckförmig angeordnet und deutliche Flüssigkeitseinlagerungen im tibialen Bohrkanal. Die fermorale Insertion sowie intraartikuläreBandkomponente der ACL Plasik erscheinen strukturell intakt, beginnend im intraartikulären Anteil und in den tibialen Bohrkanal ausgehend dann deutliche Kontrast-Speicherung im Sinne von entzündlichem Granulationsgewebe, welches intraartikulär die ACL Plastik umgibt und den tibialen Bohrkanal komplett ausfüllt. Eine über den tibialen Bohrkanal hinausgehende Osteomyelitis ist nicht nachweisbar..."

...sprich: Du hast immernoch eine Entzündung (Infektion?) im Bohrkanal! Pass ja auf, dass sich diese nicht weiter ausbreitet und nicht doch noch eine Osteomyelitis entsteht! Ich kann Dir nur raten, regelmäßig Blutbild (Entzündungswerte) kontrollieren zu lassen! Welche Bakterien waren denn bei Dir im Spiel?

"...Ventralseitig besteht ein Corticalis Defekt mit Metallabriebsartefakten. Dort nach Kontrastmittelgabe leichte Periostitis Zeichen. D.h.: entzündliches Granulationsgewebe im intraartikulären Anteil der ACL Plastik sowie im tibialen Bohrkanal, dabei keine Kontinuitätsunterbrechung der ACL Plastik und keine Osteomyelitis über den Bohrkanal hinausreichend..."

... auch hier wieder Entzündung an der Knochenhaut (Periostitis!) und im Bohrkanal. Könnte sogar bedeuten Osteomyelitis, also Knocheninfektion im Bohrkanal? ! Das Granulationsgewebe sind Wucherungen an der Plastik, diese kann zu Einklemmungen beim Bewegen führen oder überhaupt die Beweglichkeit einschränken. Du solltest jetzt zwar sehr an der Beweglichkeit üben, aber nicht zu arg und aggressiv, da sonst evtl. sich das Gewebe noch verstärkt und vermehrt, was dann eher zum Gegenteil führt. Ist wie eine Gratwanderung... Außerdem könnte jede Überlastung die Entzündung aktivieren...

"Der Knie-Spezialist ist soweit zufrieden..."

...klar, das Knie hätte auch steif sein können oder noch schlimmer...

Tut mir leid, dass ich Dir nichts positiveres vermitteln kann, aber auch wenn es Dir z.Z. evtl. ganz gut geht, übertreibe es nicht und lass Deinem Knie Zeit sich auszukurieren! Unbedingt solltest Du Dein Knie gut beobachten und jegliche Verschlechterung Deinem Arzt mitteilen. Nimmst Du noch Antibiotika? Versuche Dein Immunsystem mit viel Vitaminen und wenig Stress zu stabilisieren!

Alles Gute!
Santafee
 
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vkb07

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Hallo Santafee,

vielen Dank für deine ausgezeichnete und verständliche "Übersetzung" meines MRT Berichts.

Laut OP Protokoll der 1.Wundrevision : In den intraoperativen Abstrichen fand sich Staph. epidermidis aus Anreicherung ( mit fragl. klinischer Relevanz> wo sollen die Bakterien sonst herkommen habe die OP Naht nicht berührt, geduscht gewaschen noch sonstiges angestellt. Habe diese Wunde wie ein "rohes Ei" behandelt, hab schoneinmal schlechte Erfahrungen mit einer Wunde gehabt, die sich dann entzündete-> Blutvergiftung.

Darf nun wegen dieser ganzen "Sache" meinen zuletzt ausgeübten Beruf (wäre noch mindestens 1/2 Jahr arbeitsunfähig und nach dieser Zeit nur "leichtere Tätigkeit"möglich) wechseln.

Wäre es denkbar, daß aufgrund der Infektion sich die Schraube gelockert hat, der Arzt bei MRT erklärte mir, der Bohrkanal hätte sich von ca. 8mm auf 2,0 cm im Durchmesser vergrössert.

mit freundlichen Grüssen Christof
 

Santafee

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Beiträge
1,591
Hallo Christof,

"mit fraglicher klinischer Relevanz" bedeutet nicht, dass man Dir einen Vorwurf macht, sondern, dass die Bakterien evtl. (noch) nicht so massenhaft vorhanden sind, dass sie Auswirkungen auf den Heilungsverlauf haben... Das ist möglich, wenn die Abwehrkräfte gut funktionieren und die Keime selbst nicht so massiv vorhanden sind und so in Schach gehalten werden können! Aber gerade das würde ich in Deinem Fall aber in Frage stellen, denn der Bohrkanal hat sich nachweislich verändert! Und ja, die Keime können das verursachen! Außerdem auch die Wucherungen...

VG Santafee
 

BioSchraube2015

Neues Mitglied
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23 Nov. 2015
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1
Hallo liebes Forum

ich habe glaube eine sehr wichtige Frage

ich hatte im Juni 2015 eine Operation am Knie ( vorderes Kreuzband )
jetzt sind fast 6 Monate rum und keine Besserung ( beugen / strecken + schmerzen )
meine Krankenkasse hat schon den MDK eingeschaltet und der schreibt das das Kreuzband sei zu kurz
mein Arzt Behandelt mich nicht mehr und schreibt mich nur Krank
nun zu meiner frage
soll ich das Krankenhaus verklagen die das Kreuzband angebracht hat?
Danke für eure Hilfe
 
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