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Nach Diagnose weitere Schmerzen

diary01

Nutzer
Registriert seit
30 Dez. 2008
Beiträge
4
Hallo ihr Lieben!
Ich hatte am Freitag Abend einen Autounfall (keine Schuld):
ich bin auf eine Kreuzung zugefahren und eine andere Fahrerin kam von links ohne zu gucken einfach angefahren und überquerte die Kreuzung schließlich, woraufhin ich schnellstmöglich eine Gefahrenbremsung durchführte. Dieses reichte mit einer zusätzlichen Ausweichung nach links jedoch nicht aus, um dem anderen Auto entkommen zu können, sodass ich noch das Heck des Autos der anderen Fahrerin traf. Ich kann mich ehrlich gesagt nich mehr daran erinnern, was bis zum Stillstand meines Autos passiert ist, weil einfach alles soo schnell ging.
Ich kam dann jedenfalls ins Krankenhaus und man diagnostizierte mir eine HWS-Distorsion. Habe dann Ibuprofen verschrieben bekommen und eine Halskrause, die ich zunächst drei Tage tragen sollte, damit der Nacken nicht steif wird (lt. Ärztin). Sie hat mir weiterhin empfohlen, anschließend einn dicken Schal zu tragen, um Wärme beizubehalten.
Jedenfalls sind die Schmerzen statt besser eigentlich nur schlimmer geworden, mir ist die ganze Zeit i.wie übel und ich fühle mich so richtig benommen. Ich halte die Schmerzen (zusammengefasst also primär starke Kopf- und Nackenschmerzen) und dieses zusätzliche "kraftlose" Gefühl nur dadurch aus, dass ich ständig i.welche Tabletten nehme (manchmal nehm ich auch 1 oder 2 mehr als ich darf, weil ich es sonst wirklich nicht aushalte...). Jetzt schmerzen des Weiteren noch mein linkes Handgelenk, mein Arm sowie meine Schulter. Ich gehe mal seehr stark davon aus, dass da kein Bruch o.ä. vorliegt, allerdings verspüre ich dort ebenso Schmerzen wie ein Ziehen, das sich beim Heben des Armes deutlich bemerkbar macht. Ich wollte gestern Abend schon zu meiner Hausärztin, die ist jedoch im Urlaub. Ich frage mich nun, ob das "normal" ist und ob es quasi auch wieder weggeht, oder ob ich nun wieder zum Arzt gehen soll?
Ich weiß nämlich nun wirklich nicht, was der großartig daran ändern soll Mehr Schmerztabletten brauch ich ja auch nicht... auf meinem Behandlungsbericht stand allerdings "...bei Beschwerdenpersistenz ggf. MRT empfohlen." Das war der Bericht vom Krankenhaus.
Was haltet ihr davon?

Viele liebe Grüße,
diary01
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
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11 März 2007
Beiträge
3,038
Hallo diary01,

ich würde an deiner Stelle schnellstens das Krankenhaus wieder aufsuchen und auf MRT oder CT-Aufnahmen bestehen.

Sieh zu das Du diese auch selber in die Hand bekommst.

Nimm eine Begleitung mit (Zeugen) und trage Deine Beschwerden vor. Ein wirklich guter Rat: mach Dir über alles Notizen...Uhrzeit/Datum der Untersuchung, Name des Arztes und Diagnosen.
Du wirst diese Aufzeichungen ganz sicher einmal brauchen.

Hast Du Deiner Privaten Unfallversicherung (falls vorhanden) den Unfall gemeldet?
War es auf dem Heimweg von der Arbeit? Dann mußt Du es auch der BG melden.

Wie gesagt: Begleitung und Notizen!

Lieben Gruß und gute Besserung
Kai-Uwe´s Frau
 

Hollis

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Therapie Hws

Hallo diary01,

ich empfehle ebenfalls ein schnellstmögliches MRT um einen Bänderriß an der Hws oder Bandscheibenvorfall auszuschließen - der könnte an der Schulter und Handgelenk Schmerzen bereiten. Dort forttragen und darauf achten, daß der Arzt die Schmerzen ebenfalls dokumentiert. Um sicher zu gehen eventuell noch von der Schulter Röntgen, Ultraschall und zusätzlich MRT durchführen lassen, ggf. von der Hand zum Ausschluß eines Bruches oder Bänderriß ein Rö-Aufnahme oder gehaltene Aufnahmen unter Belastung durchführen.

Je nachdem ist die Frage, gab es Krafteinwirkungen auf die Schulter und eventuell durch das Lenkrad auf das Handgelenk. Hierzu müßtest Du mir den Unfallhergang genauer schildern!

Zu Deinen zunehmenden Schmerzen: In der Schweiz ist das tragen einer Halskrause umstritten, die wäre nur notwendig, wenn ein Band gerissen wäre. Ansonsten käme es zu einem Wärmestau und der würde Entzündungen verursachen. Es wird sogar empfohlen leichte Kühlung durchzuführen. Mit Voltaren kann man sich auch den Hals einreiben, ist ein entzündungshemmendes Schmerzmittel: Diclofenac drin.

Also so schnell wie möglich zumindest Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) der HWS durchführen zum Auschluß eines Bänderriß (Spätere Instabilität der HWS zu folge). Ansonsten Halskrause einmotten und Schal weg lassen. Was noch wichtig ist nicht zu arg ängstigen - also nicht immer denken es würde schlimmer, sonst verkrampfen sich die Muskeln zu stark und es wird schlimmer. Schmerzmittel, leichte lokale Kühlung und Physiotherapie sind nach den Untersuchungen für dich wichtig. Und ggf. Auschluß Schulterverletzung und Handgelenksverletzung!

Laß uns wissen wie Du verbleiben willst und verblieben bist


gruß


Hollis
 

beilitz

Erfahrenes Mitglied
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10 Nov. 2006
Beiträge
141
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bei Berlin im Barnim
Hallo diary01,
Dein Beschwerdebild mit dem linken Schulter und der Hand ist ein "normaler" mechanischer Vorgang. Unbewußt wirst Du Dich u.a. unmittelbar vor und während des Zusammenstoßes am Lenkrad festgehalten und dabei verkrampft haben. Hinzu kommen enorme physikalische Kräfte, die bei einem Zusammenstoß entstehen. Dass Du dann den typischen Schleuderablauf mit Deinem Kopf hattest, ist ebenfalls ein "normaler" mechanischer Ablauf.
Hinzu kommt, dass das Beschwerdebild nach einer HWS-Verletzung sich in Etappen darstellt. Sind es in den ersten Stunden und Tagen überwiegend die Beschwerden im Nacken und Kopfgelenksbereich, folgen dem weitere Beschwerden.
Du hast hier bereits unterschiedliche Ratschläge erfahren.
Ich kann Dir aus eigenem Erleben und unzähligen bearbeiteten Verkehrsunfällen nur anraten, dass Du versuchst für Dich das Beste zu finden. Ob das nun Wärme oder Kälte ist, ob die Halskrause Deine Beschwerden lindert oder den Schmerzzustand eher verstärkt. Wichtig ist, dass Du Dich und Deinen Körper schonst. In den nächsten Wochen nichts hebst oder trägst. Wenn Du die Möglichkeit hast, mache Entspannungsbäder und versuche jeden Tag kleine Bewegungsübungen (Kopf nach links und rechts und nach vorn und hinten zu bewegen). Aber achte darauf, dass Du dabei keine Schmerzen hast. Dann breche ab.
Naja-dann solltest Du natürlich dem Rat der Anderen folgen und schnellstmöglich ein MRT durchführen lassen. Am Besten läßt Du Dich in die Klinik fahren, wo Du nach dem Unfall versorgt wurdest und erkläst dort, das sich Dein Beschwerdebild trotz Medikamente verschlechtert hat und fragst gezielt nach einem MRT oder CT.
Und - wurde auch schon gesagt - lenk Dich ab, denke nicht an den Unfall bzw. höre ständig in Dich hinein, wo es nun wieder schmerzt. Das macht es nur noch schlimmer.
Ich wünsche Dir gute Besserung, hoffe und wünsche für Dich, dass diese Verletzungen schnell wieder ausheilen.
Gruß beilitz
 
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