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Nach der Hüft Operation ?

Markus2903

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Hallo Teddy. Ja - du hast Recht. Das Ganze war meine erste OP überhaupt im Leben und ich habe den Schritt ja nur gewagt um eine Verbesserung herbei zu führen. Mit einer Verschlechterung hatte ich nie im Leben gerechnet und es ist schon extrem frustrierend wenn man von vielen anderen hört, dass sie bereits nach wenigen Wochen einwandfrei wieder laufenn konnten. Zudem hat das Ganze wirklich sehr viel Kraft und auch Schmerzen gekostet bzw. dies tut es leider immer noch. Hinzu kommt noch der finanzielle Aspekt da ich bereits seit 8 Monaten 1/3 weniger Geld bekomme als wenn ich arbeiten würde und eine weitere OP dies erneut hinaus zögern würde. Ich verstehe jedoch deine Argumente und die Sicht auf Dauer ist natürlich richtig. Hinzu kommt dann noch der soziale Aspekt denn durch die Einschränkungen und alles drum herum komme ich mir seit 8 Monaten sehr stark isoliert vor aber da hilft es wohl nur weiter nach vorne zu schauen
 

Teddy

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Hallo Markus,

das ist häufig das Problem, hätte ich damals, wenn ich so und so, dann wäre es... aber damals war es aufgrund deines anhaltenden Leidensweg dein Entschluss dies mit Hilfe einer OP zu versuchen. Oftmals muss man auf dem Weg erst mal zwei Schritte rückwärts, bevor es endlich besser nach vorne geht und du drei Schritte vorwärts kommst.

Außerdem steht ja auch nicht fest, ob deine in Frage gestellten Entscheidungen von damals nicht die bessere gewesen ist, denn vielleicht wäre es ohne OP noch wesentlich schlimmer geworden und hätte wegen der Schonhaltung an anderen Körperstellen zu Verschleiß und kaum reparablen Schäden geführt.

Eines steht fest, im heute hier und jetzt, so geht es nicht weiter. Du bist nicht hilflos ausgeliefert, sondern hast Möglichkeiten und es gibt Wege aus dem Schlamassel.

Ich wünsche Dir das Durchhaltevermögen und gute Ärzte, die dein Leid mindern können. Damit du in fünf Jahren sagen kannst, gut, dass ich es versucht habe und ein ganzes Stück wieder soziale Kontakte pflegen kann und je älter ich werde auch sich diese lange Durststrecke gelohnt hat.

LG Teddy
 

Kasandra

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Hallo Markus,

wie - bzw. mit welcher medizinischen Aussage wurde der "Muskelschwund" begründet? Dies ist mir in Deinem Fall wirklich eine zu flache Aussage.

Das Angebot "Kortison spritzen" - nett, aber aus meiner Sicht nur für den Arzt, damit er abrechnen kann.

Primär verdienen die Ärzte mit "Spritzen" zusammengesetzt aus Kortison und Lidocain in Gelenke nur ihr Geld, aber es bringt nichts.
Sogar wird hier ein Infektionsrisiko eingegangen bei den Patienten!

Kortison kämpft gegen Entzündungen. Aha, ist jetzt der Muskelschwund mit einer Entzündung verbunden? Dann stellt sich mir die Frage, welche
Entzündung hast Du im Körper?

Lidocain ist ein lokales Schmerztherapeutikum.

Betrachtest Du dies in der gemeinsamen Wirkung mal: ok, Schmerzen werden temporär ausgeschafltet durch Lidocain und das Kortison unterstützt das Lidocain und im Ergebnis: Nullnummer!

Somit wirst Du aus meiner Sicht vergaggert.


Dazu musst Du noch wissen, dass Kortison die Knochen massiv belastet. Du kennst das Thema der Frauen allgemein mit Knochenschwund:

Ostheopartrose!

Dies ist nun nicht Dein Thema. Du bist als Markus - wenn ich dies mal durch Deinen Nick ableiten darf somit nicht verbunden.

Demnach ist eine Infiltration nach Hüft-TEP bei mir mit Kortison und Lidocain nicht angezeigt!

Hast Du mittlerweise neben dem neuen CT auch den OP-Bericht endlich vorliegen sowie Deinen Endoprothesen Pass?

Viele Grüße

Kasandra


 

Markus2903

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Hallo Kasandra. Vielen Dank für deine Mail. Ja - ich habe mittlerweile den OP Bericht und dieser schildert ein Desaster. So wie es aussieht wurden die Knochen vorher nicht vermessen, sondern so wie Teddy schreibt, mehrere Standard Modelle ausprobiert. Die Operation ging laut Bericht über 3 Stunden und es wurden insgesamt 4 verschiedene Implantate während der OP eingesetzt. Im aktuellen CT Bericht steht zudem etwas von " beginnender Athropie ", die ich als beginnenden Muskelschwund gedeutet habe. Das mit dem Kortison kam mir ohnehin nicht geheuer vor und ich bin alles andere als ein Freund von Medikamenten, geschweige denn Spritzen.

Das Bein ist an der operierten Stelle auch nach wie vor geschwollen, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie am Anfang. Halte ich jedoch die Hand an diesen Bereich und gehe einige Schritte, dann merke ich sofort wie dieser Bereich bei jedem einzelnen Schritt steinhart wird und nach maximal 15 Metern ohne Stütze massiv schmerzt. Viele Grüße
 

KS1973

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Es wäre auch gut zu wissen ,warum der Knochen nicht vermessen worden ist. War dies ein geplanter Op-Termin?
 

Markus2903

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Ja der Termin war monatelang vorher geplant und ich musste 4 mal vor der OP zur Klinik ( Blutabnahme, Anästhesie Gespräch, Operations Gespräch, Corona Test ).
 

Markus2903

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Ja - ich habe einen Anwalt eingeschaltet aber der konnte ohne CT leider noch nicht agieren. Paradoxerweise ist der Befund jedoch bis auf den sich anbahnenden Muskelschwund jedoch " unauffällig ". Anbei hab ich hier jedoch mal ein Foto angehängt. So sieht der operierte Bereich nach 8 Monaten aus und ich denke die Schwellung ist nicht zu übersehen
 

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KS1973

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Lieber Markus, mein Vorschlag ist, sich an die Endoklinik in Hamburg zu wenden und einen Beratungstermin zu vereinbaren. Du musst nichts überstürzen, lass Dich beraten und entscheide dann. Es ist schwierig, Dir einen Rat zu geben, der wirklich weiter hilft.

LG
 
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