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Meine Erfahrung mit Weber C Fraktur

Nici14

Neues Mitglied
Registriert seit
21 Apr. 2020
Beiträge
1
Hallo ich hab mir am 27.01.20 bei einem Seminar das Sprunggelenk gebrochen indem ich einfach nur ausgerutscht bin. Ich konnte direkt nach dem Sturz meinen Fuß nicht bewegen und man konnte eine leichte Fehlstellung des Fußes erkennen. Ich wurde zur Notaufnahme gebracht wo ich 2 Stunden warten musste um vom Arzt untersucht zu werden. Nach dem Röntgenbild war klar das ich mir das Sprunggelenk gebrochen hab und dies nur operativ behandelt werden kann. Allerdings meinten die Ärzte dort es sei eine Weber B Fraktur. Ich sollte im Krankenhaus bleiben und schnellstmöglich operiert werden aber ich beschloss zu mir nach Hause zu fahren und mich in dem Krankenhaus operieren zu lassen das sich in meiner Stadt befand.Ich bekam von dem Krankenhaus eine Schiene, Krücken und Schmerztabletten. Am Morgen darauf ließ ich mich in dem Krankenhaus in meiner Stadt untersuchen und dort meinten die man müsse aufgrund der Schwellung mit der Operation warten. 2 Tage später erschien ich zur Sprechstunde und dort meinte die Ärztin das der Bruch so schnell wie möglich operiert werden müsse. Leider war schon Donnerstag und der OP Plan für Freitag war voll. Also wurde ich die Woche drauf am Montag dem 3.02.20 operiert. Die Schmerzen die ich eine Woche lang hatte waren unerträglich. Ich konnte nur im Bett liegen meinen Fuß hochlegen und kühlen. Leider wurde die Schwellung nicht besser sondern immer schlimmer. Alles hat sich entzündet und am Wochenende sah mein Fuß schrecklich aus. Alles war blau lila, meine zehen doppelt so dick als sonst und mein Gelenk sah aus als ob man einen Ball reingemacht hätte. Die Operation am Montag hab ich gut hinter mich gebracht. Mir wurde eine 11cm Metallplatte mit 9 Schrauben eingesetzt eine davon doe Feststellschraube sollte mach 4-6 wochen operativ rausgenommen werden. Ich verbrachte 3 tage im Krankenhaus als mir gesagt wurde ich dürfte gehen. Informiert wurde ich über nichts. Es wurde ein CT gemacht und erst am letzen Abend kam ein Arzt vorbei und sagte das die OP gut verlief und ich am nächsten Morgen gehen könne. Zu dem Zeitpunkt hat niemand das CT angeschaut. Erst als schon bekannt gegeben wurde das ich gehen darf wurde das erste Mal der Verband abgemacht und die Wunde von der OP angeschaut. Ich mit gerade mal 19 Jahren hab mich dort echt verloren gefühlt und war einfach nur froh heim zu dürfen.
Nach 2 Wochen wurden die Fäden gezogen was hauptsächlich am Knöchel weh tat wegen der dünnen Haut. Nach mehreren Kontrollen, also einmal die Woche wo ich eher mehr warten musste als das sie den Fuß angeschaut haben bzw eigentlich nur dir Wunde erreichte auch ich die 6. Woche in der Hoffnung das endlich die Feststellschraube wie versprochen raus kommt. Für die die sich damit nicht auskennen, die Schraube verbindet die Knochen und ermöglicht dem Fuß nur in einem bestimmten Winkel sich zu bewegen. Erst in der 6. Woche wurde das erste Röntgenbild gemacht abgesehen von dem direkt nach der OP. Daraufhin hieß es wegen Corona können sie mir die Schraube nicht entfernen aber das sei nicht schlimm ich soll den Fuß voll belasten und die Schraube bricht dann von allein und irgendwann würde sie mir einen Teil davon rausoperieren. Ich war darüber sehr schockiert weil es immer hieß die muss raus und die Schraube sperrte viele Bewegungen. Ich hab alle Ärzte angerufen und sie gebeten mir die Schraube rauszunehmen doch niemand erklärte sich dafür bereit. Dementsprechend blieb mir nichts anders übrig als mich 2 wochen zu quälen und drauf zu stehen. Ich hatte mal wieder sehr Starke schmerzen zu einem nach 7 Wochen durfte ich wieder auf den Fuß stehen und zum anderen kam Druck auf die Schraube. Durch sehr viel Glück ermöglichte mir eine Ärztin einen Termin für eine OP bei einem Arzt der eine halbe stunde von mir entfernt seine Praxis hat. Der hat sich nochmal alles angeschaut und zu meinem Glück war die Schraube noch nicht gebrochen. Er war der Meinung das diese dringend raus müsse damit ich später keine Folgen davon trage und meinen Fuß anfangen kann normal zu bewegen. Direkt am nächsten Tag entfernte er mit einem Schnitt von einem cm die Schraube ambulant. Am nächsten Tag kam ich zur Kontrolle und bereits nach 10 Tagen wurden die Fäden gezogen. Jetzt sind wieder 2 Wochen vergangen und ich merke langsam wie ich mich mehr und mehr traue den Fuß zu bewegen. Während der ganzen Zeit hatte ich Physiotherapie und habe sie immer noch. Ich humpel noch beim Laufen aber immerhin kann ich jetzt nach 3 monaten einigermaßen laufen. Ich habe trotzdem noch Probleme mit dem Fuß. Man sieht und spürt die Metallplatte am Knöchel und an dieser Stelle hab ich auch immer Schmerzen. Außerdem kann ich mich an so viel Metall irgendwie nicht gewöhnen. Mein Fuß schwillt jeden Tag an auch wenn ich ihn mal nicht belaste. Generell ist er immer doppelt so dick wie der andere. Beim Laufen hab ich Schmerzen im Gelenk was normal seinen sollte und mit der Zeit besser werden sollte. Der Arzt der mir die Schraube entfernt hat meinte aber auch das ich mir die Metallplatte frühzeitig entfernen lassen sollte was leider derzeit nicht möglich ist. In ein paar Tagen soll ich nochmal zur Kontrolle dahin und dann wird alles nochmal besprochen. Ich fühle mich bei diesem Arzt auch wenn er viele Sachen erzählt über die man nicht so genau Bescheid wissen will, um einiges wohler als im Krankenhaus wo die Ärzte sich nicht wirklich um einen gekümmert haben sondern einen immer zu einem anderen Kollegen geschoben haben. Der Arzt klärt mich über alles auf, ist mit meinem Fall vertraut und entscheidet mit mir für mein Wohlergehen.
Ich bin gespannt wie es in den nächsten Wochen weiter gehen wird und hoffe das ich bald endlich wieder all die Tätigkeiten ausüben kann die ich auch früher ausgeübt habe.
 

Mone6565

Mitglied
Registriert seit
3 Juli 2019
Beiträge
66
Hallo Nici14,

Wechsle bei Interesse ins Forum " Laufen nach Weber C Fraktur".
Wir haben das alle hinter uns.

VG
 
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