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Mein BK 2108-Verfahren

IngLag

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 Nov. 2006
Beiträge
896
Hallo,​

nach längerer Abwesenheit melde ich mich nun in der Hoffnung, in Zukunft wieder mehr schreiben zu können. Ich habe eine schwere Zeit hinter mir und meine Existenz stand auf der Kippe. Aber mit verschiedenen Ärzten und Medikamenten habe ich es geschafft! Auch hatte ich noch einen Arbeitsunfall, über den ich auch berichten werde.

Nun mal wieder zu meinem BK-2108-Verfahren. Nachdem ich in 1. Instanz vor dem SG Köln verloren hatte, habe ich mich intensiv mit der Urteilsbegründung befasst. Ich glaube, ich habe sie mittlerweile über 100 mal durchgelesen. Und immer wieder fand ich Punkte, die angreifbar sind. Meinem Anwalt, der sich zu wenig um meine Sache gekümmert hatte, habe ich das Mandat entzogen, bzw. für das Verfahren vor dem LSG NRW nicht erteilt. Die Berufung habe ich selbst eingelegt und nach Fristverlängerung die Begründung dem Gericht zugesandt. Einem neuen Anwalt, den ich mittlerweile kurz hatte, habe ich des Mandat auch wieder entzogen, weil seine Honorarforderung verdeckt und unkorrekt war. Mittlerweile befasst sich die Anwaltskammer Düsseldorf mit dem Herrn. Ich werde später mal darüber schreiben.

Am 15.02.08 habe ich darüber geschrieben, dass ich erst gegen den Sachverständigen der BG BAU vorgehen wollte, aber auf Anraten eines mir bekannten Richters vom Arbeitsgericht lieber darauf verzichten sollte. Mittlerweile habe ich meine Meinung wieder geändert. Und das mit gutem Grund!

Zu den gravierensten angreifbaren Punkten in der Urteilsbegründung gehört u.a. die Belastungsbewertung des Sachverständigen der BG und die Vernachlässigung des BSG-Urteils vom 30.10.2007 in einem entscheidendem Punkt durch den Richter.

Aber erst mal zum Sachverständigen. Dieser hat entgegen besseren Wissens die Sackkarrentransporte, insbesondere das Anheben und Absetzen derselben, mit Absicht zu gering bewertet. Bei richtiger Bewertung hätte ich die erforderliche Belastungsdosis erreicht. Das Anheben und Absetzten der Sackkarre mit Grabsteinen ergibt eine sehr hohe Belastungsdosis. In einer Dokumentation der belastenden Arbeiten beim Versetzen einer Grabmalanlage muß die Sackkarre von Werkstatt bis dass er auf dem Grab steht, mit dem Stein mindestens 7 mal angehoben und abgesetzt werden. Dies ist beweisbar und dies weiß auch der Sachverständige. Trotzdem hat er für diese Tätigkeit nur 1 mal Sackkarre Anheben und Absetzen in seiner Berechnung. Da meine Petition immer noch läuft, habe ich erst mal an den Petitionsausschuss und an das Bundesversicherungsamt darüber geschrieben.

Ein Absatz daraus: Ich unterstelle dem Sachverständigen der BG BAU entweder von der Materie überhaupt nichts zu verstehen, oder viel mehr im Auftrag der BG Bau wider besseren Wissens bewußt falsch bewertet zu haben! Und dazu stehe ich auch! Und wenn die BG Bau weiterhin zu diesen Bewertungen steht oder nochmal derart absurde Bewertungen in das Verfahren einbringt, werde ich rechtliche Schritte gegen die zuständigen Personen einleiten. Wäre das nach entsprechenden Ermittlungen nicht auch Ihre Aufgabe gewesen?

Wenn die BG darauf nicht reagiert, werde ich diese Behauptung direkt an die BG BAU richten. Und Die können sich das doch nicht gefallen lassen! Und wenn nicht reagiert wird, geht ein entsprechendes Schreiben an das Gericht.

Nun zum Richter. Ich hatte viele Tagesbelastungs-Bewertungen von 4.900 Nh, die in der Bewertung nicht enthalten waren, weil vor dem BSG-Urteil 5.500 Nh erforderlich waren. Aber zum Zeitpunkt meiner Verhandlung hätte der Richter diese berücksichtigen müssen. Und auch das hätte wieder gereicht! Die Verhandlung hat bestätigt, dass die Richter in der 1. Instanz oft wenig vorbereitet sind und den Fall einfach schnell vom Tisch haben wollen. Auch hätte er ohne weitere Ermittlungen (wegen dem BSG-Urteil) gar kein Urteil fällen dürfen.

Dies sollte, damit der Beitrag nicht zu lange wird, vorerst eine kleine Übersicht über das bisher Geschehene sein. Ich will gerne Fragen beantworten, bzw. werde in weiteren Beiträgen noch auf weitere Punkte meines Verfahrens eingehen.

Viele Grüße von
IngLag
 

IngLag

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 Nov. 2006
Beiträge
896
Bewußt falsche Bewertungen des Techn. Sachverständigen

Hallo,

in Ergänzung zu meinem vorstehenden Beitrag möchte ich gerne wissen, ob schon Jemand in einer ähnlichen Sache gegen einen Sachverständigen mit einer Klage Erfolg gehabt hat. Vielleicht hat dazu der Eine oder Andere auch einen Tip. Vielen Dank schon mal für hilfreiche Antworten!

Grüße von
IngLag
 

natascha

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
19 Feb. 2007
Beiträge
1,269
Hallo Inglag,

Ja manche hatten erfolg, ein neutrales, solides ,technisches sachverständigengutachten sollteste aber vorlegen können.

näheres hierzu im einzelnen .

1. beitrag zu med.sachverständigen, und dein vertrauen zu diesen.
http://www.springerlink.com/content/9tn11rl0em0tcj6k/

2. Altes problem mit gutachtern, gesichtspunkte und ansatz hier
http://www.ngm-bayern.de/berichte-links/seite11.htm

3. dazu zahlen und fakten
[FONT=arial,sans-serif][SIZE=-1] http://www.gesundheit-nds.de/downloads/09.02.08.vortrag.neu.pdf.

4. leitfaden um dagegen vorzugehen
http://www.finanztip.de/web/lawcare/patientenleitfaden07.htm

5. schon älter aber immer noch aktuell
http://www.unfallopfer.de/forum/archive/index.php?t-1590.html




vg natascha
[/SIZE][/FONT]
 

IngLag

Gesperrtes Mitglied
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11 Nov. 2006
Beiträge
896
Hallo Natascha,

danke für Deine Hinweise! Meist geht es aber um med. Gutachten. Interessant ist aber der SpringerLink durch den Satzteil:

Das technische Gutachten, das eine hand- und stichfeste Begründung für seine Aussage beinhalten muß, kann nur von einem Sachverständigen erstellt werden, der innerlich und äußerlich unabhängig und völlig neutral ist,

Das kann man von einem Angestellten der BG BAU wohl nicht erwarten!

Der Richter am Sozialgericht Köln hat aber trotz meiner Einwände wegen der offensichtlich falschen Belastungsbewertungen des Techn. Sachverständigen der BG BAU dessen Ermittlungsergebnisse als schlüssig dargelegt bezeichnet.

Ich hätte jetzt gerne, dass dieser Sachverständige reagiert. Eigentlich müßte er das, denn meine Vorwürfe in Schreiben an den Petitionsausschuss und an das BVA kann er eigentlich nicht auf sich sitzen lassen. Ich werde noch etwas abwarten, dann meine Vorwürfe noch näher präzisieren und an das LSG NRW senden. Dann muss ja etwas geschehen!

Grüße von
IngLag
 

natascha

Erfahrenes Mitglied
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19 Feb. 2007
Beiträge
1,269
Hallo Inglag
1. Das kann man von einem Angestellten der BG BAU wohl nicht erwarten!

doch er verfügt über eine bessere datenlage als du

2. ist mir schon klar aber ,unter zugrundelgung von biomechanischen fakten

Meist geht es aber um med. Gutachten

3.vergiß es ganz schnell er wird nicht reagieren,ohne deiner enspr. aufforderung bei gericht unter zuhilfenahme von §

Ich hätte jetzt gerne, dass dieser Sachverständige reagiert

4.die kausalität etc ist der dreh.und angelpunkt ,das gilt es exakt

noch näher präzisieren

5. ein üblicher trick wird später sein.aufgrund deines alters sind es alles altersbedingte erscheinungen,weshalb die BG etc die verfahren solange hinauszögert um einen langen zeitablauf sicherzustellen,

Kein gutachter wird von dir verlangen noch mit 60 milchzähne zu besitzen,nur ist die frage wie am beispiel fliesenleger usw. ob berufsbedingt durch chronische überbelastung ein schaden eingetreten ist, nicht mehr und nicht weniger ist vom gesetzgeber gefordert,und daran haben sich die bglichen zu halten.
Das die (falschen Belastungsbewertungen des Techn) der BG falsch sind ist doch jedem klar,die sind doch nicht blöd und bewerten korrekt was zu einer anerkennung führt.
dieser satz offensichtlich falschen Belastungsbewertungen ist umzuändern in vorsätzlich falsche belastungsbewertungen... darum gehts .

vg natascha
 

IngLag

Gesperrtes Mitglied
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11 Nov. 2006
Beiträge
896
Hallo natascha,

das Wort "vorsätzlich" werde ich in den nächsten Schreiben zusätzlich verwenden.

Davon abgesehen ist das med. Gutachten des gerichtlich bestellten Gutachter für mich positiv. Ich möchte aber gerne wissen, wie lange die BG Zeit hat, evtl. dagegen anzugehen. Es ist jetzt 1 1/2 Jahre alt und auch vor dem SG Köln vor einem halben Jahr haben sie nichts dagegen gehabt. Gibt es da evtl. Fristen oder sonstige Regeln, die es der BG nach so langer Zeit verwehren, dagegen anzugehen?

Grüße von
IngLag
 

wurzlpurzl

Erfahrenes Mitglied
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5 Okt. 2007
Beiträge
687
Hallo Inglang,
es wäre ungerecht, wenn eine BG nach 1 1/2 Jahren ein Gutachten anfechten kann. Wir haben doch auch nur kurze Fristen, um ein Gutachten zu kommentieren. Da hatte mich mal die BG extra drauf hingewiesen, weil mein alter Anwalt die Frist nämlich verstreichen liess, wenn auch nicht sehr lang. Jetzt Jahre danach interessiert es keine S.. mehr, was wir am Gutachten auszusetzen hatten. War heute zum ersten Mal im Gericht, bei der ersten Instanz war ich nicht dabei. Es hat mich erschaudern lassen, wie oberflächlich die Richter sind. Ein Gutachter hat immer Recht. Meine Berichte hatten keinen Stellenwert. Daher denke ich, die werden da nichts mehr machen können, werden es aber vielleicht trotzdem versuchen. Vielleicht finden sie einen Richter der drauf reinfällt. Ist Poker....
 

IngLag

Gesperrtes Mitglied
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11 Nov. 2006
Beiträge
896
Hallo,

ich habe gestern einen Brief vom BVA bekommen mit der Bitte, weitere Schreiben nur an den Petitionsauschuss zu richten. Dies habe ich heute gemacht und meine gravierensten Vorwürfe gegen die BG BAU nochmal präzisiert. Ich habe Nataschas Rat befolgt und unter Anderem folgenden Satz geschrieben:

Ich unterstelle dem Sachverständigen der BG BAU, entweder von der Belastungsberechnung nach dem MDD entweder keine Ahnung zu haben, oder viel mehr im Auftrag der BG Bau wider besseren Wissens bewußt und vorsätzlich zu meinen Ungunsten falsch bewertet zu haben! Und dazu stehe ich auch!

Ich bitte darum, die BG BAU mit diesem schwerwiegendem Vorwurf zu konfrontieren!

Ich habe mich vorher selbstverständlich beraten lassen und wurde darin bestätigt, dass ich diesen Vorwurf auch beweisen kann. Jetzt fängt es langsam an, interessant zu werden!

Grüße von
IngLag
 

natascha

Erfahrenes Mitglied
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19 Feb. 2007
Beiträge
1,269
Hallo Inglag ,

bezugnehmen petitionsausschuß etc haste gleich die korrekten MDD WIE AUCH DIE VORSÄTZLICHE veranlaßte falschberechnung mit überreicht? sollteste aber gemacht haben.

Bei BGlichen betrügereien immer gleich die beweise zur kausalität vortragen und beifügen untermauert durch zeitgemäßen wissentschaftlichen stand ,

ich kenne fälle da wurden raummessungen am wochenende bei geöffneten fenster von bglichen veranlaßt damit belastung gering erscheint Tüv gutachten ein andere belastung bescheinigen, oder laborproben werden um das 1000fache nach unten gerechnet, oder stoffe werden vorsätzlich falsch deklariert usw.
Der erfindungsreichtum ist bei dieser kultur unerschöpflich.


Ich bitte darum, die BG BAU mit diesem schwerwiegendem Vorwurf zu konfrontieren!

Damit kriegst du die nicht soleicht am a.. , es kommt vermutlich ein antwortschreiben, lt unseren ermittlungen und gem. den richtlinien zur bk.. besteht ihr vorwurf unzutreffend.

liefere die beweise nach, ich kenne die brüder, was sonst kommt.

Habe so ziemlich alle schweinereien endeckt wie die arbeiten,und da gibt es nichts, was es nicht gibt.
vg natascha

sende ihnen die beweise nach, per einschreiben zum vorgang x....




 

gold.baerchen

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7 Sep. 2006
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605
Ort
Nachbarschaft vom Bundespräsidenten
Hallo Inglag,

Du hattest schon wieder einen Arbeitsunfall?
Du bist ja ein richtiger Pechvogel und das meine ich im Ernst.
Ich erinnere mich Du hattest einen Arbeitsunfall und gleich darauf noch einen ( gestolpert / vertreten oder so) und nun noch einen?
Die packen Dich irgendwann noch in Watte ein. Erzähl mal, was ist nun passiert.
 

IngLag

Gesperrtes Mitglied
Registriert seit
11 Nov. 2006
Beiträge
896
Hallo goldbaerchen,

was ich noch habe, sind Kniebeschwerden und Beschwerden an der rechten Schulter, die laut D-Arzt auf einen Arbeitsunfall im letzten Jahr zurückzuführen sind. Dazu habe ich eben einen neuen Beitrag geschrieben.

Grüße von
IngLag
 
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