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Mehrere Beckenbrüche etc. im Ausland, wie gehts jetzt weiter?

Mela

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22 Feb. 2009
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Hallo Forum,

ich bin ganz neu hier und hoffe auf Tipps wie es in meiner Lage jetzt weitergehen kann. Bestimmt wisst ihr, worauf man achten muss und was jetzt wichtig ist.

Zunächst, mein Name ist Melanie, ich bin jetzt 25 und 2007 zog ich für begrenzte Zeit mit meinem Mann in die USA, wo er für seinen deutschen Arbeitgeber in der US-Tochterfirma arbeiten sollte. Er wird noch in Euro bezahlt, deutscher Vertrag, falls das wichtig ist.

Nun, am 22.1. passierte es, bei meinem Kleinwagen sprang der Gang heraus und das Auto rollte zurück - traf mich mittig mit dem Heck, überrollte mich und schleifte mich noch einige Meter mit. Ich mache es kurz, Feuerwehr, Krankenwagen und Polizei war da, ich kam mit dem Helikopter ins Krankenhaus und dort wurde festgestellt, dass mein rechtes Hüftgelenk ausgerenkt war. Das wurde gerichtet und weitere Röntgenaufnahmen und CTs zeigten, dass ich außerdem 5 Beckenbrüche erlitten hatte, 4 Beckenringbrüche und einen hinten, wo die Wirbelsäule am Becken anwächst. Dazu kamen mehrere große Schürfwunden, davon eine sehr tiefe war am Knie. Die rechte Hand war auch abgeschürft und am kleinen Finger war ein Hautfetzen halb abgerissen, der aber wieder angewachsen ist.

Ich war 5 Tage im KH und wurde aber bereits, da es sich scheinbar um stabile Brüche handelte, schon am nächsten Tag wieder auf die Beine gestellt..
Mein Mann pflegte mich dann zu Hause und nach Rücksprache meiner Reisekrankenversicherung wurde ich dann Business Class nach Deutschland geflogen. Ich wohne bei meinen Eltern, die mich unterstützen und Fahrdienst spielen. Es folgten Termine beim Hausarzt und Orthopäden. Mir wurde Krankengymnastik verordnet.

Ich habe eine Unfallversicherung mit Beitrags-Rückerstattung, morgen werde ich meinen Versicherungsmann anrufen damit er mich aufklärt, was bezahlt wird, wann die Invalidität festgestellt werden muss usw.

Ich habe in den USA meine Arbeit durch den Unfall verloren und das Geld fehlt natürlich. Auch mussten wir in den USA 5000$ im Krankenhaus anzahlen, als die hörten, dass wir eine ausländische Versicherung haben. Dieses Geld bekommen wir erst zurück, wenn die Versicherung die Rechnung zahlt. Es kann also dauern.

Meine Hauptsorge ist, ob ich von irgendeiner Stelle Geld für den Verdienstausfall bekommen werde?

Außerdem wäre es interessant zu wissen wie viel % Invalidität ich evtl. bekommen werde (ich weiß, keiner kann hellsehen, aber vielleicht hatte jemand so etwas Ähnliches schon).

Meine momentanen Beschwerden: Schmerzen beim Sitzen, ich laufe auf Krücken und kann das rechte Bein auch nach 4 Wochen noch nicht richtig belasten. Ich habe Schwierigkeiten beim Ankleiden und Duschen.
Der kleine Finger der rechten Hand ist "taub". Am rechten Fuß habe ich manchmal ein Kribbeln und Fehlempfindungen..
Das rechte Knie knackt bei jeder Bewegung, es fühlt sich "locker" an, das linke ist nicht ganz so schlimm aber auch merklich anders als früher.

Ich weiß nicht, wann ich in die USA zurückkehren kann und wie lange ich meinen Mann nicht sehe, und wie es dann "drüben" weitergeht weiß auch niemand. Wir haben ja Wirtschaftskrise und wer weiß ob ich dann noch Arbeit finde.


Für Tipps und Gedanken zu meiner Situation bin ich sehr dankbar und danke euch schon jetzt fürs Lesen

Eure

Mela
 

JoachimD.

Nutzer
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Hallo Mela,

herzlich willkommen hier im Forum für Unfallopfer.
Du schreibst von Deiner Hauptsorge ..ich weis nicht was in den AGBs Deiner Versicherungsunterlagen steht!
Wie da Fremdverschulden oder ....

Ich fürchte aber das aller aller wichtigste für Dich ist das Du wieder weitesgehend gesund wirst - das Du überhaupt noch
so wie früher Berufstätig sein kannst!
Es wird Dir nicht viel nützen wenn Du jetzt versuchst so schnell wie möglich wieder auf der Bühne zu stehen! Ja und dann
vielleicht total auf der Nase liegst! Es wäre zum jetzigen Zeitpunkt wirklich verwegen Dir zu sagen wieviel Prozent
Du MdE bzw.GDB bekommen würdest!Ich weis nicht ob Du einmal daran denkst an eine Familie gründen usw. d.h. für Dich
zuerst an Deine Genesung zu denken! Nach Abschluss der Akutbehandlungen wird es ein Gutachten geben!
Dann wird entschieden wie es bei Dir aussieht!

http://anhaltspunkte.vsbinfo.de/main/tabelle.htm

Bevor du an die Rückkehr in die USA, denkst sollte das oben genannte schon geklärt sein!
Ich hoffe für Dich das Du eine sehr gute Versicherung hast den nicht immer läuft es ohne Probleme ab!
Du kannst ja hier im Forum einmal stöbern wie unter PUV solche Fälle wie Deiner abgewickelt wird! Wieviel da froh sind
bei mir hat es ohne Probleme geklappt und wieviel da kleine Probleme haben! Ich hoffe für dich das alles Gut ausgeht!
Sei froh das Du jetzt hier bist die 5000 $ wären sonst nur einen ganz kleine Anzahlung gewesen!

Gruss Joachim
 

Mela

Nutzer
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Danke Joachim für deine nette Antwort.

Natürlich denke ich vorerst an meine Genesung, deshalb bin ich auch nach Deutschland gekommen - in den USA wäre keinerlei Nachsorge gemacht worden, außer Röntgen nach 6 Wochen.
Hier bekomme ich zumindest KG und wenn irgendetwas ist, kann ich zum Arzt gehen ohne alles selbst bezahlen zu müssen.

Leider habe ich meine Versicherungsunterlagen in den USA, mein Mann arbeitet so viel und ist jetzt auch noch krank geworden. Deshalb werde ich meinen Versicherungsmenschen morgen um einen Hausbesuch bitten.

Ich hoffe natürlich, dass ich wieder ganz die Alte werde. Danke auch für den Link, da werde ich mich nachher mal einlesen. Kannst du mir sagen, was man unter degenerativen Erkrankungen versteht? Auf dem letzten Röntgenbild sah man an einer Bruchstelle ein wolkiges Gebilde, so wie ich verstanden habe ist das heilendes Knochengewebe?

Die Familiengründung habe ich vorerst nicht im Sinn, die Ärzte in den USA sagten, dass es da aber keine Probleme geben werde.

Du schreibst "Nach Abschluss der Akutbehandlungen wird es ein Gutachten geben!" Ich bin ja jetzt schon in der Rehaphase - wann kann man frühestens so ein Gutachten machen? Vielleicht sagt mir das auch mein Versicherungsmann.

Was ich noch vergessen habe, es besteht bei mir auch die Gefahr einer Hüftkopfnekrose (also das Absterben des Hüftkopfes). Wie wird das denn bewertet? Laut Orthopäden ist es erst nach 2 Jahren mit Sicherheit feststellbar, ob sich das Gelenk wieder ganz erholt oder nicht.
Auch psychisch bin ich natürlich noch nicht wieder auf dem Damm..ich, die Autos liebt habe plötzlich Angst vor dem Autofahren..mein Auto, das mich überrollt hat will ich am liebsten verkaufen und nicht wieder sehen.

Wie gut meine Versicherung ist wird sich hoffentlich morgen zeigen.
Die Krankenhausrechnung haben wir schon gesehen, so weit sind es 18500$ ohne den Transport mit dem Heli. Aber es hieß dass die Reiseversicherung das alles übernimmt.

Vielen Dank für die Hilfe, ich melde mich dann auf jeden Fall morgen falls es was Neues gibt!

Gute Nacht :)

Mela
 

JoachimD.

Nutzer
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Hallo Melanie,

eine degenerative Erkrankung ist z.B. die Athrose man spricht halt vom Verschleiss, Abbau!
Bis zu einem Gutachten kann es schon so ca. zwei Jahre dauern! Das heisst wenn man z.B. sagen kann,
dass Du kein künstliches Hüftgelenk brauchst!
Was Deine Psyche angeht, da ist die Frage wie Du die Sache (Unfall) verarbeitet hast!
Manche Psychologen machen ja eine Konfrontationstherapie!

Ich weis nicht was Du Dir zumuten kannst wenn Du ohne Stöcke wieder einigermaßen laufen kannst!
In diesem Forum gibt es Menschen mit ähnlichen Problemen..!

http://traurigewelt.plusboard.de/

Vielleicht hilft es Dir etwas weiter wenn Du mit Menschen diskutieren kannst die ähnliche Probleme haben!
Ich hoffe für Dich das es Heute mit der Versicherung gut klappt! Bzw. geklappt hat!

So ich hoffe Du kannst mit meinen Antworten etwas anfangen, als Laie bekommt man dies nicht immer
zu 100 Prozent hin!

Alles Gute
Joachim
 

oohpss

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Hllo Melanie,

Du hast eine deutsche private Unfallversicherung? (weil bei amerikanischen habe ich keine Ahnung).
Bei der privaten Unfallverischerung spielen die Einschränkungen für Deinen zuletzt ausgeübten Beruf eine Rolle.

Eine Begutachtung findet sinnvoll nach Abschluss der Heilungsphase statt. Beim Beckenbruch meiner Frau beispielsweise nach rund 2 Jahren. Denn erst dann lassen sich die Einschränkungen und der (versicherungstechnische) Invaliditätsgrad erkennen.

Alleridngs wird die Versicherung schon vorher eine Angabe dahingehend haben wollen, ob dauerhafte Einschränkungen beliben werden. Hier must Du auf die Fristen achten. Eigentlich solltest Du von der Versicherung ein entsprechendes Formular bekommen auf der Du dies, soweit es in Frage kommt, von einem Arzt bestätigen lassen must.

Du solltest Dich, wenn es zu dauerhaften Einschränkungen kommt, auf http://unfallreporter.com/ anmelden (kostenfrei) und dort nach dem Begriff "Unfallversicherung" suchen. (Aber bitte beachten: Es gibt Unterschiede zwischen Sozialrecht und privaten Unfallversicherungen. Bei Dir geht es zunächst um private Unfallversicherung. Dementsprechend wäre beispielsweise das Dokument "Bemessung der Invalidität in der Privaten Unfallversicherung" (Link funktioniert erst nach Anmeldung) für Dich lesenswert.

Auch würde ich mich an Deiner Stelle im Internet bezüglich der Beckenverletzungen schlau machen. Es war für mich eine Offenbarung, als ich erfuhr was alles aus Beckenmehrfachfrakturen als "Neben-/Folgewirkungen" resultieren kann.

Hattest Du eine Fixateur interne/externe oder Schrauben im Becken oder ging das alles ohne?

Noch ein Tipp: Dokumentiere alles (Wann warst Du bei welchem Arzt? Was waren die Befunde? Wann hast Du was an die Versicherung gemeldet? etc.)
Besorg Dir insbesondere die Krankenunterlagen/Röntgen/CTs aus Amerika. Wenn irgend möglich auf deutsch.

Und fang schon einmal vorsichtig an darüber nachzudenken welcher Rechtsanwalt (Medizinrecht/Versicherungsrecht) in Frage kommen könnte, soweit Du berechtigte Ansprüche an Deine Unfallversicherung geltend machen kannst.

Und sei vorsichtig bei Vergleichsangeboten! Niemand kann in die Zukunft schauen.

Viel Glück und Erfolg und gute Besserung.
oohpss
 

Mela

Nutzer
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Guten Morgen!
Ich bin total begeistert wie schnell man hier Hilfe bekommt. Vielen vielen Dank!

Auch der Orthopäde sprach davon, dass man erst nach 2 Jahren sagen kann, ob der Hüftkopf nun abstirbt und ich eine Endoprothese bekommen muss oder nicht. Das heißt, ich kann jetzt oder in naher Zukunft kein Geld von der Versicherung erwarten denke ich?

Bei meiner Versicherung war gerade keiner da (sind wohl in den Faschingsferien) und ich warte auf Rückruf.

oohpss, danke auch Dir. Es handelt sich um eine dt. Unfallversicherung mit Prämienrückerstattung (UBR), die wir bei der Allianz haben. Die Versicherungssumme ist 100.000 und ab 10% Invalidität bekomme ich eine einmalige Summe, ab 50% Invalidität eine lebenslange Rente. Ich habe bereits ein Schreiben bekommen, dass ich nach spätestens 15 Monaten ein Formular vom Arzt ausfüllen lassen muss wegen der Invalidität.

Ich habe bereits die Unterlagen aus den USA angefordert, die CTs und Röntgenaufnahmen habe ich auf CD schon mitgebracht. Und sonst versuche ich, alles aufzuschreiben. Auch meine Verletzungen habe ich dokumentiert.

Ich hatte keinen Fixateur, in den USA hieß es da es stabile Brüche sind wird das "konservativ" behandelt, sprich gar nicht. Natürlich wurde aber die Hüfte wieder eingerenkt. Man sieht, dass vor der Reduktion ein Bruch verschoben war, danach ist alles wieder in Reih' und Glied.
Die deutschen Ärzte haben über das Vorgehen den Kopf geschüttelt, denn hier hätte ich mindestens 2 Wochen still gelegen. In den USA musste ich am nächsten Tag schon wieder am Rollator laufen.

Du machst mir Angst mit den Nebenwirkungen von Beckenbrüchen..ich habe aber schonmal gegoogelt und gesehen, dass ich sehr großes Glück hatte, denn dort ist von starken Blutungen die Rede und von anderen grausigen Sachen, das hatte ich alles nicht!

Bis vor ein paar Tagen war ich unter dem Eindruck dass das alles schon wieder wird und die Schmerzen in der rechten Hüfte auch vielleicht noch von Schwellungen etc. herrühren, aber die sind immer noch unverändert da und auch beim Laufen mache ich keine wirklichen Fortschritte mehr.
Wahrscheinlich bin ich nur zu ungeduldig :(

Ich nehme schon an, dass ich später wieder in meinem Beruf (Automobilkauffrau) arbeiten kann, es ist ja eher eine Bürotätigkeit..allerdings habe ich beim Sitzen nach einiger Zeit Schmerzen und es ist am bequemsten, die Beine hochzulagern.

Ich werde mich mal durch die Links arbeiten, vielen Dank!

Ganz vergessen, meint ihr wirklich ich brauche einen Anwalt der mir zur Seite steht? Klar wäre ein Profi an meiner Seite schon, aber sind die Versicherungen wirklich so "hinterlistig" dass das Sinn macht?

LG

Mela
 

oohpss

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... Ganz vergessen, meint ihr wirklich ich brauche einen Anwalt der mir zur Seite steht? Klar wäre ein Profi an meiner Seite schon, aber sind die Versicherungen wirklich so "hinterlistig" dass das Sinn macht? ...
Prima Mela, wie Du Dich um Deine Angelegenheit kümmerst.
Bezüglich der Beckeninfos ging es nicht darum Dir Angst zu machen, sonder Dir eine Hilfe an die Hand zu geben, damit Du Dir in der Zukunft die eine oder andere Beschwerde erklären kannst.

Mt den Versicherungen ist das wie mit einigen anderen Verhältnissen, von denen man ab und an liest: "... nichts muss, alles kann ..."
Deshalb ja auch nur der Hinweis darüber nachzudenken.
Es gibt ja tatsächlich Fälle in denen die Versicherungen ...
Allerdings sind in den letzten Tagen die Aktienkurse wieder dramatisch gesunken und letzte Mal war deine Versicherung doch eine AG, oder? Das sieht für die Dividende garnicht gut aus. Ich schweife ab ...

Bzgl. Anwalt: Schau Dich einfach erstmal nur um und halt die Ohren offen.

Hast Du eigentlich Deinen 1. Wohnsitz in Amerika?

Grüße
oohpss
 
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Mela

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Wir haben einen Wohnsitz in Deutschland und einen in den USA. Mein Mann soll dort für 3 Jahre seine Firma unterstützen, eigentlich war die Rückkehr erst nächstes Jahr geplant. Doch wenn sich die Sache so entwickelt, dass ich dort nicht mehr ordentlich versichert werden kann, will er abbrechen und zurückkommen.

Es ist echt nicht einfach, vor ein paar Wochen hatte ich ein Leben, meine Arbeit, bin täglich mit meinem Hund spazierengelaufen und jetzt bricht alles zusammen und ich weiß nicht wie es weitergehen soll. Ich war eigentlich immer Optimist, aber das ist gerade sehr schwer...

Was glaubt ihr, ist da auch seine Firma zum Teil zuständig? Die hat immerhin eine Fürsorgepflicht. Wir haben schon nachgefragt ob evtl. deren BG da in der Pflicht ist, es passierte nämlich auf dem Heimweg von der Arbeit.
Wir warten da noch auf Antwort von der Firma, aber wegen Kurzarbeit ist es sehr schwer da momentan jemanden dranzukriegen.

LG

Mela
 

oohpss

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... und jetzt bricht alles zusammen und ich weiß nicht wie es weitergehen soll. ...
Nun, schau Dir die paaar tausend Menschen an, die dieses Board besucht haben und die Millionen, die ebenfalls durch einen Unfall aus ihrem gewohnten Alltag und der zugehörigen "Lebens-" Planung gerissen wurden.
Du machts gerade iene Pgase der Verunsicherung und Neuorientierung durch, aber es ist ganz siche rnicht alles zusammen gebrochen.
Ich war eigentlich immer Optimist, aber das ist gerade sehr schwer...
Hey, Optimist in guten Zeiten ist doch eigentlich zu einfach für Dich, oder?
Nun kommt die Herausforderung: Optimismus in schlechten/schwierigen Zeiten bewahren oder wieder aufbauen.

Was glaubt ihr, ist da auch seine Firma zum Teil zuständig? Die hat immerhin eine Fürsorgepflicht. Wir haben schon nachgefragt ob evtl. deren BG da in der Pflicht ist, es passierte nämlich auf dem Heimweg von der Arbeit.
Aber das war doch Dein Unfall und nicht der Unfall Deines Mannes. Möglicherweise ergibt sich was bezüglich der Haftpflicht der Firma deines Mannes. Vor allem wenn es ein Firmenfahrzeug war.

Aber unabhängig davon hätte ich mich auch gefragt, ob das "Gang rausspringen" tatsächlich ein Risiko ist, dass man selbst übernehmen muss.

Wir warten da noch auf Antwort von der Firma, aber wegen Kurzarbeit ist es sehr schwer da momentan jemanden dranzukriegen.
Ui, einer von den großen. Da gibt es doch Ansprechpartner für Soziales aus der Arbeitnehmervertretung. (Ich weiß nicht genau wie die heißen.) Und offmals haben die großen Unternehmen Versicherungen für ihre Mitarbeiter im Ausland, also unbedingt auch mal im Personalbüro nachfragen oder beim Betriebsrat oder bei beiden.

Grüße
oohpss

PS.: Wegen Ansprechpartner u. Kurzarbeit: Alles, wirklich alles, wird länger dauern, als Du vorher glaubst. Also Geduld und die Zeit nutzen.
 

Mela

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Nun, schau Dir die paaar tausend Menschen an, die dieses Board besucht haben und die Millionen, die ebenfalls durch einen Unfall aus ihrem gewohnten Alltag und der zugehörigen "Lebens-" Planung gerissen wurden.
Du machts gerade iene Pgase der Verunsicherung und Neuorientierung durch, aber es ist ganz siche rnicht alles zusammen gebrochen.

Du hast Recht. Aber es ist trotzdem schwer, stark zu bleiben :) Ich hatte gerade im Dezember einen neuen Job angefangen, der mir viel Spaß machte, und jetzt weiß ich nciht mal ob ich in die USA zurückkommen kann.

Hey, Optimist in guten Zeiten ist doch eigentlich zu einfach für Dich, oder?
Nun kommt die Herausforderung: Optimismus in schlechten/schwierigen Zeiten bewahren oder wieder aufbauen.
Ja, ich arbeite daran! Es ist eine weitere Herausforderung, die wir meistern müssen.


Aber das war doch Dein Unfall und nicht der Unfall Deines Mannes. Möglicherweise ergibt sich was bezüglich der Haftpflicht der Firma deines Mannes. Vor allem wenn es ein Firmenfahrzeug war.

Ich hänge visumstechnisch an der Firma dran, deshalb dachte ich. Es war leider mein Privatfahrzeug...

Aber unabhängig davon hätte ich mich auch gefragt, ob das "Gang rausspringen" tatsächlich ein Risiko ist, dass man selbst übernehmen muss.
Ich habe in den USA auch schon mit einem Anwalt gesprochen, ob man da nicht gegen Honda vorgehen kann. Wie bei so vielem warte ich auf Antwort ;-)

Ui, einer von den großen. Da gibt es doch Ansprechpartner für Soziales aus der Arbeitnehmervertretung. (Ich weiß nicht genau wie die heißen.) Und offmals haben die großen Unternehmen Versicherungen für ihre Mitarbeiter im Ausland, also unbedingt auch mal im Personalbüro nachfragen oder beim Betriebsrat oder bei beiden.

So groß ist die Firma leider nicht, es ist ein kleiner Automobilzulieferer :) Wir haben da auch eine Ansprechpartnerin im Personalbüro, die ist aber leider noch im Urlaub, bis Mittwoch glaube ich.
Wir mussten mich damals selbst versichern, weil ich wegen einer Vorerkrankung nicht in der von der Firma angebotenen privaten Krankenversicherung angenommen wurde. Der Betriebsrat ist aber ein guter Tipp, danke! Das gebe ich meinem Mann weiter.

LG

Mela
 

JoachimD.

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Hallo Melanie,

da es wenn es ums zahlen geht hier die Versicherungen auch nicht so schnell sind sondern ganz gerne lieber einmal ein
weiteres Gutachten verlangen kann es schon passieren das Du dann einen Rechtsanwalt brauchst!
Was hat denn der ..von der Versicherung gesagt? Alles kein Problem?

Was eine Klage odgl. in der USA angeht solltest Du Dich hier schon gut beraten lassen denn bei einer
Produkthaftung kann das Urteil einen sehr hohe Entschädigung bringen. Aber die Anwälte dafür kosten auch "5,30 $"!

Wenn Du zeitlich befristet im Ausland tätig warst solltest Du Dir das einmal durchlesen! Da ich kein DSL udgl. habe
(hier nicht möglich) wollte ich nicht die 30 Minuten warten bis..!
http://fileserver.wolterskluwer.de/arbeitssicherheit/html/modules/bgi500549/500-549/bgi506.pdf

Sollte das drin stehen was ich vermute das die BG hier einspringt sollte der Wegeunfall möglich schnell der BG melden!
Das müßte dann Dein behand. Arzt tun die haben entsprechende Vordrucke. Ich habe die auch irgendwo aber im Moment....!
Ob das Ganze dann anerkannt wird?

Ich wünsche Dir alles Gute..!

Viele Grüße Joachim
 

Mela

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So, gerade hat mich mein Versicherungsmensch angerufen. Soweit ist alles ok, der Unfall ordnungsgemäß gemeldet usw. Jetzt heißt es Warten, denn erst nach 12 (max. 15) Monaten wird von meinem behandelnden Arzt (also kein von der Versicherung beauftragter!) das Gutachten erstellt. Da aber jetzt schon klar ist dass es bis zu 2 Jahren dauern kann um festzustellen, ob die Hüftkopfnekrose wirklich eintritt, warte ich so lange auf mein Geld bis fest steht wie hoch die bleibenden Schäden sind.
Ja, ich war zeitlich begrenzt im Ausland. Allerdings nicht direkt für die Firma. Die Firma gab meinem Mann ein E2 (Investoren-) Visum und mir, da verheiratet, ein E2-Ehepartner-Visum. Ich werde mir die Broschüre mal durchlesen, die lädt nebenher runter. Auch die Firma meines Mannes wollte sich erkundigen ob die BG einspringt, aber du weiß ja, wenn man nicht alles selbst macht!

Für meinen Mann steht aber fest: Wenn wir mich nicht mehr ordentlich versichern können, bricht er den Aufenthalt ab und kommt zurück.

LG

Mela

Edit: In der Broschüre steht
Versicherte im Bereich der Berufsgenossenschaften:

-Beschäftigte in einem Arbeits-, Ausbildungs- oder Lehrverhältnis in der gewerblichen Wirtschaft
-Personen die zeitlich begrenzt im Ausland tätig sind
...

Zählt das denn auch, wenn ich nur indirekt dem Arbeitgeber angehöre, also nicht direkt dort angestellt bin?
 
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