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Machen Opiate als Schmerzmittel süchtig

jette64

Mitglied
Registriert seit
28 Juni 2007
Beiträge
36
Guter Link.
Und eigentlich bestätigt dies meine Meinung was Ärzte sagen und alles nicht wissen.

Gruß Jette64
 

indianerin

Erfahrenes Mitglied
Registriert seit
25 Mai 2011
Beiträge
789
Ein guter Link!

Wissen aber allein genügt bei den Ärzten nicht, auch nicht das Verordnen solcher Sachen, wenn die nicht wissen, was über Wechselwirkungen mit anderen Medis entstehen können

Eine Schmerzambulanz hat mir 3 Schmerzmedis verordnet. Die hab ich auch schön nach Anweisung genommen. Die Nebenwirkungen waren hammerhart, die möchte ich keinem zumuten :eek:

Dank, dieses Threads (Wechselwirkungs-Check für Medikamente)
hier bin ich darauf gekommen, dass 2 Medis nicht zusammen genommen werden durften!
 

Sonni1956

Erfahrenes Mitglied
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14 Dez. 2010
Beiträge
988
Ort
Hamburg
Hallo.

Leider haben Opiate und Morphin extreme Nebenwirkungen und man braucht eigentlich immer mehr weils nach ner Zeit nicht mehr anschlägt. Komme mir vor wie ein Versuchskaninchen .Habe Schweißausbrüche Herzrasen grad wenns reduziert wird,meine Beine wollen immer los wenn ich zur Ruhe komme aber leider muß ich was nehmen ne neue Wirbelsäule kann man nicht sich zu Weihnachten Wünschen. LG SONJA.

L
 

Anna B.

Mitglied
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32
Hallo Sonni,

hast du denn schon mal Targin probiert?
Ich habe meine Schweißausbrüche und dieses fix und fertig sein nichtmehr...

aber das lag nicht etwas an den Morphinen..nein, mein HA hat meinen Betablocker viel zu hoch dosiert...deshalb beim Sport immer blaue Lippen und blaue Nasenspitze...
jetzt war ich bei einem Kardiologen, der hat mich getestet und befunden,das die Dosierung des BB doch ein ziemlicher Hammer wäre..ich sollte die Dosierung halbieren..
dann beim nächsten HA-Termin hat der dann gesagt, ich soll den BB komplett weglassen..und Mitte Januar dann berichten, wie es ist..

ich hab jetzt keine Schweißausbrüche mehr, bin bei kleineren Tätigkeiten nicht mehr fix und fertig..nur das abwischen eines Tisches brachte mich schon an den Rand meiner Leistungsfähigkeit...
nix ist mehr...
nur noch die Targin und die Ami (Doxepin hab ich wieder abgesetzt..brachte außer Kilos nichts)...und dammit komme ich gut klar....

vielleicht solltest du mal andere Medis kontrollieren, ob diese Mißempfindungen vielleicht von dort kommen...

Gruß
Anna
 

Kai-Uwe

Gesperrtes Mitglied
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11 März 2007
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3,038
Hallo Anna,

Targin bekommt man nicht als Lutschbonbon, es ist ein Opiat und muß vom Arzt (mit BTM-Zulassung) verschrieben werden.

Targin ist sicher für viele (Kai-Uwe nimmt es schon über 4Jahre) sehr gut, aber das sollte schon der Arzt entscheiden.

Gruß
Kai-Uwin
 

Anna B.

Mitglied
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1 Juli 2011
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32
Hallo Kai-Uwe,

natürlich wird Targin vom Schmerz-Facharzt verordnet, es ist auch kein Lutschbonbon, nur weiß ich zufällig, dass Sonni ebenfalls BTM-Patientin ist...und so wäre ja vielleicht bei ihren Problemen es mal möglich, das BTM zu tauschen...
von daher mein etwas unbedarftes Vorgehen: hast du schon mal Targin probiert...

ich bin davon ausgegangen, dass Sonni weiß, wie ich das meine...
da ich öfter mit ihr zu tun hatte...

übrigens der Beta-Blocker war Metohexal succ. 95mg....wäre viel zu hoch für mich gewesen...

derzeit bin ich ohne BB, mir gehts besser...der Blutdruck befindet sich immer so grad an der Linie zu normal bis zu hoch...es gibt Ausreisser: 180/100 oder 120/103, 158/102...und wieder 135/87
also immer sehr wechselhaft...
aber ohne BB gehts mir besser...

Gruß
Anna
 

Sonni1956

Erfahrenes Mitglied
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14 Dez. 2010
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988
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Hamburg
Hey Anna.

Ich hab ne Überweisung zur Schmertherapie vom Chirugen bekommen bei den ich wegen des Kniess bin.Die Streckung bekomme ich nicht ganz hin und die BSV Beschwerden im ISG sind auch wieder schlimmer geworden grad wenn ich Streß hab.
Hab auch jetzt ein D1 Rezept und da bekomme ich Massagen mit Fango vorweg ,Elektrotherapie Krankengymnastik und Bewegungabad.Ich muß nur aufpassen das ich zwischendurch Luft hab sonst streßt es zu doll.
Mit den Morphin haben die in der Klinik Mist gemacht. Ich hab vorher Morphinsulvat in Retardform erhalten und die haben mir Sevredol verordnet und das gleich verteilt auf 120 mg wo ich vorher nur 40 mg bekam.
Es geht auch wieder besser trage Zwiebellook und ziehe meine Jacke aus wenn ich irgendwo einkaufe.Hab aber festgestellt das es bei mir Streß ist muß mich erst noch dran gewöhnen das alles viel langsamer geht. Gehe allein nur mit den Rolli raus da ich zwischendurch Schwächeanfälle bekomme und dann leicht umknicke.
Ich werd Anfang des Jahres mich drum kümmern ne stationäre Schmerztherapie zubekommen grad weil das VG eingestellt wird und die BG mir trotzdem ne Berufsfindung angeboten hat .

LG UND SCHÖNES FEST SONJA
 

pswolf

Erfahrenes Mitglied
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Hallo @,

auch ich nehme, wegen meiner Schmerzen, Opiate wie Oxygesic 10mg und Targin 20mg/10mg ein. Dazu kommen noch ein ACE-Hemmer Ramilich 2,5mg und damit meine Magenschleinhaut nicht angegriffen wird: Pantoprazol 40 mg.

Wechselwirkungen habe ich aber nicht.

Die Opiate kommen mir aber manchmal so vor als wenn sie überhaupt nicht mehr wirken(die Schmerzen werden immer schlimmer). Aber ich komme Anfang 2012(das genaue Datum weiß ich noch nicht) stationär in eine Schmerzklinik.

VG und ein schönes Weihnachtsfest wünscht Euch

pswolf
 

Sonni1956

Erfahrenes Mitglied
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Hamburg
Hallo pswolf.

Mir gehts genauso denke das alles schlimmer wird aber die Medis helfen nicht mehr. Wenn die Wirkung nachläßt bekomme ich richtige Schweißausbrüche auch im Liegen ohne das ich mich angestrengt hab.
Wir sollten uns mal alle zur Stationären Schmeztherapie treffen dann können wir uns wenigtens gegenseitig aufbauen.
Bei mir kommen leider noch Restsyntome von der PTBS dazu ,es ist deshalb schwer mich irgentwo anders auf ne Therapie einzulassen und ich kann mich schlecht an andere Ärzte gewöhnen.Das kommt wohl von der stationären Traumatherapie wo mir gesagt wurde das meine Rückenbeschwerden nichts mit den Trauma zutun haben und die mich mit nen akuten BSV entließen.
Ich nehme ja zusätzlich immer noch zum Morphin Antidepressiver Morgens zum aufhellen und Abends zum Schlafen und das muß mit beachtet werden wegen der Nebenwirkungen.

LG SONJA
 

Ibinsnur

Mitglied
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Hallo,

der Link von Kai-Uwe ist ja recht interessant. Man sollte jedoch auch berücksichtigen, wer diese Zeilen veröffentlicht PHARMAZEUTISCHE ZEITUNG - Die Zeizung der Apotheker

Man beachte was die DHS ( Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.) dazu sagt:
http://www.dhs.de/datenfakten/medikamente.html

Oder hier das Zitat aus der VDK Seite:

http://vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de21667

ZITAT:
Gerade Medikamentenmissbrauch gilt als "stille Sucht", die Abhängigen-Zahl wird auf 1,4 bis 1,9 Millionen Menschen geschätzt, mindestens so viele wie Alkoholkranke. Das Fatale: "Bei Alkohol wissen die Menschen, dass sie sich schaden, bei Medikamenten glauben sie, sie tun etwas Gutes für ihre Gesundheit." Nach einer aktuellen Studie des Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung in Hamburg rutscht jeder Zweite, der Schlaf- und Beruhigungsmittel auf Rezept bekommt, in die Abhängigkeit. Diese Medikamente werden überdurchschnittlich häufig älteren Frauen verschrieben. Die Suchtexpertin Quinten warnt: "Schon nach zwei bis vier Wochen Einnahme können diese Mittel abhängig machen."

Oder dieser schon etwas ältere Link:

http://www.btonline.de/sucht/allgemein/statistik/medstatistiken2001dhs.html

Und hier noch eine, MEINER MEINUNG nach realistischere Einschätzung der Medikamentensucht, als die der oben erwähnten Pharmazeitung:

http://igelin.blog.de/2011/06/26/medikamentensucht-aerzten-verordnet-krankenkassen-bezahlt-11376265/

Natürlich sind Statistiken wie ein Stück Bleidraht, den man ohne Probleme in alle Richtungen biegen kann.
Doch sollte die Suchtgefahr gerade bei Medikamenten auf keinen Fall herabspielen.
Ich zitiere einen Satz aus der Pharma-Zeitung:

"Doch sind die Vorurteile bezüglich des Missbrauchs- und Suchtpotenzials nicht nur weit verbreitet, sondern auch unbegründet. So zumindest das Fazit eines kürzlich veröffentlichten Reviews.
"

Anhand von 2 Versuchen kann man das komplexe Thema Medikamentensucht nicht herunterspielen. Wo bleiben da die Langzeitversuche?

Jeder der suchterzeugende Medikamente einnimmt, sollte sich der Gefahr einer Sucht immer bewusst sein. (Ausgenommen Patienten in der Palliativstation)
LG an alle,
Ib.

PS.: Ich spreche hier von der allgemeinen Einnahme von suchterzeugenden Medis und meine nicht nur uns Schmerpatienten.
 
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