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Laut Gutachter nur noch 3-6 Std. arbeitsfähig, trotzdem Rente abgelehnt

Schoppi

Erfahrenes Mitglied
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Ja, so ist es. Ich hatte heute einen Termin beim VDK. Ich dachte es wäre wegen der abgelehnten teilweisen Erwerbsminderungsrente. Den Bescheid dazu habe ich schon vor 3 Wochen erhalten. Der VDK hat nun das Gutachten dazu angefordert, welches auch heute vorlag. Der Gutachter, ein Psychiater und Neurologe, schreibt, das ich bedingt durch einen Unfall vor 5 Jahren auf Dauer erwerbsgemindert sei. Er sezte auch das Kreuz bei 3-6 Stunden pro Tag bei einer 5 Tage Woche. Warum lehnen die dann die Rente ab, wenn deren bauftragter Gutachter schreibt, das ich erwerbsgemindert sei? Der VDK legt jetzt Widerspruch ein mit Bezug auf das Gutachten, weiter Gutachten in welchen ich ebenfalls zu mindestens 50% berufsunfähig und erwerbsgemindert bin.

Habt ihr eine Ahnung, was das soll?

Schoppi
 

Reickja

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Hallo Schoppi,

mit normalen Menschenverstand hat das nichts zu tun, ich glaube, selbst wenn Du total arbeitsunfähig wärest, würden die Rentenkassen heute auch erstmal ablehnen.

Die wollen wohl Deine Belastungs- bzw. Kämpfernatur testen, bzw. wie weit sie bei Dir gehen können.

Viele nehmen doch den Widerspruch einfach so hin, weil sie gar nicht wissen , was sie machen müssen. Da steckt einfach System dahinter.

Nur nicht Bange machen lassen, Widerspruch einlegen.

Wünsche Dir viel Glück.

Reikja
 

rainer59

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Hi!:):)

Überlass das mal alles dem VDK:D:D

Ist ein superverband, hilft dir bestimmt

dauert hat alles ein wenig
Grusss:eek:

Rainer
 

Schoppi

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Ich dank euch für eure Antworten. Aber mal ehrlich, wo sind wir hier eigentlich
in Deutschland. Es ist eine Schande. Der Gutachter führt anschaulich aus, warum ich nur noch 3-6 Std. arbeiten kann und lehnen die Rente ab. der Gutachter hat es doch bei denen nun auch schwerer oder nicht.
Widerspruch läuft. Auch der VDK sagte, dass sei Systematik, aber ich empfinde es als eine Schande mir gegenüber. Ich hatte einen sehr guten Job, der auch gut dotiert war. Glauben die ich freue mich auf die 500 oder 600 Euro? Klar bin ich sehr jung, aber krank ist eben nn mal krank.
Ich halte euch auf dem Laufenden.

Schoppi
 

Schoppi

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Hallo nochmal,

was mir aufgefallen ist. Die DRV schreibt in ihrer Ablehung, dass aus ärztlicher Sicht keine Erwerbsmidnerung besteht, aber der Gutachter hat dies klar festgestellt und im Gutachten der DRV mitgeteilt. Die lügen doch glatt oder hat der interne ärztliche Dienst dies entschieden, über das Gutachten hinaus? Warum schicken die mich denn eigentlich zum Gutachter, wenn sie eh anders entscheiden? Ich verstehe es nicht und werde es wohl nie verstehen. Ist jemandem von euch schon mal so etwas passiert oder was glubt ihr, wie der Widerspruch ausgehen wird. Ich bin völlig verwirrt.

Schoppi
 

rainer59

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Der VDK wirds schon richten.
Du musst bloss ausdauer bewahren, fällt nicht immer sehr einfach, vor allem wenn du ohne Zahlungen darstehst.
Ich sage aus eigener Erfahrung nur, die wollen dich alle drücken und ohne Rechtsbeistand bist du wirklich machtlos, das sind halt unsere Gesetze und unsere Bürokratie.
DER MENSCH ZÄHLT NICHT ob selbst verursacht oder nicht..
Kämpfe wenn du kannst!
 

Schoppi

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Hallo rainer59,

noch habe ich 11 Monate und 12 Tage, dann läuft mein Anspuch auf "Arbeitslosengeld" aus. Hartz IV werde ich keines erhalten, weil meine Frau zu viel verdient. Und dann? Was ist, wenn weder die DRV noch meine private BU zahlen? Ich muß doch dann wieder voll arbeiten, weil mir nichts anderes übrig bleibt oder soll ich mir den Strick nehmen? Set nun fast 2Jahren versuchen mein Anwalt und ich einen mündlichen Verhandlungstermin beim OLG in Frankfut zu bekommen. Keine Chance, völlig überlastet das Gericht. Wir haben gute Gutachten in der Hand und jeder Gutachter und Arzt, bei welchen ich seit seit 1 Jahr in Behandlung war, hat bei mir eine Erwerbsminderung von mehr als 50% bzw. Berufsunfähigkeit in meinem jetzigen Job festgestellt.
Ich gehe wirklich auf dem Zahnfleisch, aber ich mache weiter, weil ich keine andere Chance habe. Unsere Ersparnisse sind längst für Arztrechnungen aufgebraucht. Alles weg.

Schoppi
 

stinababy

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Hallo schoppi,
habe deine Sache ein bisschen verfolgt, weil mein Mann in einer ähnlichen Situation ist wie du. Er kann auf Grund eines AU seinen Beruf nicht mehr ausüben und auch Belastungserprobungen in einer Bürotätigkeit für 4 Stunden hat er nicht durchgehalten. Nun hat er einen Rentenantrag bei der DRV gestellt und muss auf Grund dessen, nächste Woche zur Reha.
Um auf den Punkt zu kommen, wir sind privat auf BU versichert, diese Versicherung zahlt aber bereits, auch wenn das mit der DRV noch nicht geklärt ist. Du schreibst, du bist zu 50% Berufsunfähig, dann müssten die doch auch in deinem Fall zahlen, oder warum tun sie es nicht?
Ich meine es ist ja wirklich alles mäglich und ich erlebe auch immer wieder wie man von der BG und der DRV verascht wird.
Hoffe das die Sache bei dir gut ausgeht, ich habe mitlerweile den Eindruck die DRV lehnt erst mal alles ab, wer nicht kämpft der hat eben verloren. Nur das man für sein Recht immer kämpfen muss, frustriert uns auch sehr.
Wünsche dir viel Durchhaltevermögen.
 

Schoppi

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Hallo stinababy,

die private BU, die ich bei der Hannoverschen-Leben habe, hat weder eine Absage noch Zusage erteilt. Denen liegen nun alle Gutachten vor, aber bisher fehlt die Äußerung hierzu. Ich kann nur hoffen, dass sie endlich einlenken. Ich habe die gleiche Sache in 2004-2005 schon mal mitgemacht. Damals war die Diagnose noch nicht da und alles wurde auf die Psyche geschoben, die dann per Gutachter ok war. Alles abgelehnt. Ich mußte wieder zur Arbeit gehen und das hat mir die letzte Kraft, die ich noch hatte, geraubt. Die tägliche Fahrt von 100 km zur Arbeit und zurück und der hohe Druck im Job waren für meine Gesundheit das Schlechteste, was hätte passieren können.
Was ich damit sagen will, meine Ärzte sagen, dass ich aufgrund des Unfalls von 2003 auch seit 2003 Berufsunfähig bin. Für die BU heißt das, sie müssen 5 Jahre nachregulieren. Ich denke hier liegt der Knackpunkt, aber warum soll ich auf mein Geld verzichten?

Schoppi
 
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